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Agrar und Lebensmittelmärkte (Subject) / Ölsaaten (Lesson)

VL 09 Ölsaaten

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  • Welterzeugung (Menge) und zwei bedeutendsten Länder Sojabohne -253,1 Mio. t. (2012) -USA und Brasilien
  • Welterzeugung (Menge) und zwei bedeutendsten Länder Raps -65 Mio. t -Kanada und China
  • Welterzeugung (Menge) und zwei bedeutendsten Länder Palmöl Ca. 2013/14 60 Mio. t Indonesien und Malaysia
  • Bedeutung von Sojaschrot in der Tierernährung Einer der bedeutensten Eiweißlieferanten für die Fleischproduktion (34 %, ohne Grundfutter) Soybean Meal Equivalent /Sojaschrotäquivalent -Maßeinheit zur Standardisierung der Eiweißgehaltes von Ölsaatenschroten -Bezug auf den Eiweißgehalt und nicht auf die Eiweißqualität Eiweiß im Futter:• Der Eiweißgehalt und die Eiweißzusammensetzung des Futters haben Einfluss auf- Die Effizienz der Fleischerzeugung- Fleischqualität• Eiweißschrote sind keine perfekten Substitute füreinander:->Proteinkonzentration und Proteinqualität unterscheiden sich in den    unterschiedlichen Schroten- Andere Bestandteile der Schrote begrenzen den Einsatz im Futter- Die Verdaulichkeit und die Anforderungen an das Futter variieren   zwischen den unterschiedlichen Tierarten Das Eiweiß im Viehfutter entstammt nicht nur den Ölsaatenschorten• Fischmehl ist ein Futtermittel mit hoher Eiweißkonzentration und Eiweißqualität• Getreide: Getreide hat–im Vergleich zu Ölsaatenschroten–einen geringeren Proteingehalt,    trägt  aber erheblich zur Eiweißversorgung bei.• Nebenprodukte der Lebensmittelindustrie• Eiweißpflanzen (Futtererbsen, Ackerbohnen)
  • Beschreibung der Preisbeziehungen (Zusammenhang und Differenzen) zwischen -Pflanzlichen Ölen -Schroten Substituierbarkeit der Pflanzenöle führt zu einer weitgehend parallelen Preisentwicklung für die unterschiedlichen Öle -Substituierbarkeit der Eiweißfuttermittel führt zu einer weitgehend parallelen Preisentwicklung für die unterschiedlichen Schrote (Eiweißfuttermittel aus Schroten) -Die Preise für Ölsaaten leiten sich aus den Preisen für pflanzliche Öle und Eiweißfuttermittel ab. Differenzen zwischen Öl- und Schrotpreisen kann es durch eine unterschiedliche Nachfrage geben. Wenn beispielsweise die Nachfrage nach Öl steigt (Preis steigt, auch für Bohne). Allerdings muss nicht unbedingt auch die Nachfrage nach Schrot steigen, so dass man ein zu großes Angebot hätte. (Preis sinkt). Man sieht an dem Beispiel, dass sich die Nachfragen und somit die Preise von Schroten und Ölen stark beeinflussen.
  • Erzeugerpreisbildung unter Berücksichtigung der Produktpreise -Erzeugerpreis nur Bruchteil des Produktpreises durch die Kosten der ganzen Verarbeitungsschritte -Preisveränderungen auf den Märkten für pflanzliche Öle und Eiweißfuttermittel bestimmen entsprechend dem Gehalt an Ölen und Protein die Ölsaatenpreise. -Weitgehende Austauschbarkeit im Verbrauch von Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenölen (parallele Preisentwicklung). -->Erzeugerpreis aus Produktpreis durch Inhaltsstoffe der Rohstoffe bestimmt (Eiweiß und Öl) und somit dem  Ausbeutekoeffizienten ableiten. -->Ölmühlen zahlen, Wertschöpfung, Markttrends d.h. wenn der Produktpreis sinkt, bekommen auch die Erzeuger einen geringeren Preis
  • Zolleskalation Unter Zolleskalation versteht man das Ansteigen der Zollbelastung mit der Verarbeitungsstufe eines Produktes (zB. höhere Zölle für Schokolade als Kakao)
