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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Subject) / SS 2016 (Lesson)
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- Auslöser von Hungersnöte -Missernten, Ernteausfälle (Schädlinge, Klima, Wetterextreme(z.Bsp.Dürre) etc.)-Politische Ursachen (Politikfehler, Handel, großer Sprung nach vorn etc.)-Kriegsinflation-militärische Ursachen-Wirtschaftskrisen und Armut, Unterentwicklung-Rechtslosigkeit von Gruppen oder der Gesamtbevölkerung-Soziotechnische Experimente (Marktideologien -> Kommunismus)
- Hungersnöte - begünstigende Faktoren -geographische Lage-Regierungsform, Regime-ethnische,soziologische und wirtschaftliche Probleme-Flächenkonkurrenz, z.Bsp. cash-crops(erhöhter Konsum tier. Produkte, Biotreibstoffe)-Bevölkerungswachstum-Umweltzerstörung und Verschmutzung-Flächendegradierung
- Die 4 Formen der Fehlernährung 1) Überernährung (overnutrition)-überschüssige Kalorienzufuhr durch Überkonsum (Fett, Zucker, Salz)-Folgen: Diabetes, Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Arteriosklerose, Gelenkschäden etc.-vor allem Indusrie, z.T. Schwellenländer und Entwicklungsländer 2) Sekundäre Unterernährung (secondary malnutrition)-nicht durch Ernährung sondern durch Krankheit-z.Bsp. Verlust Appetit, Änderung der normalen Stoffwechselprozesse, Störung bei Verwertung von Nahrungsmitteln-z.Bsp. durch unsauberes Trinkwasser und mangelhafte Hygiene 3) Mangel an Mikronährstoffen-Vitamin A, Jod, Eisen, Vitamin D, Vitamin C, Folsäure-prinzipiell kann Mangel von jedem Mikronährstoff zu ernstem Problem werden-relativ leicht zu beheben 4) Protein-Kalorien-Unterernährung(protein-calorie malnutrition/PCM)-zu geringe Menge an Nahrung-beeinträchtigt: Entwicklung, Wachstum, Gesundheit und Aktivität (gravierend im Kindesalter)-hauptsächlich in einkommensschwachen Ländern mit weitverbreiterter Armut
- Wichtige Nährstoffmangelkrankheiten, Ursachen -Erblindung, Krankheitsanfälligkeit, höhere Todesraten -> Vitamin A-Struma, 9 Punkte geringerer IQ bei Kindern mit Jodmangel,geistige Behinderung, Gehirnschäden, Schilddrüsenprobleme -> Jod-Anämie(Blutarmut), Beeinträchtigung Leistungs- und Lernfähigkeit, vor allem Frauen &Kinder -> Eisen-Rachitis (weiche Knochen) -> Vitamin D- Skorbut ->Vitamin C- Spina Bifida ("offener Rücken" bei Neugeborenen) -> Folsäure
- Unterschiedliche Definitionen von Nährstoffbedarfen (RDA, EAR, BMR) BMR, basal metabolic rate= Menge an Kalorien, die fürs Überleben notwendig ist, bei Ruhezustand des KörpersBMR multipliziert mit Konstante = minimal benötigter Nährstoffbedarf RDA, recommended daily allowanceempfohlener täglicher Nährstoffbedarf=Nährstoffmenge bei der 97-98 % der Gruppe(typische Anzahl gesunder Individuen) angemessen ernährt wird-sinnvoll für Individuen, nicht für Durchschnittsmaß EAR, estimated average requirementgeschätzter durchschnittlicher Nährstoffbedarf=tägliche Einnahmemenge, angemessen für 50% der Individuen einer Gruppe-sinnvoll für Gruppen-niedriger als RDA
- Trends in Undernourishment (Calorie-Protein-Malnutrition) nach Kontinenten seit 1970 Rückgang seid 1970:- frühe 70er Jahre: 1/3 (33.33%) der Weltbevölkerung unterernährt --> Jahrhundertwende nur noch 17%- Rückgang in den Entwicklungsländern, aber unterschiedlich verteilt: --> in Asien starker Rückgang -> 25% weniger Unterernährung --> in SSA Anstieg um 95 Millionen Menschen- Außerdem: Rückgang stagniert, bzw. zeigt sehr geringe Raten im Vergleich zu den 70/80er Jahren
- Definition Food Security, vier Dimensionen von FS (availability, access, utilization, stability) o Mitte der 80er Jahre definiert: „access by all people at all times to enough food for an active, healthy life“ (Reutlinger u.A.)o Legt Fokus auf Kaufkraft derer, die von Unterernährung bedroht sindo Food Production Deficit : Differenz zwischen Lebensmittelbedarf und eigener Produktiono Ein Haushalt ist „food-insecure“, wenn das Einkommen niedriger ist, als nötig wäre, um Food Production Defizit zu kompensieren 4 Aspekte der Food Security laut FAO:1.the availability of food (Verfügbarkeit)2.Access to food (Zugang)3.the safe and healthy utilization of food (Nutzung)4.the stability of food availability, access and utilization 5 Dimensionen von "Food Security" o Konsum (Energie-, Eiweiß-, Fettaufnahme)o Produktion (Wert der Nahrungsproduktion pro Kopf)o Potenzial für Importe (Wert der Exporte / Wert der Importe)o Verteilung (Grad der Urbanisierung)o Agrarpotenzial (Böden, Wachstumsperiode)
