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Aufbau und Ethik des medizinischen Berufes (Subject) / Testfragen (Lesson)

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  • In welchem Gesetzt ist die Reproduktionsmedizin verankert? im Bundesgesetz; Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG)
  • Welche unterstütze Fortpflanzung ist in der Schweiz erlaubt/welche verboten? ERLAUBT: Die Verwendung von Samen eines anonymen Spenders (nur bei Ehepaaren) Die Anwendung der assistierten Reproduktionsmedizin VERBOTEN: Spenden von Samenzellen an nicht verheiratete Paare Spenden von Samenzellen gegen Bezahlung Eizellenspende Aufbewahren/Einfrieren von Embryonen Herstellung eines Embryos zu Forschungszwecken Leihmutterschaft Manipulation am Erbgut von Samenzellen, Eizellen und Embryonen
  • Was ist ein Spermiogramm? Wozu dient es? Samenprobe wird analysiert (Anzahl, Beweglichkeit, Ausformung der Samenzellen) Ein Spermiogramm dient der Beurteilung der Zeugungsfähigkeit des Mannes.
  • Was ist eine Intrauterine Insemination? (IUI) Eine Befruchtung der Eizelle im Mutterleib. Der Samen wird mit einem feinen Katheter in die Gebärmutterhöhle der Frau eingebracht, wo er die Eizelle im Eileiter befruchten kann.
  • Was ist eine In-vitro-Fertilisation (IvF) Samen und Eizelle werden ausserhalb des Mutterleibs in einer Glasschale oder Reagenzglas zusammengebracht. Die Spermatozoen gelangen ohne weitere Hilfe in die Eizelle.
  • Was bedeutet Krykdepot? Wann wird es angewandt? Einfrieren von Samenzellen. Wenn das Risiko besteht, dass eine natürliche Befruchtung in absehbarer Zeit nicht mehr möglich ist. z.B. aufgrund einer Krebsbehandlung oder Schadstoffbelastung am Arbeitsplatz
  • Was ist eine Zygote? Eine Zelle, die durch Vereinigung eines Spermiums und einer Eizelle entsteht. Vorgänger des Embryos.
  • Was ist ein Embryo? ein Lebewesen das sich noch ganz früh in der Entwicklung befindet. Beim Menschen dauert diese Phase 8 Wochen. Ab der 9. SSW wird der Embryo als Fötus bezeichnet.
  • Wer übernimmt die Kosten in der medizinisch unterstützten Fortpflanzung? Die Krankenkasse übernimmt  die Kosten für die Abklärungen bei beiden Partnern. Normalerweise werden auch die Kosten für die hormonelle Stimulation sowie für die ersten 3 Inseminationen übernommen.  Die anderen Kosten muss von den Patienten selber getragen werden.
  • Wozu dient die assistierte Reproduktionsmedizin? Sie kann Paaren helfen, die auf natürlichen Weg kein Kind zeugen können.
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  • Ist die präimplantatorische Diagnostik in der Schweiz erlaubt? Nein (genetische Untersuchung bevor der Embryo in die Gebärmutter gepflanzt wird.)
  • Hat ein Kind, das dank einer anonymen Samenspende erzeugt wurde, das Recht zu erfahren, wer sein biologischer Vater ist? Ja, nach Vollendung seines 18. Lebensjahres, es kann jedoch keine Vaterschaftsklage gegen den Spender vornehmen.
  • Wann ist ein Abbruch der Schwangerschaft straflos? wenn die SS nach ärztlichem Urteil notwendig ist. (Gefahr einer körperlichen oder seelische Notlage) Innerhalb von 12 Wochen seit Beginn der letzten Periode, auf schriftliches Verlangen (Der Arzt muss vorher ein persönliches Gespräch mit ihr führen und die beraten) Ist die Frau nicht urteilsfähig, so ist die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters notwendig.
  • Wann wird der Arzt bei einem Schwangerschaftsabbruch mit Busse bestraft? Wenn er folgende Punkte unterlässt: schriftliches Gesuch persönlich mit der schwangeren Frau ein Gespräch zu führen sie über Risiken informiert keinen Leitfaden gegen Unterschrift aushändigt. (Beratungsstellen, Vereine die moralische und materielle Hilfe anbietet, Auskunft über Adoption) sich persönlich vergewissert, dass eine schwangere Frau unter 16 Jahren sich an eine spezielle Beratungsstelle gewandt hat. Schwangerschaftsabbruch der zuständigen Gesundheitsbehörde zu melden.
  • Je nach Stadium der Schwangerschaft unterscheidet man zwischen medikamentösen und instrumentelle Eingriffen. Nenne die Stadien und den Eingriff. bis 7 SSW  - Abtreibungspille Mifegyne bis 14 SSW - Absaugmethode nach der 14. SSW - eine Fehlgeburt wird durch Medikamente ausgelöst
  • Ist in der Schweiz die Abtreibung unbegrenzt erlaubt? Nein, sie ist durch das Schweizerische Strafgesetzbuch streng geregelt.
