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Institutionenökonomik (Subject) / Klausur (Lesson)
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- Die Vorfeldmitarbeiter des Frankfurter Flughafens fordern 40 - 70 % Lohnsteigerung. Erläutern Sie dies anhand der Qualifikation der Beteiligten die Situation. Welche Lösungsansätze gibt es und erläutern Sie ob diese funktionieren oder nicht. - Es geht hierbei um die Humankapitalspezifität der Fluglotsen, haben eine sehr hohe Humankapitalspezifität und sind ein wichtiger Faktor im Flugverkehr, vor allem wenn es um die Sicherheit ginge. - Freiberufler, welche opportunistisches Verhalten an den Tag legen, könnten somit das Leben vieler gefährden. - Auch das Know-How, welches die Fluglotsen haben, ist sehr spezifisch und nicht leicht austauschbar. - Das beides rückt die Fluglotsen in eine gute Position ggü. ihrer Arbeitgeber, sodass diese in der Lage sind so eine immense Lohnsteigerung zu fordern. - hohe Humankapitalspezifität, hohe Kosten der Ausbildung, Probleme der Quasirente, Transaaktionspartner hier AN wissen darüber Bescheid, haben gute Verhandlungsposition - Die Transaktionskosten die anfallen würden, wenn die Arbeiter über den freien Markt bezogen werden würden, wäre sehr hoch, da diese jedes mal angelernt werden müssen, Kontrolliert werden müssten usw. und durch die Häufigkeit der Transaktion (es starten ja jeden Tag über 1000 Flieger vom Frankfurter Flughafen aus) sind die Organisationskosten wesentlich geringer als die Markttransaktionskosten. - Offensichtlich dringen auch nicht so viele neue Arbeitssuchende in diesen Markt ein, sonst könnten die Vorfeldmitarbeiter nicht solche immensen Lohnsteigerungen verlangen.Ein langfristiger Lösungsansatz seitens des Flughafen wäre es mehr Leute für diesen Beruf anzuwerben und auszubilden um ein größeres Reportua an Arbeitskräften zu haben. Kurzfristig müssen sich die Arbeitnehmer wohl auf eine Lohnsteigerung einlassen.
- Welche vertragssepzifischen Transaktionskosten können beim Arbeitgeber und beim Arbeitnehmer anfallen. Wie können sich beide Seiten absichern bzgl. einer möglichen Quasirente? - Organisationskosten entstehen durch den Aufbau, Erhalt und Betrieb von Organisationen - Organisationskosten entstehen weil ex ante eine Unsicherheit über das Verhalten der Beschäftigten und Anreiz zum Opportunismus besteht - Verhältnis Markttransaktions- zu Organisationskosten entscheidet, ob Firmen entstehen oder der Marktmechanismus genutzt wird - nachfolgende Kosten fallen beim AN und AG an -- Kosten der Vertragsvorbereitungen (Suchkosten, Informationskosten) -- Kosten des Vertragsschlusses -- Kontrollkosten -- Organisationskosten - Spezifische Investitionen werden im Hinblick auf ein ganz bestimmtes Vertragsverhältnis getätigt -> Austauschbarkeit des Tauschpartners bei getätigten spezifischen Investitionen - Je spezifischer eine Investiton ist, um so mehr hängt ihr Wert damit von der Fortdauer der Austauschbeziehung ab. Wird die Transaktionsbeziehung beendet, entsteht ein Wertverlust, der auch als Quasirente bezeichnet wird. - Die Höhe der Quasirente entspricht dem Gewinn, der daraus resultiert, dass die Investition in der besten und nicht in der zweitbesten Verwendung eingesetzt werden kann. - Dadurch wächst dem Tauschpartner ein Handlungsspielraum zu, der dahingehend verwendet werden kann, die besondere Abhängigkeit des Investors auszunutzen, indem versucht wird, sich dessen Quasirente zumindest teilweise anzueignen. - Es liegt ein Fall von Hold-Up vor. Besonders groß ist die Hold-Up-Gefahr dann, wenn die Transaktion von einem hohen Maß an Unsicherheit geprägt und der Vertrag damit notgedrungen unvollständig ist, weil in diesem Fall der Hold-Up nur schwer nachweisbar ist. Es werden sich in der Konsequenz Transaktionskosten erhöhen. - Bei hoher Unsicherheit lassen sich ex ante keine Vereinbarungen treffen. Es können nicht alle möglichen Zukunftsszenarien vertaglich geregelt werden, da die Transaktionsksoten hierfür prohibitiv hoch sind. - Um jedoch dennoch expost opportunsitsiches Verhalten zu begrenzen, müssen die diskretionären Handlungsspielräume vertraglich eingeschränkt werden. Daraus kann die Schlussfolgerung gezogen werden, dass die Transaktionskosten umso höher sind, je größer das Maß an Unsicherheit ist.
