5

Allgemeines (Subject) / Gemischt (Lesson)

Gemischtes

This lesson was created by Karin2016.

Learn lesson

This lesson is not released for learning.

  • selbstreferentielle Systeme Die Offenheit esoterischer, selbstreferentieller Systeme halt. Letztlich läuft das alles Gefahr, in Sektentum abzugleiten. MancheR wäre am liebsten gleich selbst Guru.
  • Den relevanten Kontext zu ignorieren ist eine Form von selektiver Wahrheit. Ich moechte auf "dumme Kommentare und Bonmots" nicht verzichten, weil sie mir wie Anfuehrungzeichen in einem Text sind. Sie sind das Augenzwinkern, dass das Ernsthafte und das "sich selbst oder eine Sache zu wichtig nehmen" rausnimmt. Sich oder eine Sache (bei der es nicht um Leben oder Tod geht) zu ernst nehmen ist fuer mich schlechter Stil. (Ist vielleicht die protestantische Bescheidenheit in mir) ------------------------------------------------------------- Vortrag zu Darwin, Feb 2009, Haus am Dom - Kunst spiegelt gruppenspezifische Wuensche und Ziel wider. - Gemeinsamkeit von Kunst und Religion:  Das Kollektive In welchem Kontext ist beides entstanden? - Schoepfergott: erst seit Uebergang zur Sesshaftigkeit -> Religion mit hierarchischer Struktur Religion = Zwangskunst Die Pseudofamilie Gen-Genom Der Mensch urspruenglich mit Empathie begabt. Vor allem Empathie fuer die eigene Familie/Gruppe. -> Kulturelle Systeme zur Herabsetzung des Empathielevels: Uniform, Gleichmachen, Pseudofamilie (Partei, Klasse, ...) herstellen und andere als "die Anderen", die nicht zur Familie gehoerigen klassifizieren. - hirntechnisch sind wir Fruehgeburten. - Die Kulturfaehigkeit (lernen und lehren, Gedanken "lesen", ... ) des Menschen ist genetisch bedingt. - Kultur ist die Antwort auf die Dauersorgen (planen, eventualitaeten, angst, ...) , die wir zum Ueberleben brauchen. Daher ist Kultur fuer uns Menschen (die wir uns sorgen) die Kultur ueberlebensnotwendig. Damit wir uns nicht zu Tode sorgen. -> Kunst, Philosophie, Religion: Sorgenverarbeitung (vielleicht interessiert mich daher Kunst und Religion nicht so sehr: weil ich nicht so viel Angst habe .... mir reicht die Philosophie :)) Kausalkette <-> Wunder Freuds Kulturtheorie (Eros/Todestrieb) Freud ist nahe an der Biologie, bis auf den Todestrieb Induktionsschluss Wissenschaft gegnuegt sich mit relativen Wahrheiten Quantenmechanik bedeutet, dass es die kausal geschlossene Welt nicht mehr gibt. Stimmt das? Kuenstler sein, und wissen, dass mein Kunst machen religioes ist ... Religion ist so unglaublich dehnbar... ---------------------------------------
  • Was Fleisch so ungesund macht Fleisch enthält keinerlei Ballaststoffe, auch wenn der Eindruck durch die faserige Konsistenz entstehen mag. Wegen dieser Eigenschaft kommt es zu festerem Stuhl, der sich nur sehr langsam Richtung Ausgang bewegt. Pestizide, die sich in den Futterpflanzen befinden, addieren sich im Körper des Tieres. Je nach Tierart rechnet man mit 6-10 kg Futterpflanzen je kg Fleisch. Fleischesser nehmen also zusätzlich noch ein Vielfaches der Pflanzengifte in sich auf, als Vegetarier!Der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren führt zu einem Anstieg an (schlechtem) LDL-Cholesterin , dagegen sinkt das (gute) HDL-Cholesterin . Der hohe Anteil ungesunder Fette ist darüber hinaus auch ein Grund für Übergewichtigkeit mit all seinen gesundheitlichen Risiken. Fleisch wirkt sich zudem auf den Säure-/Basen-Haushalt des Körpers ungünstig aus, da es zu einer starken Übersäuerung führen kann, wenn nicht durch eine ansonsten gesunde und angepasste Ernährung gegengesteuert wird.Fleisch enthält sehr viel Eiweiß, so dass unser Körper damit vollkommen überlastet wird. Es macht nicht etwa stark, sondern