Sozialpsychologie (Subject) / Vorurteile / Stereotype / Diskriminierung (Lesson)
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Vorurteile / Stereotype / Diskriminierung
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- Weiterer Konfliktauslösender Faktor fehlerhafte Wahrnehmung Ergebnis wird als unfair angesehen, obwohl es gleich ist simultane Verhätnisse
- Definition Vorurteil positive oder negative Einstellung gegenüber einer Person / Gruppe
- Reduktion von Vorurteilen; Aronson wird in Schulen angewendet Lerngruppen von je 6 Schülern aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen sollen ein gemeinsames Projekt realisieren Jeder Teilnehmer erhält nur 1/6 der Informationen, somit wird es wichtig, dass sie Kinder zusammen arbeiten, damit sie das Puzzle legen können Ergebnis: erhöhte Interaktionsrate, empathische Zuwendung, Einsatz von Attributionsstilen
- Stereotype Content Model von Fiske 2 Komponente: Wärme und Kompetenz Auf beiden Seiten hoch: Männer, Juden, Selbstständige Auf beiden Seiten niedrig: Obdachlose, Arme Auf mittlerer Ebene: Jungen, Arbeiter Kompetenz hoch, Wärme niedrig: Reiche Kompetenz niedrig, Wärme hoch: Ältere Menschen
- Definition Stereotyp Repräsentiert eine Menga von Qualitäten die als Kernbestandteil einer Gruppe gesehen wird
- GMF 2002 zw. Ost und West sign. Unterschied bei Antisemitismus Osten: Rassismus, Fremdenfeindlichkeit Westen: Etabliertenvorrechte, klassischer Sexismus Frauen: Fremdenfeindlichkeit, Rassismus Männer: Antisemitismus, klassischer Sexismus, Heterophobie
- Modell der wechselseitigen Distinktheit hilft, wenn Dekategorisierung und Neukategorisierung nicht mehr funktionieren Hewstone & Brown Gruppe soll positive Dinstinktheit beibehalten, damit der anderen Gruppe besondere, positivere und erfolgreichere Merkamel zugeschrieben werden geschieht wechselseitig
- Reduzierung von Vorurteilen & Diskriminierung Kontakthypothese von Allport bloßer Kontakt zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen, welcher eine bestimmte Dauer in Anspruch nimmt, kann nur selten erfolgreich sein besondere Bedingungen sind vor allem freiwillige Kontaktaufnahme und Kontakt auf Augenhöhe
- Parallelprojet GFE-Europe von Zick 54,4% Islamophobie 50% Fremdenfeindlichkeit (Ungarn, England) Antisemitismus (Polen, Ungarn, Deutschland)
- Grundbasierte Menschenfeindlichkeit Langzeitstudie von 2002 - 2011 setzt sich aus 10 Merkmalen zusammen z.B. Antisemitismus, Islamophobie, Etabliertenvorrechte Ergebnisse 2010: Islamophobie hat abgenommen, Etabliertenvorrechte und Fremdenfeindlichkeit haben zugenommen
- Lambert & Klineberg 3300 Kinder im Alter von 6, 10 und 14 Jahren Ergebnis war, dass Kinder sich nicht über ihre ethnische Zugehörigkeit darstellen Informationsquellen über Fremdquellen 6 Jahren: Freunde, Familie, direkter Kontakt, Fernsehen 14 Jahren: Fernsehen, Filme, Bücher
- Porter Puppenwahlmethode Ergebnisse: weiße Kinder = weiße Puppen, geringe Präferenz für schwarze Kinder = schwarze PuppenKategorisierungsgenauigkeit bei 5 jährigen besser als bei dreijährigen soziale Distanz der weißen Kinder wächst mit zunehmenden Altern
- Ethnisches Bewusstsein nach Clark & Clark Puppenwahlmethode Ergebnisse: weiße Puppe bei positiven Fragen (hübsch) eher genommen bei negativen Fragen (böse) = farbige Puppe
- Re-Konzeptualisierung der Kontakthypothese von Pettigrew Reduzierung von Voruteilen Kontakt, Kooperation, gemeinsame Ziele Prozess der Veränderung von VorurteilenLernen von Wissen und Informationen, Änderung des eigenen Verhaltens
- Relation von Vorurteilen & diskriminierendem Verhalten Schtz & Six Kommunikation, Lehr-Lernprogramme kognitive Trainings, Klassenfahren, Rollenspiele
- Diskriminierung Verwendung: Meinungsäußerung, Berufswahl... Unterscheidung zwischen der institutionelle, individuellen und gruppenbasierten Diskriminierung
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- Stereotypkonzept von Katz & Braly 100 Studenten aus Princeton sollten 5 Merkmale immer einer Nation zuordnen Ergebnis: Amerikaner = fleißig, Juden = schlau, Deutsche = wissenschaftlich orientiert
