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Klinische Psychologie 1 (Subject) / affektive Störungen (Lesson)

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  • Klassifikation affektiver Störungen affektiven Episoden:- depressive Episode (mind. 2 Wochen, mind. 5 Symptome)- manische Episode (mind. 1 Woche, mind. 3-4 Symptome)- hypomane Episode (mind. 4 Tage, mind. 3-4 Symptome)- gemischte Episode (mind. 1 Woche, rascher Wechsel) affektiven Störungen:- depressive Störungen (Major Depression, dysthyme Störung)- bipolare Störungen (Bipolar I+II, zyklothyme Störung)- ätiologie-orientierte Störungen (aufgrund medizinischen Krankheitsfaktors o. substanzinduziert) Aktuelle Symptome --> Aktuelle Episode --> Störung
  • Epidemiologie affektiver Störungen unipolare Depression:65 %Frauen : Männer = 2 : 1 bipolare Störungen:30 %Frauen : Männer = 1 : 1 rein manisch: 5 %
  • Diagnosekriterien der Major Depression über mind. 2 Wochen:- depressive Verstimmung oder- Verlust an Interesse + Freude mind. 4 Kriterien über mind. 2 Wochen:- deutlicher Gewichtsverlust o. –zunahme bzw. verminderter o. erhöhter Appetit- Schlaflosigkeit o. vermehrter Schlaf- Müdigkeit o. Energieverlust- psychomotorische Unruhe o. Verlangsamung- verminderte Fähigkeit zu denken o. sich zu konzentrieren, verringerte Entscheidungsfähigkeit- Gefühle von Wertlosigkeit o. Schuld- wiederkehrende Gedanken an Tod o. Suizidvorstellungen, genaue Suizidplanung, Suizidversuch
  • Rückfallquoten depressiver Episoden Wahrscheinlichkeit rez. Episoden: nach 1 Episode: 50% nach 2 Episoden: 80 % nach 3 Episoden: 90 %
  • Verlauf depressiver Episoden Erstmanifestation meist im Erwachsenenalter mit stetigem Anstieg bis zum Rentenalter 15% nur 1 Episode 50-75% mehrere Episoden: im Durchschnitt 4 bei unipolaren + 6 bei bipolaren Störungen 10-15% chronischer Verlauf (> 2 Jahre) Suizid:- im Durchschnitt bei 4 %- bei schwerer Depression 8-13 %
  • Kennzeichen bipolare Störungen Symptome = Überzeichnungen normaler Stimmungszustände depressive Zustände am häufigsten in fast der Hälfte der Lebenszeit treten Symptome auf:- 53 % asymptomatisch- 32 % depressive Episoden- 9 % manische/hypomanische Episoden- 6 % gemischte Episoden nur 30 % der Erkrankten sind in Behandlung:- korrekt diagnostiziert: 20 %- als unipolar depressive fehldiagnostiziert: 31 %- nicht diagnostiziert: 49 % Suizid bei 4-5 unbehandelten Erkrankten eine der am stärksten durch genetische Faktoren mitbestimmte psych. Störung (Erblichkeitsfaktor = 70%)
  • Diagnosekriterien einer manischen Episode abgegrenzte Periode (mind. 1 Woche) v. abnorm + anhaltend gehobener, expansiver o. reizbarer Stimmung + anhaltender zielgerichteter Aktivität mind. 3-4 Symptome in deutlichem Ausmaß:- übersteigertes Selbstwertgefühl o. Größenideen- vermindertes Schlafbedürfnis- vermehrte Gesprächigkeit o. Rededrang- Ideenflucht o. subjektives Gefühl von Gedankenrasen- erhöhte Ablenkbarkeit- Zunahme zielgerichteter Aktivität o. psychomotorische Unruhe (nicht zielgerichtet)- übermäßige Aktivitäten mit wahrscheinlich negativen Konsequenzen deutliche soz. o. berufl. Beeinträchtigungen drohen o. Hospitalisierung zur Abwendung v. Selbst-/Fremdgefährdung erforderlich o. psychotische Symptome vorhanden
  • Diagnosekriterien einer hypomanen Episode abgegrenzte Periode (mind. 4 Tage) v. abnorm + anhaltend gehobener, expansiver o. reizbarer Stimmung + abnorm, anhaltender gesteigerter Aktivität o. Energie mind. 3-4 Symptome in deutlichem Ausmaß:- übersteigertes Selbstwertgefühl o. Größenideen- vermindertes Schlafbedürfnis- vermehrte Gesprächigkeit o. Rededrang- Ideenflucht o. subjektives Gefühl von Gedankenrasen- erhöhte Ablenkbarkeit- Zunahme zielgerichteter Aktivität o. psychomotorische Unruhe (nicht zielgerichtet)- übermäßige Aktivitäten mit wahrscheinlich negativen Konsequenzen eindeutige, untypische Veränderung im Funktionsniveau Veränderungen sind für andere beobachtbar nicht schwer genug, für deutliche soz. o. berufl. Beeinträchtigungen o. Hospitalisierung
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