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Dynamische Unternehmensorganisation (Subject) / 3 - Aufbau und Ablauforganisation 4 - Organisatorisches Gestalten von Arbeit (Lesson)
3 - Aufbau und Ablauforganisation 4 - Organisatorisches Gestalten von Arbeit
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- 0A Was ist eine Lernende Organisation nach Reinhardt und Schweiker Antwort: Reinhardt und Schweiker unterscheiden zwischen lernfähigen und lernenden Organisationen. Diese Unterscheidung resultiert daraus, dass Lernfähigkeit nicht zwangsläufig Innovationen als Resultat hat. Denkbar ist auch das Lernen von bspw. Abschottung, Rückzug, Resignation oder Widerstand (Wagner & Saar). Der Grad der Lernfähigkeit einer Organisation wird als Organisationsintelligenz bezeichnet.
- 21 Nennen Sie mindestens fünf Themen, die einer organisatorischen Gestaltung unterliegen. Ablauforganisation Aufbauorganisation Zeit Raum Menge
- 22 Welche drei Aktivitätstypen beschreibt das Substitutionsprinzip nach Gutenberg als struktureller Rahmen im Unternehmen? - Drei Aktivitätstypen als struktureller Rahmen im Unternehmen: Organisation: das dauerhafte Regelwerk Disposition: die situationsbezogene Ordnung Improvisation: die instantielle, vorläufige Ordnung
- 23 Was besagt das Substitutionsprinzip? Das Substitutionsprinzip besagt, dass mit zunehmender Wiederholungsrate Improvisation durch Disposition und Disposition durch Organisation ersetzt werden. Generelle Regelungen werden nur solange eingeführt, bis ein Gleichgewicht zwischen variablen Ereignissen und strikter Regelungen dazu erreicht ist.
- 24 Beschreiben Sie die Kennzeichen einer divisionalen Organisation in einem Unternehmen! Objektorientierung auf der 2ten Hierarchieebene wird Spartenorganisation / Geschäftsbereichsorganisation genannt. Produktsparten Regionalsparten Kundenorientierte Sparten Rechtliche Ausgestaltung: Sparte als Abteilung Konzern / Holding (rechtliche Verselbständigung)
- 25 Was ist eine Stab-Linien-Organisation? Vertikale Differenzierung: organisatorische Teilung des Entscheidungsprozesses Stabsarbeit: Spezialwissen / Berater Querschnittsaufgaben Entscheidungsvorbereitung (keine Entscheidungskompetenz) Entlastung der Linie vs. Konflikt
- 26 Welchen Zweck verfolgt die Organisatorische Integration? Ziel ist die separat erledigten Teile wieder zusammenführen, so dass eine geschlossene Leistungseinheit entstehen kann Dies ist umso schwieriger, je tiefer die Arbeitsteilung (durch Spezialisierung und Sub-Ziel-Identifikation) Integration ist möglich durch:➡ Hierarchie ➡ Programme ➡ Selbstbestimmungsregeln
- 27 Was ist eine Management Holding und welche Aufgaben und Kompetenzen hat sie? Management-Holding: Inhaltlicher Einfluss auf die Führung derTeilbereiche. Aufgaben: Gruppenziele und -strategien Genehmigung der Bereichsziele und -strategien Genehmigung operativer Pläne und Budgets Beschaffung und Zuordnung des Kapitals Bestellung von Führungskräften der Bereiche Führungskräftenachwuchs Zentralbereiche mit Richtlinienkompetenz, z.B. Finanzen, Personal, Controlling Konzernstäbe mit Beratungsfunktionen, z.B. Ökologie, Öffentlichkeitsarbeit
- 28A Nennen und beschreiben Sie drei Formen einer Aufbauorganisation. Unter Einlinienorganisation, auch Liniensystem oder Leitungssystem, versteht man im Rahmen der Aufbauorganisation systemische Ansätze, um Organisationseinheiten mit Hilfe von Leitungs-beziehungen zu einem hierarchisch gegliederten Organisationssystem zu verknüpfen. Insbesondere beschäftigen sich diese Konzepte mit der vertikalen Verbindung der verschiedenen Hierarchieebenen (siehe auch Leitungstiefe).