  • Welche grundlegenden Aussagen lassen sich zu den Preisbeziehungen im Bereich der Ölsaaten und ihrer Verarbeitungsprodukte auf dem Weltmarkt machen (Begründung)? Preisbeziehungen:• Preisveränderungen auf den Märkten für pflanzliche Öle und Eiweißfuttermittel bestimmen entsprechend dem Gehalt an Ölen und Protein die Ölsaatenpreise.• Weitgehende Austauschbarkeit im Verbrauch von Palm-, Soja-, Raps- und Sonnenblumenölen (parallele Preisentwicklung)
  • Nennen Sie die Besonderheit des „EU-Außenschutzes“ für Ölsaaten und erläutern Sie die historischen Hintergründe! Welche Form der Stützung wurde auf dem Ölsaatenmarkt bis 1991 gewählt, um die Konkurrenzfähigkeit des Ölsaatenanbaus zu Getreide und anderen Feldfrüchten sicherzustellen? Welche Folgen hatte diese Politik? Welche grundsätzliche Neuregelung gab es in der EU-Ölsaatenmarktordnung 1992/93 Besonderheit: §  kein Einfuhrschutz §  Einführungsvergünstigung vertraglich in GATT-Verhandlungen in 1962 festgelegt -       Zugeständnis der europäischen Gemeinschaft für die Zustimmung der anderen GATT-Mitglieder zum Marktordnungssystem der EG -       Betrifft auch die Verarbeitungsrückstände der Saaten, z.B. Sojaschrot Hintergrund:§  Gewährung einer Verarbeitungsbeihilfe an Ölmühlen zur Sicherung der Konkurrenzfähigkeit das Ölsaatenanbaus zu Getreide und anderen Feldfrüchten Voraussetzung: Auszahlung eines festgelegten Preises für Ölsaaten an die Landwirte §  Anfang der 80er Jahre erhebliche Anhebung der Garantiepreise und Verarbeitungsbeihilfen für Ölsaaten und Hülsenfrüchte §  Hintergrund: erhebliche Getreideüberschüsse Ziel: Entlastung der Getreidemärkte Folgen der Regelung: §  Enorme Ausweitung des Ölsaatenanbaus mit zwei gravierenden Problemen: -       Besondere Stützungsform führte zur Explosion der Marktordnungsausgaben für Ölsaaten ;(1990 7 Mrd. DM) -       Stabilisatorenregelung 1988: Festlegung garantierter Höchstmengen für Ölsaaten §  Andere Exporteure (insbesondere USA) sehen ihre Absatzmärkte in der EU gefährdet -    Klage beim GATT 1986 -    Kläger erhielten Recht: Reform der EG-Ölsaatenpolitik Neuregelung seit 1992/1993: §  Seit Wirtschaftsjahr 1992/1993 keine Preis- Mengengarantie §  Preise für Ölsaaten stehen in direktem Zusammenhang mit dem Weltmarktpreisniveau. §  Die Erzeuger erhalten flächenbezogene Ausgleichszahlungen.            - wird regional differenziert nach Ölsaatenertrag
  • Wie hat sich die EU-Nachfrage nach pflanzlichen Ölen in den letzten drei Dekaden entwickelt? Nennen Sie die drei für den EU-Konsum bedeutendsten pflanzlichen Öle (Rangordnung)! Die EU-Nachfrage nach pflanzlichen Ölen hat sich seit 1970 mehr als verfünffacht.             1970: rund 1,85 Mio t             2005: rund 10,52 Mio. t à Dabei ist eine auffällige Veränderung der Anteile der verschiedenen Öle festzustellen: - Während Erdnussöl 1970 fast ¼ des EU-Konsums ausmachte, sind es heute nur noch etwa 1% - Rapsöl machte 1970 etwa 15% des Konsums aus, heute sind es 51% - Baumwollöl und sonstige Öle habe ebenfalls an relativer Bedeutung verloren Die bedeutendsten pflanzlichen Öle sind 1. Rapsöl à 2005: 5,48 Mio. t  (51%)2. Sojaöl à 2005: 2,28 Mio t (22%)3. Sonnenblumenöl à 2005: 2,47 Mio. t (24%)
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  • Bedeutende Aspekte bei der Beurteilung von Initiativen, mit denen die Lücke zwischen dem EU Angebot und der EU Nachfrage nach Eiweiß für die Tierfütterung geschlossen werden soll Verringerung der Eiweißlücke: Was ist zu bedenken? - klimatische Erfordernisse- Wettbewerbsfähigkeit des Sojabohnenbaus   - Kosten- Erzeugerpreis- Deckungsbeitrag anderer Anbaualternativen- Wissen- Effizienz der Vermarktung- Präferenzen von Konsumenten und Handel