- 4 verschiedene Methoden zur Feststellung von Unterernährung, Vor- und Nachteile 1) Klinische Bewertungsmethode (clinical assessment)- Untersuchung des Körpers auf eine ernährungsbedingte Funktionsstörung, z.Bsp. - Vitamin A-Mangel: Augenuntersuchung, Sehtest - Jodmangel: Abtasten des Kehlkopfes - Proteindefizit: geschwollene Fußgelenke, Pigmentverlste der HaareNachteile: ärtzliches Wissen und Erfahrung nötig (teuer!), körperliche Anzeichen werden erst im fortgeschrittenem Stadium erkannt(zu spät!), Symptome oft individuell unterschiedlich 2) Biochemische Bewertungsmethode (biochemical assessment)- Entnahme von Körperflüssigkeiten oder -gewebe zur Analyse von ernährungsbedingten Stoffwechselveränderungen, z.Bsp. - Blutuntersuchung zur Feststellung von Anämie (Blutarmut durch Eisenmangel) - Untersuchung des UrinsVorteile: liefert exakte Indikatoren für kurzfristige Unter- oder MangelernährungNachteile: aufwendig und kostenintensiv, organisatorisch problematisch vor allem im ländlichen Raum 3) Bewertung anhand der täglichen Lebensmittelaufnahme (dietary assessment)a) Dietary recall(Selbstauskunft)-nachträgliche Erhebung der LM-Aufnahme der letzten 24 Stunden, 7 Tage etc.Vorteil: unerwartete Befragung, geringere Verzerrung der Ergebnisse durch Anpassen des LM-KonsumsNachteil: Selbstauskunft, "Erinnerungslücken" oder Fehleinschätzungen führen zu Verzerrungen der Ergebnisseb) Dietary record-Erfassen der Lebensmittelmengen durch WiegenVorteil: gesamter Konsum wird mengenmäßig genau erfasstNachteil: Diät wird der Erhebung angepasstc) Schwierigkeiten beider Methoden: -Muttermilch-saisonale Schwankungen des Angebots-Menge schlechter Indikator für Mangelernährung (sekundäre Unterernährung!) 4) Anthropometrische Bewertungsmethode (anthropometric assessment)-Ernährung wirkt sich auf das Wachstum und damit Körpergröße aus -> Größe Indikator für ErnährungslageNachteil: -Ernährung nicht die einzige Variable (genetische Disposition,Gesundheit, hormonelle Abnormität, Defizit an Mikronährstoffen usw.)-Mangel an Mikronährstoffen kann nicht gemessen werden-Vermessung sehr kleiner Kinder schwierig (< 2 Jahre)Vorteil: dennoch sehr zuverlässig, kostengünstig und einfach 3 Schritte: 1.Vermessen (größe, Gewicht, Armumfang, Geschlecht und Alter)2.Vergleichen mit Referenzgruppe3.Ausage über Ernährungszustand anhand Vergleich
- Welche Anthropometrischen Messungen gibt es? 1) Perzentile: Gewicht und Größe für jeweiliges Alter(Referenzgruppe), bei Abweichung Fehlernährung2) Standardabweichungseinheit("Z-score"): von WHO, misst um wieviele Standardabweichungen eine Beobachtung vom Referenzwert abweicht3) Prozent vom Median (Gomez-System): Gewicht des Individuums geteilt durch das mittlere Gewicht (Median) der Referenzgruppe4) Body Mass Index: bei WHO und FAO geeignetes Maß (Gewicht in Kilo/ (Größe in meter)^25) MUAC (mid-upper-arm circumfarance): Messung des Armumfangs bei Kindern, Abweichungen bedeuten Unterernährung
- Definition und jew. Aussage von Stunting, Wasting, Underweight Stunting (Low Height-for-Age): vermindertes Wachstum durch chronische Unterernährung in Kindheit/Jugend, in Krisenzeiten werden Menschen kleiner & umgkehrt(Ernährungsbedingter Minderwuchs)Wasting (Low Weight-for-Height): Gewichtsverlust bei akuter (kurzfristiger)UnterernährungUnderweight (Low Weight-for-Age): Untergewicht ist ein Symptom von akuter oder vergangener Unterernährung
