Waldbau (Subject) / Bäume halt (Lesson)
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Es geht um Bäume
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- Faktoren für Wachstum und Vorkommen von Baumarten Wasser Nährstoffe Wärme Licht Biotische und abiotische Schadfaktoren Ökosystemstörungen Verbreitungsmechanismen
- Das Minimumgesetz der Wachstumsfaktoren Ist ein Wachstumsfaktor nicht in ausreichendem Maße vorhanden, wird das Wachstum bereits begrenzt. => Bild vom Eimer mit unterschiedlich großen Dauben.
- Schattentoleranz der Koniferen Licht Lärche - Kiefer – Dgl - Fi – Sequ – Ta – Eibe Schatten Die Schattentoleranz ändert sich mit dem Alter. Lärche braucht Beleuchtungsstärke von 20 % damit die Nadeln überleben können, Tanne 1-2.
- Schattentoleranz der Laubbaumarten Licht Birke – Erle - Kir- Ei – Es – Bah – Li – Bu Schatten Schattentoleranz ändert sich mit dem Alter
- Physiologisches Ökogramm Unter welchen Bedingungen die Baumart vorkommt und wie gut sie unter diesen gedeiht. Wasserzufuhr und pH-Wert sind auf den Achsen aufgetragen.
- Soziologisch-ökologisches Ökogramm und Gesellschaftsanschluss Wo die Baumart vorkommt unter Rücksichtnahme auf andere herrschende Baumarten, weshalb der Baum evtl. nicht in Gebieten mit seinem Optimum vorkommt. Ökologische Nischen zeigt man hier an. Also Standortsfaktoren sind gut genug und andere Baumarten nicht so stark angepasst / vorhanden, evtl. außerhalb des physiologischen Optimums.
- Vorkommen Eiche von trocken bis mäßig nass von stark sauer bis neutral/alkalisch => Randgebiete der Buche, da sie mit ihr nicht konkurrieren kann, aber genügsamer ist.
- Vorkommen: Kiefer sehr trocken stark sauer / alkalisch => Randgebiete der Eichenverbreitung
- Vorkommen: Birke Nass / sehr nass stark sauer bis sauer => bei zunehmendem pH-Wert wird sie von der Erle abgelöst
- Vorkommen: Erle Nass / sehr nass mäßig sauer bis alkalisch => bei abnehmendem pH-Wert wird sie von der Birke abgelöst
- Vorkommen: Esche / Fraxinus excelsior neutral bis alkalisch feucht bis mäßig nass • Aufgrund der konkurrenzstarken Buche bei „mittlerem Wasserhaushalt“ zwei ökologischeSchwerpunkte ("Wasseresche" und "Kalkesche"!)
- Vorkommen: Ahorne / Acer neutral bis alkalisch feucht - mäßig trocken => aber nicht zu stark vertreten Bergahorn: halbschattig - schattig Spitzahorn: halbschattig - sonnig, wärmeliebend Feldahorn: Halbschatten, wärmeliebend sehr gute - gute Nährstoffversorgung
- Standortscharakter: Zonal Ausgangsgesteine: Silikat Sandstein, arme Silikate Lehm Löss, reiche Silikate Kalk Kalkstein, Dolomit
- Faktoren für Verbreitung von Baumarten 1. Fähigkeit zur Kolonisierung neuer Standorte/Konkurrenzkraft 2. Spross-/ Wurzelwachstum (viel Licht u. wenig Nährstoffe vs. wenig Licht u. ausreichend Nährstoffe) 3. Samengröße/ Anzahl der Samen 4. Wachstumsrate/ Mortalität im Schatten
- Standortgemäße Baumarten ökologische Ansprüche passen: vital und bei angemessener Pflege ausreichend stabil kein negativer Einfluss
- Standortgemäße Baumarten ökologische Ansprüche passen: vital und bei angemessener Pflege ausreichend stabil kein negativer Einfluss
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- Baumverteilung BRD Fichte, Kiefer und Buche
- Verbiss wenig Fichte Lärche Douglasie Buche ... Eiche viel
- Pionierbaumarten Schattentoleranz: geringPhotosynthesekap.: hochToleranz gegenüber Witterungsextremen: hochWachstumsraten: hochWurzel/Sproß Verhält.: großVermehrungsaktivität: hochSamengröße: kleinFruchtbarkeit: frühLebensdauer: kurz Effizienz der C-Gewinnung bei wenig Licht: gering => schnellerer Stoffwechsel
- Schlusswaldart Schattentoleranz: hochPhotosynthesekap.: geringToleranz gegenüber Witterungsextremen: geringWachstumsraten: geringWurzel/Sproß Verhält.: geringVermehrungsaktivität: geringSamengröße: großFruchtbarkeit: spätLebensdauer: lang Effizienz der C-Gewinnung bei wenig Licht: hoch => langsamerer Stoffwechsel
- Zuwachs Douglasie, Tanne, Fichte... Buche, Kiefer, andere Laubbäume