- Markttransaktionskosten vs. Organisationskosten Markttransaktionskosten - fallen an, sobald der Marktmechanismus zur Koordination bemüht wird - vor allem Informations- und Verhandlungskosten (im zeitlichen Verlauf eines Vertragsschlusses) - Kosten der Vertragsvorbereitung (Such- /Informationskosten): Suche Tauschpartner, Handlungsalternativen, Bewertung -> Opportunitätskosten der Zeit, direkte Kosten - Kosten des Vertragsabschlusses (Verhandlungs- und Entscheidungskosten): Verhandlungsprozess -> Berater, externe Dienstleister, Opportunitätskosten der Zeit - Kontrollkosten (Sicherstellungs-/Kontroll- und Anpassungskosten) = Überprüfung der Erfüllung des Vertrags, ggf. gerichtliche Einforderung, ggf. Vertragsanpassung Organisationskosten - entstehen durch den Aufbau, Erhalt und Betrieb von Organisationen - Organisationskosten entstehen weil ex ante eine Unsicherheit über das Verhalten der Beschäftigten und Anreiz zum Opportunismus besteht -- Kosten für die Implementierung von Arbeitsverträgen -- Kosten für die Vertragsabwicklung (Erteilung/Durchsetzung/Überwachung von Handlungsanweisungen) -- Kontrollkosten für die Messung der Ergebnisse der Arbeitskräfte -- Kosten des Informationsmanagements - Coase: Verhältnis Markttransaktions- zu Organisationskosten entscheidet, ob Firmen entstehen oder der Marktmechanismus genutzt wird - Beispiel: Schule Lehrereinstellung oder Beschäftigung als Freiberufler - z.B. Lehrer einstellen: Organisationskosten, Inflexibilität (kann nicht beliebig mit der Nachfrage auf- und abgebaut werden), Sicherheit (feste Planung über längeren Zeitraum), flexibel einsetzbar, zusätzliche Aufgabenübertragung ohne dass der Vertrag erweitert werden muss, Identifikation mit der Schule, jedoch teuer // z.B. Freiberufler: über Markt beziehen, bedarfsgerecht, gute Anpassung an Klassenanzahl, geringe Organisationskosten (Eingliederung), Gefahr der Abwanderung der Lehrkräfte an andere Schulen, dann jedes Mal wieder Such-/Informations-/Verhandlungskosten, Kontrollkosten - Entscheidung durch Abwägung von Opportunitäts-, Produktions- und Transaktionskosten, welche Form kostengünstiger - Frage wird hierbei aufgeworfen nach Make or Buy? - marginale Produktionskosten + Organisationskosten > Marktpreis + Markttransaktionskosten = Fremdbezug - Marginale Produktionskosten + Organisationskosten < Marktpreis + Markttransaktionskosten = Eigenfertigung
- Erklären sie unter Berücksichtigung des Transaktionskostenansatzes, ob ihr Unternehmen standardisierte IT an eine externe Firma auslagern soll. - Transaktionskostentheorie: Frage, wie die Abwicklung und die Organisation von Transaktionen in einem gegebenen institutionellen Rahmen am effizientesten abgewickelt werden können - Transaktionskosten fallen bei der Errichtung oder Benutzung von Institutionen an - es entstehen Produktions- und Transaktionskosten, deren Summe über Güterproduktion entscheidet, verfügbare Ressourcen können durch Produktions- und Transaktionskosten verbraucht werden - Grund für das Auslagern der standartisierten IT wäre es um Gesamtkosten einzusparen. Das funktioniert dann, wenn die Summe der direkten Kosten (Betreibung und Wartung der IT) und der Transaktionskosten(interene Orgakosten bzw. Koordinationkosten) bei Auslagerung der IT kleiner sind, als wenn sie weiterhin von dem eigenen unternehmen betrieben wird. - marginale Produktionskosten + Organisationskosten > Marktpreis + Markttransaktionskosten = Fremdbezug - Marginale Produktionskosten + Organisationskosten < Marktpreis + Markttransaktionskosten = Eigenfertigung - Höhe der Transaktionskosten wird durch drei Faktoren determiniert -- Handlungsspielraum der Akteure -- Unsicherheit über den Vertragsgegenstand -- Häufigkeit der Transaktionen - Grad der wirtschaftlichen Wiederverwertbarkeit eines Faktors in alternativer Verwendung -- Einsatz durch andere Nutzer = employability -- Erzielbarkeit von Restverkaufserlösen = salvageability - eine Investition ist umso spezifischer, je höher die Widmung im Hinblick auf eine bestimmte Verwendung/Transaktionsbeziehung ist - bei geringen Wechselkosten spricht man von generischen/nicht-spezifischen Faktoren - standardisierte IT nicht von spezifität geprägt, d.h. selbst wenn die externe firma nachträglich (hold-up) die Preise steigern sollte o.ä. kann sich mein Unternehmen eine andere Firma suchen, da keine spezielle Spezifität vorhanden ist.