  • (Schwangerschaftsabbruch) Wie heisst das Gesetz, das seit dem 1. Oktober 2002 in der Schweiz gültig ist? Fristenregelung
  • Innerhalb welcher Zeit muss ein freiwilliger Schwangerschaftsabbruch erfolgen damit er nicht strafbar ist? 12 Wochen seit beginn der letzten Periode.
  • Wie kann der freiwillige Schwangerschaftsabbruch ebenfalls bezeichnet werden? Abtreibung oder willentlicher Unterbruch der Schwangerschaft.
  • Genetisch bedingte Erkrankungen: wenn nur ein Gen betroffen ist? / wenn mehrere Gene betroffen sind? ein Gen: monogenetische Erkrankung mehrere Gene: polygenetische Erkrankung
  • Welche genetischen Erkrankungen sind am häufigsten? Hämophilie, Albinismus, Mukovisziose
  • Nenne 3 häufige Genkrankheiten. Hämophilie (gestörte Blutgerinnung) Albinismus (Stoffwechselstörung, Körper bildet keine Körperpigmente) Mukoviszidose (Bildung eines sehr zähen Schleims in der Lunge, Bauchspeicheldrüse, Leber, Dünndar, der die Funktion dieser Organe beeinträchtigt
  • Was braucht man um eine DNA Analyse durchzuführen? geringe Spuren eines biologischen Gewebes wie: Blut, Samen, vaginale Sekretion, Speichel
  • Bei der pränatalen Diagnosestellung gelten mehrere ethische Richtlinien: Recht auf Nicht-Wissen Angebotene Untersuchungen dürfen abgelehnt werden Kinder dürfen trotz Krankheit oder Behinderung zur Welt gebracht werden Schwangerschaftsabbruch im Rahmen der gesetzlichen Bedingungen Information über Ziel und Sinn des Tests
  • Wo liegt die Ursache einer Erbkrankheit. In defekten Genen
  • Welche Störung liegt bei der Erbkrankheit Hämophilie vor? Die Blutgerinnung ist gestört. Es kann zu spontanen Blutungen kommen
  • Wie viele Chromosomen hat eine menschliche Zelle? 46 Chromosome
  • Was bedeutet Trisomie 21? Down-Syndrom. Das 21. Chromosom, oder Teile davon, sind dreifach statt wie üblich zweifach vorhanden.
  • Bei Schmerzmitteln gibt es ein WHO-Stufenschema. Wie ist das aufgebaut? In 3 Stufen. erste Stufe: ncht opioidhaltige Schmerzmittel wie Parazetamol und nicht steroidale Antirheumatika (NSA) zweite Stufe: Es werden Opioide angewendet, die wenig Einfluss auf das zentrale Nervensystem ausüben. (Codein, Dihydrocodein, Tramadol usw. dritte Stufe: Opioide welche stark auf das ZNS wirken (Morphin, Hydromorphon, Methadon, Fentanyl, Diamorphin usw.)
  • Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen? Schmerzmittel Ursache beheben (operative Gallensteinentfernung) Informieren (Patienten die gut informiert sind haben weniger Angst und dadurch weniger Schmerzen) Physiotherapie und Massage Akupunktur und Akupressur Wärme und Kälte Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) Nervenblockade und Neurochirurgie (Nerven können durch Salbe, Patch, Injektion blokiert werden oder sie können chirurgisch durchtrennt werden) Radiotherapie (Bestrahlung) Musik, Malerei, Lesen (entspannend und kann vom Schmerz ablenken) Entspannungstechniken (Yoga, Autoges Training usw.)
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  • Wie kann man Schmerzen messen? Mit einer visuellen Analogskala oder mittels der Frage, wie stark der Schmerz auf ener Skala von 0 bis 10 sei.
  • In wie vielen Stufen werden bei Schmerzbehandlungen Medikamente verschrieben? in 3 Stufen
  • Nennen Sie zwei weitere Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen. Informieren Akupunktur oder Akupressur Neurochirurgie Radiotherapie TENS Wärme und Kälte entspannende Aktivitäten
  • Durch was wird der häufigste Schmerz bei Krebs hervorgerufen? Durch Knochenmetastasen
  • Was umfasst die Palliativ Care? Betreuung und Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrolichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Sie beugt leiden und Komplikationen vor, beinhalten medizinische Behandlungen, pflegerische Intervetionen, psychologische, soziale und spirituelle Unterstützung am Lebensende.