- Buche - mittlerer Wärmebedarf - Schattbaumart - mittlerer Wasseranspruch - breite Nährstoffamplitude - wenig anfällig gegenüber Gefährdungen => mittlere Werte erklären die weite Verbreitung der Buche Limitierende Faktoren: Kälte, Spätfrost Überflutung/Vernässung Stammschäden kurze Umtriebszeiten Herzwurzelsystem
- naturnaher Waldbau • Schaffung gemischter und reich strukturierter Bestände auf kleiner Fläche • Erhaltung und Schaffung standort-angepasster Wälder • Ausnutzung natürlicher Prozesse und Reduktion waldbaulicher Eingriffe • Dauerhafte Waldbedeckung und Minimierung der Unterbrechungen des Kronendachs
- Gründsätze naturgemäßer Waldwirtschaft • Ganzheitliche Betrachtung des Waldes als dauerhaftes, vielgestaltiges, dynamisches Ökosystem (Dauerwald)
- Grundsätze Naturgemäße Waldwirtschaft 2. Naturschutz und Waldwirtschaft • Stetigkeit von Produktion und Stoffumsatz • Berücksichtigung auch kleinflächiger Standortunterschiededurch Förderung entsprechender Baumarten • optimale Biodiversität durch horizontale und vertikaleMischung von Pflanzen auf ganzer Fläche • hohe Artenvielfalt durch differenzierte lichtökologischeVerhältnisse • Biotopholzvermehrung • grundsätzlicher Verzicht auf Biozidanwendung
- Grundsätze Naturgemäße Waldwirtschaft 1. Waldbau und Betriebswirtschaft • Schonender Umgang mit dem Standortpotential. • Standortgerechte Baumarten der natürlichen Waldgesellschaften, • fremdländische Baumarten werden nicht grundsätzl. ausgeschlossen. • Mischung standortgerechter Baumarten unterschiedlicher Dimensionund Alter.• Einzelstammweise Pflege und Nutzung (Plenterprinzip) im Sinnepermanenter Auslese und Vorratspflege. • Waldverträgliche Schalenwilddichten
- Struktur des Waldes Die räumliche (horizontale und vertikale)Anordnung von Waldelementen: Bäume(verschiedener Höhe, Dimension und Art)Sträucher, Verjüngung, Totholz, Lücken etc.
- Bestand Fläche mit vergleichbarer Struktur mit gewisser Mindestgröße >0,5 ha Abweichende Bestandteile im Bestand werden als Horst(70m d ), Gruppe(30m d) oder Trupp bezeichnet.
- Kronenschlussgrade Räumig: die Zwischenräume bieten für mehrere Baumkronen Platz Licht: Kronen haben einen solchen Abstand, daß eine Baumkrone mittlerer Größe darin Platz hat. Locker: Kronen haben Abstände, die keiner Baumkrone mittlerer Größe Platz bieten Geschlossen: Kronen berühren sich mit den Zweigspitzen Gedrängt: Kronen greifen tief in- und übereinander
- Kiefer Pinus sylvestris Pionierbaumart mti starkem Abfall nach der Kulmination, langsamer Zuwachs Einfluss des Wasserhaushalts auf die Wuchsleistung ist verhältnismäßig gering geringer Wärmebedarf säuretolerant, geringer Nährstoffbedarf spätfrostresistent, aber anfällig gegen Waldbrand und Insekten Pfahlwurzelsystem
- Streunutzung Humusschwund N-Verlust starker Ertragsrückgang biologisch inaktiver Rohhumus Verringerung der Nutzbaren Wasserspeicherung
- Eichen (Quercus robur und Quercus petraea) Stieleiche hat größeres Verbreitungsgebiet nach Osten (kontinentaler), kann in nasseren Gebieten vorkommen, braucht aber etwas mehr Licht Hoher Wärmebedarf Licht bis Halbschattbaumart geringe Ansprüche an Nährstoff und Wasser sehr sturmfest aber anfällig gegenüber Insekten Pfahlwurzelsystem resistent gegen Spätfrost durch Johannistriebe für Wertholz braucht man eine dienende Begleitbaumart (Buche, Hainbuche, Linde)
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- Weißtanne Abies alba Pfahl und Senkwurzeln (tief) - stabilisiert so den Wald Baumart des Plenterwalds in BW treffen sich Ost- und Westtanne (Einwandern nach Eiszeit) sommerwärmeliebend und wächst optimal bei hohen Niederschlägen => trockenerer Standort = Douglasienstandort, Wüchsigkeit nimmt ab bekommt Hexenbesen (wilde Verzweigungen) oder Verdickungen, beides durch einen Schlauchpilz
- Esche • Hohes Regenerationsvermögen und Stockausschlagfähigkeit, daher auch in Niederwäldern und Hecken. • Starker Wildverbiss. • Wärmeliebend: Schwerpunkt kollin-submontan • Jung spätfrostempfindlich. Nicht frosthart (kalte Extremwinter!).• In der Jugend Halbschattbaumart, im Alter lichtbedürftig.