erfordert vom Körper erhöhte Anstrengungen der Nieren und eine Steigerung der Harnstoffbildung. Eiweißüberschuss führt unter anderem auch zu Vitamin B6-Mangel. Auch das Eisen ist im Fleisch für die meisten Menschen zu hoch dosiert. Ein zuviel an Eisen fördert das Entstehen von Krankheiten, da auch Krankheitserreger Eisen für ihr Wachstum benötigen.Sehr viele Substanzen der Pflanzenkost schützen vor sogenannten "freien Radikalen" (unvollständige Sauerstoffmoleküle, denen ein Elektron fehlt). Sie können unserem Körper großen Schaden zufügen und den Alterungsprozess beschleunigen, wenn nicht gegengesteuert wird. Ganz bestimmte Gemüse- und Obstsorten besitzen die Fähigkeit, Freie Radikale erfolgreich zu bekämpfen. Fleisch enthält keine sekundären Pflanzenstoffe, die für unser Immunsystem enorm wichtig sind und die in jeder Pflanze existieren.Wurde das Tier mit Antibiotika behandelt, besteht die Gefahr einer Zerstörung der Darmflora und einer Antibiotika-Resistenz. Letzteres kann Lebensgefahr bedeuten, wenn etwa eine Lungenentzündung nicht mehr richtig behandelt werden kann.Wussten Sie eigentlich, warum das heute angebotene Fleisch wässriger ist als früher? Es wird angenommen, dass die Tiere im Moment der Schlachtung vor Angst eine totale Muskelstarre bekommen. Hierbei wird von den Muskeln mit Stresshormonen versetztes Wasser ausgeschüttet. Tiere, deren ganzes Leben i n der Massentierhaltung  aus Stress bestand, erleben diesen letzten Gang noch schlimmer, als Tiere, die ein einigermaßen behagliches Leben führen durften. Aber heute schmeckt das Fleisch nicht nur wässriger als früher, wer es konsumiert, nimmt in jedem Fall auch die Stresshormone der völlig verängstigten Tiere auf. Ob diese im Körper des Menschen ihre Wirkung tun, ist umstritten und nie richtig untersucht worden. Empirische BelegeDie Untersuchungen wurden unabhängig voneinander durchgeführt vom Deutschen Krebsforschungszentrum, mit PD Dr. med. R. Frentzel-Beyme, dem Bundesgesundheitsamt, mit Prof. Dr. med. H. Rottka und dem Ernährungswissenschaftlichen Institut der Universität Gießen, mit Prof. Dr. C. Leizmann. Ihr übereinstimmendes Ergebnis: Vegetarische Ernährung ist gesünder, als fleischhaltige Mischkost! Alle Vegetarierinnen und Vegetarier bestätigen diese Ergebnisse, den Zugewinn an Gesundheit und Fitness durch vegetarische Ernährung.Die drei Studien belegen, dass sich u.a. folgende, wichtige medizinische Parameter durch vegetarische Ernährung zum Vorteil des Menschen verändern:* Harnsäurewerte (geringeres Gichtrisiko). * Cholesterinwerte (geringeres Risiko für Herzkrankheiten). * Blutdruck (geringeres Schlaganfallsrisiko). * Körpergewicht (besserer Allgemeinzustand). * Die Widerstandskraft gegen Krankheiten nimmt generell zu, Vegetarier sind also insgesamt seltener krank.Allein die Veganer, also die reinen Pflanzenesser, müssen darauf achten, dass sie gelegentlich bewusst etwas für ihren Vitamin B12-Haushalt tun. Dieses Vitamin wird durch Mikroorganismen erzeugt und kommt vorwiegend in tierischen Lebensmitteln vor. Sehr gute B12-Spender sind etwa Milch und Eier. Weitere Quellen für B12 sind jedoch auch im Pflanzenreich zu finden, nämlich beispielsweise in bakteriell vergorenem (milchsaurem; hat nichts mit Milch zu tun) Sauerkraut, anderem entsprechend zubereitetem Gemüse, Tempeh, Lopino oder auch in Weizenbier. B12 kann übrigens bis zu 10 Jahre im Körper gespeichert werden. Veganer, die sich nicht sicher sind, ob ihre B12-Zufuhr ausreichend ist, sollten gelegentlich ein (synthetisch hergestelltes) Vitamin B12-Präparat einnehmen oder sich einmal pro Jahr eine B12-Spritze geben lassen. Lakto-Vegetarier und Ovo-Lakto-Vegetarier brauchen sich über B12 überhaupt