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Dramenanalyse (Subject) / Begriffe (Lesson)

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  • Absurdes Theater + Bsp hierfür in den 50-er Jahren (franz. Existentialismus) keine nachvollziehbare Wirklichkeitsnachahmung sondern Darstellung der Sinnlosigkeit der menschl. Existenz Bsp: Samuel Beckett, Eugene Ionesco
  • Akt + wie heißen die weiteren Untergliederungen? Gliederungseinheit im Drama, um räuml. + inhaltl Struktur zu gewähren Weitere Untergliederungen: Szenen + Auftritte
  • Anagnorisis (Eselsbrücke: Erkenntnis!) Element der klassischen Tragödie häufig Bestandteil der Peripetie im 3. Akt: Umschlag von Unwissenheit in Erkenntnis Bsp: "Iphigenie auf Tauris"
  • Analytisches Drama + Bsp Das entscheidende Ereignis liegt der Bühnenhandlung voraus! Wird erst im Verlauf der Bühnenhandlung enthüllt Bsp: "Der zerbrochene Krug"
  • Antagonist + Bsp Gegenspieler des Protagonisten und als Kontrast gegen diesen konzipiert Bsp: Mephisto im Faust
  • Antilabe (wer labert gegen wen?) Funktion? Aufteilung eines Verses auf 2 oder mehr Sprecher. Funktion: Steigerung der Lebhaftigkeit + Dramatik des Dialogs
  • Aristotelisches Drama streng gebaute Dramenform (nach Aristoteles Dramentheorie). Forderung der 3 Einheiten von Handlung, Ort und Zeit + ist der Katharsis verpflichtet
  • Auftritt/Szene kleinstes Gliederungssegment des Dramas. Bezeichnet das Geschen zwischen 2 Personenwechseln innerhalb eines Aktes
  • Aufzug Bezeichnung für den Akt seit dem 18. Jh
  • Beiseitesprechen (A-part-Sprechen) Monolog einer Figur. Dieser soll von anderen anwesenden Figuren nicht gehört bzw. soll nicht gehört werden
  • Advertisement
  • Boten Funktionsfiguren, die Nachrichten von weiter entfernt gedachten Orten zum Bühnengeschehen bringen.
  • Botenbericht Dramaturgisches Hilfsmittel Mit diesem werden Geschehnisse, die bereits stattgefunden haben + für den Fortgang der Handlung relevant sind, den Zuschauern vergegenwärtigt. Außerdem sind diese Geschehnisse auf der Bühne z.T. nicht darstellbar (Schlachten)
  • Bürgerliches Trauerspiel. Begründer? darstellende Personen? Thema? Formale Merkmale? Mitte des 18. Jh durch Lessing "Miss Sara Sampson" +"Emilia Galotti". Personal gehört nicht mehr zum heroischen Bereich, sondern es sind Angehörige des niederen Adels/gebildeten Bürgertum. Thema: Probleme der privaten "bürgerliche" Welt. Formale Merkmale: Aufhebung der Ständeklausel, Gebrauch der Prosa, zunehmende Aufweichung der 3-Einheiten-Lehre
  • Bürgerliches Trauerspiel. Begründer? darstellende Personen? Thema? Formale Merkmale? Mitte des 18. Jh durch Lessing "Miss Sara Sampson" +"Emilia Galotti". Personal gehört nicht mehr zum heroischen Bereich, sondern es sind Angehörige des niederen Adels/gebildeten Bürgertum. Thema: Probleme der privaten "bürgerliche" Welt. Formale Merkmale: Aufhebung der Ständeklausel, Gebrauch der Prosa, zunehmende Aufweichung der 3-Einheiten-Lehre
  • Chor Gruppe von Sprechern im Drama, die nur als Kollektiv spricht
  • Commedia dellárte volkstümliche Improvisations- und Maskenkompdie des 16. + 17. Jh in Italien
  • Deus ex Machina bezeichnet eine komleptt unerwartete Lösung eines Konflikts in einem Theaterstück. Meistens in Form eines unvorbeeiteten Auftritts eines Gottes. Oft inszeniert mit Hilfe spezieller Maschinen der Bühnentechnik, der die Aporie (Ausweglosigkeit) lösen kann.