- 28B Nennen und beschreiben Sie drei Formen einer Aufbauorganisation. Das Mehrliniensystem basiert auf dem von Frederick Winslow Taylor (ein Zeitgenosse Fayols) geprägten „Funktionsmeistersystem“. Hierbei wird ein Universalmeister von sog. Funktionsmeistern ersetzt. Diese sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und geben nur ihren Fachbereich betreffende Anweisungen. Wichtig ist dabei das System der Mehrfachunterstellung: eine untergeordnete Stelle kann nun von mehreren übergeordneten Stellen Weisungen erhalten. Dadurch wird das Prinzip des kürzesten Weges realisiert, da sich nun ein Mitarbeiter direkt an den betroffenen Spezialisten wenden kann
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- 28C Nennen und beschreiben Sie drei Formen einer Aufbauorganisation. Die Stablinienorganisation bzw. das Stabliniensystem ist eine um Stabsstellen erweiterte Form des Einliniensystems. Sie wurde eingeführt, um die Linieninstanzen zu entlasten und die Vorgesetzten vom unterstellten Bereich weniger abhängig zu machen.[
- 29 Wie unterscheidet sich die projektierte Organisation von der Matrix- Organisation? Projektierte Organisation: Vorteile: Höchstmaß an Entscheidungsautonomie, Integrationsleistung, Höchstmaß an Flexibilität, Prozessoptimierend, Innovationsförderend Nachteile: ggf. Intransparenz nach Außen, ggf. hohe Koordinationskosten (“Unternehmen im Unternehmen”) Matrixorganisation: Vorteile: Integrationsleistung, Flexibilität, Prozessoptimierend, Innovationsförderend Nachteile: Trennung fachliche vs. disziplinarische Verantwortlichkeit (2 Vorgesetzte), Verzögerung von Entscheidungen, Hohe Koordinationskosten (starker Abstimmungsbedarf zwischen den Stammbereichen und den Produktbereichen)
- 30 Was ist ein Konzern? Konzern: Ein unter einheitlicher Leitung stehendes Unternehmen mit mindestens zwei rechtlich selbständigen Teilgesellschaften (§ 18 AktG).
- 31 Was ist eine Holding? Holding: Ein Verbund mehrerer, rechtlich selbständiger Unternehmen unter einer einheitlichen Leitung. Die Organisation ist stets divisional. Mögliche Rollenverteilung einer Holding: Finanz-Holding: Teilbereiche sind Beteiligungen/Investitionsobjekte Management-Holding: Inhaltlicher Einfluss auf die Führung der Teilbereiche.
- 32 Was ist ein Center? Center: Organisationseinheiten, die bereichsübergreifend Aufgaben wahrnehmen. Zentrale Leistungen für “interne” Kunden mit definiertem Leistungsportfolio. Corporate Center: Übernimmt hoheitliche Aufgaben, Richtlinienkompetenz, leistungsunabhängige Vergütung Shared Service Center: “Interner” Dienstleister, Unterstützungsprozesse, leistungsabhängige Vergütung
- 33 Was ist eine fraktale Organisation? Definition: Autonom agierende Organisationseinheiten, die keiner hierarchischen Kontrolle und keinen extern gesteuerten Prozessen unterliegen. Systemänderungen werden organisationsintern, ggf, sogar spontan ausgelöst.
- 34 Was ist eine virtuelle Organisation? Definition: Eine virtuelle Organisation ist ein Netzwerk unabhängiger Organisationsmitglieder unter Nutzung von Informationstechnik (insbesondere Internet). Die Gestaltung der Organisation wird ggf. zentral durchgeführt. Beiträge der Organisationsmitglieder werden autonom organisiert.