nicht zu sorgen, da ihnen ihre Kost automatisch auch dieses Vitamin in ausreichender Menge zur Verfügung stellt.Manche Ärzte verunsichern vor allem Vegetarierinnen mit der Behauptung, dass ihnen ohne Fleisch Eisenmangel drohe und dass vegetarisch ernährte, bzw. von Vegetarierinnen gestillte Säuglinge Mangelschäden erleiden könnten. Gelegentlich aufgetretene, geringere Eisenwerte bei Frauen hatten in keinem der untersuchten Fälle zu gesundheitlicher Beeinflussung geführt. Die Untersuchungen belegen darüber hinaus, dass die Muttermilch von Ovo-Lakto-Vegetarierinnen gesünder für die Säuglinge ist, als die von Gemischtköstlerinnen, da sie weniger Umweltgifte enthält, dafür aber mehr Vitamine und ungesättigte Fettsäuren. Speziell während der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei der Kleinkindernährung sollte darauf geachtet werden, dass neben der Pflanzenkost auch Milch und Milchprodukte verzehrt werden. Eine ausgewogene ovo-lakto-vegetarische Kost bietet alle Nährstoffe, um das Kind bedarfsgerecht zu versorgen. Um einen Eisenmangel vorzubeugen kann die Auswahl der Nahrung zusätzlich entsprechend zusammengestellt werden, da für Kinder Eisen für die Entwicklung besonders wichtig ist.Zum Schluss noch die Eiweißfrage. Das früher häufig hervorgebrachte Argument, vegetarische Ernährung verursache einen Eiweißmangel, wird heute selbst von den professionellen Fleischbefürwortern kaum noch verwendet. Heute ist allgemein bekannt: Der übermäßige Verzehr von tierischen Eiweißen führt zur Krankheit. Eiweiße in Pflanzen und Milch sind hochwertig und reichlich, die Eiweißzusammensetzung von vegetarischer Kost ist ausgewogen!
  • manchmal sind mir Ihre Argumente zu unterkomplex Wobei ich sowieso auch jemand bin, der Nähe nicht durch körperliche Anwesenheit definiert. Zitat von arouet58 Naturwissenschaft hat nicht danach zu fragen, ob ihre Hypothesen mißbrauchbar sind oder nicht, nur ob sie empirisch gestützt werden können oder nicht, das hat zu interessieren. Implikation einer unsinnigen Alternative (sehr gebräuchlich in der Rhetorik Pinkers z.B.): Freiheit vs. Verantwortung. Natürlich ist die Freiheit der Forschung ein unumstößliches Rechtsgut. Trotzdem gelten für "Naturwissenschaftler" keine Sonderregeln. Wie alle anderen auch, haben sie sich für ihr Tun und Lassen zu verantworten. Da hilft auch kein Geschwafel von der vermeintlichen Objektivität der Erkenntnisse. Immer häufiger mischen sich "Humanwissenschaftler" großspurig in den politischen Diskurs ein, um dann, wenn ihre politischen Interessen geprüft werden sollen, die Unschuld vom Lande zu spielen. Fallen empirische Erkenntnisse vom Himmel? Sind nicht Anstregungen erforderlich um sie zu gewinnen? Zu welchen Zweck werden diese Anstrengungen unternommen? Nihil sine causa. xxxZitat von arouet58 Von Wissenschaftlern, an deren Integrität ich nicht zweifele.Wie verträgt sich soviel Naivität mit deinem Menschenbild? Sind Forscher nicht interessengeleitet? Sind sie nicht korrumpierbar und korrumpiert?Tatsache ist: der Wissenschaftsbetrieb unterscheidet sich von der Geschäftswelt oder vom Schaubusiness, was Konkurrenzstreben und Lauterkeit betrifft, nicht im Geringsten. Es geht um Geld, Karriere und Status. Schau dich an einer stinknormalen Universitätsklink um und greif dir irgendeinen Strebertypen im weißen Kittel: die (offizielle) Wahrscheinlichkeit das dieser Typ in seiner letzten Pharma-Studie Daten gefälscht hat, liegt bei ungefähr 40-60 Prozent.Es gibt Studien über Studien.Zur Seriosität von Forschung gehört immer auch die Berücksichtigung ihrer eigenen Bedingtheit. Wenn Naturwissenschaftler dazu nicht in der Lage sind, müssen halt Geisteswissenschaftler dies tun.
