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Sozialwissenschaftliche Grundlagen (Subject) / Videomailaise-These (Lesson)
Videomailaise-These
Wirkung von Mediengewalt
Sozial-kognitive Lerntheorie
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- Katharsistheorie Im Menschen angeborene Veranlagung zu aggresivem Verhalten Durch Nutzung von Mediengewalt können vorhandene Gewalttendenzen abreagiert werden (kathartische Wirkung) Mediengewalt führt demnach als zum Abbau von Aggresionen In empirischen Studien meist nicht bestätigt
- Habitualisierungsthese Kognitive und emotionale Gewöhnung und Abstumpfung führt zu Desensibilisierung Als Folge vermindert sich längerfristig das Mitgefühl mit den Opfern von Gewalt, Medienrealtität trägt zu dem Bild bei, dass Gewalt etwas Normales sei Gewöhnung von Mediengewalt führt zu nachlassendem Spannungsgefühl, die Toleranzgrenze gegenüber Gewalt und Pornografie in den Medien wird herabgesetzt --> Mediengewalt kann Aggressionen oder Toleranz von Agressionen fördern
- Inhibitionsthese Gewaltdarstellung lösen aggresive Impuse aus Diese Impulse werden aus Angst vor negativen Konsequenzen zurückgedrängt --> Geringere Gewaltbereitschaft beim Zuschauer aufgrund eines abschreckenden Effekts
- Sozial-kognitive Lerntheorie Die Theorie des Beobachtungslernen geht davon aus, dass Menschen lernen indem sie das Verhalten anderer beobachten und sich entsprechende Handlungsmuster aneignen (Lernen am Modell) Demnach ist aggressives Verhalten überwiegend anhand von Beobachtungen gelerntes Verhalten, v.a. von Mediengewalt "abgeschaut" Ob eine beobachtete und übernommene Handlung tatsächlich ausgeführt wird, hängt von mehreren Faktoren ab (vermutete Konsequenzen, soziale Normen, Vorhandensein der nötigen Fähigkeiten und Mittel etc.)
- Sozial-kognitive Theorie Sozial-kognitive Theorie empirisch in Laborexperimenten gut belegt, soweit es sich um kurzfristige Effekte handelt Zum Beispiel Experiment mit Rocky und Bob Die lerntheoretische Position bezieht Merkmale der Medieninhalte (Deutlichkeit der Darstellung, Belohnung oder Bestrafung von Gewalt etc.), der Rezipienten (Charaktereigenschaften, Interessen, frühere Erfahrungen etc.) sowie der Situation ein. Handeln oder Denken kann kontrolliert werden, Beobachter nehmen unterschiedliche Inhalte unterschiedlich wahr, sowie unterschiedliche Verhaltenskonsequenzen abgeleitet werden können.
- Vier zentrale Befunde Erfolgreiches Modellverhalten wird eher imitiert als nicht erfolgreiches Beobachtete Verhaltensmuster werden umso mehr nachgebaut, je realitätsnäher sie sind Kinder imitieren eher männliche als weibliche aggressive Modelle Modelle finden sich v.a. in der Familie und im sozialen Umfeld - mediale Quellen sind eher sekundär
- Forschungsstand Viele Studien zeigen, dass ein schwacher kausaler Zusammenhang zwischen kontinuierlicher Nutzung von Mediengewalt und Aggresivität im Alltag besteht. Aufgrund der vorhandenen Langzeitstudien geht man davon aus, dass 5 bis 10 Prozent des Aggresionszuwachses auf den Einfluss der Mediengewalt zurückzuführen ist. Die restlichen 90-95 Prozent sind durch andere Faktoren zu erklären
- Fazit soziale-kognitive Lerntheorie Einfache Antworten auf das komplexe Problem der Mediengewalt sind nicht möglich Gewalt in den Medien ist weder harmlos noch die zentrale Ursache für Gewalt in der Gesellschaft Manche Formen von Mediengewalt haben unter manchen Bedingungen negative Auswirkungen auf manche Rezipienten
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