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- BMI, MUAC BMI (Body Mass Index): geeignetes Maß der WHO, FAO; BMI < 18,5 gilt als Indikator für Unterernährung(Gewicht / Größe^2) MUAC (Mid-upper-arm-circumference): Armumfang von Kindern von 1 bis 5 oder 6 Jahren wird gemessen, dabei gilt: <14 cm bedeutet Unterernährung, <12.5 schwere Unterernährung-Vorteile: exakt für schwere und relativ exakt für leichte Fälle von Unerernährung, einfache und kostengünstige Methode die auch von analphabetischen und ungebildeten Personal durchgeführt werden kann, Alter des Kindes muss nicht genau bekant sein-Nachteil: Ungenau bei Kindern unter 1 Jahr
- Zusammenspiel von genetischer Disposition und Umwelt - Vergleiche zwischen verschiedenen Ländern oder Ethnien innerhalb eines Landes zeigen: Ernährung ist nicht die einzige Determinante von Körpergröße und Gewicht- genetische Anlagen bestimmen die maximal erreichbare Größe eines Individuums- Umwelt (entscheidend: Ernährung) bestimmt bis u welchem Grad ein Individuum seine potentielle Größe erreicht- bei 2 Gruppen mit durchschnittlich gleicher genetischer Wachstumsdisposition, ist die guternährte Gruppe im Durchschnitt größer da das Wachstumspotential besser ausgeschöpft wurde- Bsp.: Fleichkonsumierende Sikhs im Norden größer als vegetarische Madrassi im Süden (Proteine spielen entscheidende Rolle, Proteinversorgung und Kalorienversorgung hängen eng zusammen)
- Referenzstandards und -gruppen, Cut-off points, Z-score Referenzgruppe-"Gleiches mit Gleichem"-Referenzgruppe = Standard mit dem Individuum verglichen wird, Abweichungen (Größe/Gewicht) entscheidend ob Unterernährt oder nicht-gute Referenzgruppe -> möglichst viele konstante Variablen (Alter, Geschlecht etc.)-systematische genetische Unterschiede zwischen verschiedenen Ethnien sollten dabei Beachtung finden cut-off point, unterschreitet das Gewicht oder die Größe einer Person einen bestimmten Wert(den cut-off point), dann wird ein Ernährungsproblem vermutet z-score, von der WHO, Messung um wieviele STABW der Beobachtungswert vom Refrenzwerten abweicht= -2, deutet auf leichte Unterernährung hin= -3, deutet auf starke UnterernährungProbleme: Typ II Fehler bei großen Kindern, abhängig vom Referenzstandard, genetische Unterschiede zwischen Individuen aus verschiedenen Regionen
- Probleme mit Referenzstandards und Gruppen kein Globaler Referenzstandard,z.Bsp. Anthropometrischer Vergleich zwischen US-Amerikanern und Indern, Problem beim z-score:1. früher weiße US-Kinder2. neuerdings Kinderdurchschnitt aus 6 Ländern3. (immerhin wird nach Mädchen und Jungs unterschieden!)
- Schätzung der Zahl der Unterernährten aus FAO-Länderstatistik FAO Food balance sheets oder auch FAO SUA'S(Supply-Utilization-accounts)Methode um Unterernährung in einem Land/Region zu schätzen Vorteil: durch FAO zu beinahe jedem Land über Jahre hinwegNachteil: Food balance sheets stellen nur Duchschnitt dar aber Gruppen konsumieren unterschiedlich und haben unterschiedl. Nährstoffbedarf ->große Teile der Bev. könnenunterernährt sein ohne das die FBS dies erfassen -gute Schätzung wieviel % der Bev. unterern. sind mithilfe von aggregierten und individuellen Daten-durchschnittliche Kalorienaufnahme pro Kopf wird aus FBS bestimmt und eine Schätzung der Varianz dieser Größe aus Studien von Individuen(Einkommensverteilung, Verteilung von anthropometrischen Größen etc.)
- Waaler surfaces -Studie(1984 von Norweger Hans Waaler): Gewicht und Größe erhoben, klarer Zusammenhang zwischen diesen Merkmalen und Sterberisiko gefunden-Verteilung ist Badewannenförmig (Boden= Sterberisiko am geringsten), Sterberisiko steigt mit Größe(bei konstantem Gewicht) und Gewicht(bei konstanter Größe) - An den Rändern der Verteilung zu geringes/hohes Gewicht, damit zu geringe/hohe BMIs; das relative Sterblichkeitsrisiko steigt - Aktuelle Ernährungslage (Gewicht) beeinflusst Sterbealter - Mit zunehmender Körpergröße sinkt das relative Sterblichkeitsrisiko (reflektiert Auswirkungen von Unterernährung in der Kindheit)
- Unterernährung und Mortalität -relative Sterberisiko steigt mit zu geringem und zu hohem Gewicht (zu geringer/hoher BMI)-aktuelle Ernährungslage( Gewicht) beeinflusst Sterbealter-Kinder von mangel- oder unterernährten Müttern haben höheres Sterberisiko