- In Ihrem Unternehmen wird die Frage gestellt ob betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen intern oder extern bereit gestellt werden. Analysieren sie beide Varianten mit Hilfe der Transaktionskostentheorie, wenn Weiterbildungsmaßnahmen von geringer Spezifität und Unsicherheit sind. - Höhe der Transaktionskosten wird durch drei Faktoren determiniert -- Handlungsspielraum der Akteure -- Unsicherheit über den Vertragsgegenstand -- Häufigkeit der Transaktionen (economies of scope = Routine/Lerneffekte) - je klarer der Vertragsgegenstand ex-ante definiert werden kann und je häufiger eine Transaktion stattfindet (economies of scale/scope), umso niedriger werden die Transaktionskosten sein - Höhe der Transaktionskosten wird von Umweltfaktoren bzw. Rahmenbedingungen (Unsicherheit im Umfeld, Zahl der potentiellen Vertragspartner, Maß an Infoungleichheit) beeinflusst - Regelungen müssen so gestaltet sein, dass Transaktionskosten möglichst gering sind - Spezifität (Gibt den Grad der Wiederverwendbarkeit an. Je höher der Spezifitätsgrad einer Transaktion, desto grösser der Wertverlust (Quasirente) ist, der durch Verwendung in 2nd-best-Lösungen anfällt. Dadurch steigt die Opportunismusgefahr, die besonders hoch ist bei hoher Unsicherheit. Somit ist der Vertrag unvollständig, die Vertragsverhandlungen werden erschwert & die Transaktionskosten steigen.) - Wir müssen die Markttransaktionskosten in Vergleich zu den Organisationskosten analysieren. - Bei einer interenen Bereitstellung der Weiterbildung braucht man einen oder mehrere Angestellte, die sie Weiterbildung vorbereiten, durchführen usw., dieser Angestellter muss erstmal gesucht werden und eventuell auch noch dazu selbst weitergebildert werden. Es entstehen dabei Verschiedene OrganisationsKosten innerhalb des Unternehmens, Produktionskosten, opportunitätskosten (den der angestellte für die weiterbildung, kann nicht für andere Arbeitsbereiche genutzt werden) und natürlich die firmeninteren Transaktionskosten. - Die Markttransaktionskosten auf der anderen Seite wären zunächst Such- und Informationskosten um einen geeigneten Anbieter zu finden, der das Know-How hat um die Weiterbildung abzuhalten. Da die Weiterbildungsmaßnahmen von geringer Spezifität und Unsicherheit geprägt sind, ist davon auszugehen, dass Wettbewerb unter den Anbietern der Weiterbildungsmaßnamen herscht und wir uns somit zwischen den besten Angeboten entscheiden können. Nach dem wir die entsprechenen Mitarbeiter geschult haben, brauchen wir den Ausbilder auch nicht mehr. - Einen klassichen Vertrag hier abzuschließen, wäre Ideal. Auch bei häufigerer nutzung des Ausbilders. Sobald jedoch die Spezifität und die Unsicherheit stark steigen sollte, müsset sich das Unternehmen eine Alternative zum klassischen Vertrag einfallen lassen, was dazu führt, dass es am Ende (bei hoher Spezifität und Unsicherheit) einen Ausbilder anstellt und der klassische Vertrag durch einen relationalen Vertrag ersetzt wird.
- Nennen und Erläutern Sie die drei Hauptansätze der Institutionenökonomik - Neoklassik bildet den Ausgangspunkt für die Institutionenökonomik, die im Wesentlichen auf drei Feldern neue Sichtweisen in die Ökonomie eingeführt hat: -- Mit dem Transaktionskostenansatz wird berücksichtigt, dass die Nutzung des Marktmechanismus für die Marktteilnehmer nicht kostenlos ist, sondern hier Kosten anfallen, die das Verhalten der Individuen beeinflussen können. -- Die Principal-Agent-Theorie widmet sich all jenen Vertragsbeziehungen, mittels derer Individuen Aufgaben an Dritte delegieren und behandelt dabei das Problem, dass Informationen nicht – wie von der neoklassischen Ökonomie angenommen – symmetrisch zwischen den Marktteilnehmern verteilt sind. -- Schließlich wird mit dem Property-Rights-Ansatz ein Augenmerk auf die Rolle von Eigentumsrechten und deren Übertragung gelegt. Dieser Ansatz weicht von der traditionellen Sichtweise ab, indem er sich nicht mit dem Eigentum an Ressourcen beschäftigt, sondern zu einer Betrachtung des Eigentums an Verfügungsrechten und deren optimaler Allokation übergeht.
- Nehmen Sie kritisch Stellung zu den Standardannahmen der Neoklassik - Annahmen der Neoklassik (Idealwelt) -- Homogene Güter (im Auge d. Nachfrager alle gleich, gleiche Eigenschaften d. Güter a. d. Markt) -- atomistische Marktstruktur (viele kleine Anbieter, von denen niemand Einfluss auf MP hat) -- Anbieter und Nachfrager sind Mengenanpasser (Mengenänderung mit Marktpreisänderung) -- unendliche Anpassungsgeschwindigkeit (ohne zeitliche Verzögerung) -- vollkommende Markttransparenz (vollständige Information aller über Güter und Preise) -- vollständige Verträge (alle Tatbestände vom Vertrag erfasst und deshalb akzeptiert) -- rationales Handeln (Entscheidungstreffung, nutzenmaximierendes Verhalten) -- keine Transaktionskosten (außer Preis) -- dadurch Markträumung und allgemeines Marktgleichgewicht - Annahmen der Wirklichkeit -- Verbraucher entwickelt Präferenzen -- Anbieter haben z.T. aufgrund ihrer Machtposition einen Preissetzungsspielraum (Benzin) -- Inhomogenität der Güter (Anbieter variieren die Packungsmenge, dadurch Ertragssteigerung) -- individuelle Entscheidungen und Ziele (Einzelinteressen bei unternehm. Entscheidungen) -- asymmetrische Informationsverteilung, dadurch Marktunvollkommenheiten -- unvollständige Verträge (Verursachung von Informations- und Kontrollkosten, Transaktionskosten durch Vertragsschluss) - Neoklassik ermöglicht somit nur sehr allgemeine Musterprognosen mit geringem Erklärungsgehalt im Hinblick auf die Realität, realitätsfern, keine Berücksichtigung von individuellen Entscheidungen in Bezug auf gesamtwirtschaftliche Veränderungen, geht vom vollkommenden Markt und von der vollständigen Konkurrenz aus - Prämissen klassischer Ökonomie (Grundannahmen) -- Individualismus, Liberalismus, Determinismus, Nutzenidentität - Kritik - Werturteilsfreiheit = Sicherstellung des Wettbewerbs führt automatisch zu einer effizienten Allokation - Keine faktenbasierte Theoriebildung = nur Einzeltheorien aber keine Synthese dieser - Nicht zur Erklärung der Realität geeignet, da sehr oft in eindeutigem Widerspruch zu ihr (z.B. Determinismus)
- Beschrieben Sie am Beispiel der Auswahl eines Urlaubsziels wie sich methodologischer Individualismus und bounded rationality (Begrenzte Rationalität) auf den Entscheidungsprozess auswirken - Das Modell des methodologischen Individualismus geht davon aus, dass individuelle Ziele und Anreize die Handlungsergebnisse bestimmen. - Entscheidenden Einfluss auf das Handeln haben die Präferenzen und Vorlieben des Einzelnen sowie sein Eigeninteresse. - Die Bewertung von Anreizen und Handlungsergebnissen liegt damit ausschließlich im Bereich des Einzelnen. - Diese Sichtweise bringt das Individuum auch in all jene Gruppen ein, denen es angehört. Gruppen von Menschen, also etwa Vereine, Parteien oder Unternehmen haben damit kein Eigeninteresse: -- Es gibt nicht das Interesse „der Partei“, sondern nur die Summe der Eigenschaften und Anreizsysteme der Parteimitglieder. -- Auch Firmen haben kein Eigeninteresse. Dieses bildet sich vielmehr innerhalb des institutionellen Arrangements „Firma“ erst heraus und entspringt letztlich ebenfalls den Individualinteressen der Beteiligten in Abhängigkeit von der Organisations- und Machtstruktur innerhalb der Firma. - Die zentrale Annahme im Konzept der begrenzten Rationalität besteht darin, dass die Prämisse der vollständigen Informiertheit der Akteure aufgegeben wird. - Es wird explizit unterstellt, dass der einzelne nur einen Ausschnitt der Realität kennt. - Bevor die Wahl eines Urlaubsortes getroffen wird, werden einige Zielorte berücksichtigt, die jedoch nicht das ganze Spektrum an möglichen Urlausborten umfassen. - Dies basiert auf der Begründung, dass zum Einen nicht alle Informationen beschafft werden können (aus Zeit- und Kostengründen), zum Anderen, dass nur ein Teil der beschafften Informationen auch bearbeitet werden kann. - Bei der gemeinsamen Auswahl eines Urlaubsziels, beispielsweise bei einem Paar, stehen beide inidviduellen Interessen der Einzelnen im Fokus. - Bei der Wahl des Urlaubsziels Hawaii handelt es sich somit eine Summe der Eigenschaften, bspw. Strandurlaub für die Frau, Wanderurlaub für den Mann.
- Versch. Formen von Opportunismus erklären - Individuen handeln nach Eigeninteresse - bei Widerspruch zwischen dem Interesse einer Organisation und dem IndividualinteresseIndividualinteresse handlungsleitend - Gruppe ist kein gewinnmaximierendes Kollektiv, sondern eine Ansammlung individueller Gewinnmaximierungsversuche; diese werden auch unter Missachtung kollektiver Interessen/Interessen Dritter durchgesetzt Opportunismus: -- Individuen verbergen Ihre waren Präferenzen, verfälschen Daten oder stiften Verwirrung -- Einzelne verfolgen ihre Individualinteressen auch unter Inkaufnahme der Schädigung Dritter (Arglist, Betrug, Täuschung) -- Williamson: Verfolgung des Eigeninteresses unter Zuhilfenahme von List, Verzerrung von Informationen, vorsätzliche Versuche, irrezuführen, zu verzerren, verbergen -- Fälschen von Informationen, Nicht-Einhalten von Versprechen, Unterlassen zugesagter Handlungen -- Opportunismus bedingt die Verschleierung eigener Präferenzen -- Abweichung von Verhaltensnormen, deren Einhaltung andere von uns erwarten -- Bsp.: Manager von ENRON, zur Aufrechterhaltung ihrer Position und zur Maximierung ihrer Einkommen wurde Bilanzfälschung betrieben und so Anleger betrogen, Manager haben sich opportunistisch verhalten, da ihnen das Umfeld (Wirtschaftsprüfer, Kapitalmarkt) die Gelegenheit dazu gaben Unterscheidung in 3 Stufen des Opportunismus nach Williamson - Unterscheidung in der Intensität der Verfolgung von Eigeninteressen, Grad der Ausnutzung einer Handlungssituation - Gehorsam = kein Eigeninteresse, Präferenzen klar ersichtlich - regelgebundenes Verhalten = Verfolgung des Eigeninteresses im Rahmen des durch die Regeln festgelegten Handlungsspielraum, Präferenzen weiter klar, keine Täuschung oder Betrug - Opportunismus = Opportunismus wird als Strategie verfolgt, Eigeninteresse wird unter Verschleierung der eignen Präferenzen durchgesetzt - Opportunismus ist Ursache von Unsicherheit, gäbe es nur regelgebundenes Verhalten, wären auch die Handlungsergebnisse sicher, man kann sich nicht sicher sein, dass der Gegenüber sich an die Regeln hält Asymmetrische Information - Ex-Ante-Opportunismus -- Ausnutzung des Informationsvorsprunges vor Vertragsabschluss -- wichtige vertragsrelevante Details werden arglistig verschwiegen und Partner getäuscht -- ungleiche Informationsverteilung bezüglich des Vertragsgegenstandes -- führt zu Qualitätsunsicherheit - Ex-Post-Opportunismus -- Ausnutzung nach Vertragsschluss -- informationsüberlegene Seite kann ihren Teil des Vertrags im Nachhinein variieren (Veränderung Engagement, Leistung, Anstrengung) -- Unterscheidung, ob die unterlegene Seite erkennt, dass der Vertragspartner seinen Handlungsspielraum zu eigenen Vorteil ausnutzt: --- nein Moral Hazard (z.B. Versicherungsabschluss) --- ja Hold-up (z.B. Arbeitsgeberfinanzierung des Studiums, Kündigung nach Beendigung des Studiums)