  • Dialog Wechselrede der Figuren bzw das Gespräch im Drama. Das grundlegende sprachliche Wesenselement des Dramas: da der Dialog sowohl den Ablauf der Handlung bestimmt als auch der Charakterisierung der Figuren sowie der Darstellung ihrer Konflikte dient.
  • Diener/Vertrauter ist der Hauptfigur ständisch + dramaturgische untergeordnet.  Erfüllt Aufgaben der Hauptfigur + fungiert als Gesprächspartner, dem Gedanken+Gefühle anvertraut werden.
  • Drei Einheiten Einheit der Handlung: Drama muss Handlungsstrang aufweisen, dem alle Einzelhandlungen zugeordnet sind. Es sind keine Parallelhandlungen erlaubt. Idealtypischer tektonischer Aufbau des Dramas: Exposition, Steigerung, Peripetie, retard. Moment, Katastrophe/Lösung Einheit des Ortes: Drama sollte sich an einem einzigen Ort ohne Szenenwechsel abspielen. Infos über Handlungen, die sich an einem anderen Ort abspielen, können per Botenbericht, Teichoskopie, Chor vermittelt werden. Einheit der Zeit: aus der tektonischen Form ergibt sich die Einheit der Zeit -> Handlung darf sich nur in einem zeitl Kontinuum über max 1 Tag erstrecken
  • Dokumentartheater Dramenform zur Darstellung historischer Ereignisse oder Personen auf Grundlage historischer Quellen (Anfang des 20. Jh)
  • Epilog fNachwort, das der eigentlichen Dramenhandlung deutlich abgegrenzt folgt. Kann eine vermittelnde Posotion zwischen Dramentext, Autor+Publikum einnnehmen.
  • Epilog fNachwort, das der eigentlichen Dramenhandlung deutlich abgegrenzt folgt. Kann eine vermittelnde Posotion zwischen Dramentext, Autor+Publikum einnnehmen.
  • Episches Theater Offene Form des Theaters (von Berthold Brecht entwickelt). Gegensatz zum klassischen, aristotelischen Dramas. Brecht verfremdet die dramatische Handlung: die übliche Dramenform wird aufgelöst, stattdessen werden Einzelszenen andeinander gereiht. Das unmittelbare Geschehen wird durch einen Erzähler, von Szenenüberschriften o der Einschub von Liedern verfremdet dargestellt. (Schauspieler sollten Distanz zu ihren Rollen gewahren!) Ziel: Bühnenillusion soll durchbrochen werden + die Einfühlung der Zuschauer in das Bühnengeschehen sollte verhindert werden.
  • Exposition vermittelt Hintergrundwissen am Anfang des Dramas um die in der Vergangenheit liegenden + die Gegenwart bestimmenden Vorussetzungen. Auf diesen beruht die folgenden konflikthafte Handlung
  • Fallhöhe Kategorie stamm aus klass. Dramentheorie + ist eng mit der Ständeklausel verknüpft. Der Fall eines Helden wird um so eindringlicher empfunden, je höher sein sozialer + moralischer Rang vorher war.
  • Figurenkostellation Verhältnis+Stellung aller Figuren eine Dramas zueinander.