- 35 Was beinhaltet das Prozessmanagement? Definition: “Prozessmanagement umfasst die ganzheitliche Planung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Abläufe im Hinblick auf Kosten, Zeit und Qualität. Ziel ist die bestmögliche Erfüllung der Kundenanforderungen durch das Prozessergebnis.” (Dillerup & Stoi, 2013, S. 557)
- 36 Nennen und beschreiben Sie die Kriterien für die Prozessleistung. Wie werden sie gemessen? Kriterien für die Prozessleistung: Durchlaufzeit Termintreue Prozessqualität Prozesskosten Kundenzufriedenheit Maß für Prozessqualität “First Pass Yield” (FPY):ΣProzessergebnisse ohne Nacharbeit ______________________________ Σ aller Prozessergebnisse
- 37 Welche Kriterien zur Bewertung einer Prozessleistung gibt es? ?
- 38 Was ist ein “First Pass Yield” (FPY)? Maß für Prozessqualität “First Pass Yield” (FPY): ΣProzessergebnisse ohne Nacharbeit ________________________________ Σ aller Prozessergebnisse
- 0B Was ist eine Lernende Organisation nach Frieling Eine lernende Organisation ist idealerweise ein System, welches sich ständig in Bewegung befindet. Ereignisse werden als Anregung aufgefasst und für Entwicklungsprozesse genutzt, um die Wissensbasis und Handlungsspielräume an die neuen Erfordernisse anzupassen. Dem liegt eine offene und von Individualität geprägte Organisation zugrunde, die ein innovatives Lösen von Problemen erlaubt und unterstützt. Mechanismen, die derartige Lernprozesse unterstützen, sind: klare Visionen, gemeinsame Zielsetzungsprozesse, Orientierung am Nutzen der Kunden Kooperations- und Konfliktlösungsfähigkeit, wechselseitiges Vertrauen und Teamgeist Prozessorientierung und Selbstregulation in Gruppen Belohnung von Engagement und Fehlertoleranz bei riskanten Vorhaben
- 0C Was ist eine Lernende Organisation nach Peter Senge Senge vertritt den Standpunkt, dass fünf Fertigkeiten (Disziplinen) beherrscht sein müssen, um lernende Organisationen zu entwickeln: Personal Mastery – individuelle Selbstentwicklung Mental Models – mentale Modelle Shared Visioning – gemeinsame Vision Team Learning – Lernen im Team Systems Thinking – Denken in Systemen Es bedarf aller 5 Disziplinen, um eine lernende Organisation zu entwickeln. Die Disziplinen unterstützten sich wechselseitig, und in einem Entwicklungsprozess werden die Fähigkeiten der Organisation schrittweise angehoben.
- 0D Was ist eine Lernende Organisation nach Walsh und Ungson Die Bezeichnung „lernende Organisation“ ist insofern irreführend, dass nicht die Organisation, sondern die Menschen innerhalb der Organisation lernen. Walsh und Ungson erklären auf der Grundlage dieser Erkenntnis, dass es in Organisationen sechs Informationsquellen gibt, die die zum Lernen notwendige Information liefern können. Diese sechs Quellen nennen sie summarisch das Organisationsgedächtnis (engl. organizational memory): die Kultur der Organisation Produktionsprozess: Der Produktionsprozess enthält Informationen, die zum Lernen verwendet werden können. Der in der Qualitätsbewegung typische Deming-Zyklus ist hierfür ein Beispiel. Strukturen: Die Einheiten einer Organisation stecken voller Fachwissen; so kann durch Befragung beispielsweise einer Gruppe des Technischen Hilfswerks dieses Wissen für andere Gruppen verfügbar gemacht werden. physischer Aufbau: Der physische Aufbau, also wo welche Einheit der Organisation sich relativ zu anderen physisch befindet, gibt Information über die Beziehungen der Einheiten und deren wechselseitige Abhängigkeiten. externe Archive: Informationsquellen außerhalb der Organisation, Internet, Bibliotheken, offizielle Archive usw. Individuen: Menschen in der Organisation verfügen über ihre eigenen mentalen Modelle. Diese können mitgeteilt oder durch Beobachtung ermittelt werden.