- Welche Informationbeziehung besteht auf Ebay, wozu dienen die Käufer- und Verkäuferbewertungen? - Asymmetrische Information äußert sich in unterschiedlichen Informationsniveaus der Beteiligten. - Beide Partner sind über die Qualität der Informationsverteilung informiert, d. h. beide wissen,• dass es einen Informationsunterschied zwischen ihnen gibt und• auf wessen Seite dieser Informationsvorsprung liegt. - Daraus resultiert zum einen eine Opportunismus-Chance für die informationsüberlegene Seite und zum anderen Verhaltensunsicherheit insofern, als nicht klar ist, in welchem Umfang der Informationsvorsprung zum eigenen Vorteil ausgenutzt wird. - Die Verkäuferbewertungen dienen dem Ausgleich der asymmetrischen Informationen zu Gunsten der (potenziellen) Käufer. - Es ist ein typischen Prinzipal-Agent Problem, Wobei der Prinzipal der Käufer auf Ebay ist und der Agent der Verkäufer auf Ebay. Es kann verschiedenes Opportunistisches Verhalten durch Informationsassymetrie entsethen: - Hidden Charakteristics, also Qualitätsunsicherheit ex ante, also vor Vertragsschluss: der Käufer kann nicht sicher sein ob die Qualität des Produktes, was er kauft, genausso ist, wie es der Verkäufer beschreibt - Hidden Action bzw. Hidden Information enstehen ex post des Vertragsschlusses: Der Käufer weiß nicht genau wie sich der Vertragspartner, also der Verkäufer nach abschluss des Vertrages verhalten wird. Wird er die Ware rechtzeitig verschicken, wird er im Falle einer Reklamation kooperieren oder die Schuld (falls etwas kaputt ist) von sich weißen usw. Dieses Phänomän word Moral Hazard genannt und und kann nur schwer überwacht werden. - Eine Lösung des Problems der Adversen Selection, wäre es von Seiten der Verkäufer ein glaubhaftes Signal zu senden, dass er kein opportunistisches Verhalten an den Tag legen wird. Die kann durch ein Gütesiegel nachgewiesen werden oder durch eine eingeräumte Garantie seitens des Verkäufers. (Signaling) - Sich eine gute Reputation aufzubauen um den Käufern zu signalisieren, dass er für Qualitätsmängel aufkommt, ist auch ein Lösungsansatz des Problems um z.B. Moral Hazard auszuschließen, denn Ressourcen aufzubringen um sich dauerhaft eine gute Reputation aufzubauen wird den Verkäufer von Opportunistischen Verhalten abhalten, da er bereits viele Kosten in den Aufbau der Reputation gesteckt hat. (sunk costs)Diese reputation kann der Verkäufer bei Ebay durch positive Kundenbewertungen aufbauen. - Das ganze gilt auch anderesherum für die Käufer, die genauso Opportunistisch handeln können ex ante und ex post des Vertragsabschlusses. Ihre Bewertungen sind genausoeine Reputation und signalisieren ihre Bezahlbereitschaft usw. Hier würden sich dann Prinzipal und Agent austauschen.
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- Ein Fußballclub möchte einen neuen Spieler engagieren. Welche asymmetrischen Informationslage ergibt sich für den Fußballclub und welche Rolle spielt Reputation? - Zwischen beiden Parteien besteht eine asymmetrische Informationsverteilung hinsichtlich des Vertragsgegenstands, wobei der Prinzipal immer die informationsunterlegene und der Agent stets die informationsüberlegene Position einnimmt. - Eine Möglichkeit hierzu besteht im Einholen von Informationen über mögliche Agenten und deren zielorientierte Auswertung, die ihrerseits Rückschlüsse auf die Qualität der Agenten erlauben. Dies kann zum einen dazu führen, dass der Prinzipal die Reputation des Agenten überprüft und die Auswahl seiner Vertragspartner danach trifft. Je höher die Reputation des Agenten ist, so wird unterstellt, um so geringer ist das Risiko, dass er die Qualitätsunsicherheit ex post tatsächlich zu seinen Gunsten und damit zulasten des Prinzipals ausgenutzt haben wird. - Es geht hierbei um das Prinzipal-Agent Problem. Der Fussballclub ist der Prinzipal und der Spieler der Agent. D.h. der Spieler ist auf der Informationsüberlegenen Seite ex ante und ex post des Vertragsabschlusses. - Hidden charakteristics, ex ante, Leistung des Spielers ist nicht 100% bekannt, also Qualitätsunsicherheit, spieler hat mehr infos, ob er zb in vergangenheit nur sp viele tore aufgrund von glück hatte. - Hidden Action/Hidden Information, ex post, Leistung des Spielers kann nicht immer überwacht werden, vielleicht gibt er sich nicht so viel mühe bei manchen spielen, weil er sich schohnen will o.ä. Hier nennen wir das Problem Moral Hazard bzw Shirking (Drückebergerei, er macht nur so viel wie nötig, nicht wie möglich) - Reputation seitens des Spielers kann aufgebaut werden um den Fussballclub von seinem können zu überzeugen und zu signalisieren, dass er ein guter Spieler ist. So würde Adverse selection, aufgrund von Qualitätsunsicherheiten abgewandt werden, da es lange dauert sich eine gute reputation aufzbauen. Auch der Fussballclub kann Reputation aufbauen, damit spieler bei ihm spielen wollen (vice versa usw.)
