Anatomie und Physiologie der inneren Organe (Subject) / 5. LK (Lesson)

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Niere, harnleitende Wege

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  • Anatomie der Niere - Lage paarig primär retroperitoneal lat. d. c.v.: li  → 12. BW - 3 .LW                 re   → 1. LW - 4. LW  (Lage atemabh.; Einatmung -> Verschiebung nach unten(caudal)) auf Nieren kappenartig: Nebennieren
  • retroperitoneal → hinter der Peritonealhöhle (Bauchhöhle) im Retroperinealraum→ nicht von Bauchfell umgeben primär retroperitoneal:    Organe, die embryonal hinter Bauchfell angelegt/entstanden
  • Anatomie und Bau der Niere - Form bohnenförmig rot-bräunliche Farbe 120-220g/Niere h: 10-12 cm x b: 5-6 cm x t: 4 cm
  • Nierenkapsel -> umgibt Niere  Innenschicht (Capsula fibrosa)-> glänzend durchschimmernde BG-Schicht Mittelschicht (Capsula Adiposa)-> Fettschicht (Fett im Körper flüssig -> für gute Bewegl.) Außenschicht ( Fascia renalis)-> aus einer derben BG-Schicht
  • Aufgaben Nierenkapsel -> Schutz-> Isolation-> Befestigung Niere an viszeralem Blatt des Peritoneums-> Beweglichkeit durch Capsula Adiposa
  • Nierenhilus = Nierenpforte; am konkaven medialen Nierenrand am Nierenhilus: Eintritt Nierenarterie (O²reich) & Nerven (Nn. zur Innervation) Austritt Nierenvene (O²arm), Nerven, Harnleiter & Lymphgefäße
  • Niere - makroskop. Bau 6-8 Markpyramiden/Nierenmarkkörper (Pyramides renales) Nierenrinde (Cortex renalis) Nierenkelche (Calix renalis) Nierenmark (Medulla renalis) Nierenbecken (Pelvis renalis/ Pyelon renalis)
  • Markpyramiden -> streifige Innenschicht, bestehtaus Nierenkanälchensystem-> 6-8/8-10 Markpyr.s-> Spitzen d. Markpyr.s bilden die Nierenpapillen mit kleinen Öffnungen     (Abfluss zu Nierenkelchen)
  • Nierenrinde -> gekörnte Außenschicht, die mit Membrana fibrosa überzogen-> besteht aus Nierenkörperchen & Nierenkanälchen-> unterteilt Markschicht in 8-10 Markpyr.s  
  • Nierenkelche -> umgeben Spitze der Markpyr.s
  • Nierenmark -> Entstehung Urin -> durch M.pyr.s & Nierenkelche aus Niere -> Sammlung im Nierenbecken ->...
  • Nierenbecken = Zusammenschluss der Nierenkelceh
  • Nierenmark = Medulla renalis-> in/bildet Markpyramiden-> nach innen zum Nierenhilum gerichtet-> Basis an Markrinde-> Spitze = Nierenpapillen
  • Mikroskopischer Bau der Niere → Nephron (1 Nierenkörperchen + 1 Tubulusapparat)                            ↓                                ↓                    Corpusculum renis           Tubuli                            ↓                                ↓                       in Nierenrinde            in Nierenmark - "Kraftwerk der Niere"- ca. 1- 1,4 Mio. pro Niere- kleinste funktionelle Einheit d. Niere
  • Nierenkörperchen Corpusculum renis in Nierenrinde = Bowmankapsel & darinliegendes Kapillarknäuel (Glomerumlum) 2 Pole Gefäßpol -> zu- und abführende Arteriolen Harnpol -> Übergang zu Nierenkanälchen (Tubulus)  
  • Aufgabe des Nierenkörperchens Nierenblut - tgl. ca 1500l - filterung  mittels Kapillarendothel & innerem Blatt der Bowmankapsel         → Bildung 180l Primärharn
  • Nierenkanälchen = Tubulusapparat der Niere -> Weiterführung des in Nierenkörperchen entstandenen Prim.harn Beginn: Harnpol         ↓ Anfangsteil stark gewunden         ↓ gerade verlaufender Teil (umschlungen von Kap.netz d.                                             abführ. Artiole)         ↓ Richtung Gefäßpol                              ↓                         juxta glomerulärer Apparat Ende: Mündung in Sammelrohre => Entstehung Sekundär-/ Endharn (tägl. ca 1,5l)  
  • Prozess der Uringewinnung Blutfiltration in Nierenkörperchen (ca. 1500 l/d) Druck im Gefäßsyst. > Druck zw. Kapillarknäuel & Bowmankapsel Diffusion von Flüssigkeit aus dem Gefäßsyst., die durch Kapillarendothel gepresst wird => Primärharn entsteht (ca. 180 l/d) über Harnpol des Nierenkörperchen in Nierenkanälchen größtenteils Rückresorption an Blut (incl. Glucose, Salze, Aminos...) Rest => Sekundärharn (ca. 1,5 l/d) Abtransport via Sammelrohr→Nierenkelche→Nierenbecken→Harnleiter→Harnblase