  • Wo wird die Palliativmedizin ausgeübt? Beim Patienten zu Hause Im Spital in spezialisierten Zentren in Alters- und Pflegeheimen
  • Die Palliativmedizin wird von einer multidisziplinären Equipe geleitet. Diese besteht aus: Ärzten Pflegefachleuten Sozialarbeitern Psychologen Geistlichen Ergotherapeuten Freiwilligen
  • Was sind die Ziele der Palliativmedizin? Linderung des Leidens Das restliche Leben möglichst lebenswert und ertragbar zu gestalten Versuchen die Bedürfnisse des Patienten zu erfüllen Einbezug der sozialen, Psychologischen und geistigen Aspekte bei der täglichen Pflege Unterstützung der Angehörigen während der Krankheit sowie nach dem Tod des Patienten Einbeziehen der Ethik in die verschiedenen Situationen Respekt vor dem Leben und seinem natürlichen Ende
  • Die medizinische sowie nicht medizinische Betreuung von unheilbar erkrankten Patienten, welche am Ende ihres Lebens stehen, hat verschiedene Ziele, unter anderem die Behandlung der folgenden Symptome: Schmerz Verstopfung Dehydratation Mundpflege und persönliche Körperpflege Atemnot (Dispnoe) Übelkeit und Erbrechen Schlaflosigkeit Angst
  • Was bedeutet passive Sterbehilfe? Der Verzicht auf die Einleitung von lebenserhaltenden Massnahmen, oder der bbruch solcher Massnahmen. Sie wird als zulässig beurteilt und in der Schweiz praktiziert.
  • Was bedeutet indirekte aktive Sterbehilfe? Sie bedeutet die in Kauf genommene Beschleunigung des Todeseintritts als Nebenwirkng einer Medikamentengabe z.B. Morphin für die Schmerzbkämpfung im Endstadium einer Krebserkrankung. Ist im Strafgesetzbuch nicht festgehalten, gilt aber grundsätzlich als erlaubt.
  • Was ist die direkte aktive Sterbehilfe? Hier findet eine aktive Massnahme statt, nämlich die rasche schmerzlose Tötung mit dem Ziel, den Betroffenen von seinem Leiden zu befreien. Auch bei Sterbenden ist die direkte aktive Sterbehilfe im Sinne der gezielten Tötung zur Verkürzung von dessen Leiden wie jede Fremdtötung strafbar.
  • Was ist Suizidbeihilfe? (auch assistierter Suizid oder begleiteter Suizid genannt) durch eine Suizidhilfeorganisation, durch Bereitstellung einer tödlichen Substanz und durch Beratung und Begleitung auf dem Weg zum angestrebten Suizid geholfen wird. Suizidbeihilfe ist in der Schweiz erlaubt, sofern sie nicht aus eigennützigen Motiven erfolgt.
  • Wer war Elisabeth Kübler-Ross? Frau Dr. Kübler-Ross war eine in der Schweiz geborene Psychiaterin. Sie hat in einem ihrer Bücher die verschiedenen Phasen beschrieben, die jeder durch eine unheilbare Krankheit betroffene Patient durchquert.
  • Wie viele Phasen durchschreiten normalerweise Patienten, die erfahren, dass sie unheilbar kran sind? Nenne diese Phasen. 5 Phasen Die Ablehnung Die Wut Die Verhandlung (Suche nach einer Frist) Die Depression Die Annahme (manchmal)
  • Welchen Unterschied gibt es zwischen der passiven, der indirekten aktiven und der direkten aktiven Sterbehilfe? Passive Sterbehilfe: Verzicht auf Überlebensmassnahme Indirekte aktive Sterbehilfe: In Kauf genommene Beschleunigung des Todeseintritts als Nebenwirkung einer Medikamentengabe Direkte aktive Sterbehilfe: rasche und schmerzlose Tötung mit dem Ziel, den Betroffenen von seinen Leiden zu befreien
  • Was versteht man unter Palliativmedizin? Pflege und Betreuung von Terminalpatienten und sterbenden Menschen
  • Was bedeutet der Ausdruck Palliative Care? Palliative = ummantelt / Care = pflegen, sorgen, betreuen Palliative Care gehört zur Gesundheitspolitik der Schweiz und hat zum Ziel, schwerkranken oder sterbenden Menschen eine möglichst auf ihre Bedürfnisse angepasste Betreuung zu bieten und ihre Lebensqualität so weit wie möglich zu verbessern
  • Wie ist der Aufbau des Studiums bis zum Arzt? (Art, Dauer) Das Medizinstudium dauert 6 Jahre und wird nach bestandenem Staatsexamen mit dem eidgenössischen Arztdiplom abgeschlossen. die ersten 3 Jahre erfolgt das Bachelorstudium. Nach den ersten 3 Jahren erfolgt das Masterstudium. Im 5. Jahr werden ausschliesslich Praktiken in Spitälern durchgeführt. Die meisten diplomierten Ärzte absolvieren eine 3-6 jährige Weiterbildung zum Erlangen eines Facharzttitels. Während dieser Zeit arbeitet der Arzt zunächst als Assistenzarzt. Die Weiterbildung zum Facharzt wird mit einer Facharztprüfung abgeschlossen.
  • Doktorat (Dr. med.) Der Doktortitel ist der höchste akademische Titel in der Schweiz. Ein Arzt der den Doktortitel anstrebt, muss eine wissenschaftliche Forschungsarbeit vorlegen. (Dissertation) Das Doktorat ist nicht obligatorisch, das heisst, ein Arzt kann auch ohne Doktortitel arbeiten. Er ist dann kein Dr. der Medizin sondern diplomierter Arzt oder Facharzt.