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Psychiatrie FA (Subject) / F32/33 (Lesson)
Depressive Episode und rezidivierende depressive Episode
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- Typische und andere Symptome depressiver Episoden? Typische Symptome: gedrückte Stimmung Interessenverlust, Freudlosigkeit Verminderung des Antriebs, erhöhte Ermüdbarkeit Andere häufige Symptome: verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit (sogar bei leichten depressiven Episoden) negative und pessimistische Zukunftsperspektiven Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder Suizidhandlungen Schlafstörungen verminderter Appetit Die Symptome haben häufig eine typische Tagesschwankung, in der Regel mit einem Morgentief und einer abendlichen Besserung
- Wie lauten die diagnostischen Leitlinien bei der Einteilung der Schwere der depressiven bzw. der rezidivierenden depressiven Episoden? F32.0/F33.0: leichte (rezidivierende) depressive Episode => zwei typische und mindestens zwei andere häufige Symptome, von denen keines besonders ausgeprägt sein soll, mit einer Mindestdauer der Episode(n) von zwei Wochen. F32.1/F33.1: mittelgradige (rezidivierende) depressive Episode => zwei typische und mindestens drei (besser vier) andere häufige Symptome, von denen einige besonders ausgeprägt sein sollen, mit einer Mindestdauer der Episode(n) von zwei Wochen. F32.2/F33.2: schwere (rezidivierende) depressive Episode ohne psychotische Symptome => alle drei typischen und mindestens vier andere häufige Symptome, von denen einige besonders ausgeprägt sein sollen, mit einer Mindestdauer der Episode(n) von zwei Wochen. F32.3/F33.3: schwere (rezidivierende) depressive Episode mit psychotischen Symptomen => Erfüllung der Kriterien der F32.2/F33.2 und zusätzliches Auftreten von Wahnideen, Halluzinationen oder depressivem Stupor.
- Einteilung der F32 nach ICD-10? F32.0: leichte depressive Episode F32.00: leichte depressive Episode ohne somatisches Syndrom F32.01: leichte depressive Episode mit somatischem Syndrom F32.1: mittelgradige depressive Episode F32.10: mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom F32.11: mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom F32.2: schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome dazugehörige Begriffe: einzelne Episoden der agitierten Depression, der ernsthaft-depressiven Episode ohne psychotische Symptome, der Melancholie, der viatlen Depression ohne psychotische Symptome F32.3: schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen dazugehörige Begriffe: einzelne Episoden der ernsthaft-depressiven Episode mit psychotischen Symptomen, der major depression mit psychotischen Symptomen, der majoren Depression mit psychotischen Symptomen, der psychotischen Depression, der psychogenen depressiven Psychose, der reaktiven depressiven Psychose F32.4: depressive Episode gegenwärtig remittiert F32.8: sonstige depressive Episoden dazugehörige Begriffe: atypische Depression, nicht näher bezeichnete einzelne Episoden der "larvierten" ("maskierten") Depression F32.9: nicht näher bezeichnete depressive Episode dazugehörige Begriffe: nicht näher bezeichnete Depression, nicht näher bezeichnete depressive Störung
- Einteilung der F33 nach ICD? F33.0: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode F33.00: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode ohne somatisches Syndrom F33.01: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somatischem Syndrom F32.1: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode F33.10: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode ohne somatisches Syndrom F33.11: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom F33.2: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome F33.3: rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen F33.4: rezidivierende depressive störung, gegenwärtig remittiert F33.9: nicht näher bezeichnete rezidivierende depressive Störung dazugehörige Begriffe: nicht näher bezeichnete monopolare Depression
- Welche weiteren Symptome neben den typischen und den anderen Symptomen einer depressiven Episode kennst du? oft innere Unruhe Angst als Panikattacke oder als diffuse unbestimmte Angst manchmal Entwicklung eines depressiven Wahns, entsprechend den depressiven Denkinhalten als Schuldwahn, Verarmungswahn, Minderwertigkeitswahn, nihilistischer Wahn oder hypochondrischer Wahn Störungen von Konzentration, Merkfähigkeit und Gedächtnis können so stark erscheinen, dass das Bild einer Pseudodemenz entsteht. agitierte Depression: die Pat. jammern, klagen, laufen umher pseudohysterische Depression: Pat. sind demonstrativ, übertrieben, theatralisch, wirken oft kurzfristig nicht mehr depressiv verschiedenste Phobien, v. a. soziale Phobie anankastische Depression: sehr selten, 1%, Zwangssymptome verschwinden mit der Depression wieder psychotische Depression, v. a. akustische Halluzinationen, Stimmen, die den Pat. tadeln und zurecht weisen Entfremdungsdepression: Derealisations- und Depersonalisationsphänomene: die Umwelt hat sich verändert, man fühlt sich fremd Denkzerfahrenheit: bei manchen Pat. ist die Denkhemmung so ausgeprägt, dass sie den Faden verlieren
