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Klinische I (Subject) / IPT (Lesson)
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- Wie sieht der allgemeine Hintergrund zur IPT aus? - ursprünglich ganz auf Depressionsbehandlung ausgerichtet - Kurztherapie; kombinierbar mit Pharmakotherapie - Therapieform sollte kompatibel mit dem psychiatrischen Denken sein, auch & gerade mit der biolog. Psychiatrie - psychodynamischer-psychoanalytischer Hintergrund (interpersonelle Schule (Sullivan), Bindungstheorie (Bowlby) - wiss. Fundierung - Pat. erhält Krankenrolle („medical model“; Entlastung v. persönlicher Schuld) - Manual-basierte Kurzzeittherapie (12-20 Sitzungen)
- Welche Behandlungsziele verfolgt die IPT? o Verbesserung d. bestehenden Symptomatik o Reduktion interpersoneller Probleme o Aufbau & Nutzung eines soz. Netzwerks
- Wie sieht der theoretische Hintergrund d. IPT aus? Depr. & interpersonelle Belastungen stehen in Wechselwirkung zueinander können Auslöser, Folge & aufrechterhaltende Bedingung sein
- Welche Bereiche interpersonaler Probleme gibt es? - pathologische Trauer (Unfähigkeit zu trauern, gestörter Trauerprozess) - Rollenwechsel (z.B. Berentung, Mutterschaft, ALO) - interpersonelle Konflikte (z.B. mit Partner, Freunden, Arbeitskollegen) - interpersonelle Defizite (langanhaltende Einsamkeit & Isolation)
- Welche Indikationen zur IPT gibt es? ursprüngliche Vorschläge: - bei leichten – mittelschweren unipolaren Depr. als Monotherapie, bei schweren in Kombi mit Psychopharmaka - Problem bei Originalform: unbefriedigende Rezidivprophylaxe ggwärtige Vorschläge: - akute unipolare Major Depression (Beginn d. MD möglichst in Zus.hang mit belastenden Lebensereignissen oder Lebensphasen)
- Welche Kontraindikationen zur IPT gibt es? - psychotische depressive & manische Merkmale - komorbide Substanzabhängigkeit - anamnestisch schwere, komplexe Traumatisierung - schwere PkS - andere psychiatrische Störungen - Dysthymie - fehlende Hinweise auf Relevanz eines interpersonellen Problembereichs
- Woraus besteht die Anfangsphase d. IPT? Auseinandersetzung mit der Depression Depression in interpersonellen Kontext bringen Problembereiche identifizieren Konzept d. IPT erklären & Therapievertrag abschließen
- Was macht man in Anfangsphase - Auseinandersetzung mit Depression? 1. Symptome erheben 2. Syndrom beim Namen nennen 3. Pat. Depressionen & deren Behandlung erklären 4. Pat. „Krankenrolle“ zuteilen 5. Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung erklären
- Was macht man in Anfangsphase - Depression in interpersonellen Kontext bringen? 1. derzeitige & vergangene Beziehungen explorieren, die für bestehende depressive Symptomatik v. Bedeutung sind; mit Pat. abklären: o Art d. Beziehung o Erwartung d. Pat. & d. Bezugsperson aneinander & inwieweit diese erfüllt werden o befriedigende & unbefriedigende Aspekte d. Beziehung o Veränderungswünsche d. Pat. hinsichtl. d. Beziehungen Strategien zur Beziehungsanalyse - Exploration d. interpersonellen Beziehungen bei Beginn d. Symptomatik - Exploration d. aktuellen Beziehungen im Zus.hang mit d. Symptomatik - Zu- oder Abnahme d. Symptomatik in Abhängigkeit von Beziehungen im Verlauf - Herausarbeiten v. Kernproblemen
- Was macht man in Anfangsphase - Problembereiche identifizieren? 1. Hauptproblembereich bestimmen 2. Behandlungsziele festlegen 3. Welche Beziehungen oder welcher Aspekt d. Beziehung steht im Zus.hang mit d. Depression? 4. Bestehen Veränderungsmöglichkeiten?