- Wie ändern sie sich Position eines Mieters - Hidden Characteristics (Qualitätsunsicherheit) -- Prinzipal ist schlechter über bereits vor Vertragsabschluss feststehende und nicht beeinflussbare Sachverhalte informiert als der Agent -- z.B schlechter informiert über das Nachbarschaftsumfeld, vergangene Schäden in der Wohnung, usw. - Hidden Intention (Hold-Up) -- Problem tritt nach Vertragsabschluss auftreten -- Prinzipal durchschaut Handlungsabsichten nicht vollständig -- Agent setzt seine Absichten nach Vertragsabschluss um und verschafft Prinzipal einen Nachteil -- Prinzipal wird Vertragsbruch erkennen aber nicht verhindern können -- z.B.: Kündigung nach finanziertem Studium - Hidden Information (Moral Hazard) -- Agent verfügt über Informationen, die Prinzipal nicht zur Verfügung stehen (Qualität/Produktivität der Ressourcen) -- Informationsasymmetrie Grund für Vertragsabschluss -- Agent kann seinen eigenen Beitrag zum Ergebnis verbergen oder sich Leistungen zuschreiben, die er nicht erbracht hat -- Prinzipal kann kein profundes Urteil abgeben, selbst dann nicht wenn er das Verhalten des Agenten beobachten kann (Arztbehandlung) - Agent reduziert Aktivität -> Shirking Dieser Mechanismus, der auch als Bonding bezeichnet wird, findet sich beispielsweise im Verhältnis von Mietern und Vermietern in Form der Kaution wieder. - Lösungsansätze bei Hidden Intention -- Problem: Prinzipal hat irreversible Kosten getätigt und somit sunkcosts produziert -- dadurch schlechtere Verhandlungsposition gegenüber Agenten -- Lösung des Problems nur über die Errichtung von Hierarchien -- Interessenausgleich durch langfristige Verträge/ Rahmenvertrag: Rücksicht auf Flexibilitätserfordernis und gleichzeitige langfristige Weisungsbefugnis -- Bonding wichtiges Mittel: Kaution, Finanzierung Studium, Pfand, Vorfinanzierung Spezialwerkzeug durch Kunden -- Eigentumserwerb bzw. vertikale Integration = Eigentumserwerb von Anteilen der Agenten um eigenes Risiko zu senken -- Bsp. Finanzierung Studium durch AG, Darlehensvertrag mit AN, Tilgung später, jedoch mit jedem Monat den der AN beim AG bleibt verringert sich der der Betrag, Anreizschaffung zum langfristigen Verbleib in der Firma -- oder Stellung eines Pfandes, das bei vertragswidrigem Verhalten einbehalten wird ist eine Lösungsalternative der Hold-Up-Problematik (Kaution Mieter für Vermieter)
- Was bedeutet Moral Hazard und worin besteht die Gefahr eines Moral Hazard bei staatlichen Rettungsmaßnahmen von Banken - Hidden Action (Moral Hazard) -- entsteht durch Handlungen des Agenten nach Vertragsabschluss (ex post) -- Problem Prinzipal: kennt nur Handlungsergebnis, nicht Anstrengung, die dahinter steckt -> keine Kausalbeziehung zwischen Aktivität & Handlungsergebnis bekannt -- exogene Determinanten (Konjunktur, Firmenentwicklung) können das Handlungsergebnis positiv und negativ beeinflussen, ohne dass der Agent etwas tun muss -> Agent reduziert Aktivität -> Shirking -- beim Shirking (Drückebergerei) versucht der AN sein Ergebnis mit möglichst wenig Mühe zu erreichen -- Bsp. Arbeitsvertrag: -- AG = Prinzipal und AN = Agent, ist der Vertrag geschlossen kann der AN seine Arbeitsleistung variieren und somit das Vertragsergebnis im Nachhinein beeinflussen (fleißig oder faul) - Hidden Information (Moral Hazard) -- Agent verfügt über Informationen, die Prinzipal nicht zur Verfügung stehen (Qualität/Produktivität der Ressourcen) -- Informationsasymmetrie Grund für Vertragsabschluss -- Agent kann seinen eigenen Beitrag zum Ergebnis verbergen oder sich Leistungen zuschreiben, die er nicht erbracht hat -- Prinzipal kann kein profundes Urteil abgeben, selbst dann nicht wenn er das Verhalten des Agenten beobachten kann (Arztbehandlung) -- Agent reduziert Aktivität -> Shirking - Moral Hazard ist ein Prinzipal-Agent Problem was aufrgrund von Opportunistischen Verhalten durch assymetrische Informationen, ex post, also nach vertragsschluss auftreten kann. - Moral Hazard kann eine Hidden Action oder eine Hidden Information sein. Der Staat nimmt hierbei die Rolle des Prinzipals ein und die Bank, die des Agenten. Die Bank ist Informationsmäßig dem Staat überlegen und kann sich somit opportunistisch verhalten. Die Manager der Bank haben somit nicht mehr die erhaltung der Bank als oberste Maxime inne, sondern werden ihre Individuellen Nutzen maximieren indem sie höhere Gehälter beziehen, mehr Dividenden ausschütten und unachtsamer mit dem ihn anvertrauten Vermögen umgehen. - Das Problem einer Rettungsmaßnahme bei Banken ist, das sich die Banken opportunistisch und somit risikoaffin verhalten werden, denn Ihnen wird durch Rettungsmaßnahmen von anderen Banken signalisiert, das sie, selbst wenn sie Bankrott gehen, vom Staat finanziell aufgefangen werden. Der Staat kann sich dagegen direkt schlecht wehren, da Überwachungsmöglichkeiten fehlen und die Anstrengung der Bank nicht beobachtet werden kann.
