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neuotischeEmotion (Subject) / strss_2 (Lesson)
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- Stress und Gedächtnis – erste Hinweise. erste Studie beim Menschen erste Evidenz beim Menschen aus einer Studie von Kirschbaum et al., 1996 TSST nach 10 Minuten: Gedächtnistest Lernphase: Liste mit 24 Wörtern Testphase: Aufschreiben aller Wörter der Liste, die mit „Mo“ starten (10 maximal) negative Korrelation zwischen Anstieg des Kortisollevels und Gedächtnisleistung nur korrelative Evidenz
- Stress und Gedächtnis – Studien mit Tieren erste Hinweise. Studien mit Tieren (Ratten und Mäuse) zeigten positive oder negative Effekte von Stress auf Gedächtnisleistungen
- Stress und Gedächtnis – erste Hinweise. zweite Studien mit Menschen Kirschbaum et al., 1996: zweite Studie kausale Rolle von Stress (Kortisollevel) für veränderte Gedächtnisleistung? welche Art von Gedächtnis ist betroffen? VPN erhalten entweder 10 mg Hydrokortison oder Placebo nach 60 Minuten: Gedächtnistest „incidental learning“: „Rating“ von 26 Wörtern Erfassung von implizitem (non-deklarativem) und explizitem (deklarativem) Gedächtnis mit verschiedenen Wortstammergänzungsaufgaben --> Kortisol beeinträchtigt selektiv deklarative Gedächtnisleistungen--> welche Gedächtnisprozesse sind genau betroffen?
- Gedächtnisprozesse erfolgreiches Gedächtnis erfordert erfolgreicheEnkodierung -----> Konsolidierung ------>> Abruf ersten zwei Bei den vorgestellten Studien fanden alle Phasen/Prozesse nach dem Stressor statt und der Abruf folgte kurz nach der Lernphase/der Enkodierung Bei längeren Intervallen zwischen Enkodierung und Abruf können Stress-Effekte auf die einzelnen Prozesse dissoziiert werden
- Kortisol und Gedächtnisabruf Studien mit Ratten De Quervain et al., 1998: Studien mit Ratten zeigten, dass Stress vor dem Gedächtnistest in einer „Water Maze“ die Leistung beeinträchtigt Effekt wird von Corticosteron verursacht (wichtigstes Glukocorticoid bei Nagern) Durch einen Einfluss auf Glukocorticoid-Rezeptoren im Hippocampus Effekt nur bei intakter basolateraler Amygdala
- Kortisol und Gedächtnisabruf Studien beim Menschen Studie beim Menschen (De Quervain et al., 2000): Probanden lernten Wortliste nach 24 Stunden Test: freier Abruf und Wiedererkennen Gabe von Hydrokortison oder Placebo zu verschiedenen Zeitpunkten vor der Encodierung nach der Encodierung (vor konsolodierung) vor dem Abruf Hydrokortison/Kortisol hat einen negativen Effekt auf Gedächtnisabruf Wolf et al., 2001: Hydrokortison-Effekte auf Gedächtnis-Abruf bei jüngeren undälteren VPn VPn lernten den Inhalt eines Einkaufszettels Verabreichung von Hydrokortison Test bereits 75 Minuten nach Enkodierung ähnliche Effekte wie in der Studie von de Quervain et al. (2000) vergleichbare Effekte bei Jung und alt-->>> Einfluss des Zustands/der Situation?