  • Stoffe Rückresorption Primärharn aus Nephron Elektrolyte aktiv rückresorbiert Aminos & Gluco bis Schwellenwert (180 mg/dl) rückresob→ über Harn raus(Glucose=Nährboden Keime->Diabs oft Harnw.entz.) 99 % H2O zurück→ Stoffwechselendprod.s raus
  • elektrolyte - physiologie http://www.bastian-werk.de/fachkreise/zentramin/pharmakologie/physiologie.htm
  • Elektrolyte C...hloridC...alciumH...ydrogencarbonatK...aliumM...agnesiumN...atriumP...hosphat
  • Zusammensetzung Sekundärharn Wasser Harnstoff Harnsäure Kreatinin organische und anorganische Salze (NaCl, Phosphate, Kalium...) wasserlösliche Vitamine
  • Harnstoff Endprodukt des Eiweißstoffwechsels
  • Harnsäure Endprodukt des Nucleinsäurestoffwechsels
  • Kreatinin Abbauprodukt der Muskeln & von Fleisch aus Nahrung
  • Funktion Niere Urin-/ Harngewinnung Blutfiltration -> Entgiftungsfunktion Bldg. Erythropoetin (Hormon Unterstützing Reifung Erythrozyten) Regulation Wasserhaushalt (AntiDiorethisches Hormon ADH bei Wassermangel -> Niere erhöhte Rückresorption Blut) Regulation Blutdruck (Renin) Bildung Vit. D
  • Harnableitende Wege Beginn:       Sammelrohre (->innerhalb Niere, ca. 10 Nierenkanälchen,                                            die in Sammelro. münden) → enden in Nierenpapillen(→ Sekundärharn fließt über Nierenpap.s in...)→ in Nierenkelche → in Nierenbecken → Harnleiter → Harnblase → Harnröhre  
  • Bau Nierenbecken = Auffangbecken für Harn ca 8 - 10 Nierenkelche münden ein → Außenschicht: BG-Säckchen→ Mittelschicht: glatte Muskulatur→ Innenschicht: Übergangsepithel (Urothel)
  • glatte Muskulatur - Aktin und Myosin längs- wenige ZKs in Zellmitte- Kontraktion unwillkürlich→gesteuert durch veget. NS (Para./Symp.)
  • Bau Harnleiter Ureter, 2 Stk. - schlauchförmig, ca. 30cm lang                       & ca. 4-6mm Durchmesser- münden in Harnblasenhinterfläche- außen: BG  mitte: gl. Musk.  innen: Übergangsepithel (Urothel)
  • Bau Harnleiter -> Harnleiterengen Übergang Nierenbecken in Harnleiter Eintritt Harnleiter in kl. Becken      "           "       "   Harnblase
  • Aufgabe Harnleiter Transport Harn zur Harnblase durch Peristaltik(-> kontraktorische Wellenbewegung d. Harnleitermuskulatur)
  • Harnblase => Sammlung Harn- max. 1,5l- Harndrang bei ca. 250 - 550ml (Frau)                          ca. 350 - 750ml (Mann)- liegt in kleinem Becken, hinter Symphyse- Harnblasenspitze von Peritoneum (Bauchfell) überzogen
  • Gliederung der Harnblase Harnblasenspitze (oberer Pol) (von Peritoneum (Bauchfell) überzogen)HarnblasenkörperHarnblasengrundHarnblasenhals (Übergang in d. Harnröhre)
  • Harnblase - der Wandaufbau Innen: Schleimhaut mit Übergangsepithel in Falten (Plica), außer Harnblasendreieck                                                ↓                                 Einmündung der Harnleiter Mittelschicht: glatte Musk. Außenschicht: straffes BG Harnblasengrund: 2 Schließmuskel     innerer             &               äußerer- glatte Musk.                     - quergestr.- reflektorische unwillk.        - willkürlich  Öffnung
  • Miktionsvorgang Reflexbogen: Erregung Dehnungsrezept.s in Blasenwand-> aff. N.bahnen Dehnungsinfo Hirnstamm Großhirn registriert Harndrang-> eff. N.b. Antwort an Sakralmark Erregung parasymp. Fasern d. N.pelvicus-> Kontraktion Blasenwand-> Öffnung innerer Schließmuskel willkürl. Erschlaffung äuß.SM-> Ableitung Harn in Harnröhre mit Hilfe Bauchpresse
  • Harnröhre - Mann Urethra 20 - 25cm Verlauf: HR durch Prostata                Beckenboden                Penis Zellauskleidung: oberhalb Prostata: Urothel ab Prostata: mehrschichtiges Zyl.ep. Übergang zu: mehrsch. unverhornten Pl.epithel
  • Harnröhre - Frau Urethra 2,5 - 4cm Verl. zw. Scheide und Kitzler Auskleidung: Anfangsteil: Urothel Übergang zu mehrsch. unverhornten Plattenepithel
  • Kapillarendothel Filtermembran aus einschichtigen Plattenepithel