- Nennen Sie die verschiedenen Eigentumsrechte nach der Property Right Theorie erklären Sie diese anhand eines Beispiels - Die Property-Rights-Theorie befasst sich mit der Ausgestaltung von Eigentumsrechten (individuelle Rechte zur Nutzung von Ressourcen) und deren Konsequenzen auf die Allokation von Produktionsfaktoren in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld - in jedem Wirtschaftssystem stellt sich die Frage, wie die Allokation der Ressourcen geregelt wird -> wie werden Arbeit, Boden und Kapital genutzt um Waren/Dienstleistungen herzustellen? -- 1. Was Soll produziert werden? -- 2. Wie soll es produziert werden? -- 3. Wer soll es produzieren? -- 4. Wie wird das Produktionsergebnis verteilt? - zentrale Instanz Herrschaft über alle Ressourcen -> umfangreiche Planung und zwangsläufig zu einer Zentralwirtschaft, nicht selten Diktatur - Kompetenz für Entscheidungen verteilt -> marktwirtschaftliche Ordnung mit vielen Akteuren mit individuellen Präferenzen - Zuordnung des Eigentums ist mitentscheidend für das Verhalten des Individuums - PR-Theorie spaltet das Eigentumsrecht in Teilrechte auf -> Verfügungsgewalt über ein Bündel von Verfügungsrechten -> Eigentum als Rechtebündel - Bundle of Rights: -- Recht auf Nutzung (ius usus, Leihe: einen Leihwagen fahren) --- zulässige Nutzung des Gutes, z.B. fahren/waschen/dreckig lassen --- auch geteiltes Nutzungsrecht möglich z.B. an einem See: es benötigt dann jedoch konkrete Rechte für Schwimmer, Bootfahrer usw. und somit einer Spezifizierung der Nutzungsrechte -- Recht auf Veränderung (ius abusus, Miete: eine Mietswohnung streichen) --- z.B. umlackieren, tunen -- Recht, sich die Erträge aus dem Gut anzueignen (ius fructus, Pacht: in einem Schrebergarten Obst ernten) -- z.B. verleihen des Autos und den Ertrag behalten -- Recht auf Veräußerung (ius abutendi, Kauf: das eigene Auto verkaufen) -bei geleastem Auto nur ein Teil der Eigentumsrechte = ius usus und bedingt ius fructus, jegliche Veränderung und auch der Verkaufserlös stehen uns nicht zu, sondern der Leasing-Gesellschaft
- Property Rights & externe Effekte - Die Property-Rights-Theorie befasst sich mit der Ausgestaltung von Eigentumsrechten (individuelle Rechte zur Nutzung von Ressourcen) und deren Konsequenzen auf die Allokation von Produktionsfaktoren in Abhängigkeit vom sozialen Umfeld - in jedem Wirtschaftssystem stellt sich die Frage, wie die Allokation der Ressourcen geregelt wird -> wie werden Arbeit, Boden und Kapital genutzt um Waren/Dienstleistungen herzustellen? -- 1. Was Soll produziert werden? -- 2. Wie soll es produziert werden? -- 3. Wer soll es produzieren? -- 4. Wie wird das Produktionsergebnis verteilt? - zentrale Instanz Herrschaft über alle Ressourcen -> umfangreiche Planung und zwangsläufig zu einer Zentralwirtschaft, nicht selten Diktatur - Kompetenz für Entscheidungen verteilt -> marktwirtschaftliche Ordnung mit vielen Akteuren mit individuellen Präferenzen - Zuordnung des Eigentums ist mitentscheidend für das Verhalten des Individuums - PR-Theorie spaltet das Eigentumsrecht in Teilrechte auf -> Verfügungsgewalt über ein Bündel von Verfügungsrechten -> Eigentum als Rechtebündel - Bundle of Rights: -- Recht auf Nutzung (ius usus, Leihe: einen Leihwagen fahren) --- zulässige Nutzung des Gutes, z.B. fahren/waschen/dreckig lassen --- auch geteiltes Nutzungsrecht möglich z.B. an einem See: es benötigt dann jedoch konkrete Rechte für Schwimmer, Bootfahrer usw. und somit einer Spezifizierung der Nutzungsrechte -- Recht auf Veränderung (ius abusus, Miete: eine Mietswohnung streichen) --- z.B. umlackieren, tunen -- Recht, sich die Erträge aus dem Gut anzueignen (ius fructus, Pacht: in einem Schrebergarten Obst ernten) -- z.B. verleihen des Autos und den Ertrag behalten -- Recht auf Veräußerung (ius abutendi, Kauf: das eigene Auto verkaufen) -bei geleastem Auto nur ein Teil der Eigentumsrechte = ius usus und bedingt ius fructus, jegliche Veränderung und auch der Verkaufserlös stehen uns nicht zu, sondern der Leasing-Gesellschaft - Property Rights werden auch als Handlungs- und Verfügungsrechte bezeichnet und sind von hoher Wichtigkeit, da sie das menschliche Verhalten beeinflussen können - Individuen handeln anreizgesteuert d.h. sie handeln nur dann, wenn die erwarteten Erträge größer sind als die Kosten - Property Rights ordnen die mit der Handlung verbundenen Kosten und Erlöse Individuen zu - um eine effiziente Faktorallokation (=Rechtzuordnung) sicherzustellen, müssen diese Eigentumsrechte hinsichtlich 3 Kriterien