- Mortalität nach Lebensalter - Kinder haben erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten à Kindersterblichkeit massiv- unter 5-jährige haben die höchste Sterberate nach den über 75-jährigen (mehr als 25%)- niedrigste Sterberate von 16 – 30 Jahren- von den 1995 gestorbenen Menschen machten Kinder unter 5 Jahren mehr als 20% aus (Kinder stellen im Vergleich aber nur 11% der Bevölkerung)
- Kindersterblichkeit unter 5 Jahren nach Weltregionen Wahrscheinlichkeit für Kinder unter 5 Jahren zu versterben (1995): - welweit 81,7 auf 1000 Lebendgeburten- Industriestaaten: 8,5- Entwicklungsländer: 90,6- Least developed Countries: 155,5 z.Bsp. 2002 starben weltweit 7,2 Mio. Kinder innerhalb des ersten Lebensjahres- (5,4%; davon allein 2,3% in der ersten Woche) Spitzenreiter mengenmäßig (Indien) mit 1,7 Mio Toten (7 von 100 Babys)Spitzenreiter (Sierra Leone) mit 16,5 von 100 lebend geborenen Kindern Im Jahr 2002 starben 3,2 Mio. Kinder im Alter von 1-4 Jahren, davon:- 29% im südlichen Asien- 42% in Afrika Absolut: Indien hat die meisten Tode verzeichnet (670.000)Relativ: die höchsten Todesrate findet man in Zentralafrika (79 Tode auf 1000 Lebendgeburten); 3mal so hoch wie der weltweite Durchschnitt - niedrigste Todesrate in Westeuropa
- Zusammenhang Kindersterblichkeit und Unterernährung - schwangere Unterernährt=>Kind unterernährt- Kinder von mangel- oder unterernährten Müttern haben meist ein niedriges Geburtsgewicht & somit eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit- Ernährung junger Mädchen kann Einfluss auf die Gesundheit wiederum ihrer Kinder haben- Unterversorgung mit Vit. A steigert Risiko der Übertragung von HIV von der Mutter auf das Ungeborene. - Stillen spielt vor allem in Entwicklungsländern eine wichtige Rolle für die Gesundheit von Kindern (Immunschutz, Nährstoffversorgung) · - ca. 1,5 Mio. Kinder in Entwicklungsländern sterben, weil sie nicht gestillt werden (Muttermilchproduktion ist bei schwerer Unterernährung der Mutter eingeschränkt)- durch die indirekten Folgen von Unterernährung (z.B. eine geschwächte Immunabwehr, Krankheiten) sterben mehr Kinder als durch Verhungern selbst; v.a. Krankheiten wie Durchfall, Grippe, Lungenentzündung, Bronchitis & Masern sind verantwortlich- WHO: > 50% der Tode von Kindern in Entwicklungsländern durch Folgen der UE
- Riskantester Lebensabschnitt für Kinder Stark absinkendes Sterblichkeitsrisiko nach dem 2. Lebensjahr! · 1. Lebensjahr: 2,2 Tode auf 100 · 2. Lebensjahr: 2 Tode auf 100 · 3. Lebensjahr: 0,6 Tode auf 100 (nach dem 2. Lebensjahr deutliches Absinken) (deutliche Unterschiede zwischen Entwicklungs- & Industrieländern)
- Dalys Disability-adjusted life years=Misst, wie viel Lebenszeit insgesamt durch Krankheiten/Behinderungen oder einen zu frühen Tod ‚verloren‘ sindWHO: Unterernährung für 46% der DALY's von Kindern verantwortlich DALY = YLD + YLL (years lived with disability) (years of life lost)
- Angebot und Nachfrage beim Himbeerpflücken Ganz normale aggregierte Angebots- und Nachfragkurven. SP=GG-Preis/Menge usw. Nutzen der ersten gepflückten Beeren ist sehr hoch, jedoch sinkt er mit jeder weiteren Beere ab die Anstrengung für die ersten Beeren ist gering, da die Beeren leicht zu erreichen sind; der Aufwand steigt mit jeder weiteren Beere. Je mehr Beeren gepflückt wurden, desto schwieriger sind weitere zu erreichen (man muss sich bücken, etc) die 20. Beere lohnt sich gerade noch; bei der 21. Beere bemerkt der Pflücker, dass sie den Aufwand nicht mehr wert ist maximaler Nutzen bei der 20. Beere
- Marginale Größen hinter der Angebotskurve (A) und Nachfragekurve (N) a) Angebotskurve=Grenzkosten (Kosten für den Konsum einer weiteren Einheit) positive Steigung wieviel Produzent bei Preisniveau bereit ist zu produzieren Preissteigerung führt zu mehr Produktion b) Nachfragekurve= Grenznutzen (Nutzen, den der Konsum einer weiteren Einheit mit sich bringt) negative Steigung wieviel Konsument bei jeweiligen Preisniveau konsumieren will sinkt der Preis wird der Konsument mehr konsumieren wollen (Ideale Entscheidung ist dort, wo GK = GN)
