Fernerkundung (Subject) / Zusammenfassung (Lesson)

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  • Parameter der Bildaufnahme 1. Strahlung2. Atmosphäre3. Interaktion mit Oberfläche4. Sensor
  • Atmosphärische Einflüsse - Streuung (scattering): Ablenkung der Strahlung durch kleine Materialteilchen (Aerosol)- Absorption: Umsetzung der elektromagnetischen Energie in andere Formen durch Auftreffen auf Gase- Refraktion: Strahlenkrümmung verursacht durch Dichteänderung der Luft
  • Interaktion mit Oberfläche: -->Energieerhaltungsgesetz<-- Besagt, dass I=A+T+R istI=einfallende StrahlungA=absorbierter TeilT=transmittierter TeilR=reflektierter Teil
  • Reflexionsgrad ist abhängig von? (optische Sensoren) - Wellenlänge (spektraler Reflexionsgrad)- Rauigkeit der Oberfläche (spiegelnd oder diffus)- zeitliche Variation- Sonnenstand (Mitlicht, Gegenlicht)- Feuchtigkeitsgrad (i.d.R. Abnahme mit zunehmender Feuchtigkeit)
  • Was sind Sensoren? --> 1. Sensortypen --> 2. Detektor Instrumente, die elektromagnetische Strahlung empfangen und so in ein Signal umwandeln, dass daraus ein Bild erzeugt werden kann 1. - Kamera (photographische Aufnahme)    - Scanner (Abtastung)    - Radarsystem, MW-Sensor (Antenne)2. Strahlungsempfänger, der ein von elektromagnetischer Strahlung abhängiges messbares Signal ergibt
  • Auflösungen spektrale Auflösung = Anzahl, Breite & Anordnung der verschiedenen Kanäle des Aufnahmesytems Räumliche Auflösung = geometrische Auflösung: Beschreibung (Maß) für die Fähigkeit benachbarte Objektzeinzelheiten getrennt aufzuzeichnen (-> Detailerkennbarkeit) Zeitliche Auflösung = Zeit der Aufnahme & Wiederholungsrate Radiometrische Auflösung = Beschreibung (Maß) für die Fähigkeit verschiedene Strahlungsunterschiede aufzuteichnen (Sensitivität) --> Kontrast 
  • Orbit? - 1. Parameter - 2. Arten Umlaufbahn (Raumkurve), die ein Raumfahrzeug durchläuft1. - Flughöhe über Erdoberfläche    - Orientierung relativ zur Erde    - Geschwindigkeit2. - geostationär (sehr hohe Flughöhe, erscheinen immer über gleichem Punkt    - polnah/polar (fast komplette Abdeckung der Erdoberfläche, Inklination)    - sonnensynchron (Überflug eines Gebietes immer zur gleichen lokalen Zeit)
  • Bodenspur? Grundrissprojektion der Umlaufbahn
  • Keplersche Bahnparameter Ungerstörte Satellitenbahn gehorcht Keplerschen Gesetzen:Satellit kreist auf Ellipse mit Erde in einem Brennpunkt --> Bahn wird durch 6 Keplersche Parameter beschrieben
  • Temporale Auflösung? + Arten Zeitlicher Abstand zwischen zwei Aufnahmen desselben Objektes - Wiederholungsrate (repetition rate): Identischer Orbit wird erreicht - Revisit rate: Identsiches Bodengebiet kann aufgenommen werden (Überlappung,                       Schrägaufnahme)
  • Einsatzzwecke ziviler Systeme - grunsätzlich sehr vielfältig- Ressourcenmonitoring (mittlere Maßstäbe)- kartographische Aufgaben (große Kartenmaßstäbe)
  • Klassifizierung der Bodenpixelgrößen nach Ehlers Klasse            Bodenpixelgröße     BeispieleUltra hoch          <1m                      QuickBird, WorldView, GeoEye (pan) sehr hoch          1-4m                      IKONOS, SPOT 5,6,7 (pan)hoch                  4-10m                    IRS-1 C/D, SPOT 1-4 (pan), SPOT 6,7 (ms)mittel                 10-50m                  SPOT 1-5 (ms), Landsat TM, Asterniedrig               50-250m                Resurssehr niedrig       >250m                   NOAA, MERIS, MODIS, GOES
  • Landsat Satellitensysteme - Landsat 1-6 nicht mehr operationell- Landsat 7&8 operationell- Aufnahmeprinzip opto-mechanisch (whrisk-broom)Technische Parameter:         Landsat 7         Landsat 8radiometrische Auflösung        8 bit                  12 bitspektrale Auflösung               8 Kanäle          12 Kanäle