- Kortisolniveau als Situationsmerkmal Gedächtnisleistung ist besser, wenn Lernen (Enkodierung) und Abruf im gleichen Kontext erfolgen (z.B. Experiment zum Lernen an Land oder unter Wasser mit entsprechenden Abrufbedingungen) Wenn Inhalte in Situationen ohne erhöhtes Kortisolniveau gelernt werden und in einer Situation mit erhöhtem Kortisolniveau wiedergegeben werden sollen, stimmen Lern- und Abrufkontext nicht überein Der Effekt von Kortisol\Stress auf Gedächtnisabruf könnte (z.T.) auf diesen Unterschied zurückzuführen sein
- Kortisolniveau als Situationsmerkmal In welcher Weise hängt die Leistung beim Abruf vom Kortisol-Niveau ab? Coluccia et al., 2008 Untersuchung von Patienten mit rheumatoider Arthritis → → Therapie mit Prednison → erhöhtes Glukokortikoid\Kortisol-Level (Steriod-Gruppe) Kontrollgruppe von Patienten ohne reguläre Einnahme des Medikaments (Non-Steroid-Gruppe) TAG_1: Enkodierung : Prednisone 1h vor dem Lernen der Wörter TAG_2: Abruf : Prednisone oder Placebo 1h vor dem Abruf Zwei Möglichkeiten der Wirkung: Kortisol beeinträchtigt Abruf → geringere Leistung für Prednison als für Placebo-Bedingung Zustand\Kontext determiniert die Leistung → höhere Leistung für Prednison als für Placebo-Bedingung Leistung beim Abruf: mittlere Anzahl erinnerter Wörter signifikante Verschlechterung der Leistung bei erhöhtem Kortisol-Niveau beim Abruf kein fördernder Effekt des Lernkontexts kein Effekt der Erkrankung
- Weitere Einflussfaktoren bzgl. Kortisol und Gedächtnis Effekte von akutem Stress auf Gedächtnisleistungen insgesamt uneinheitlich manche Studien berichten negative Stress-Effekte, andere berichten positive Rozendaal (2002) postulierte, einen positiven Stress-Effekt auf die Konsolidierung von Gedächtnisinhalten und einen negativen Effekt auf Abruf zudem wurde postuliert, dass der Zusammenhang zwischen Gedächtnis und Kortisolniveau einer umgekehrten U-Funktion folgt dies würde bedeuten, dass der Effekt der Gabe von Cortisol auch durch die Tageszeit bestimmt wird Vormittag (hohes Niveau) → neg. Effekt Nachmittag (niedriges Niveau) → pos. Effek
- Weitere Einflussfaktoren bzgl. Kortisol und Gedächtnis Het et al. (2005) Metaanalyse der bis dahin verfügbaren Studien Bestätigung, dass Kortisol den Abruf, aber nicht die Enkodierung beeinflusst (mittelgroße Effektstärke) Kortisol am Morgen eher zu einer Beeinträchtigung und Kortisol am Nachmittag zu einer Verbesserung der Leistung führt Weitere Studien zeigten, dass auch psychosozialer Stress, verbunden mit einem Kortisolanstieg, den Gedächtnisabruf beeinträchtigt (Kuhlmann et al., 2005b)
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- Stress, Kortisol, Abruf – der Einfluss von Valenz und Arousal bzgl. des Testmaterials Welchen Einfluss hat die Valenz des getesteten Materials? viele Studien zeigen, dass emotionale Gedächtnisinhalte anders verarbeitet werden als nicht-emotionale Kuhlmann et al., 2005a Einfluss von Stress auf Abruf einer Wortliste neutrale oder negative Wörter Abruf-Defizit unter Cortisol vor allem für Wörter negativer Valenz -->>> Spielt die Valenz oder allgemein Emotionalität oder Arousal die entscheidendeRolle? Kuhlmann et al., 2005b Einfluss von Stress auf Abruf neutraler, negativer und positiver Wörte Abruf-Defizit für alle emotionalen Wörter Valenz der Wörter spielt keine Rolle entscheidend ist der emotionale „Arousal“
- Stress, Kortisol, Abruf – Arousal in der Testsituation Die Testsituation selbst ist ebenfalls emotional aufregend Kuhlmann und Wolf, 2006a Lernen einer Wortliste Gabe von Kortisol oder Placebo vor Abruf systematische Variation der Testsituation Standardprozedur: „technischer“ Ablauf, Kommunikation zwischen Versuchsleiter/in (VL) und VPn auf das Nötigste beschränkt, Abruf in separatem Testraum „entspannte“ Prozedur: eher freundlicher Ablauf, VPn wartet in VL-Raum, Testung findet in VL-Raum statt Keine Effekte von Kortisol in der „Entspannungsbedingung“ ein Mindestmaß an „Arousal“ ist notwendig, damit sich Kortisoleffekte einstellen
- Stress, Kortisol, Abruf – was passiert im Gehirn? Oei et al., 2007: fMRT-Studie Lernen einer Liste von 80 Wörtern außerhalb des Scanners Wiedererkennungs-Aufgabe im Scanner (80 alte und 120 neue Wörter) vor Wiedergabe: Zuordnung zu einer von zwei Bedingungen (doppelblind) Hydrokortison Placebo stärkere Aktivierung für Placebo als Kortison gyrus frontalis superior Putamen Precuneus bilateraler Hippocampus
- Stress, Kortisol, Abruf – Zusammenfassung Stress und/oder ein erhöhtes Kortisol-Niveau beeinträchtigen Gedächtnisabruf besonders stark für aufregende („arousing“) Reize Ein gewisses Erregungsniveau bei der Testsituation ist notwendig, damit sich der Effekt zeigt Neuronale Grundlage des Effekts ist ein Einfluss auf Informationsverarbeitung im Hippocampus (ggf. auch präfrontaler Kortex) Stress als adaptive Verhaltensreaktion → warum ist Abruf beeinträchtigt? keine Störung der Analyse der aktuellen Situation durch (emotionale) Erinnerungen gestörter Abruf könnte die Enkodierung\Konsolidierung der aktuellen Stress-Situation erleichtern-->>> Stress-Effekte auf Enkodierung\Konsolidierung?!