untersucht werden: -- Universalität --- jedes knappe Gut ist zugeordnet ansonsten Verschwendung/Fehlallokation von Ressourcen --- fehlende Universalität führt zu externen Effekten und Marktversagen --- Grundregel: An allen Ressourcen muss das Eigentum vollständig spezifiziert sein. Jeder Vermögensgegenstand muss mindestens einer Person gehören --- Ausnahme: Zuordnung der PR unmöglich oder unverhältnismäßig teuer (z.B. Atmosphäre) -- Exklusivität (Rechteinhaber können andere von der Nutzung ausschließen) --- sichert die individuelle Zuordnung aller Kosten und Erträge, er hat die exklusive Kontrolle über das Gut --- d.h. er muss alle Kosten tragen, muss aber die Erträge nicht teilen --- effizienteste Nutzung bei einer Person -- Transferierbarkeit (Übertragung von Eigentumsrechten) --- sichert die Übertragungsrechte am Eigentum --- große Bedeutung, da verschiedene Eigentümer die zu handelnden Güter unterschiedlich effizient nutzen --- Handel, der aus Transferierbarkeit resultiert, sorgt dafür, dass die Güter zu dem Eigentümer kommen, der ihnen den höchsten Wert beimisst --- Grundlage für Arbeitsteilung & Unternehmensgründung, da auf Tauschbeziehungen basiert --- Eigentumstransfers unterbleiben dann wenn die Transaktionskosten zu hoch sind - Externe Effekte -- sind Eigentumsrechte nichtvollständig zugewiesen, kommt es zu externen Effekten -- Externe Effekte sind fremdbestimmte Argumente in der Nutzenfunktion von Individuen -- liegen vor, wenn der Nutzen eines Individuums sich durch Aktivitäten Dritter verbessern oder verschlechtern kann, ohne dass es dafür zur Kompensationszahlung kommt -- wenn es im Marktprozess zu Über-/Unterversorgung mit bestimmten Gütern oder Über-/Unternutzung bestimmter Produktionsfaktoren kommt, liegt das daran, dass Marktteilnehmer nicht alle Folgen ihrer Entscheidung berücksichtigen -> externe Effekte dafür verantwortlich -- Externe Effekte: wenn Akteur nicht alle Handlungsparameter bzw. Güter kontrollieren kann, von denen sein Nutzen abhängt -- Nutzen U hängt von selbst kontrollierter Güter und von anderen Akteuren kontrollierter Güter ab -- externe Effekte haben unterschiedliche Ursachen und Wirkungen und implizieren keineswegs alle Marktversagen - externe Effekte verhindern eine gesamtwirtschaftlich sinnvolle Produktion -- 3 Arten externer Effekte --- technologische externe Effekte, pekuniäre externe Effekte, psychologische externe Effekte
- Coase Theorem - es ist wichtig die sozialen und privaten Kosten in Übereinstimmung zu bringen im Rahmen der Internalisierung externer Effekte, dabei ist es unter gewissen Bedingungen egal wie die Property Rights zugeordnet werden, Hauptsache sie sind zugeordnet - bei vollkommener Spezifikation wird es immer zu einer Marktlösung kommen, durch welche die Externalitäten internalisiert werden - Beispiel: -- Farmer und Rancher ohne Zaun nebeneinander, Rinder von R fressen Mais von F weg. Negativer Externer Effekt für F. kann in einer Welt ohne Transaktionskosten auf zwei Arten beseitigt werden: -- 1. R erhält das Recht zugesprochen, seine Herde ohne Zaun weiden zu lassen (Recht auf Schädigung) -> F bietet R eine Prämie an, Herde klein zu halten/Zaunbau -> Höhe der Prämie = Verlust der für R durch Zaunbau entsteht -- 2. F erhält ein Recht auf Schadenersatz zugesprochen -> R muss an F zahlen, wenn Rinder auf das Feld von F gehen - beide Lösungen gleichermaßen geeignet, die Situation zu lösen - das Entstehen externer hängt Effekte von der Zuteilung der Eigentumsrechte ab -> Reziprozitätsthese - Verhandlungslösung führt bei geringsten Kosten immer zur Internalisierung -> Effizienzthese - unabhängig von der Definition der Eigentumsrechte wird immer dasselbe Verhandlungsergebnis herauskommen -> Invarianzthese - in einer Umgebung ohne Transaktionskosten kann durch Verhandlungslösungen unabhängig von den zugeteilten Eigentumsrechten eine effiziente Faktorallokation erreicht werden -> Nutzungsrechte werden durch Verhandlungen so verteilt, wo sie den größten Nutzen stiften - Theorie funktioniert nur dann, wenn keine Transaktionskosten vorliegen -> in der Realität nicht möglich (zudem asymmetrische Informationsverteilung) -> Sicherstellung der Allokationseffizienz erforderlich -> Eingreifen des Staates - bei vollständiger Information, Vertragsfreiheit, klar definierten Eigentumsrechte und Abwesenheit von Transaktionskosten unter einer geringen Zahl beteiligter Wirtschaftssubjekte -> optimale Internalisierung externer Effekte durch Verhandlungen (Ausgangsverteilung der Eigentumsrechte spielt keine Rolle)