- Was ist eine melancholische Depression? melancholische Depression = Melancholie, somatisches Syndrom, endogene Depression entspricht der Depressionsform, die am häufigsten bei bipolaren Störungen und rezidivierenden Depressionen auftritt, daher relativ sichere medikamentöse Therapierbarkeit. Pat. mit einer Melancholie haben immer die folgenden Merkmale der depressiven Episode: Antriebsminderung mit Interessenverlust, Verlust der Freudfähigkeit, Antriebshemmung (aber auch Agitiertheit), Früherwachen, zirkadiane Rhythmik, Appetitverlust, Libidoverlust Diagnosekriterien: mindestens 4 der folgenden Symptome: Interessenverlust oder Verlust von Freude an normalerweise angenehmen Aktivitäten mangelnde Fähigkeit auf eine freundliche Umgebung oder günstige Ereignisse adäquat emotional zu reagieren Früherwachen, mindestens 2 Stunden vor der normalen Zeit Morgentief Antriebshemmung (psychomotorische Hemmung) oder Agitiertheit deutlicher Appetitverlust Gewichtsverlust (mindestens 5% im vergangenen Monat) deutlicher Libidoverlust
- Was ist eine saisonale Depression? eine Depression tritt dann fast immer zum gleichen Zeitpunkt im Jahr auf und remittiert ebenfalls in einem gleichen Zeitraum der Depressionssubtyp der Melancholie tritt gehäuft im Frühjahr und Herbst auf v. a. die Winterdepression entspricht der saisonalen Depression im engeren Sinne und ist durch Lichttherapie behandelbar oft keinen typischen Depressionsymptome sondern: Lustlosigkeit, Deprimiertheit, Müdigkeit, Lethargie, Hypersomnie, Hyperphagie Diagnosekriterien: (die saisonal abhängige Verlaufsform ist nicht in der ICD-10 enthalten) die manische oder depressive Episode beginnt oder endet immer etwa zu gleichen Zeitpunkt eines Jahres mindestens zwei solcher Episoden in zwei Jahren ohne dass nicht nicht-saisonale Episoden auftreten mehr saisonale als nicht-saisonale affektive Episoden im Lanzeitverlauf Bei Depressionsbeginn im Herbst/Winter und Symptomfreiheit oder Hypomanie im Sommer: Diagnose einer lichtabhängigen Winterdepression
- Was ist eine psychotische Depression? die Pat. erfüllen fast immer die Kriterien des melancholischen Subtyps etwa 20% der Pat. mit einer schweren Form der Melancholie haben Wahnideen es kann zu Wahnideen, systematisiertem Wahn, Wahnwahrnehmungen, Störungen des Ich-Erlebens, Halluzinationen kommen Unterscheidung therapeutisch wichtig, da zusätzlich Neuroleptika und ggf. EKT zur Anwendung kommen DD: schizodepressive Störung
- Was ist eine atypische Depression? Antriebsminderung und Verstimmung können mit Hypersomnie, verstärktem Appeit und Gewichtszunahme gekoppelt sein starke Reagibilität auf äußere Reize und Empfindlichkeit gegenüber Verletzungen Übergänge in bipolare Störungen sind häufig DD: Persönlichkeitsstörung, neurotische Erkrankung Therapie: v. a. MAO-Hemmer Diagnosekriterien: die Kriterien der Melancholie sind nicht erfüllt! Symptome der depressiven Episode können bei erhaltener Schwingungsfähigkeit (bei positiven Ereignissen hellt die Stimmung auf) festgestellt werden. Zusätzlich müssen einige der folgenden Symptome vorhanden sein: Hypersomnie oder mehr Zeit, die im Bett verbracht wird Hyperphagie und/oder Gewichtszunahme Gefühl bleierner Schwere in Armen und Beinen mit körperlicher Erschöpfung andauerndes Muster, sensitiv und depressiv auf Zurückweisungen in Beziehungen zu reagieren mit häufigen sozialen Komplikationen
- Was ist eine recurrent brief depression? recurrent brief depression = rezidivierende kurze depressive Störung meist leichte, selten schwere, depressive Episoden, meist 2-3 Tage, selten länger bis 14 Tage, die regelmäßig, meist ca. einmal im Monat auftreten Remission ohne Therapie häufig: suizidale Handlungen Symptome: Traurigkeit, Lethargie, Antriebslosigkeit und v. a. bei Männern oft gesteigerter Alkoholkonsum DD: emotionale Instabilität bei ADHS Diagnosekriterien: leichte, mittelgradige oder schwere depressive Episode etwa eine depressive Episode pro Monat über ein Jahr Dauer der Episoden kürzer als zwei Wochen (typisch 2-3 Tage) Bei zusätzlich auftretenden hypomanischen/manischen Episoden: Diagnose einer rezidivierenden kurzen bipolaren Störung