- PAAQ von Katz & Haas Pro-Black / Anti-Black Attitudes Questionnaire Erfasst die Ambivalenz der Vorurteile gegenüber Schwarzen Pettigrew & Meertens, 1995Entwickelten eine eigenen Skala, die beide Arten von Vorurteilen erfasst
- Development of prejudice in children Brown, 2010 Buch, welches in 3 Abschnitte gegliedert wurde 1. Bewusstwerdung sozialer Kategorien 2. Identifikation mit Präferenz für bestimmte Kategorien 3. Intergruppen-Diskriminierung
- International Transmission of Xenophobie and Rightism in East Germany in Schulen in Sachsen-Anhalt & Sachen Kinder und deren Familien untersucht ErgebnisFremdenfeindlichkeit bei den Gymnasiasten geringer als bei den Haupt- & RealschülerUnterschiedliche Korrelationen zwischen den Vätern und Müttern r = .62Vater und Sohn r = .25Mutter und Tochter r = .40Fremdenfeindlichkeit der Väter bzw. Mütter als Prädiktor für die Fremdenfeindlichkeit der Kinder ein ß-Wert von .26
- Modell der Eigengruppenindentität Veränderung der Kategoriengrenzen durch die Teilnehmer aus unterschiedlichen Gruppen alle finden sich unter einer neuen Kategorie zusammen
- Modell der Dekategorisierung Verhinderung des Prozesses der Kategorisierung von Personen in Gruppen
- Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen durch das Alter ErwerbsmechanismenLerntheoretische Erklärungen
- Vermittelnde Prozesse zwischen der Aktivierung des Stereotyps und dem Verhalten Angst bestätigt durch: erhöhter Blutdruck, erhöhte Hautleitfähigkeit, Erregungsanstieg, Reduktion der kognitiven Leistungsfähigkeit durch die Erfahrung mit Stereotypen ErgebnisseFunktion von Stereotype Threat auf vers. WegenVerschiedene Arten von Bedrohung
- Shapiro & Neuberg, 2007 Stereotype Threat Unterscheidung zwischen 2 Dimensionen 1 Wer oder was ist das Ziel der Bedrohung? Ist es die eigenen Person oder die Gruppe? 2 Welches ist die Ursache der Bedrohung? Liegt die Ursache in der eigenen Person, bei den Mitgliedern der in-group oder der out-group?
- McGlothin & Killen, 2006 7-10 jährigen Kindern Bilder zeigen auf denen ein Kind dem anderen etwas Böses tut Opfer = Weiß, Täter = Schwarz Es passiert etwas böses, schwarze Kind ist negativ + würde in Zukunft etwas negatives tun Es liegt ein fundamentaler Attributionsfehler vor Kinder war auf einer ethnischen homogenen Schule An einer gemischt-ethnischen Schule traten diese Ergebnisse nicht auf
- Stigmatisierte Wirkung von Stereotype Threat In den früheren Untersuchungen wurde die ethnische Zugehörigkeit und das Geschlecht in Beziehung zu akademischen Leistungen gesetzt Immer, wenn die jeweilige Gruppe gesagt bekam, dass dieses Testverfahren für die jeweilige Gruppen-zugehörigkeit diagnostische Informationen liefern würde, zeigten sich deutliche Leistungsunterschiede In der Übereinstimmung mit dem jeweiligen Stereotyp, wenn dieser in der diagnostischen Variante durchgeführt wurde Bei der Nicht-diagnostischen Variante zeigten sich keine Unterschiede In nachfolgenden Untersuchungen ließen sich diese Ergebnisse auf eine Vielzahl ethnischer Gruppen generalisieren Die relative Abhängigkeit solcher Effekte vom situativen Kontext zeigte sich bei den Leistungen von asiatisch-amerikanischen Studierenden im Vergleich zu europäisch-amerikanischen Studierenden --> Stereotyp-Effekt
- Welche Faktoren führen zur Reduktion von Stereotype Threat? Individuelle Unterschiede, wie z.B. interne Kontrollüberzeugung, ausgeprägtes Selbstwertgefühl Mehrzahl der Untersuchung richtete sich auf die Beziehung unterschiedlicher sozialer Identitäten Ergebnis: Das Ausmaß, die Stärke & Relevanz an sozialer Identität auf die Leistungen waren von entscheidendem Einfluss Ablenkung von der stereotypisierten Gruppenidentifikation, Hinlenkung auf alternative Identitäten Zusammensetzung der Gruppe: gleichgeschlechtliche Gruppen = Effekt verschwand