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- Was macht man in Anfangsphase - Konzept d. IPT erklären & Therapievertrag abschließen? 1. Problemverständnis d. Therapeuten erklären 2. relevanten Problembereich & Behandlungsziele festlegen 3. Vorgehensweise d. IPT beschreiben
- Wie sieht die mittlere Phase bei interpersonellen Defiziten aus? I. Ziele 1. soz. Isolation d. Pat. verringern 2. Aufnehmen neuer Beziehungen unterstützen II. Strategien 1. Symptome besprechen 2. Symptome d. Depression in Bezug zur soz. Isolation oder dem Unausgefülltsein setzen 3. pos. & neg. Aspekte früherer wichtiger Beziehungen besprechen 4. sich wiederholende Beziehungsmuster explorieren 5. pos. & neg. Gefühle d. Pat. dem Therapeuten ggüber besprechen & nach Parallelen in anderen Beziehungen suchen
- Wie sieht die Endphase d. IPT aus? 1. nahendes Ende d. Therapie ausführlich besprechen 2. berücksichtigen, dass Beendigung eine Zeit d. Abschiednehmens & der Trauer darstellt 3. bei Pat. das Gefühl d. Autonomie stärken
- Welche spez. Techniken gibt es bei der IPT? - Exploration (durch offenes & direktes Fragen) - Ermunterung zum Affektausdruck - Klärung d. Gesagten durch Wiederholung & Umformulierung - Kommunikationsanalyse (à Identifikation d. Störungen in d. Kommunikation) - Einsatz d. therapeutischen Beziehung als Modell für typische Beziehungen d. Pat. - direktive Techniken zur gezielten Verhaltensänderung - Entscheidungsanalyse (à Erkennen v. Entscheidungsalternativen & -folgen bei zwischenmenschl. Problemen) - Rollenspiele (Gefühls- & Kommunikationsexploration, Einüben neuer Verh.weisen)
- Wie sieht die Therapeutenrolle bei der IPT aus? - Therapeut ist Anwalt d. Pat & keine neutrale Instanz - aktiv, nicht passiv - unterstützend, ermutigend, wertschätzend & arbeitet ressourcenorientiert - therapeutische Beziehung nicht als Übertragungsreaktion interpretiert - therapeutische Beziehung ist keine Freundschaft
- Wo liegen die Unterschiede zwischen IPT & IPT-M? IPT zeitl. Rahmen: 3-5 Monate, wöchentlich Ziele: 1. Symptombewältigung 2. Bewältigung interpersoneller Probleme, die mit aktueller depr. Episode zusammenhängen Schwerpunkte d. therapeut. Vorgehens: Bearbeitung v. 1-2 Problembereichen, die mit Auftreten d. ggwärtigen depr. Episode in Zus.hang stehen IPT-Mzeitl. Rahmen: ca. 3 Jahre; 4 14-tägige, danach monatliche SitzungenZiele: 1. Erhöhen d. Remissionszustandes; Verhinderung eines Rezidivs 2. Bewältigung interpersoneller Probleme, die über akute Phase hinaus bestehen oder sich als Folge d. Remission ergebenSchwerpunkte d. therapeut. Vorgehens: Bearbeitung v. 1-4 oder mehr Problembereichen, die im Zus.hang mit Remission stehen oder im Therapieverlauf auftreten -->Achten auf Frühwarnzeichen -->Fokussierung überdauernder zwischenmenschlicher Verhaltensmuster
- Wie sehen Erweiterungen d. IPT aus? affektive Störungen - bei anderen Depressionsformen (Dysthymie, Zyklothymie) - bei best. Altersgruppen (für Jugendliche, für Ältere) - bei HIV-Positiven - bei BPS spezielle Settings - bei best. Settings (stationär in Gruppe; als Paartherapie; telefonische Behandlung) nicht-affektive Störungen - bei ES - bei Drogenmissbrauch - bei Angststörungen
- Was kann man zum Vergleich von versch. Depressionetherapien sagen? Ansatz: psychodynamischer Ansatz theoretischer Hintergrund & Entstehungsmodell: Regression d. Libido in das Ich: Wurzeln in frühen Kindheitserfahrungen; aufgrund eines Objektverlusts &/oder Enttäuschung besteht ungelöster Konflikt, der zu mangelndem SW, Selbstaggression, übermäßiger Abhängigkeit führt Depr. als ungelöster Konflikt Ziele: Veränderung d. Persönlichkeitsstruktur durch Einsicht in vergangene intrapsychische Konflikte & kathartische Entlastung v. unterdrückten aggr. Impulsen VT-Ansatz theoretischer Hintergrund & Entstehungsmodell: Verstärker-Verlust-Situation: bedingt durch Wegfall wichtiger pos. &/oder Überwiegen aversiver Erfahrungen, Mangel an soz. Fertigkeiten, aktuelle Belastungen &/oder soz. Ängste Depr. als erlerntes Verhalten Ziele: Symptomreduktion durch langfristige Veränderung d. ungünstigen Verstärkersituation bzw. Unterbrechung d. „depr. Teufelskreis“ kogn. Ansatztheoretischer Hintergrund & Entstehungsmodell: kogn. Verzerrungen auf Basis impliziter depr.-dysfunktionaler Schemata: Dysphorie aufgrund neg. Sichtweise d. Selbst, d. Umwelt & d. Zukunft; Aufrechterhalten durch automatisierte neg. Gedanken geprägt durch logische Fehler Depr. als kogn. Störung Ziele: Symptomreduktion durch Korrektur dysfunktionaler Gedankenprozesse (ungünstige Kogn. erkennen, überprüfen & korrigieren sowie alternative Verh.muster aufbauen) interpersoneller Ansatztheoretischer Hintergrund & Entstehungsmodell: ineffektive Bewältigung interpersoneller Belastung: Entstehung & Verlauf d. Depr. beeinflusst durch 4 Arten interpersoneller Belastung (gestörte Bez., Verluste, soz. Defizite, beeinträchtigtes Rollenverh.) Depr. als psychiatrische Erkrankung multifaktorieller Ursache, die stets im interpersonellen Kontext auftritt Ziele: Symptomreduktion durch Bewältigung ggwärtiger interpersoneller/soz. Probleme (bspw. Verbesserung d. Beziehungsfähigkeit & Kommunikation, Verlustbewältigung)