- Ursachen für die Verschiebung von A und N Nachfrageänderung durch: Bevölkerungswachstum (mehr Nachfrage→höhere Preise→mehr Produktion→niedrige Preise) Einkommensänderung (Nachfrage steigt mit Einkommen(Einkommenselastizität)) Veränderte Präferenzen Preisänderung von Nicht-Nahrungsmitteln(bzw anderer Güter):(Steigen die Preise für Nicht-Nahrungsmittel, werden Lebensmittel relativ billiger; die Nachfrage steigt Vorsicht: eine Preisänderung des Gutes selbst bewirkt nur eine Bewegung auf der Kurve, keine Verschiebung!) Angebotsänderung durch: Verfügbarkeit und Preise von Ressourcen Neue Technologie und effizienter Einsatz von Ressourcen
- Bewegungen auf der Kurve eine Preisänderung des Gutes selbst sorgt für eine Bewegung auf der Kurve, keine Verschiebung
- Faktoren der Nachfrage Bevölkerungszahl Bevölkerungszusammensetzung Relative Preisänderungen für Nahrungsmittel Einkommenszuwächse- Arme HH:kohlenhydratreiche, abwechslungsarme Kost- WohlhabendeHH: diversifizierte Kost- Steigende Einkommen=> wenige inferiore Güter- Mehr‘Bei’-Konsumvon Convenience (Fertiggerichte), Dienstleistungen(Restaurants und Fast-Food) Gesamte Nahrungsausgaben steigen stets noch mit dem Einkommen – auch in reichen Ländern
- Definition Preis- und Einkommenselastizitäten der N, Wertebereich -mithilfe von Elastizitäten wird gemessen, wie stark A oder N auf eine Preis- oder Einkommensänderung reagieren Einkommenselastizität = prozentuale Veränderung des Konsums bei einer Veränderung des Einkommens um 1% Veränderung der Elastizität hängt vom Einkommensniveau ab Lebensmittelkonsum steigt, wenn das Einkommen steigt, allerdings mit sinkender Rate relativer Anteil der Ausgaben für LM am Haushaltsbudget wird mit steigendem Einkommen immer geringer (Engel’sches Gesetz) meist/immer positiv bezogen auf LM Preiselastizität = prozentuale Veränderung des Konsums bei einer Veränderung des Preises um 1% bei fallendem Preis wird i.d.R. mehr von dem entsprechenden Gut konsumiert die zusätzliche Kaufkraft kann jedoch auch auf andere LM oder Nicht-LM verwendet werden Kreuzpreiselastizität: prozentuale Nachfrageänderung nach einem Gut bei einer Preisänderung eines anderen Gutes um 1% (i.d.R negativ) Eigenpreiselastizität eines Gutes ist meist positiv Elastizitäten spiegeln die Bedeutung eines Gutes für den Konsumenten wieder; lebensnotwendige Güter werden Elastizitäten von unter 1 haben, d.h. wenn das Einkommen um 1% zurückgeht oder der Preis um 1% steigt, wird der Konsum lebensnotweniger Güter um weniger als 1% zurückgehen. Luxusgüter haben Elastizitäten von über 1. Wertebereich liegt bei -1 bis 1.
- Elastisch vs Unelastisch Einkommenselastizität:unelastisch wenn Elastizität <1, elastisch wenn >1, bei 0 vollkommen unelastischPreiselastizitätunelastisch wenn Elastizität >-1, elastisch wenn <-1, bei 0 vollkommen unelastisch
- Engelsche Gesetz, inferiore Güter Engel’sches Gesetz = relativer Anteil am Haushaltsbudget für LM sinkt mit steigendem Einkommen (d.h. die Einkommenselastizität der Nachfrage nach LM ist kleiner als 1) Inferiore Güter = Güter, die weniger nachgefragt werden, wenn das Einkommen ansteigt (z.B. der Konsum von (billigem) Cassava geht mit steigendem Einkommen zurück; Substitution durch höherwertige Lebensmittel (z.B. tierische Produkte) bei sehr niedrigem Einkommen steigt lediglich die Menge an Cassava bei Einkommenssteigerung)
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- Elemente einer Marktbilanz Gegenüberstellung von Angebot & Nachfrage, im GG => heimisches Angebot = heimische Nachfrage Angebot Nachfrage Import ExportProduktion TierfutterVeränderungen des Lagerbestandes Nahrungsmittel=>Auslagerung Saatgut, Verarbeitungsverluste, Abfall Sonstiges, Einlagerung