- Barrett et al., 2007 4000 Kinder aus 7 Nationen im Alter von 6 – 15 Jahren Ergebnis: Kinder aller Altersklassen präferieren ihre eigne Nation, wobei die Bewertung der anderen Nationen nicht ausschließlich negativ war
- Hess & Torney, 1967 17000 Kinder aus den Klassen 2-8 aus 8 Städten der USA befragt Verfolgung der Entwicklung von politischen Einstellungen der Kinder Anfängliche Entwicklung beginnt ab der 4. Klasse, dort werden politische Symbole besprochen 7 & 8 Klasse = institutionelle Charakter des politischen Systems
- Rechtsextremismus in der Mitte, Decker, Kiess & Bähler 2013 Von 2002 – 2012; Durchführung alle 2 Jahre; 16600 Personen ab 14 Jahren 6 Komponenten rechtsextremer Einstellungenu.a. Ausländerfeindlichkeit, Antisemitismus und die Verharmlosung des Antisemitismus. Besonderer Wert liegt auf dem Ost-West-Vergleich & der finanziellen Situation ErgebnisseOstdeutsche und ältere Westdeutsche = Vorurteile am StärkstenZunahme der ärmeren Bevölkerungsgruppe = Zunahme antidemokratischer EinstellungenArbeitslosigkeit führt zu höheren Werten in allen DimensionenDeutschland sollte wieder einen Führer haben 14,5 %Ausländer wollen Sozialstaat ausnutzen à 36%Einfluss Juden zu groß à 18,8%Ausländerfeindlichkeit Osten: 31,6% Westen: 23,2%Antisemitismus Osten: 6,3% Westen: 9,8%
- Messung von Vorurteilen und Stereotypen Erfolgt analog zu den Verfahren der Einstellungsmessung Aktueller Überblick liefert Olson im Handbook von NelsonStellte in Kurzform den MRAI (Multifactor Racial Attitudes Inventory) vor Es werden verdeckte Formen der Messung genutzt, damit direkte Aussagen vermieden werden und die Befragten nicht direkt wissen, dass man die Reaktion auf sozial unerwünscht Verhaltensweisen erwartet RAS (Racial Attitude Scale) von Sidanius et al, 1991“Es gibt zu viele schwarze Studenten an der Universität“Abfragung von Reaktionen zu ethnischen Minoritäten ATB (Attitudes Toward Blacks)Korreliert mit der Kurzform des MRAI mit .86 & dem ATW (Attitudes Toward White)
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- MRS von McConahay et al Modern Racism Scale 7 Items in der Originalversion Konzept ist das des Modernen Rassismuses Moderne Rassisten halten sich nicht für vorurteilsvoll, denn sie negieren Rassismus
- Metaanalyse von Pettigrew & Tropp, 2006 Studien mit 713 Stichproben und 250.089 Personen Kontakt führt zu einer Vorurteilsreduktion Je näher man an den Bedingungen des Kontaktes ist, desto größer ist die Reduktion Negativen Korrelationen zw. Vorurteilen und Kontakt: r = -.20
- Klassische Untersuchung von Hamilton & Gifford, 1976 Zusammenhänge zwischen 2 Variablen herstellen, welche es nicht gibt Korrelation bezieht sich fast ausschließlich auf solche Merkmale, welche negativ & auffällig sind & sich auf Gruppen beziehen zu denen man wenig Zugang hat 2 Gruppen A und B, welche mit positives und negativen Merkmalen beschrieben werden Gruppe A = doppelt so viele Mitglieder wie Gruppe B VPN sollen sie diese Instruktion für einen späteren Test merken Anteil der erwünschten und nicht erwünschten Merkmale ist in beiden Gruppen proportional gleich groß, numerisch unterschiedlich
- Konzept der illusorischen Korrelation Erklärt nicht die Entstehung von Vorurteilen und Stereotypen, sondern die kognitiven Muster bei der Verarbeitung Man muss Stereotypen als Korrelation zwischen Gruppenzugehörigkeit und Merkmals-Set zusammenfassen, damit eine Lernaufgabe entsteht Dieser Lernvorganz hat Eigenarten, welche aber zur Zuordnung von Stereotypen wirkungsvoll ist
- Stereotype Threat / Bedrohung durch Stereotype Es wurden Ergebnisse präsentiert, welche kognitive Leistungen hervorbrachten die davon abhängig waren, ob man einer Gruppe angehörte, welche gute oder schlechte Leistungen in einem Test erzielen würden Voraussetzung: Bedrohung ist davon abhängig, dass eine anerkennt Gruppe die besseren / schlechten Leistungen erwartungskonform erzielen würde Steele, Spencer & Aronson weisen darauf hin, dass sich Stereotype Threat nicht nur auf Einzelleistungen auswirkt, sondern auch Konsequenzen für die eigene Identität auf das Selbstwertgefühl aufweist