  • Passive Sensors vs. Active Sensors                            Passive Sensors                              Active SensorsNon-Imaging      ex.: Microwave radiometer,              ex.: Microwave radiometer, microwave                           magnetic sensor                               altimeter, laserImaging             ex.: cameras, opticale mechanical    ex.: Real Aperture Radar, Synthetic                           scanner, spectrometer, microwave   Aperture Radar                          radiometer                                    
  • Radarbänder Kürzel     Wellenlänge (cm)     Frequenz (GHz)   Ka            0,8-1,1                     40-26,5   K              1,1-1,7                     26,5-18   Ku            1,7-2,4                     18-12,5   X              2,4-3,8                     12,5-8   C              3,8-7,5                     8-4   S              7,5-15                      4-2   L              15-30                        2-1   P              30-100                     1-0,3
  • Radarbildhelligkeit ist abhängig von? - Illuminating signal     - Wellenlänge     - Polarisation     - Auftreffwinkel     - Blickwinkel in Beziehung auf Platformvorwärtsbewegung- Illuminated surface     - Rauhigkeit     - Gestaltung/Orientierung     - dielektrische Eigenschaften
  • RADAR SLAR SAR Radar = Radio Detection And RangingSLAR = Side Looking Airborne RadarSAR = Synthetic Aperture Radar
  • SLAR Grundprinzip - Aussenden und Empfangen von Impulsen über eine Antenne
  • Verzerrungen in Radarbildern - Schrägmessungen --> slant range gemessen, ground range verlangt- Höhenunterschiede --> Abhängig von Depressionswinkel (Θ) & Geländeneigung (ε)     - Layover (ε<Θ) --> Spitze vor Fußpunkt     - Schatten (ε=Θ)     - Foreshortening (ε>Θ) --> Fußpunkt vor Spitze
  • Rückstreuungsparameter Radar - Oberflächen-Rauhigkeit:     - je glatter, desto weniger Rückstreuung     - Grenze zwischen diffuse (rau) & specular (glatt)- Oberflächen-Winkel:     - je kleiner der Auftreffwinkel, desto heller & umgekehrt- Elektrische Eigenschaften:     - je größer die Leitfähigkeit (dielektsiche Konstante) desto mehr Rückstrahlung     - Bsp.: - normaler, trockener Boden ε0=3-8                - feuchter Boden ε0=30                - Wasser ε0=80- Wellenlänge:      - je länger die Wellenlänge, desto größer die Eindringtiefe
  • ESA-Kopernikus Programm - 6 verschiedene Missionen (Sentinel 1-5 & 5P)- Sentinel 1: - Kombination aus zwei Satelliten                    - polarer & sonnensynchroner Orbit auf 693km, 12 Tage Wiederholungsrate (6 in                      Konstellation)                    - C-Band Radar                    - 4 verschiedene Modis für Auflösung & Swath-Width                    - Land & Ozeanüberwachung
  • Meteorologische Sensoren - Überblick & Charakteristika Überblick:   - Wettersatelliten erste zivile Anwendung der Fernerkundung (TIROS-1, USA 1960)   - viele Nationen betreiben eigene Satelliten (z.B. Europa (ESA) METEOSAT, Meteop)Charakteristika:   - Orbits geostationär (35.800km), polnah (400-800km)   - sehr große Abdeckung (eine Hemisphäere, 2/5 der Erdoberfläche)   - sehr niedrige räumliche Auflösung & sehr hohe temporale Auflösung   - spektrale Auflösungen: sichtbar, (NIR), MIR, TIR
  • Höhenerfassung (Arten) - terrestrische Messungen (Nivellement, GPS)- Digitalisierung aus vorhandenen Karten- Photogrammetrische Höhenauswertung- Radar-Interferometrie- Radargrammetrie- Laserscanning
  • ALS? Plattformen & Wellenlängen ALS = Airborne Laser Scanning   - Plattformen: Raumgestützt, Luftgestützt, UAV, Terrestrisch   - Wellenlängen: 0,5-0,55μm (Wasser), 1-1,5μm (Land) --> abhängig von Anwendungszweck 
