18

Wahrnehmung und Kognition (Subject) / Grundlagen (Lesson)

Grundlagen der Kognitionspsychologie; erste Psychologen

This lesson was created by nwiertel.

Learn lesson

Advertisement
  • Themen der Kognitionspsychologie Wahrnehmung  Aufmerksamkeit  Gedächtnis Denken Handeln Vorstellung  Sprache Motorik 
  • Reaktionszeit (RT) Zeitintervall zwischen Reizbeginn und Antwortbeginn 
  • Einfachreaktion (A-Reaktion) "Drücke Taste, sobald der Reiz erscheint"
  • Wahlreaktion (B-Reaktion) Drücke "X" für einen Reiz und links und "Y" für einen Reiz rechts
  • Mentale Chronometrie mittels Reaktionszeit kann der Zeitbedarf kognitiver Prozesse gemessen werden  A-Reaktion: Reiz nur wahrnehmen (200ms) B-Reaktion: Wahrnehmen und eine Entscheidung treffen (300ms) Differenz zwischen B und A entspricht der Zeit, die es braucht, eine Entscheidung zu treffen = circa. 100ms
  • H. von Helmholtz Kognitionen werden durch nicht-bewusste Prozesse hervorgerufen  "unbewusster Schluss" = prä-rationaler Mechanismus der visuellen Eindrucksbildung und folgt eigenen Gesetzen  beleuchtet Selbstverständnis der Kognitionspsychologie 
  • H. Ebbinghaus; Wie operationalisiert er "Gedächtnis"? Kontrolle der SVn Manipulation (Anzahl der Wiederholungen, Zeit, Lernen & Wiedergabe) Objektives Kriterium: vollständige Wiedergabe!  Messung des Aufwands als Anzahl der Wiederholungen bis Kriterium  Operationalisierung der Gedächtnisleistung als prozentuale Ersparnis  Formel: Aufwand Neuerlernen - Aufwand Wiedererlernen dividiert durch Aufwand Neuerlernen multipliziert mit 100 
  • W. Wundt Inhalte des Bewusstseins, weniger Prozesse, die zu den Inhalten führen 
  • Behaviorismus Ablehnung der Untersuchung nicht direkt beobachtbarer Sachverhalte wie Kognition & Wahrnehmung  Alles war lerntheoretisch zu erklären (Konditionierung)  Verhalten an sich (ohne Introspektion oder Einfühlung)  Objektive Daten!  Nur die Beschreibung der Zusammenhänge zwischen Reizen und Reaktionen ist wissenschaftlich haltbar 
  • Welche Merkmale von Sprache lassen sich schlecht behavioristisch erklären? Sprache zeigt Generativität! Kinder sagen Sätze, die sie zuvor nicht gehört haben. Kompetenz & Performanz Sprache hat eine Oberflächen- und Tiefenstruktur
  • Advertisement
  • Inwiefern zeigten Breland&Breland die Grenzen des Behaviorismus auf? Instinkte setzen dem Lernen Grenzen
  • Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Beginn der Computerwissenschaft und der kognitiven Psychologie? Computer: sequenzieller Ablauf (Ein Schritt nach dem anderen) Input -> Input processor -> memory unit -> arithmetic unit -> Output (Computer) Input -> Filter -> Detector -> to memory (Mensch) Behaviorismus entmachtet, neue Regeln über Inhalte und Methoden der Forschung
  • Niedergang der Behaviorismus: Edward Tolman nahm an, das Lernen immer stattfindet (latentes Lernen) und dass Tiere in einem Labyrinth aus kognitiven Karten lernen Beispiel: Ratte im Labyrinth ohne Belohnung (Exploration der Umgebung findet trotzdem statt)
  • Verhaltensansatz in der KP Analyse der Leistung, insbesondere Richtigkeit und Schnelligkeit der Antwort (Bsp.: RT)
  • Physiologischer Ansatz in der KP entweder Reaktion des Gehirns auf einen Reiz gemessen, oder der Zusammenhang zwischen Gehirnaktivität und der Leistung im Verhalten (korrelativ), (EEG, fMRT)
  • Stimulation in der KP geistige Aktivität (Objekterkennen) analysiert, indem ein System entworfen wird, dass die Aktivität beherrscht (Computerstimulation, KI, Modelle) Zusammenhang zwischen Reiz und Gehirnaktivität
  • Frameworks Theoriefamilien, die bestimmte Begrifflichkeiten vorgeben, in denen die Phänomene analysiert werden lassen sich nicht leicht falsifizieren dienen der Theorieentwicklung
  • Theorien und Modelle konkrete experimentelle Überprüfung Theorie, die sich nicht prüfen lässt, ist nichts wert "Modell" ist ein ungenauer Begriff (mathematisches oder computationales Modell; Theorien; analog zum Atommodell)