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Agrar und Lebensmittelmärkte (Subject) / Auktionen (Lesson)

VL 7 Preisfindung durch Auktionen

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  • Englische Auktion Preis wird so lange angehoben, bis nur noch ein Bieter übrig ist zb. Ebay, Kunstauktionen
  • Holländische Auktion Absteigende Auktion, beginnend mit einem hohen Preis. Der Preis wird solange gesenkt bis ein Käufer zuschlägt. zB. Blumen in Holland
  • Versiegelte Erstpreisauktion Bieter geben unabhängig voneinander einmalig ihr Gebot ab Bieter mit höchstem Gebot erhält das Kaufobjekt Bieter zahlt den gebotenen Preis Bsp. Versteigerung von Schürf oder Förderrechten, Ausschreibung von öffentlichen Investitionen
  • Versiegelte Zweitpreisausktion Bieter geben unabhängig voneinader einmalig ihre Gebote ab derjenige mit dem höchsten Gebot erhält den Zuschlag Zahlt den 2. höchsten Preis Bsp. Versteigerung von Radiofrequenzen
  • Erläuterung der Ähnlichkeit zwischen der Englischen und der Zweitpreisauktion Ergebnisse der Englischen- und der Zweitpreisauktion ungefähr gleich In der Englischen Auktion steigt ein Bieter aus, wenn die Gebote seine Zahlungsbereitschaft übersteigen. Zur Maximierung seines eigenen Nutzens wird der letzte Bieter dasGebot des zweithöchsten Bieters nur um die kleinste zusätzlicheBietereinheit überschreiten Zweitpreisauktion = Englische Auktion + kleinste Bietereinheit
  • Erläuterung der Ähnlichkeit zwischen der Holländischen und der Erstpreisauktion Das Bieterverhalten bei der Erstpreisauktion (Holländischen Auktion) hängt ab von der Einschätzung des Bieterverhaltens der übrigen Auktionsteilnehmer Ein Gebot in Höhe der eigenen Zahlungsbereitschaft würde zu einem Nutzen von 0 führen Das Gebot des Bieters i wird unter seiner Zahlungsbereitschaft liegen Unter der Voraussetzung, dass Bieter i die höchste Zahlungsbereitschaft hat, wird sein Nutzen maximal, wenn er das Gebot des zweithöchsten Bieters um die kleinste Bietereinheit überschreite Da das Bieterverhalten der anderen Auktionsteilnehmer nicht bekannt ist, kann das eigenen Verhalten nur auf der Einschätzung der Verhaltens der übrigen Teilnehmer abgeleitet werde
  • Revenue Equivalence Theorem Zentrales Resultat der Auktionstheorie Besagt, dass der erwartet Erlös des Verkäufers über eine ganze Klasse von Auktionsformaten hinweg unter gewissen Standardbedingungen stets identisch ist.
  • Private-value auction Jeder Bieter hat eine persönliche, potenziell unterschiedliche Wertschätzung für das zu versteigernde GutBeispiel:Versteigerung von Kunstgegenstände, die nicht als Wertanlage dienen
  • Common-value auction Das zu versteigernde Gut hat für jeden Bieter denselben Wert, die Bieter haben aber möglicherweise unterschiedliche Wertschätzungen, weil der wahre Wert nicht bekannt ist Beispiel:Versteigerung von Ölförderrechte, wenn die Ölmengenicht bekannt istVersteigerung eines Glases voller Geld, wobei dieGeldmenge nur geschätzt werden kann
  • Vergleichen Sie die englische und die Zweitpreisauktion im Hinblick auf das Bietverhalten 1. nicht korrelierende Wertschätzung -> gleiches Ergebnis 2. korrelierende Wertschätzung -> unterschiedliches Ergebnis Bei der englischen Auktion kann das Bietverhalten durch das Gebot der übrigen Teilnehmer beeinflusst werden. Man kann hier beobachten und sein Gebot ggf. anpassen, das ist bei der Zweitpreisauktion nicht möglich.Bei der englischen kann man schneller auf Abweichungen, Fehlinterpretationen oder Absprachen reagieren.
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  • Welche Faktoren können bei der Zweitpreisauktion und der englischen Auktion zu unterschiedlichen Ergebnissen führen? Korrelierende Wertschätzung und Absprachen zwischen Bietern können zu Verzerrungen des Bieterverhaltens führen. Bei der englischen Auktion kann durch entsprechende Gebote auf Abweichungen reagiert werden, das ist bei der Zweitpreisauktion nicht möglich, da diese geschlossen läuft.