  • Airborne Laser Scanning - Parameter - Orientierung des Scanners (durch IMU)- Lokalisierung des Scanners (durch GPS/GNSS)- Winkel des ausgehenden Laserstrahls (bedingt durch rotating mirror & device)==> Nach diesen Informationen werden anschließend 3D-Wolken berechnet
  • Mehrfachreflexion Nutzen des first und last echo um Höhenmerkmale von Objekten zu erfahren --> verschiedene Objekte haben unterschiedliche "footprints"
  • Thermalenergie - wird von allen Ojekten mit einer Temperatur > 0°K emittiert- alle Dinge emittieren thermisch-infrarot-elektromagnetische Strahlung
  • TIR-Sensoren - Sensoren, die auf TIR-Strahlung reagieren (3-5μm & 8-14μm)- Ozonschicht absobiert thermische Energie von 9-10μm --> Sensoren reagieren auf Strahlung  im Bereich von 10,5-12,5μm  
  • Blackbody Körper, welcher die komplette Strahlungsenergie absobiert --> würde man einen Sensor drauf richten, könnten wir Informationen über die Gesamtmenge der Strahlungsenergie (in bestimmten Wellenlängen) & die dominierende Wellenlänge des Objektes sammeln
  • Stefan-Boltzmann-Gesetz Besagt, dass der komplette spektrale Strahlungsfluss (Mb), gemessen in Watt m², proportional zum 4'ten Quadrat seiner Temperatur ist (T^4)
  • Wein's-Verschiebungs-Gesetz Beschreibt die Beziehung der wahren Temperatur eines Blackbodys und seiner dominierenden Wellenlänge --> wichtig um Sensoren entsprechend zu kalibrieren
  • Emissivity (Emissivität) Verhältnis des Strahlungsflusses zwischen einem realen Körper und Blackbody --> Beeinflusst durch diverse Faktoren: Farbe, Oberflächenrauheit, Feuchtigkeit, Verdichtung,                                                                Sichtfeld, Wellenlänge, Blickwinkel
  • Informationssysteme für Fernerkundungsdaten - Beispiele - USGS Earth Explorer (Landsat, Sentinel etc.)- ESA Copernicus Scientific Data Hub (Sentinel)- SPOT 6/7: ASTRIUM
  • Eigenschaften von FE-IS - Quicklooks & Thumbnails- Angebote von Bilddaten und "value-added-products"- Metadaten beinhalten Aufnahmebedingung (z.B Sonnenstand, Wolkenbedeckung)- Elektronische Datenbestellung
  • Hyperspektrale Fernerkundung - Datenaufzeichnung in sehr engen Spektralbändern im VIS, NIR, MIR Bereich- sehr hohe spektrale Auflösung (teilweise über 100 Kanäle)- hohe spektrale Auflösung ermöglicht genauere klassifizierung- bis vor kurzem nur Luftgestützt (z.B. AVIRIS, HyMap)- erste Satelliten sind Hyperion und MODIS
  • Auswerteverfahren (Ablauf) Bildtransformation = geometrische oder radiometrische Veränderung des BildesBildmessung = Gewinnung und Verarbeitung geometrischer Informationen (Geometrie)Bildinterpretation = Erkennen und Deuten der Bildinhalte (Semantik)
  • Ablaufschema der Bildinterpretation 1. Beschaffung der Unterlagen2. Vorinterpretation mit Hilfe von z.B. Geländeerkundungen, Vorwissen3. Detailinterpretation (klassifizieren, messen, auszählen, abgrenzen)4. Nachbereitung/Validierung (geometrisch/semantisch)5. Darstellung der Ergebnisse
  • (Szenen-, Bild-)Merkmale, Objekt-Signaturen + Möglichkeiten Charakteristika, durch die ein Material oder ein Objekt in einem Bild identifiziert werden kann.Möglichkeiten:   - Helligkeit   - Form   - Größe   - Textur   - Schatten   - Muster   - Gegend   - Nachbarschaft
  • Klassifizierungsansätze Wichtig: Beim datengetriebenen Ansatz den Zugehörigkeitsmaßstab bestimmen!Ansätze:  - visuell (subjektiv): Übereinstimmung mit Interpretationsschlüssel - rechnergestüzt (numerisch):     - Wahrscheinlichkeitstheorie:          - Bayes'scher Klassifikator          - Spezialfall: Nächste Nachbarschafts-Klassifikator          - Spezialfall: Maximum-Likelihood-Klassifikator          - Fuzzy-Logic-Theorie     - Neuronale Netzwerke    