  • 01.) Es scheint so schwierig, eine stabile Beziehung zu führen. Warum? Die Wissenschaft versucht, diese Frage zu beantworten, indem sie sie umdreht: Was ist das Geheimnis glücklicher Paare? Forscher der Universität Mannheim haben untersucht, was langfristig stabile Ehen von jenen unterscheidet, die trennungsgefährdet sind. Das Ergebnis: "Stabile Beziehungen besitzen einen Halt gebenden Rahmen, der unglücklichen Paaren fehlt", erklärt die Mannheimer Paartherapeutin und Autorin Ursula Nuber ("Was Paare wissen müssen"). Solche "gerahmten Paare" teilen eine Leidenschaft wie Musik oder Klettern. Sie haben dieselben Überzeugungen - sind Öko-Freaks oder bei der FDP, Buddhisten oder streng katholisch, träumen vom Häuschen im Grünen oder vom Leben in der Kommune: Ein innerer Motor lässt sie einfach gemeinsam rundlaufen. Solch ein grundsätzlicher Kitt scheint Paaren zu fehlen, die sich schneller trennen. 02.) Muss dieser Kitt die Beziehung von Anfang an halten? Nein, gemeinsame Interessen und Ziele können auch wachsen. Aber dazu braucht es Zeit. Und Geduld, zu verhandeln, was in der Beziehung wirklich wichtig ist, was sie einzigartig macht. Auf dem Weg dahin stolpert die Liebe leider immer wieder in Fallen. 03.) In der heutigen Zeit scheint es viele Paare zu geben, die Wert darauf legen, unverbindlich zusammen zu sein. Ist das lässig oder einfach nur traurig? Den Trend nennen Psychologen "Halbbeziehung ". Man sieht sich, aber ohne Verpfl ichtung. Man hat Sex, ohne Treueschwüre - eine Liebe ohne Kündigungsfrist. Klingt hipper und freier als : "Wir sind seit zehn Jahren ein Paar." Einerseits. Andererseits: Halbbeziehungen in "Ganzbeziehungen" zu verwandeln kann schwierig werden. 04.) Aber sie bedeuten auch: keine Fesseln, trotzdem Nähe. Keine Langeweile, dafür Herzklopfen ... Und wie lange geht das gut? Das Problem ist: Nach kurzer Zeit entsteht in solchen Beziehungen immer ein Ungleichgewicht. Einer liebt ein bisschen mehr, der andere hält sich weiterhin sämtliche Fluchttürchen offen. Einer fühlt sich klein und ungeliebt, der andere hält die Fäden von Nähe und Distanz in der Hand. 05.) Also haben Halbbeziehungen keinerlei Chancen? Man weiß nie, was sich entwickeln kann. Vielleicht wird ja tatsächlich das große Liebesfeuer daraus. Allerdings raten Psychologen, nicht zu viel Hoffnung in solche Modelle zu setzen und immer genau zu beobachten: Wie sehr verletzt mich die Distanz des anderen? Wie gut kann ich die Beziehung tatsächlich noch aushalten? Im Zweifel ist es besser, sich zu verabschieden. 06.) Früher haben die Männer häufi ger die Reißleine gezogen als Frauen. Ist das heute immer noch so? Nein, das hat sich verändert. Frauen sind häufi ger berufstätig als früher, unabhängiger und mehr unterwegs. Und: In einer globalisierten Welt und dank Internet ist es einfacher, Beziehungen zu finden. Damit wächst die Möglichkeit, sich zu verabschieden, wenn's doch nicht passt. Zurück bleiben aber oftmals seelische Narben - und zwar unabhängig davon, ob man der Verlassende ist oder verlassen wurde. 07.) Wieso das? Der, der geht, ist doch immer besser dran ... Ein mieser Beziehungsausgang ist für beide Beteiligten enttäuschend, nur aus unterschiedlichen Gründen. So oder so merkt sich unser emotionales Gedächtnis: Hier ist etwas in die Hose gegangen, das hat weh getan! Hirnforschern zufolge speichern enttäuschte Verliebte schlechte Erfahrungen und Verwundungen ab. Das Gehirn versucht, daraus für die Zukunft zu lernen. Es baut Schutzmechanismen ein, damit sich Verletzungen nicht wiederholen. Menschen, die viele Lebensschläge erlebt haben, sind deshalb nachgewiesenermaßen bei ihrer Partnerwahl vorsichtiger. Natürlich lassen sich solche Verwundungen heilen, indem man gute Bindungserfahrungen macht und damit das Liebesgedächtnis wieder umpolt. Das setzt aber voraus, dass man erkennt, welche krisenhaften Beziehungsmuster man in sich trägt - und wovor man in der Liebe Angst hat. 