  • Fiktionsbrechung Die geschaffene Fiktionsebene wird von den dramatischen Figuren verlassen, z.B. mit Hilfe der Parabase. Hiermit soll Bühnenillusion als solche kenntlich gemacht werden,
  • Fünfaktschema Aufbaumodell des Dramas nach Gustav Freytag (1816-1895) 1. Akt: Exposition/Einleitung 2. Akt: Steigerung 3. Akt: Peripetie/Höhepunkt 4- Akt: retardierendes Moment/Retardation 5. Akt: Schluss (Lösung oder Katastrophe)
  • Gemischte Charaktere Figuren, die weder eindeutig gut oder böse sind.  Befinden sich auf gleicher Höhe wie Publikum+ sollen das Drama glaubwürdiger machen. z.B. gefordert durch Lessing: im bürg. Trauerspiel sollen sich Zuschauer die Konflikte durch Mitleiden als ihre eigenen vorstellen können
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  • Geschlossene / tektonische Form idealtypische Drama der geschlossenen Form gehorcht den 3 Einheiten, gestaltet den Aufbau nach dem symmetrischen Schema (Fünfaktschema), hält strenge Regeln der Ständeklausel ein und bedient sich des hohen Redestils
  • Hamartia Begriff der Tragödientheorie (Aristoteles) für das Fehlverhalten des Helden, das die Katastrophe herbeiführt. Hierbei handelt es sich nicht um moralische Schuld, sondern um tragisches Versagen des Helden
  • Hanswurst Figur des Barocktheaters (Wanderbühnen) Der Hanswurst bringt ein komisches Element in die sonst tragische Handlung
  • Hauptfiguren die zentralen Figiren des Dramas, um die sich Haupthandlung dreht. Hauptfiguren agieren selbständig+aktiv und haben die größten Textanteile
  • Haupttext der TExt des Dramas, der von den Schauspielern als Figuren auf der Bühne gesprochen wird
  • Höhe-/Wendepunkt, Peripetie dramatischen Handlungselement, das den Höhepunkt der Spannungskurve markiert. der dramatische Konflikt wird hier schon entschieden, da die Handlung ihre entscheidende Wendung erfährt
  • Informationsvergabe Terminus der Dramenanalyse hier wird die Möglichkeit beschrieben, dem Zuschauer über Haupt- u Nebentext Wissen über den Fort- u Ausgang der Handlung zukommen zu lassen
  • Intrige für die dramatische Handlung entscheidenden Komplott
  • Katastrophe Tragisches Ende des Dramas (Fünfaktschema)
  • Katharsis "Reinigung" -> Tragödie soll nach Aristoteles "Jammern+Schaudern" im mediz. Sinne hervorrufen und Erregungszustände regulieren. Nach Lessing soll Katharsis "Furcht+Mitleid" erzeugen.. Im Zusammenhang des bürg. Trauerspiels rückt die Empathie in den Vordergrund: Publikum soll sich Unglücksfälle auf Bühne als die eigenen vorstellen können
  • Komödie Lustspiel Zweite Grundfrm des klass. Dramas nach der Tragödie. Hier wird meist nur ein scheinbarer Konflikt gestaltet, der durch menschl Schwächen entsteht. Die Lösung des Konflikts beinhaltet meist etwas Komisches
  • Monolog Einzelrede einer Bühnenfigur. Zielt auf die sprechende Person und ihren Konflikt ab.
  • Nebenfiguren Figuren, die den Hauptfiguren zur Seite gestellt werden. Erfüllen eher einen dramaturgischen Zweck als persönlich plastisch zu werden
  • Offene / atektonische Form Gegenmodell zu geschlossenen... Lockerung oder Auflösung der 3 Einheiten
  • Parabase direkte Wendung einer Bühnenfigur oder Chors ans Publikum
  • Pathos -> Tragödientheorie Bezeichnet die Abschnitte des Dramas, in denen durch Darstellung von Tod o schwerem Leid im Zuschauer die Affekte von Jammern+Schaudern oder Furch + Mitleid ausgelöst werden
  • Peripethie Höhe-/Wendepunkt
  • Prolog deutlich markierte Vorrede, die der eigentlichen Dramenhandlung vorgelagert ist. dient der Ankündigung, Erläuterung + Ausdeutung
  • Protagonist zentrale Figur, Hauptfigur des Dramas
  • retardierendes Moment Verzögerung der Katastrophe. Kurzzeitig erscheint ein untragischer Lösungsansatz, der sich aber nur als scheinbar entpuppt