- Malthus und Neo-Malthusianismus: Grundidee, und warum treten die Vorhersagen meist nicht ein? Theorie von Malthus:-Menschheit wächst schneller(Exponentiell) als Lebensgrundlage (linear), dadurch LM Versorgung zunehmend problematisch -> Malthusianische Katastrophe-Annahmen: Mensch unfähig eigene Fortpflanzung zu steuern nur Kriege, Hungersnöte und Seuchen halten Bev.wachstum auf Vorhersagen falsch da:-Nahrungsversorgung stark verbessert-Einkommen stark gestiegen-Lebenserwartung bei Geburt wesentlich gestiegen- entgegen Malthus ist die Fertilität nicht gestiegen Von folgenden Entwicklungen konnte Malthus nichts wissen:-Trends von Groß zu Kleinfamilien-Erfindung von Verhütungsmitteln-enorme Fortschritte/Ertragssteigerungen im Agrarsektor-Einzug der Wissenschaft in die LM-Produktion - Demographischer Übergang statt unbegrenztem Bevölkerungswachstum! Neo-Malthusianismus: diese Entwicklungstheorie argumentiert, dass die Fruchtbarkeit einer Population steigt, wenn die Population nicht durch Ressourcenknappheit begrenzt ist bei Annahme mehrerer Gruppen mit unterschiedlicher Fertilität, wird die Fruchtbarkeit der Gesamtgruppe sich der am schnellsten wachsenden Gruppe annähern Gruppen die eine höhere Fertilität ausweisen sind evolutionär begünstigt, da sie mehr Kinder haben & so einen immer größeren Anteil an der Gesamtbevölkerung darstellen
- Demographischer Übergang: Phasen, Ursachen -Modell beschreibt schrittweise Entwicklung der Geburts- und Todesraten von der vorindustriellen Zeit bis in die Moderne-S-förmige Kurve des Bev-wachstums 4 Phasen & Ursachen:1. Phase: Hohe Geburten- und Todesraten->vorindustrielle Zeit:- Bev.wachstum nahe null bzw. Konstant- kurzfristige Schrumpfung durch Kriege, Hungersnöte etc. 2. Phase: Hohe Geburtenrate und sinkende Sterblichkeit-> verbessertes Gesundheitswesen und LM-Versorgung-> Lebenserwartung nimmt zu, Bev. wächst 3. Phase: Sinkende Geburtenrate-> Industrialisierung und Urbanisierung-> Fortpflanzung verlangsamt sich,veränderte Familienplanung-> kurzfristig Bev.-Wachstum, langfristig Rate gegen null 4. Phase: niedrige Geburten und Sterberate-> Moderne-> Bevölkerung stabilisiert sich (2.1 Kinder pro Frau) 5.Phase: Fruchtbarkeitsrate unterschreitet Reproduktionsniveau von 2.1-> Gegenwart -> Deutlich zu niedrig um Bevölkerung ohne Zuwanderung stabil zu halten
- Demographic momentum Population wächst weiter nachdem das Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern pro Frau erreicht wurde, da großer Anteil der Bevölkerung in die sog. reproduktiven Jahre kommt und gleichzeitig die Lebenserwartung gestiegen istEigendynamik: Bevölkerung hat viel jüngere Altersstruktur
- Faktoren die die Änderung der Fertilität beeinflusssen -Entwicklung sehr zuverlässiger und einfacher Verhütungsmethoden (-)-Verbessertes Gesundheitswesen und LM-Versorgung (+)-Familienplanung und kulturell-gesellschaftlicher Hintergrund (+/-)- Höheres Einkommen bzw. Wirtschaftl. Entwicklung, langfristig: (-)-Zunächst steigt Geburtenrate nach Überwindung extremer Armut, kurzfr.:(+)- Mit steigendem Einkommen konkurrieren zunehmend Bildung,Freizeit, Reisen, Gesundheitsversorgung usw. mit weiteren Kindern->Fertilitätsrate sinkt konsequenterweise wieder (-)-steigende Bildung vor allem von Frauen (-)-Ernährungszustand: (+/-)
- Zusammenhang Bevölkerungswachstum und Einkommensniveau (im globalen Querschnitt) -Zusammenhang zwischen Einkommen und Bevölkerungswachstum nachweisbar-arme Länder haben hohes Bev-wachstum-Steigerung der Nachfrage nach Lebensmitteln geringer als Bevölkerungswachstum, da Bevölkerung am schnellsten in armen Schichten wächst (50%Bevölkerungswachstum ‡ 50% Nachfragesteigerung)- Weitentwickelte Industrienationen, z.B. in Europa haben eine sehr niedrige Geburtenrate (teilweise 1,3) und eine sehr hohe Lebenserwartung (Bevölkerung schrumpft noch nicht)- allerdings findet der demographische Wandel in Entwicklungsländern sehr rasch statt
- Charakteristika armer Haushalte Weltbank (2008) listet 13 Länder mit jährlichem Pro-Kopf-Einkommen unter 365$14,5% der Weltbevölkerung (1,01 Milliarden Menschen) lebten 2011 von weniger als 1,25 US$ am Tag(meist SSA) In Slums oder auf dem Land verteilt (beinahe) landlos Ungebildet, oft Analphabeten, abergläubisch Verschuldet (bei Verwandten, lokalen Kreditgebern,...) Ein oder mehr Familienmitglieder fernab von Zuhause auf Arbeitssuche Oft junges Familienoberhaupt ohne gute Arbeit (junge große HH) Großteil der Ausgaben für LM (58-78%), 2/3 einer Einkommenssteigerung wird in Lebensmittelumgesetzt Beinahe alle haben Ausgaben für Alkohol, Tabak und Feiern (kin Kino ect.)