08.) Was ist mit der Theorie, dass uns eben einfach noch nicht der Richtige über den Weg gelaufen ist? Und wie soll der sein? Der Soziologe Sven Hillenkamp ("Das Ende der Liebe ") beklagt, dass wir heutzutage viel zu viele und zu hohe Erwartungen an unseren Partner knüpfen. Er muss schön sein, sexy, erfolgreich. Wenn er beim Sex ein Mal aus Versehen die Socken anlässt, gehen bei uns vor Entsetzen gleich alle Lichter aus. Wenn es um die Liebe geht, sind für Hillenkamp heute viele Menschen Maximierer, die in dem Glauben leben, irgendwo gebe es den vollkommenen Partner. Selbst dann, wenn in ihrer gegenwärtigen Beziehung alles in Ordnung ist. Klingt hart: Aber genau dieses Wunschdenken hält uns davon ab, uns dauerhaft auf einen anderen einzulassen. 09.) Das heißt: Augen zu und durch? Natürlich nicht. Es kann ja wirklich sein, dass der Partner nicht passt. Was man aber bedenken sollte: Kein Mensch auf der Welt kann alle inneren Bedürfnisse befriedigen. Die romantische Vorstellung von dem einen Seelengefährten, den wir noch fi nden müssen, kann eine funktionierende Beziehung sehr instabil machen, so Ursula Nuber. Indem wir ständig nach links und rechts schielen, ob nicht doch noch jemand Besseres des Weges kommt, verbauen wir uns das Glück mit unserem momentanen Partner. 10.) Ist also auch die gesellschaftliche Entwicklung mit schuld daran, wenn die Liebe kaputtgeht? Die Vorstellung von Liebe hat sich in den letzten Jahren tatsächlich sehr geändert, ist idealistischer, in gewisser Weise auch unrealistischer geworden. In den 50er Jahren ging es vor allem um Pflichtbewusstsein. Wenn man sich einmal verheiratet hatte, blieb man eben zusammen. In den 70er Jahren dominierte der Drang nach individueller Freiheit. Heute wird die Partnerschaft als elementarer Sinnstifter entdeckt, was mit einer enormen Aufwertung der Gefühle einhergeht. 11.) Was soll daran bitte schlecht sein? Große Gefühle sind kein Garant dafür, dass eine Beziehung überdauert. Als Heilsversprechen sind sie auch gefährlich. Vor kurzer Zeit hat eine Online-Partneragentur eine Rangliste der häufi gsten Trennungsgründe veröffentlicht. Auf den ersten Plätzen lagen enttäuschte Erwartungen wie: "Wir haben uns auseinandergelebt", "Wir hatten zu unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Freiraum". Aus solchen Aussagen, so Ursula Nuber, spricht die Ernüchterung und Enttäuschung darüber, dass es zu wenig Nähe, zu wenig Intimität, kurz zu wenig Gefühl in der Beziehung gibt. Eine Enttäuschung, die vielleicht nicht ganz realistisch ist. Man kann eben nicht jeden Tag mit einem Partner emotional den Mount Everest besteigen. 12.) Aber kein Mensch will in einer Beziehung leben, die ihn enttäuscht. Aber wie hoch liegt die Latte? Welche unglaublichen Erwartungen haben wir an die Liebe? Würden wir nicht vielleicht ein kleines bisschen glücklicher werden, wenn wir sie etwas tiefer legen würden? Wer bei jeder Krise in einer Beziehung sofort das Handtuch wirft, weil er sich in seinen Erwartungen enttäuscht sieht, beraubt sich einer wichtigen Erfahrung: Gemeinsam überstandene Enttäuschungen und Krisen können zwei Menschen zusammenschweißen. 13.) Wie schaffen wir es, in der Liebe wieder bescheidener zu werden? Der Autor Sven Hillenkamp rät zur Vernunftehe. Das klingt auf den ersten Blick ziemlich verstaubt und beengend. Es hat aber weniger damit zu tun, gegen innere Widerstände bei einem Partner zu bleiben, sondern einen Partner zu wählen, der einem guttut, rät der Soziologe. Der Heidelberger Paartherapeut und Autor Arnold Retzer ("Lob der Vernunftehe") spricht von "resignativer Reife". Man akzeptiert, einen Menschen gefunden zu haben, mit dem sich zufrieden zusammenleben lässt, und bleibt bei ihm. Und gibt die Illusion auf, dass es in der Partnerschaft immer nur positive Wahnsinnsgefühle geben muss. 14.) Wie soll das bitte schön praktisch funktionieren? Die Paartherapeutin Ursula Nuber rät dazu, die Liebe mit Entscheidungen zweiter Ordnung abzusichern. Damit meint sie selbst gesteckte Handlungsanweisungen, die wir genauso automatisieren wie die Tatsache, dass wir uns im Auto anschnallen, bevor wir losfahren. Solche Entscheidungen zweiter Ordnung könnten etwa sein "Ich betrüge meinen Partner nicht" oder "Wenn mein Partner in wichtigen Bereichen für mich in Ordnung ist, stelle ich meine Beziehung nicht in Frage". Zugegeben, das klingt zunächst unglaublich spießig und anstrengend, erleichtert aber das Lieben enorm! 