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- Was ist eine ängstliche Depression? psychopathologisch besteht eine Mischung aus phobischen Befürchtungen, generalisierter Angst, Panikattacken und depressiven Symptomen und Denkinhalten Störung ist leicht ausgeprägt DD: generalisierte Angststörung, Dysthymia
- Was sind affektive Störungen im Wochenbett? Depressive Episoden im Wochenbett ursächlicher Faktor: vermutlich Schwangerschaft, falls keine früheren Episoden bekannt und keine späteren im Verlauf auftreten Symptome sind in der Regel ähnlich der manischen, der depressiven oder der gemischten Episode allerdings treten psychotische Symptome, Zwangsgedanken oder Agitiertheit häufiger auf ein Teil der Pat. entwickelt im Verlauf eine rezidivierende depressive Störung oder eine bipolare Störung, dann war die Schwangerschaft nur der Auslöser der Erkrankung Diagnosestellung nur wenn Symptome immerhalb der ersten acht Wochen nach der Geburt auftreten nach der Geburt auftretende Verstimmungszustände Affektlabilität und Affektinkontinenz, Sorgen, Pessimismus, Traurigkeit Symptome sind immer vorübergehend bei dieser Diagnose Persisitieren über 14 Tage bedeutet Diagnose einer depressiven Episode
- Welche Erkrankungen aus dem F4-Bereich müssen beim Vorliegen einer depressiven Episode abgrenzbar sein? Trauerreaktion F43.2, s. auch Z63.4 (Verschwinden und Tod eines Familienmitglieds) Anpassungsstörungen F43.20 bis F43.29 Angsterkrankungen (Phobien, Generalisierte Angststörung) Beide erst genannten Erkrankungen sind depressive Reaktionen auf psychosoziale Stressoren und keine primär affektive Störung. Regel: Das Bild einer depressiven Episode nach einem belastenden Lebensereignis, das bei jedem geeignet ist, eine Depression hervorzurufen, sollte vorläufig als Trauerreaktion oder reaktive Depression diagnostiziert werden und nicht sofort medikamentös behandelt werden. Klingt die Symptomatik aber auch nach Wochen nicht ab, muss davon ausgegangen werden, dass eine depressive Episode ausgelöst wurde und entsprechend medikamentös behandelt werden muss.
- Welche Erkrankungen, die nicht zu den primär affektiven Störungen gehören, müssen differentialdiagnostisch abgrenzbar sein? organische psychische Störungen psychische Störungen durch psychotrope Substanzen Schizophrenien, schizoaffektive Störungen, wahnhafte Störungen Angststörungen Zwangsstörung somatoforme Störungen, dissoziative Störungen Essstörungen Persönlichkeitsstörungen, Aufmerksamkeits-/Aktivitätsstörungen Regeln zur Diagnosestellung: Im Zustand der akuten Intoxikation und den Tagen danach kann auch beim Vorliegen der typischen Symptome keine depressive Episode diagnostiziert werden. Persisitieren die Beschwerden aber länger, mindestens zwei bis vier Wochen, sollte zusätzlich eine depressive Episode diagnostiziert werden. Depressive Episoden, die bereits vor dem Missbrauch oder nach dem Ende der Substanzzufuhr bestanden und bestehen, sollten diagnostiziert und behandelt werden. Angstsymptome die in zeitlichem Zusammenhang mit dem Vorliegen depressiver Symptome bestehen sind Teil dieser Symptomatik und werden nicht separat diagnostiziert. Besteht eine Phobie bereits vor der depressiven Symptomatik und persistiert sie nach dem Abklingen weiter, sollten beide Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden. Treten anankastische Symptome bereits vor der depressiven Symptomatik auf, werden beide Diagnosen gestellt und behandelt. Zwangssymtome während einer depressiven Episode werden unter der anankastischen Depression diagnostiziert. Bei depressiven Störungen nach dem Beginn von Essstörungen sollten beide Diagnosen gestellt werden. Jeder Pat. mit einer depressiven Episode kann jede denkbare Persönlichkeitsstörung aufweisen, daher sind beide Diagnosen zu stellen.
- Welche Zusatzdiagnostik neben der internistischen, der neurologischen und der psychiatrischen Untersuchung kann obligat oder fakultativ zum Ausschluss organischer Störungen eingesetzt werden? CCT, NMR: keine spezifischen Befunde möglich, aber Hirnatrophien oder beispielswerde periventrikuläre Dichteminderungen könnten richtungsweisend sein. SPECT, FDG-PET: frontale Hypoperfusion ist häufig, aber unspezifisch für schwere Depressionen, aber auch bei Schizophrenien und organischen Störungen Testpsychologie: während der Episode besteht kein Hinweis auf eine Persönlichkeitsstörung, erst nach Abklingen kann aus den Befunden eine ggf. zusätzlich vorliegende Diagnose gestellt werden. Endokrinologie: Ausschluss von Hyperkortisolismus, Hypothyreose, Hypophysenadenom Laborzeichen eines ggf. vorliegenden sekundären Substanzgebrauchs.
