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Klinische Psychologie 1 (Subject) / Klausurfragen (Lesson)
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- Was ist eine Idealnorm? Gesellschaftlich definierte Verhaltensnorm Erstrebenswerter Zustand der Vollkommenheit (wird weder sozial noch subjektiv häufig erreicht) Beispiel: Schönheitsideale
- psychologische Faktoren, die das Risiko für eine psychische Störung erhöhen? · Geringe soziale Unterstützung · Negative Lernerfahrungen · Negative Informationsverarbeitung · Kritische Lebensereignisse
- psychopathologische Risikofaktoren für Suizid? · Hoffnungslosigkeit · Imperative Stimmen mit Aufforderung zum Suizid · Niedriges Selbstwertgefühl · Depressiver Wahn
- Unterschied zwischen initialer und gelernter Panikattacke? Initiale Panikattacke ausgelöst durch Biologische Anlagen und aktuelle Stressoren (kritische Lebensereignisse, alltägliche Unannehmlichkeiten) Gelernte Panikattacke entsteht durch die Assoziation von Bedrohlichkeit mit interozeptiven Reizen (wie z.B. Herzschlag) Wird ausgelöst durch Physiologische Faktoren (erhöhte Aktivierung in Folge von Antizipationsangst) und psychologische Faktoren (Aufmerksamkeitszuwendung auf bedrohliche Stimuli, Interpretation von Gefahr bei z.B. Herzklopfen)
- Zwei Schritte nach Wahrnehmung körperlicher Veränderung bis hin zur Panikattacke? · Assoziation mit Gefahr · Angst / Panik
- Worin unterscheidet sich die Wirkung von Kokain und Amphetamin? · Kokain hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin · Amphetamin erhöht die Ausschüttung von Dopamin UND hemmt die Wiederaufnahme · Daher bei Amphetaminen schnellere hohe Dopaminausschüttung, schlagen stärker ein
- Was ist die Ursache für den 2. Gipfel bei Schizophrenie bei Frauen? · Mit 45 nochmal Anstieg der Neuerkrankung an Schizophrenie · Ursache: Östrogen als Schutzfaktor, wird im Körper durch Menopause weniger
- Was bedeutet Inzidenz? · Häufigkeit des Neuauftretens einer Krankheit in einem bestimmten Zeitintervall · Ob Krankheit am Ende des Intervalls noch besteht ist dabei irrelevant
- Was besagt die Verstärker-Verlust-Theorie der Depression? Geringe Rate verhaltenskontingenter positiver Verstärker löst depressives Verhalten aus und hält die Depression aufrecht Gesamtmenge positiver Verstärker abhängig von:o Anzahl und Qualität der Verstärkero Erreichbarkeit der Verstärkero Ausprägung des instrumentellen Verhaltensrepertoire Aufrechterhaltung von depressiven Verhalten, durch kurzfrisitge Anteilnahme und Sympathie der sozialen Umwelt bei Erkrankung
- Modelle des Erlernens spezifischer Phobien? · Klassische Konditionierung · Lernen am Modell · Informationsvermittlung · Nicht Bewältigung frühkindlicher Furchtdispositionen
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- Was ist bizarrer Wahn? Überzeugt sein von Dingen, von der die Mehrheit der anderen Menschen nicht überzeugt ist, z.B. im Kontakt mit Außerirdischen zustehen
- Wie wirkt sich die Anzahl depressiver Episoden auf das Rückfallrisiko aus? · Es steigt an · 1 Episode = 50% · 2 Episoden = 80% · 3 Episoden = 90%
- Was ist Kreuztoleranz? Toleranz gegenüber einer Droge, die durch die Toleranz gegenüber einer anderen Droge der selben Substanzklasse entsteht Beispiel: Alkohol und Benzodiazepine
- Erläutere die Puffer-Hypothese Soziale Unterstützung puffert, also vermindert, den Einfluss von Stressoren auf die Gesundheit Wirkt also wie ein Moderator
- DSM Störungen, die bei Frauen häufiger sind als bei Männern? · Major Depression · Panikstörung · Spezifische Phobie · Soziale Phobie
- Überschattung bei Chemotherapie: Was ist der CS, was der UCS? Der UCS ist die Chemotherapie (mit UCR Übelkeit und Erbrechen) CS zuvor Krankenhaus, nach Überschattung soll das Getränk CS werden
- Studien zur Verbindung von Lernen und Angststörungen Lernen am Modell: Furcht der Mutter erzeugt in Kleinkindern Furcht vor vorher angstfreien Gegenständen Direkte Konditionierung: Etwa 26% entwickeln eine Hundephobie nach Hundeattacke Informationsvermittlung: 23% der Tierphobiker führen Informationen über Gefährlichkeit der Tiere als Ursache ihrer Phobie an
- Somatischer Faktor der Panikstörung? Unspez. Dysfunktion im vestibulären System Funktionelle Gastrointestinale Störung Hypersensibler CO2 Monitor (Hyperventilation)