15.) Aber es gibt Zeiten, die die Liebe wirklich stark belasten ... ... und die kommen häufig dann, wenn man am wenigsten damit rechnet. Zum Beispiel sinkt die Zufriedenheit in der Beziehung ganz dramatisch nach der Geburt des ersten Kindes. Am gefährlichsten für die Liebe sind die ersten zwei Jahre mit den klassischen Kleinkind-Krisen: zu wenig Sex, zu wenig Schlaf. Mithilfe von Videoaufnahmen konnte eine Forschergruppe der Texas A&M University herausfinden, dass Väter und Mütter nach der Geburt schlechter miteinander kommunizierten als zuvor und dass sie häufiger stritten. Das liegt einfach daran, dass sich aus der Zweisamkeit erst eine Familie formieren muss. Es ist völlig normal, dass Beziehungen immer dann kippeln, wenn größere Veränderungen im Leben anstehen. Das gilt genauso, wenn zum Beispiel die Kinder aus dem Haus gehen. Da geht es dann plötzlich darum, wieder zur Zweisamkeit zurückzufi nden, neue Gemeinsamkeiten zu finden. 16.) Wie sieht es mit Fremdgehen aus? Wie schlimm das ist, hängt von der Kommunikation in der jeweiligen Beziehung ab, sagt Prof. Ulrich Clement, Leiter des Instituts für Sexualtherapie in Heidelberg. Meist hat Fremdgehen mit Unzufriedenheit zu tun. Es ist eine Krise, bei der ein Thema ans Licht kommt, das vielleicht schon länger im Raum stand: Eventuell haben beide die Beziehung schleifen lassen, wünschen sich mehr Zuwendung. Wenn beide bereit sind, über Bedürfnisse und Verletzungen zu reden, hat die Liebe auch nach einem Seitensprung eine große Chance. 17.) Aber noch viel mehr zermürbt doch das tägliche Kleinklein mit dem Partner: Wer holt die Kinder von der Kita ab, wer bringt den Müll runter ... Wie sehr der Alltag die Beziehung stresst, ist lange von der Forschung unterschätzt worden. Während größere Schicksalsschläge Paare zusammenschweißen können, kann ein nervenzerfetzender Alltag langsam, aber sicher sogar die größten Gefühle zerstören. Der Fribourger Familienforscher Prof. Guy Bodenmann fand heraus: Die tägliche Dauerbelastung stört eine Liebe gleich auf mehreren Ebenen. Zum einen haben gestresste Paare weniger Zeit für den anderen. Die Folge: Weniger Wir-Gefühl, die gemeinsame Zeit reicht nur noch, um das Nötigste zu besprechen. Zugleich wird die Kommunikation zwischen den Paaren negativer. Unter Stress können sich Partner schlechter in den anderen hineinversetzen, reagieren gereizter, intoleranter. Da hilft: bewusst gegensteuern mit Auszeiten zu zweit, klaren Vereinbarungen und dem Bemühen, nicht nur die eigene Position, sondern auch die des anderen zu verstehen. 18.) Schließen sich Alltag und große Gefühle nicht zwangsläufig aus? Absolut nicht. Aber viele Paare lassen leider zu, dass Partnerschaft zu selbstverständlich wird. Sie verbringen qualitätslose Zeit miteinander, die qualitätsvolle wird für andere reserviert: Mit dem Liebsten geht man zum Einkaufen, bespricht mit ihm den Alltag und sieht gemeinsam fern. Das ist ungefähr so spaßig wie das Auto in die Inspektion bringen. Berührungen und Zärtlichkeiten passieren nur noch nebenbei, zur Begrüßung gibt's ein Bussi auf die Wange, an das man sich später nicht mal mehr erinnern kann. Der Tod der Liebe! Allerhöchste Eisenbahn also, für Qualitätszeiten zu sorgen und sie gemeinsam einzuplanen. Egal, ob ein Mal in der Woche oder jeden Abend kurz vor dem Schlafengehen: Hauptsache, es gibt Zeit zu zweit, in der es nicht um den Alltag geht, sondern um gemeinsame Erlebnisse, um geteilte Gefühle und Interessen. 