- Epidemiologie der depressiven Störungen? Geschlechterverhältnis:Frauen:Männer 2:1 Häufigkeiten: Punktprävalenz ca. 5-10%, Lebenszeitprävalenz: ca. 10-20% Häufigkeitsgipfel bei der Ersterkrankunng zwischen 30 und 45 Jahren depressive Erkrankungen entsprechen ca. 60% der affektiven Störungen insgesamt
- Pathogenese depressiver Erkrankungen? Genetische Faktoren: das Risiko an einer depressiven Erkrankung zu erkranken steigt mit der Nähe des Verwandtschaftsgrades Psychosoziale Faktoren: aufgrund einer erhöhten Vulnerabilität oder aufgrund früherer Erfahrungen können dann im Verlauf life-events die Entwicklung depressiver Phasen fördern. (Kindling-Modell: infolge belastender Lebensereignisse werden Hirnreaktionen ausgelöst, z. B. eine vermehrte Ausschüttung des Stresshormons Kortisol, was, wenn einmal begonnen, dann autonom weiterläuft) Neurobiologische Faktoren: veränderte Neurotransmittersysteme in der depressiven Phase. Vermutlich sind nicht einzelne Systeme gestört, sondern es liegt eine multiple Störung vor Noradrenalin: die meisten AD erhöhen die Konzentration von NA im synaptischen Spalt und führen zu einer downregulation postsynatischer β-NA-Rezeptoren, Eintritt der Wirkung erst nach ca. 14 Tagen Serotonin: die meisten AD erhöhen die Serotonin-Konzentration im synaptischen Spalt Dopamin: manche AD erhöhen die Dopaminkonzentration im synaptischen Spalt Achetylcholin: Cholinergika können zu depressionsähnlichen Symptomen führen GABA: γ-Aminobuttersäure: manche GABAergen Medikamente wirken antidepressiv Neurophysiologische Funktionsstörungen: Schlafanomalien mit vermindertem Tiefschlaf und vermehrten REM-Phasen: hierfür sprechen die tageszeitlichen Schwankungen und die Wirksamkeit des Schlafentzugs.
- Verlauf und Prognose depressiver Episoden? Vorkommen in jedem Lebensalter Früher schätzte man das Ersterkrankungsalter in den Bereich zwischen 30 und 45 Jahren, neuere Studien datieren das Ersterkrankungsalter bei einem Teil der Pat. schon zwischen 16 und 20 Jahre Beginn meistens langsam mit unspezifischen Frühsymptomen über Tage und Wochen, selten aber auch plötzlich über Nacht 10-25% der Pat. hatten vor dem Erstauftreten bereits eine Dysthymia die Mehrzahl der Depressionen endet mit Vollremission, aber 5-10% bleiben chronisch depressiv ca. 20-30% der Pat. behalten zwar keine typischen Depressionssymptome, aber uncharakterische im Sinne eines depressiven Residualsyndroms mit verminderter Belastbarkeit, reduzierter Leistungsfähigkeit, schneller Ermüdbarkeit Rückbildung der depressiven Episoden: ca. 40-50% innerhalb von 6 Monaten, ca. 25-30% innerhalb eines Jahres, 20-25% länger als ein Jahr. Antidepressive Behandlung verkürzt die vom Pat. als symptomatisch wahrgenommene Zeitspanne.
- Mögliche Komplikationen depressiver Episoden? Suizid ist die ernsthafteste Komplikation. Ca. 15-20% der Pat. mit rezidivierenden depressiven Störungen suizidieren sich, v. a. in der Phase des Beginns und des Endes der depressiven Episode, wenn die Stimmung noch gedrückt, der Antrieb aber schon wieder gebessert ist. Missbrauch psychotroper Substanzen, v. a. im Sinne einer Selbstmedikation, bis hin zur Abhängigkeit von Alkohol oder anderen psychotropen Substanzen, v. a. Benzodiazepinen. private, familiäre, soziale und berufliche Schwierigkeiten
- Therapie depressiver Episoden? die Standardtherapie aller depressiven Störungen besteht aus: antidepressiver medikamentöser Therapie Psychotherapie Schlafentzug (1-2x/Woche) Lichttherapie (adjuvant) (Elektrokrampftherapie): bei therapieresistenten Pat., v. a. Melancholien und wahnhaften Depressionen, noch Besserung in bis zu 50% der Fälle möglich.