- Was ist Perparedness? Neutrale Stimuli haben nicht alle das gleiche Potenzial zu konditionierten Stimuli zu werden Es gibt eine artspezifische, evolutionär bedingte Bereitschaft zur Kombination spezifischer Stimuli mit US Es gibt also eine genetische Prädisposition auf bestimmte Reize eher mit Angst zu reagieren als auf andere
- formale Denkstörungen bei der Schizophrenie Gedankenabreißen Umständlichkeit Perseveration Gedankendrängen Ideenflüchtigkeit Neologismen Zerfahren Vorbeireden
- Modell der Furchtverarbeitung von Le Doux Furchtreaktion geht immer über Thalamus und Amygdala, dabei gibt es aber zwei Wege 1. Von Thalamus direkt zur Amygdala ohne den Weg über den auditorischen Cortex--> Keine bewusste Verarbeitung für Furchtreaktion notwendig--> bei einfachen Stimuli möglich 2. Von Thalamus über auditorischen Cortex zur Amygdala--> Bewusste Verarbeitung, vor allem bei komplexen Stimuli Furchtreaktion kann also auch ohne bewusste Verarbeitung ausgelöst werden
- Welche Auswirkung hat die erhöhte Toleranz bei Söhnen alkoholkranker Väter? · Erhöhte Toleranz führt dazu, dass mehr Alkohol für die gleiche Wirkung konsumiert wird · Dies ist ein Risikofaktor für Alkoholabhängigkeit
- Frank trinkt jeden Tag 6 Bier. Was muss man noch wissen, um eine Abhängigkeit diagnostizieren zu können? · Beeinträchtigung / Leiden? · Toleranzentwicklung? · Nicht Erfüllung sozialer Rollen? · Entzugssymptome? · Erfolgloser Versuch den Gebrauch zu verringern? · Kenntnis vorliegender negativer psychischer und physischer Auswirkungen? · Zeitbedarf für Substanzbeschaffung?
- Was ist klinische Psychologie? Teildisziplin der Psychologie Beschäftigt sich mit psychischen Störungen und psychischen Aspekten somatischer Störungen
- epidemiologische Risikofaktoren für eine Depression? · Unterschicht / geringer sozioökonomischer Status · Weibliches Geschlecht · Geschiedene, getrenntlebende oder verwitwete Personen · Kritische Lebensereignisse: Arbeitsplatzverlust, Verlustereignis (Tod, Trennung...) · Städtische Region
- Haben Cannabisabhängige Entzugserscheinungen? · Ja! Unruhe, Schlaflosigkeit, Ängstlichkeit, vermehrte Reizbarkeit, Inappetenz, Muskelzittern... · Zeigen sich schon nach einem Konsum von 180mg THC über 11-21 Tagen
- Drei Arten von Toleranz? Akute ToleranzToleranzentwicklung während der Wirkungszeit einer einzelnen Einnahme (Alkohol gleicher Blutspiegellevel bei Anfangsphase, wie bei Beendigung-Phase, aber weniger körperliche Auswirkung) Chronische ToleranzBei vermehrten Konsum Toleranzentwicklung, gleiche Menge führt zu weniger Wirkung (Durch vermehrte Leberenzyme, Rezeptor down-Regulierung, Konditionierungsprozesse) KreuztoleranzToleranz bei einer Droge führt zu Toleranz bei anderer Droge wenn beide sedierend bzw. aktivierend sind (Beispiel Benzodiazepine und Alkohol)
- Beispiele für Sicherheitsverhalten bei Sozialphobien Übermäßige Vorbereitung auf angstauslösende Situation Versuch der Reduktion der Angst z.B. durch Alkohol Versuch die befürchteten Symptome zu verstecken (z.B. extrem viel Make-Up um Röte zu Verstecken) Versuch negativer Bewertung vorzubeugen (Andere Erklärung für Schwitzen geben, Hitze Schuld) Versuch, das eigene Verhalten oder die eigene Wirkung auf andere zu kontrollieren (z.B. durch erhöhte Selbstaufmerksamkeit)
- Wie wirkt Kokain? Kokain Wirkt indem die Wiederaufnahme von Dopamin aus dem Synaptischen Spalt gehemmt wird Dadurch erhöhte Konzentration im syn. Spalt und daraus folgende positive affektive Symptome
- Kennzeichen einer Panikstörung Wiederholtes Auftreten von Panikattacken Bei mind. Einer der Attacken folgte mind. Ein Monat mit mindestens einem der nachfolgend genannten Symptomea) anhaltende Besorgnis über das Auftreten weiterer Panikanfälleb) Sorge über die Bedeutung der Anfälle oder ihre Konsequenzen Deutliche Verhaltensänderung in Folge der Attacke Nicht ausgelöst durch med. Krankheitsfaktor oder andere psychische Störung Geht nicht auf Substanzkonsum zurück
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- wichtige Faktoren für das initiale Auftreten einer Panikstörung Meist Kombination von: Psychophysiologischer Belastung (Niedriger Blutdruck, Allergie, Schlafmangel, Schwangerschaft, Kaffeeentzug, stressreiche Lebensführung) Psychosozialen Belastungen (Lebensereignisse, familiäre Belastung, heftige Emotionen, Zukunftsängste)
- kognitive Fehler nach Beck Voreilige SchlüsseKatastrophisierenRealitätsverzerrungÜbergeneralisierungÜber- und UntertreibungAlles- oder- nichts- DenkenImperativePersonalisierungGeistiger FilterTunnelblick