19.) Stärken oder schwächen Krisen denn nun die Liebe? Beides. Nach einem Seitensprung, nach dem ersten echten Riesenkrach, nach Monaten stressiger Familienphase müssen beide erkennen: Die Liebe ist nicht so romantisch wie gedacht. Wenn aber beide gemeinsam die Krise durchstehen, wenn sie daran wachsen, ist das wie eine bestandene Reifeprüfung. Sie haben gekämpft - erst gegeneinander, dann füreinander. Sie haben geweint, gestritten und verhandelt. Sie haben Abschied genommen - nie wieder wird es so sein wie zuvor. Jetzt beginnt eine neue, reifere Phase der Beziehung, die in dieser Tiefe mit keinem anderen Menschen möglich wäre. 20.) Was ist, wenn unsere Ziele zu sehr auseinandergehen? Stumm aushalten und auf bessere Zeiten warten bringt in diesem Fall gar nichts. Viele Beziehungen scheitern, weil Liebende es verpasst haben, im richtigen Moment zu reagieren, weil sie sich zurückgenommen haben, um die Liebe zu schonen. Starke Paare dagegen sind Meister darin, die Zukunft neu zu planen, sich von alten Lebensträumen zu verabschieden und gemeinsam neue zu finden. 21.) Aber was genau macht denn nun die Liebe stark und nicht kaputt? Entscheidend ist nicht, ob man Konflikte oder Probleme löst, sondern wie man sie zu lösen versucht. Glückliche Paare versuchen, ihren Schwierigkeiten nicht durch Verletzungen zu begegnen, sondern durch Humor, Ablenkung, Zuneigung und Respekt. Ihnen ist klar: Je näher ein anderer kommt, umso näher kommt er auch Ängsten, Schwächen, Verletzungen. Es hat also gar keinen Sinn, von perfekter Harmonie und einem makellosen Partner zu träumen. Aber davon, einen Menschen an seiner Seite zu haben, der einen irgendwann besser kennt und versteht als jeder andere. xxx Liebe Klee, ich bin kein Nietzsche-Kenner. Viel von dem Wenigen, das ich von ihm gelesen habe, war für mich die Arbeit eines Sonderlings. Seinen Ausdruck empfand ich häufig als Geschwurbel.Ich, dem die Geräusche des Großseglers tatsächlich und im übertragenen Sinne eben etwas ganz anderes als Lärm sind, empfinde seine Worte und den sich mir darin erschließenden Sinn als abstoßend.Das sagt natürlich in erster Linie nur etwas über meine Empfindungen und mein Verständnispotential aus, und nicht viel über Nietzsche. Mit meiner Ablehnung, meinem Unverständnis "muss Nietzsche klarkommen" - wie jeder, der mit seinen Werken an die Öffentlichkeit geht. Das könnte er sicherlich auch problemslos.Ich suche, sehne mich auch nicht "schlicht" nach einem Partner, sondern träume von einem Leben in einer Liebes-Partnerschaft. Einer, in der nicht weniger Schönes über emotionale oder tatsächliche Distanz ausgeblendet wird. Eine, in der Schönes nicht über solche Distanz überhöht wird.Ich möchte kein Idol anbeten und nicht als Idol angebetet werden. Sondern als Mensch einen Menschen lieben und von diesem Menschen als Mensch geliebt werden. Und gleichwohl Ringelnatz bedenken: "Genau besehenWenn man das zierlichste Näschen Von seiner liebsten Braut Durch ein Vergrößerungsgläschen Näher beschaut, Dann zeigen sich haarige Berge, Daß einem graut."Ich habe am eigenen Herzen erfahren, dass andere Menschen von etwas ganz Anderem träumen. Ich respektiere das, nachempfinden oder mögen kann ich es nicht.Ringelnatz vs. Nietzsche - nenn' mich Bruder Leichtfuß.  NochnormalerMannich möchte ja Nietzsche gar nicht verteidigen oder advocatus diavoli spielendoch ist Dir bewusst, dass mancher liest, das Du Nitzsches Worte " Geschwurbel " schimpfst und man Deine Worte ähnlich werten könnte, wenn man einen bestimmten Blickwinkel einnimmt ?es hängt so viel eng zusammen : das eigene Blicken mit dem was man selbst ist..Oberflächlich betrachtet ist Nietzsche ein frauenverachtender muttergeschädigter recht intelligenter Schwurbelkönig und was bist Du, was bin ich ?Was ist Ringelnatz ?Du bist alles, aber kein Bruder Leichtfuß, das sehe ich selbst aus dieser großen Distanz :-) : da kannst Du ringelnatzen wie Du willst :-)Ein Ringelnatzgedicht vs Nietzsche macht noch keinen Leichtfuß..Ich möchte solche unromatischen Ringelnatzereien nicht : ich möchte von Eichendorff ;-) Nenn mich Prinzessin Siebendaunedecke :-)Es ist nicht so einfach und wieder doch völlig einfach..  