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Vertiefung Kognition (Subject) / Verteilte Modelle (Lesson)

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  • Perspektiven der Kognitionspsychologie: Modelle Individuum Soziale Interaktion Evolution Perspektiven der Kognitionspsychologie: Modelle Informations-Verarbeitungs- Modelle Symbolische Computermodelle Neuronale Netzwerke Evolutionäre Modelle (z. B. genetische Algorithmen) „Verteilte Modelle“ (z. B. Zelluläre Automaten)
  • Mitchel Resnick‘s Thesen (Resnick, 1994) Generelle These: Viel mehr Phänomene des täglichen Lebens als man denkt sind nicht zentral gesteuert, sondern entstehen durch das Zusammenwirken einfacher Interaktionen Leitlinien des „dezentralisierten Denkens“ 1. Positives Feedback ist nicht immer negativ (z. B. Eisverkauf an heißen Tagen) 2. Zufall kann Ordnung schaffen (z. B. „Zugabe klatschen“) 3. Ein Vogelschwarm ist kein Vogel (Interaktionen auf einer Ebene erzeugen Objekte auf der anderen) 4. Ein Stau ist nicht nur eine Ansammlung von Autos (emergente Objekte auf höherer Ebene, die bleiben, auch wenn Objekte auf niedrigerer Ebene nicht mehr da sind) 5. Die Hügel sind lebendig (die Umwelt interagiert mit den Objekten)
  • Funktionsweise verteilter Systeme Regel 1 (pro Zeittakt): Ändere Zustand, wenn „linker“ Nachbar (im Uhrzeigersinn) in einem anderen Zustand ist, ansonsten tue nichts. Regel 2 (pro Zeittakt): Ändere Zustand, wenn beide Nachbarn in einem anderen Zustand sind, ansonsten tue nichts.
  • „Netzwerk- Geometrien“ (in Abhängigkeit vom jeweiligen adaptiven Problem)
  • Selbstorganisation aggressiven und friedlichen Verhaltens über die Zeit hinweg Regel: Tu das, was die Majorität (> 50%) der Nachbarn tut (keine Veränderung bei 50%)
  • Selbstorganisation aggressiven und friedlichen Verhaltens über die Zeit hinweg Auswirkung einzelner „reizbarer“ Individuen (werden schon aggressiv, wenn ein einziger Nachbar aggressiv ist) Jeder Punkt ist ein Simulationsergebnis Identische Ausgangbasis für Simulationen A-D)
  • Partnerwahl: Ändern der „Strategie“ restricted strategy (person who requires love before engaging in sexual relations, does not desire multiple partners, etc.) vs. unrestricted strategy (willing to have sexual relations outside a serious loving relationship, would be comfortable having ongoing sexual relations with more than one person at a time, etc.). Einfluss des jeweils anderen Geschlechts auf Strategiewechsel bei der Partnerwahl: wie hoch muss der Anteil sein (Schätzung über andere)?
  • Ausgangsbasis (zufällige Verteilung) Ausgangsbasis (zufällige Verteilung) (Basisraten für Männer und Frauen empirisch ermittelt) „Normale“ Regeln (stabiler Endzustand) Beide Geschlechter benutzen „male rule“ Beide Geschlechter benutzen „female rule“
  • Beispiel für „unorganisiertes“ Selbst Einzelne Elemente stehen für Bestandteile von elementaren Einstellungen, bereichsspezifische Selbstbilder, Kompetenzbereiche, Interessen, etc. • Die Elemente können positive (hell) oder negative (dunkel) Ausprägungen haben. • Die „Zentralität“ (das Gewicht) von Elementen ist durch ihre Höhe angezeigt Beispiel für „unorganisiertes“ Selbst Veränderungsregel pro Element: Wenn die Summe der gewichteten Valenzen der Nachbarn ein anderes Vorzeichen hat und höher ist als die eigene gewichtete Valenz, ändere Valenz, ansonsten tue nichts. (Wenn die aufsummierten gewichteten Valenzen der Nachbarselemente mit gleichem Vorzeichen höher sind als die mit ungleichem Vorzeichen ändert sich natürlich auch nichts)
  • Generelle) Bewertungsmaße siehe Folie
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  • Wie wirken sich (zufällige und im Mittel neutrale!) neue Informationen auf das Selbst aus? (z. B. soziales Feedback, sozialer Vergleich, Selbstwahrnehmung eigener Handlungen, Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse, usw. – modelliert als Addition zu oder Subtraktion von gewichteten Valenzen für ein Element) z. B. Smalltalk z. B. Propaganda Press for integration: Wie stark ist der Druck zur Konsistenz? (high: Nachbarvalenzen werden stärker gewichtet: eigene kognitive Ressourcen sind stark im Vergleich zu Information von außen)  Low Press: Selbst wird durch neue Informationen stark beeinflusst, besonders wenn neue Information eine hohe Intensität besitzt auch Selbst mit geringen kognitiven Ressourcen profitiert von (moderatem ) „Rauschen“   R W V P j j    P=.1 P=1 (R hat Mittelwert 0 und SDs von 0, 1, 3 und 6)
  • „Verzerrte Information“ (zufällig um positiven [2] oder negativen [-2] Mittelwert herum) High press: (Auswirkung positiver/negativer einmaliger „Information“ [Valenzänderung bei 15% der Elemente] auf ein stabiles System)
  • Dosierung der inkonsistenten Information (60% der positiven Elemente auf negativ gesetzt)