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Klinische Psychologie 1 (Subject) / Sucht (Lesson)
- Was versteht man unter schädlichem Gebrauch? ≠ Missbrauch Konsum psychotroper Substanzen, der zu Gesundheitsschädigung führt Schädigung kann als körp. o. psych. Störung auftreten Gebrauchsmuster besteht seit mind. 1 Monat o. trat wdh. in letzten 12 Monaten auf
- Was versteht man unter Substanzmissbrauch? mind. 1 der folgenden Kriterien innerhalb desselben 12-Monats-Zeitraums: wdh. Versagen bei Erfüllung wichtiger Verpflichtungen auf Arbeit, in Schule o. zu Hause wdh. körp. Gefährdung wdh. Probleme mit Gesetz fortgesetzter Gebrauch trotz ständiger o. wdh. soz. o. zwischenmenschl. Probleme
- Was versteht man unter Abhängigkeit? mind. 3 Kriterien über 12 Monate: 2 körp. Kriterien: Toleranz + Entzugssymptome 5 psych. Kriterien: unbezwingbares Verlangen (Craving) + Kontrollverlust- verminderte Kontrollfähigkeit bzgl. des Beginns, der Beendigung + der Menge des Konsums- erfolglose Versuche zur Abstinenz/Kontrolle der Substanz- hoher Zeitbedarf für Substanzbeschaffung, Konsum + Erholung von Konsumfolgen- Aufgabe/Einschränkung sozialer, beruflicher o. Freizeitaktivitäten- anhaltender Konsum trotz eindeutiger körperlicher + psychischer Folgen
- Epidemiologie von Substanzstörungen Häufigkeiten: Nikotin > Alkoholabhängigkeit > Alkoholmissbrauch > Medimissbrauch > Mediabhängigkeit > Cannabis > Heroin Cannabissucht als häufigste Substanzstörung bei illegalen Drogen (1,1%) Cannabiskonsum steigt Alkohol- u. Tabakkonsum rückläufig
- Risikofaktoren für Sucht Konsum einer Droge verstärkt Konsum anderer Drogen situative Faktoren: Isolation freiwillige Einnahme erhöht Suchtverlangen 1. Disposition 2. Missbrauchsverhalten in Familie 3. Erziehungsstile 4. frühe psych. Störungen (Komorbidität) 5. frühes deviantes + delinquentes Verhalten 6. Einfluss der Peer-Group 7. Verfügbarkeit (nur teilw. wirksam) 8. Substanz- u. Einnahmecharakteristika
- Schutzfaktoren vor Sucht internale Kontrollüberzeugung Selbstwirksamkeitserwartung Risikowahrnehmung Stressbewältigung/ Widerstandsfähigkeit Optimismus Kommunikationsfertigkeiten Verhaltenskompetenzen im Umgang mit psychoaktiven Substanzen soziale Unterstützung
- 5 Phasen der Veränderungsbereitschaft bei Sucht Phase 1: geringes Problembewusstsein Phase 2: Nachdenken mit Selbstbeobachtung + Abwägen der Vor- u. Nachteile des Konsums Phase 3: aktive Handlungsphase → ermöglicht Behandlungsbeginn Phase 4: Bereitschaft durchgeführte Veränderungen beizubehalten Phase 5: Rückfallphase
- Toleranz-Definitionen akute Toleranz: entsteht während Wirkungszeit einzelner Drogeneinnahme chronische Toleranz: Wirkung wird über wdh. Einnahmen hin vermindert- metabolisch: Leberenzyme- zellulär: Rezeptor-Down-Regulation- gelernt: klass. o. operante Konditionierung → kontextabhängig Kreuztoleranz: Toleranz gegenüber 1 Droge bedingt Toleranz gegenüber anderer Droge aus derselben Klasse
- Bedeutung von Toleranz verstärkt Abhängigkeit o. hält aufrecht erhöht Risiko für organische Folgeerkrankungen Kreuztoleranz gegenüber anderen sedierenden Substanzen fördert deren Abhängigkeitsrisiko genetische Determinanten vorhanden frühe (initiale) Toleranz erhöht Risiko für spätere Abhängigkeit
- Sensitisierung auch Sensitivierung o. Sensibilisierung verstärkte Rezeptorbildung o. -veränderungen in best. Teilen des ZNS→ Zunahme der Reaktion auf 1 Droge mit wdh. Applikation relevant zu Beginn der Entwicklung einer Abhängigkeit Tierversuch: Mobilitätserhöhung bei wdh. Gabe von z.B. Amphetaminen Cannabis: gewünschte Effekte setzen erst nach wdh. Konsum ein evtl. Teil des Suchtgedächtnisses→ aber im Tiermodell keine Unterschiede zw. Süchtigen vs. Nicht-Süchtigen
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