Ach Klee, ... Dobbys Kotzbrocken-Ex, Buddha, Nietzsche, Ringelnatz, und nun willst Du Eichendorff?! Was für ein "Durcheinander Spatzen schrein und Nachtigallen, Nelke glüht und Distel sticht, Rose schön durch Nesseln bricht, Besser noch hat mir gefallen Liebchens spielendes Augenlicht; Aber fehlte auch nur eins von allen, 's wär eben der närrische Frühling nicht." Und statt des roten Röschens diese.  Zitat: Oberflächlich betrachtet ist Nietzsche ein frauenverachtender muttergeschädigter recht intelligenter Schwurbelkönig und was bist Du, was bin ich ? Was ist Ringelnatz ? Ferne Stimmen, die manchmal etwas sagen, was manchen im Innern berührt. Wobei wir beide deutlich weniger Auflage haben. Zitat: Es ist nicht so einfach und wieder doch völlig einfach.. Was immer "es" ist, es ist beides und alles zwischendrin.Hoffe, Dich weich gebettet zu haben.NM __________________  Zitat: Na, ihr beiden? Gesucht und gefunden, nicht wahr? Wissend, dass ich schreibe, was ich meine und annehmend, dass Klee dies ebenfalls tut: Weder noch.Das spricht aus meiner Sicht aber nicht dagegen, einander im Rahmen des leicht Möglichen, freudvoll Vertretbaren sagenwirmal dieses oder jenes zu streicheln.Ist ja nicht so, dass ich blind für die erhabene Schönheit, den Liebreiz, die tiefe Tragik des Seglers in der Ferne wäre. Sei es unter vollem Tuch oder zerschmettert im Packeis. Zitat: Ihr kanntet euch vorher schon, nein? Et encore: Weder noch.   Zitat: Zitat von Brava  Na, ihr beiden?Gesucht und gefunden, nicht wahr?Ihr kanntet euch vorher schon, nein?Egal! Euer Austausch ist schön, lieb und fein. Ich mag das sehr! Brava ersteres : nein, weder noch zweites : psst, er hat mich scheinbar nicht erkannt..Irgendwann im früheren Nickleben vor jahrmilliontrillionen Monaten und Buchstaben waren wir einmal sehr disharmonisch miteinander in einem Gespräch ..Ich war da so streng mit seinen Worten, diese konnte ich dereinst nicht aushalten.. Zitat: Das spricht aus meiner Sicht aber nicht dagegen, einander im Rahmen des leicht Möglichen, freudvoll Vertretbaren sagenwirmal dieses oder jenes zu streicheln.Ist ja nicht so, dass ich blind für die erhabene Schönheit, den Liebreiz, die tiefe Tragik des Seglers in der Ferne wäre. Sei es unter vollem Tuch oder zerschmettert im Packeis. und stehe wieder staunend davor..lasse sie aber nun einfach vorbeisegeln und denke an Eichendorff und Co :-)  Zitat: zweites : psst, er hat mich scheinbar nicht erkannt.. Irgendwann im früheren Nickleben vor jahrmilliontrillionen Monaten und Buchstaben waren wir einmal sehr disharmonisch miteinander in einem Gespräch . Sehr wohl erinnere ich diese Dissonanz, Klee. (Allerdings ohne Details - war's was Wichtiges?) Aber ... kenn' ich Dich, Du mich? Und nun "Fahr wohl, o Vöglein, das nun wandern soll; Der Sommer fährt von hinnen, Du willst mit ihm entrinnen: Fahr wohl!Fahr wohl, o Blättlein, das nun fallen soll, Dich hat rot angestrahlet Der Herbst im Tod gemalet: Fahr wohl!Fahr wohl, o Liebes, das nun scheiden soll! Und ob es so geschehe, Daß ich nicht mehr dich sehe: Fahr wohl!" (Friedrick Rückert/Johannes Brahms)    Zitat: Zitat von Klee  mit Nietzsche hätte ich eh nicht tanzen wollen..der sagte so Hässliches über Frauen..aber er hatte wohl eine schlimme Mutter..der Ärmste..Das wesentliche am Tanz des Dionysos ist, daß man allein tanzt.Also keine Angst, Du mußt nicht mit ihm tanzen.By the way: Nietzsche war Zeit seines Lebens ein Gentleman (im herkömmlichen Sinne des Wortes). Und es gibt keinerlei hässliche Aussagen zu konkreten Frauen in seinem Leben.Sein Leben und seine Worte hatten fast keine Gemeinsamkeit. Das finde ich wirklich bemerkenswert.Hans  
Advertisement