  • Welche besonderen Stärken hat die Auktion im Rahmen der Preisfindung? Die Preisbildung über Auktionen hat vor allem Vorteile, wenn Marktinformationen zur Preisfestsetzung gar nicht vorliegen oder von geringer Aussagekraft sind - Ein Wert des Objekts ist vom Käufer oder Veräufer aufgrund der Einmaligkeit nicht ermittelbar - bei kaum lagerfähigen Gütern mit starken Angebots- und Nachfrageschwankungen kann es zu großen Preisschwankungen kommen. Preise sind aus Daten der Vergangenheit kaum abzuleiten - Darüber hinaus können mit Uaktionen zusätzliche Vorteile realisiert werden  - räumliche oder virtuelle Konzentration von Angebot und Nachfrage, dadurch Verringerung von Transaktionskosten
  • Welche besonderen Stärken kommen der Auktion im Rahmen der Preisfindung zu? Die Preisbildung über Auktionen hat vor allem Vorteile, wenn Marktinformationen zur Preisfindung nicht vorliegen, oder von geringer Aussagekraft sind - Ein Wert des Objekts ist vom Käufer oder Verkäufer aufgrund der Einmaligkeit nicht ermittelbar   (ZB. Kunstobjekt) - Bei kaum lagerfähigen Gütern mit starken Angebots- und Nachfrageschwankungen kann es zu großen Preisschwankungen kommen. Preise sind aus Daten der Vergangenheit kaum abzuleiten - räumliche oder virtuelle Konzentration von Angebot und Nachfrage, dadurch Verringerung der Transaktionskosten
  • Revenue Equivalence Theorem Vorgehensweise zur Berechnung des eigenen Gebotes:•Der Bieter i nimmt an, dass er die höchste Zahlungsbereitschaft hat•Unter dieser Voraussetzung bestimmt er den erwarteten Wert für diehöchste Zahlungsbereitschaft aller übrigen Bieter•Er mache ein Gebot genau in der Höhe des erwarteten Wertes für dashöchste Zahlungsbereitschaft aller übrigen Bewerber (Damit ist implizitRisikoneutralität unterstellt)•Der Bieter mit der Höchsten Zahlungsbereitschaft erhält deshalb denZuschlag (steigende Zahlungsbereitschaft führt zu steigenden Geboten)•Das beschriebene Bieterverhalten führt zu einem Nash-Gleichgewicht(Wenn alle Bieter diese Strategie wählen, lohnt es sich für keinen Bieter,von dieser Strategie abzuweichen)•Der Bieter mit der höchsten Zahlungsbereitschaft erhält den Zuschlag•Ein anderer Bieter kann den Zuschlag nur erhalten, wenn er ein Gebotabgibt, dass oberhalb seiner Zahlungsbereitschaft liegt. Er hat alsokeinen Anreiz, von der Strategie abzuweichen•Der Erwartungswert für den Erlös einer Auktion entspricht unter diesenBedingungen dem Erwartungswert des Gewinners für das zweithöchsteGebot•Werden die Erwartungswerte zutreffend gebildet, so ergibt sich (imDurchschnitt) eine Erlösäquivalenz zwischen allen Auktionsformen
  • Warum kann bei einer common-value-auction der Fluch des Gewinners auftreten? Wert des Gutes ist nicht bekannt, jeder hat nur seinen Schätzwert für das zugrunde liegende Gut: S=v+e(i) v= tatsächlicher Werte(i)= Fehlterm für Über oder Unterschätzung Bei Erstpreisauktionen bietet jeder in der Höhe seines SchätzwertsGewinner hat optimistische Schätzung, muss merken, dass der wahre Wert unterhalb seiner Schätzung liegt, somit ein Verlust für ihn.Nutzen ist geringer als der Preis = Fluch des Gewinners
  • Warum ist die Offenbarung der tatsächlichen Zahlungsbereitschaft bei der Zweitpreisauktion die dominante Strategie? Gebot in Höhe der Zahlungsbereitschaft führ zu keinem Verlust, ist also die dominante Strategie man stellt sich in keinem Fall schlechter als bei Gebot oberhalb oder unterhalb