- Was drücken Kaufkraftparitäten aus? alternatives Konzept zum Einkommensvergleich anhand von Wechselkursen: Übertragung des BIP's in lokaler Währung in US Dollar mit aktuellem Wechselkurs Anhand von Purchasing Power Parity: misst Kaufkraft der Währung und vergleicht diese mit dem US-Dollar-> wieviel würde es in der lokalen Währung kosten, den gleichen Warenkorb zu erwerben, der in den USA einen Dollar kostet? geeigneter Wechselkurs um Lebensstandard zu vergleichen die PPP-Methode berücksichtigt (hohe)niedrige Lebenshaltungskosten in reichen (armen) Ländern Vor allem nicht gehandelte Güter sind in armen Ländern viel billiger (z.B. Dienstleistungen, verderbliche Lebensmittel etc.)- Arme erscheinen weniger arm; Reiche weniger reich (vgl. erneut Norwegen und Burundi)- Allerdings sind Warenkörbe nicht leicht vergleichbar
- HDI HDI = Human Development Index pro Kopf Einkommen sowie Messung zusätzlicher Indikatoren: Gesundheit und Bildung- Lebenserwartung bei Geburt (Gesundheit)- Durchschnittliche Schulbesuchsdauer (DSD) und voraussichtliche Schulbesuchsdauer (VSD) in Jahren (Bildung)- Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf (KKP US$) (Wirtschaftskraft/Einkommen) hohes Einkommen, hoher HDI, wenig Menschen die unter 1$/Tag leben-> Bsp.:USA, Norwegen große Unterschiede in der Rangfolge der Länder abhängig von Bewertungmethode->Vergleich der Werte notwendig-> aber: pro Kopf-Einkommen wichtiger Indikator für Lebensqualität
- Lorenzkurve 1905 vom US-Amerikaner Max Lorenz entwickelt horizontale Achse: prozentualer Anteil der Individuen (Familien) in der Gruppe vertikale Achse: prozentualer Anteil der jeweiligen Gruppe am Gesamteinkommen Nullkonzentration=Gerade max. Konzentration=99% haben 0 Einkommen und 1% das gesamte Einkommen S. 15 Skript als Vergleich die Kurven von 1988 und 2008
- Gini- Koeffizient 1912 vom Italiener Corrado Gini Weiteres Maß für Verteilung von Einkommen --> basiert auf die Lorenzkurve Setzt Fläche über (A) und unter (B) der Lorenzkurve miteinander in Verhältnis:- also Flächen zwischen Lorenzkurve und Nullkonzentration und X-Achse und Lorenzkurve A/B=> Nullkonzentration=0 und max. Konz.=1 Achtung: Unterschiedliche Lorenzkurven können gleichen Gini-Koeffizient haben. Sagt also nicht aus, wo die ungleiche Verteilung ist, nur, dass eine da ist
- Vergleich Einkommens- und Vermögensverteilung Das Vermögen einer natürlichen Person setzt sich aus den Gütern mit ökonomischem Wert zusammen, die die Person besitzt; deren Verteilung ist die Vermögensverteilung. Das Einkommen bezeichnet dagegen den Zustrom von Gütern mit ökonomischen Wert in einem bestimmten Zeitraum;deren Verteilung ist die Einkommensverteilung Das Vermögen ist ungleicher Verteilt als das Einkommen, am „gleichsten verteilt“ sind die Ausgaben
- Kuznets-Kurve der Einkommensverteilung -1955 von Harvard-Ökonomen Kuznet eingeführt-Theorie: in frühen Phasen der Entwicklung steigt in EL die Einkommensungleichverteilung an-dann stabilisiert sie sich und geht zurück: u-förmige Kurve entsteht Folgerungen:-Arme profitieren erstmal weniger als Wohlhabende von Entwicklung-Wohlhabende ziehen zuerst Vorteil aus Entwicklung (Qualifizierte Arbeit ist knapper als unqualifizierte!)-aber: Arme werden relativ gesehen ärmer, nicht unbedingt absolut - Später: Gewerkschaften, progressive Steuern, Soziale Sicherung => Arme holen gegenüber den Reichen wieder auf!
- Zusammenhang Einkommensverteilung, Armutsbekämpfung und Unterernährung -ungleiche Einkommensverteilung verschlechtert Ernährungsituation der Armen1. Arme haben weniger Einkommen->Lebensmittelkonsum nimmt ab2. Reiche konsumieren zunehmend tierische Produkte, deren erhöhte Nachfrage lässtGetreidepreise steigen--> erhöhte E-ungleichverteilung erschwert ausreichende Ernährung doppelt aber: auch eine Umverteilung beim Einkommen hin zu mehr Gleichheit kann Unterernährung negativ beeinflussen Monetäre Anreize für Bauern können verloren gehen; sie produzieren weniger und die Preise steigen (z.Bsp. China, Sowjetunion) Wachstum und Vermögen(Armutsbekämpfung): starker Zusammenhang Wachsum und Vermögen (Landbesitz) große Ungleichverteilung im Landbesitz verlangsamt Wachstum weltweit ist Einkommensungleichverteilung zurückgegangen bei gleichzeitigem Rückgang der Armut