  • Multispektrale Klassifizierung Zusammenfassung (Gruppierung oder Clustering) der Pixelwerte in eine begrenzte Anzahl von (spektralen) Klassen
  • Stufen der überwachten Klassifikation 1. Dem System in einem Trainingsgebiet Klassen zuweisen2. Das System mit Daten zur klassifizierung füttern --> System klassifiziert nun die einzelnen Pixel nach dem Trainingsgebiet3. Ausgabe des kategorisierten Datensatzes
  • Zuweisungsmöglichkeiten für Pixel 1. Quader-Verfahren: Es wird überprüft, ob Pixel in einem Zuweisungrahmen liegt2. Minimum-Distance-Verfahren: Es wird überprüft, zu welchem Klassenmittelpunkt der geringste Abstand besteht3. Maximun-Likelihood-Verfahren: Es wird überprüft, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Pixel zu einer Klasse gehört
  • unüberwachte vs. überwachte Klassifikation unüberwacht: vorgegebenes Verfahren sucht nach spektral trennbaren Klassen und definiert Kriterien selbstNachteil: spektral trennbare Klassen müssen nicht unbedingt mit realen Objektklassen übereinstimmen überwacht: Nutzer legt Kriterien zur Bestimmung der Zugehörigkeitsmaße selbst fest = Nutzer identifiziert einige, eindeutige Trainingsgebiete (für jede Objektart)Nachteil: Interaktion notwendig
  • Trainingsgebiete - möglichst homogen, um eine möglichst ungestörte spektrale Signatur zu erhalten- wenn möglich, mehrere Repäsentanten einer Klasse- möglichst groß und zusammenhängend- möglichst eindeutig einer Klasse zuordbar
  • (Prinzip der) Segmentierung Zusammenfassung von Bildelementen aufgrund von Homogenitätsparametern (spektral oder Form) bzw. der Differenzierung zu Nachbarsegmenten
  • Segmentierungsansätze - punkt-basiert: Schwellwert-Operationen (global)- kanten-basiert: Beschreibung durch Umringslinien (Kanten-Detektion & Linienverfolgung notwendig)- regionen-basiert: Auffinden von Gebieten ähnlicher Merkmale- modell-basiert: Einführung von Vorwissen
  • Semantikfehler Fehler 1. Art: Auslassungsfehler --> Objekt in Wahrheit vorhanden, aber nicht erkanntFehler 2. Art: Zuweisungsfehler --> Objekt wird erkannt, in Wahrheit aber nicht vorhanden
  • Evaluation einer Klassifikation - Genauigkeit der Klassifikationsergebnisse- Güte der Klassifikation durch:     - visuellen Vergleich     - Computergestützt (auf statistischen Parametern basierend)- Üblicherweise durch Klassifikationsfehlermatrix (error matrix)     - = Konfusionsmatrix     - = Kontingenztabelle     - Vergleicht auf Klassenbasis das Verhältnis zwischen bekannten Daten ('Ground Truth')       und den korrespondierenden Ergebnissen der Klassifikation     - Quadratisch, Zeilen- & Spaltenanzahl gleich der Anzahl der Klassen- Definition von Referenzpixeln     - Gleichmäßge Verteilung über das Bild     - Wahrer 'Wert' aus Referenzdaten (Ground Truth)
  • Genauigkeitsanalyse einer Klassifikation Gesamtklassifiaktionsgenauigkeit = Anzahl korrekt klassifiziert Pixel/Anzahl aller PixelWahrscheinlichkeit der korrekten Zuordnung der Referenzdaten zu einer Klasse:Herstellergenauigkeit = Anzahl korrekt klassifizierter Referenzpixel/Anzahl aller Referenzpixel der KlasseWahrscheinlichkeit der realen Zugehörigkeit eines Pixels zu der zugeordneten Klasse:Nutzergenauigkeit = Anzahl korrekt klassifizierter Referenzpixel/Anzahl aller zugeordneter Klassenpixel
  • Time Series (Zeitreihen) - Fernerkundungszeitreihen     - kontinuierliche oder unterbrochene Datenreihe     - Wert ist abhängig von der Äquidistanz der Zeitpunkte     - aufweisen eines periodischen, zyklischen, schwankenden oder zufälligen zeitlichen       Verlaufs- Zeitreihenanalysen     - z.B. zum überwachen von Oberflächenbewegungen