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Siedlungsabfallwirtschaft (Subject) / 1 (Lesson)
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- Nennen Sie jeweils ein Gesetz auf europäischer und auf deutscher Ebene, das die Abfallwirtschaft in Deutschland maßgeblich beeinflusst. EU: Abfallrahmenrichtlinie BRD: Kreislaufwirtschaftsgesetz
- Welche Gesetze haben die Entwicklung der Abfallwirtschaft in Deutschland maßgeblich beeinflusst? Wann wurden diese Gesetze verabschiedet? Abfallbeseitigungsgesetz (1972) Abfallgesetz (1986) Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetz(1994) Kreislaufwirtschaftsgesetz (2012)
- Nennen Sie 4 Rechtsverordnungen, die der Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes dienen. Abfallverzeichnisverordnung Deponieverordnung Bioabfallverordnung Verpackungsverordnung
- Nennen Sie 3 Grundpflichten der Akteure in der Abfallwirtschaft. (1) Abfallvermeidung. (2) Verwertung vor der Beseitigung. Der Vorrang entfällt, wenn eine Beseitigung der Abfälle den Schutz von Mensch und Umwelt am besten gewährleistet. Der Vorrang gilt nicht für Abfälle, die in der Forschung und Entwicklung anfallen. (3) Verwertung: ordnungsgemäß, schadlos Die Pflicht zur Verwertung von Abfällen ist zu erfüllen, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist.
- Bei der Produktion von Verpackungen fallen neben dem Produkt auch Reststoffe an. Unter welchen Voraussetzungen werden diese Reststoffe als Nebenprodukt und nicht als Abfall angesehen? Ein Stoff ist als Nebenprodukt zu bezeichnen, wenn sichergestellt ist, • weiter verwendet wird und die weitere Verwendung rechtmäßig ist • Keine Vorbehandlung notwendig • Bestandteil eines Herstellungsprozesses
- Wann endet die Abfalleigenschaft eines Stoffes? • Verwendung • Nachfrage • technischen Anforderungen und ordnungsgemäß • schadlos
- Nennen Sie 5 wesentliche Prinzipien der europäischen und deutschen Abfallpolitik. Vorbeugeprinzip: Die Produktion von Abfall muss auf ein Mindestmaß reduziert und so weit wie möglich ganz vermieden werden. Erzeuger- und Verursacherprinzip: Wer Abfall erzeugt oder die Umwelt verschmutzt, soll die vollen Kosten für die Entsorgung und Beseitigung des Abfalls tragen. Vorsorgeprinzip: Mögliche Probleme sollen frühzeitig erkannt werden. Durch frühzeitiges und vorausschauendes Handeln sollen mögliche Umweltbelastungen und -gefahren von vornherein ausgeschlossen oder minimiert werden. Dazu zählt aber nicht nur die Vorbeugung möglicher Risiken, sondern auch ein schonender Umgang mit den Rohstoffen der Natur. Näheprinzip: Abfall soll in einer der am nächsten gelegenen, geeigneten Entsorgungsanlage beseitigt werden. Prinzip der Entsorgungsautarkie: Es ist ein inländisches Netz von Beseitigungsanlagen zu errichten und
- Nach der Hierarchie des Kreislaufwirtschaftsgesetzes hat die stoffliche Verwertung Vorrang vor einer energetischen Verwertung. Wann ist eine energetische Verwertung als gleichrangig zu betrachten? Nach einer Übergangsvorschrift des KrWG sind alle Verwertungsmaßnahmen als gleichrangig zu betrachten wenn der Heizwert der Abfälle HU > 11.000 kJ/kg ist.
- Wie ist der Begriff „Abfallvermeidung“ im Kreislaufwirtschaftsgesetz definiert? Jede Maßnahme, die ergriffen wird, bevor ein Stoff, Material oder Erzeugnis zu Abfall geworden ist, und dazu dient:a) die Abfallmenge verringern b) die schädlichen Auswirkungen verringern c) den Gehalt an schädlichen Stoffen verringern.
- Wie ist die Verwertung von Abfällen nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz unterteilt. Erläutern Sie die Unterschiede zwischen den Verwertungsarten. Vorbereitung zur Wiederverwendung: Verwertung ohne wesentliche Vorbehandlung im Rahmen der ursprünglichen Zweckbestimmung (Reinigung, Reparatur, . . .) stoffliche Verwertung (Recycling): Aufbereitung für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke (keine Aufbereitung zu Brennstoffen und keine energetische Verwertung) Sonstige Verwertung: a) Energetische Verwertung: z. B. Aufbereitung zu Sekundärbrennstoffen undenergetische Verwertungb) Sonstige stoffliche Verwertung: Verfüllung (Aufbereitung und Einsatz z. B. im Bergeversatz)
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- Nennen Sie vier Kriterien, die bei der Beurteilung der Auswirkungen von Abfällen auf Mensch und Umwelt berücksichtigt werden müssen. Der gesamte Lebenszyklus des Abfalls ist zugrunde zu legen. Dabei sind insbesondere zu berücksichtigen. • Emissionen • Schonung der natürlichen Ressourcen, • Energiebilanz • die Anreicherung von Schadstoffen in Erzeugnissen, in Abfällen zur Verwertungoder daraus gewonnenen Erzeugnissen.(Schadstoffbilanz) Darüber hinaus sind folgende Kriterien zu beachten: • die technische Machbarkeit, • die wirtschaftliche Zumutbarkeit und die sozialen Folgen der Maßnahmen.
- Wie ist der Begriff Verwertung nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz definiert? Jedes Verfahren mit sinnvollen Zwecken: ● Substitution● Wiederherstellung der Funktionen