- Demographische Änderungen, Einkommen => Wirkzusammenhänge Bevölkerungswachstum (Abhängige, Schwangere, körperlich Arbeitende, Große, …) Einkommensanstieg => Diversifizierung (mehr Fleisch), LW für Nicht-Nahrungszwecke Pro-Kopf-EK mit 2,65% pro Jahr gewachsen von 1998-2007- bei konstanter Wachstumsrate wird es auf 189% anwachsen in den nächsten 40 Jahren -->EK-Elastizität von LM liegt bei 0,1 bis 0,3; nimmt man einen Wert von 0,2 an, so würde die LM-Nachfrage um 38% steigen, während das EK um 189% ansteigt je nach Wachstumsrate des Pro-Kopf-Einkommens & der EK-Elastizität sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die LM-Nachfrage Ann.: 3% Wachstum & eine EK-Elastizität von 0,3 ergeben eine Nachfragesteigerung von 70% in 40 Jahren Anstieg des Konsums an tierischen Kalorien=> jeder Person benötigt 36% mehr Kalorien aus Pflanzen als vorher, auch ohne Erhöhung der Gesamtkalorienmenge
- Bedeutung Demographie vs. Einkommen Gesamteffekt demographischer Veränderungen vernachlässigbar, Einkommenswachstum wichtiger pro-Kopf-Einkommen gewachsen und weiterhin wachsend je nach Wachstumsrate des pro-Kopf-Einkommen und der Einkommenselastizität sehr unterschiedliche Auswirkungen auf Lebensmittelnachfrage Wahrscheinlich: Entwicklung am unteren Ende dieser Skala1. hohe Wachstumsraten des Pro-Kopf-Einkommens können nicht aufrecht erhalten werden2. Einkommenselastizität für LM nimmt mit steigendem Einkommen ab Realistisch: Pro-Kopf-Nachfrage nach Lebensmitteln wird in den nächsten 40 Jahren um 5-20 % steigen
- Agrarische Revolution vor agr. Revolution: Jäger und Sammler: hoher Bedarf an Land kaum Lagerung und Kontrolle biol. Prozesse Gefahren und Risiken: prekäre Existenz agr. Revolution: Manipulation biol. Prozesse (Tiere, Boden, Pflanzen, Schadorganismen, Bewässerung) LW (Ackerbau, Tierhaltung etc.) --> Weniger Ressourcenbedarf weniger Ressourcenbedarf Produktion von Überschüssen und Spezialisierung, Lagerung- dadurch erste städtische Siedlung möglich
- Produktionsbedingungen in unterschiedlichen globalen Klimazonen gemäßigte Zone: gute Böden, z.T. Kalte Winter, viel Lichtfeuchte Tropen: genug Wasser, problematische Böden, hoher SchädlingsdruckSubtropen: häufig arid, oft zwischen Tropen und gemäßigter Zone In tropischen Regionen spielt das Auftreten von Malaria ebenfalls eine Rolle.
- Nahrungsproduktionstrends nach Kontinenten, absolut und pro Kopf Nordamerika: - sehr hohe NM-Produktion, besonders bei Cerealien & Mais; hohe Milch- und Fleischproduktion, wenig Reisproduktion- permante (fast lineare)gleichmäßige Steigerung der LM-Produktion Europa: - hohe Milchproduktion- kaum Veränderung aber Produktion auf hohem Niveau(im Vergleich zur Fläche) Ozeanien: hohe Cerealien-Produktion & viel Weizen (höchste Produktion); sehr hohe Milchproduktion, viel Fleisch asiatischer Raum: - viel Reis wird produziert; wenig Fleisch & Milch- starke Erhöhung der LM-Produktion SSA: Wurzelgemüse vorwiegend angebaut (höchster Wert); sehr wenig Weizen, wenig Cerealien; allgemein geringes Produktionsniveau Nordafrika: - Steigerung der Produktion vor allem ab 2000, aber auf geringem Niveau (Vergleich zu Fläche) --> allgemein relativ geringe Produktion In allen Kontinenten: Anstieg der LM-Produktion, v.a. in Asien; Europa konstante Produktion (1961-2013)
- Wachstum der Anbaufläche versus Steigerung des Nahrungsangebots Wachstum der Anbauflächen Landwirtschaftliche Anbauflächen stetig gewachsen aber: Veränderte Landnutzung aufgrund zunehmendem Konsum tier. LM 2,57 Milliarden Hektar potentielles Ackerland in EL vorhanden, davon nur 0,75 bis 0,85 genutzt allerdings 67% des potentiellen Ackerlandes von geringer Qualität (Boden, Hügelig etc.) erhebliche Unterschiede in den verschd. Regionen:- geringes Expansionspotential: Südasien, Naher Osten,Nordafrika- hohes Expansionspotential: Brasilien, Kongo und Nachbarländer weniger Wachstumsmöglichkeiten für Land von guter Qualität dennoch nur 30% der potentiellen Ackerbaufläche weltweit kultiviert Verlust von bestehender Ackerfläche Urbanisierung Überflutungen und bzw. durch Klimaerwärmung Degradation (Erosion, Kontaminierung) Nahrungsangebot: höhere Erträge durch green revolution (Verdopplung bei Weizen) Multiple cropping-erhöhte Produktion ohne Landexpansion oder Ertragserhöhung-mehrfacher Anbau pro Jahr auf gleicher Anbauflächen-Sorten mit kürzerer Wachstumsdauer außerdem potentiell: nicht landbasierte LM-Produktion (Fischerei, Aquakulturen, Hydrokulturen,Ozeane)