- Ulme Ulmus glabra, Ulmus minor, Ulmus laevis asymmetrische Blätter winterfrosthart Ulmus minor und Ulmus Laevis sind wärmeliebend und Auenwaldbäume Ulmus minor spätfrostempfindlich Stockausschlagfähig braucht gute Wasserversorgung gute Nährstoffversorgung, außer Feldulme, sie braucht kalkhaltige Böden
- Linde Tilia platyphyllos und Tilia cordata braucht halbschatten bis Schatten eher hohe Luftfeuchtigkeit Winterlinde mit nach Osten ausgedehntem Verbreitungsgebiet planar-kollin Sommerlinde kollin-montan, kommt mit Nässe besser zurecht - Alle Lindenarten sind sehr stockausschlagfähig! Niederwälder!- Beide Lindenarten sind spätfrostgefährdet.
- Prunus avium Vogelkirsche Lichtbaumart, wärmeliebend nährstoffreiche Standorte
- Sorbus aucuparia, Sorbus aria, Sorbus torminalis, Sorbus domestica Halbschatten- bis Lichtbaumarten trockene Böden, basenhaltig bis basenreich
- Störungen: Wind • Wirkt in Beständen von “oben nach unten”• Windwurf, Stammbruch und Kronenbruch• Das Ausmaß der Störung hängt von der Art des Sturmereignisses (Orkan,Tornado usw.) und der Windgeschwindigkeit ab• hinterläßt intakte Verjüngungsschicht• Windwurf kann infolge hoher Windgeschwindigkeiten, einem plötzlichen Wechselder Windrichtung oder nach einer Disposition eintreten
- Störungen: Feuer • Erfasst Bäume in derRegel von “unten nachoben”• Auswirkungen hängenvon Intensität undDauer ab• Legt den Mineralbodenfrei; verändert dieBodenchemie
- Sukzession Gerichtete Abfolge ineinander übergehender Zustände vonPflanzengesellschaften an einem Wuchsort beifortschreitender Zeit als Folge sich ändernder standörtlicherRahmenbedingungen. • Besiedlung (Samenverbreitung, Keimung und Überlebensrate• Veränderung der ökosystemaren Eigenschaften(nicht nur Artenzusammensetzung und Struktur)• Artenverdrängung– Konkurrenz– Allelopathie– Autotoxizität exogene Störung
- Models of succession Wegbereitung (Facilitation)• Ursrüngliche Wachstumsbedingungen werden durchfrühsukzessionale Arten verändert, so dass andere Artenspäterer Stadien sich etablieren könnenToleranz• Spätsukzessionale Arten sind in der Lage sich trotz der durchPinoniere veränderten/verschlechterten BedingungenanzusiedelnVerhinderung• Frühsukzessionale Arten sichern sich den Raum und dieRessourcen und verhindern das Einwandernanderer/nachfolgender Arten
- Konkurrenz Konkurrenz – benachbarter Pflanzen um dieselbe, begrenzte Ressource - Konkurrenz (=endogene Störung)
- Bestandesentwicklung Initialphase Selbstdurchforstungsphase Reife- und Reinitiierung Altersphase (old-growth)
- Überlebenstypologie – Vital attributes • Methode der Arterhaltung:D=Weit verbreitete Samen, S=Samenbank,C=Samen in Krone, V=vegetative Vermehrung• Verjüngungsbedingungen:T=tolerant, I=intolerant,R=abhängig von “Wegbereitung”• Kritische Lebensphasen:
- Verjüngungsstrategien • Samenverbreitung von außerhalb des Bestandes(Verbreitungsursache: Wind, Vögel, Säugetiere)• Samenverbreitung in Baumnähe (Verbreitungsursache:Schwerkraft, Wind)• Samen befindet sich im Boden• Vegetative Vermehrung über Holz- und Wurzelgewebe• Naturverjüngung in Mastjahren• regelmäßige Naturverjüngung
- Faktoren, die das Keimen beeinflussen • Kontakt zum Mineralboden• Wurzelkonkurrenz• Intensität der Lichteinstrahlung• Temperatur und Feuchte
- Zusammenfassung Verjüngung-Störung • Verjüngung ist Kette von Ereignissen• Ein fatales Ereignis innerhalb der Kette unterbricht diesevollständig => hohe Anfälligkeit• Lücken werden sowohl von Pionier- wie auchSchlusswaldbaumarten benötigt• Pioniere müssen sich erst ansamen, um die Lücken zu füllen;Schlusswaldbaumarten warten oft schon im Unterstand, umbei plötzlicher Freistellung zu reagieren
- Hierarchie der C-Verteilung neue Blätter und Knospen Wurzelneubildung Speicherung Durchmesserwachstum Chemische Abwehr
- LGZ = ? DGZ = ? LGZ = jährlicher ZuwachsDGZ = durchschnittlicher Zuwachs
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