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Grundlagen der Diagnostik (Subject) / VL 3 // diag Info-gewinnung I (Lesson)
Methoden diagnostischer Informationsgewinnung I
This lesson was created by AliceMiller.
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- Welche Risiken bergen transparente bzw. nicht-transparente Erhebungsmethoden transparente EM: Verfäschbarkeit intransparente EM: Akzeptanz, ethische Einschränkungen, falsche Erwartungen > Verfälschungen
- Nenne alle Klassifikationssysteme zur Ordnung diagnostischer Erhebungsinstrumente nach Eid, Gollwitzer und Schmitt (2013) und erkläre 2 am selbstgewählten Beispiel. ž 1. Einzelerhebung vs. Gruppenerhebungo Steht Einzelperson oder Gruppe im Fokus? ž 2. Analyseeinheito Individuum, Dyade, Gruppe, soziales System ž 3. Reaktive vs. nicht-reaktive Erhebungsmethodeno Nicht-reaktiv = Verhalten und Erleben wird unaufgefordert erfassto Reaktiv = Verhalten und Erleben wird unaufgefordert erfasst 4.ž Transparente vs. nicht-transparente Erhebungsmethodeno Transparent = Art erhobener Informationen und Verwendungszweck sind diagnostizierter Person bekannto Intransparent = psychologische Bedeutung des gezeigten Verhaltens ist getesteter Person nicht bekannt 5.ž Teilnahme vs. Nicht-Teilnahme des Diagnostikerso Aktiv (z.B. Beurteilung Schüler durch Lehrende) vs.o passiv (z.B. Hospitation in Schule) teilnehmende Diagnostik möglich 6.ž Typisches vs. maximales Verhalten o Persönlichkeitsmerkmale vs. Leistungsmerkmale
- Was ist ein Nachteil reaktiver Erhebungsmethoden? bereits das Wissen um die Beobachtung kann diese Verzerren (bspw. Hawthorne-Effekt)bzw. durch Pbd. bewusst angepasst werden (bspw. soz. Erwünschtheit)
- Welche Kriterien sind bei der Wahl der Erhebungsmethode relevant? Erläutere am selbstgewählten Beispiel. Fragestellungdiagnostisches Objekt (bspw. demogr. Einschränkungen, "zugeschr. Behinderungen")Verfahrensaufwand (bspw. Nebengütekriterien - Ökonomie, ZumutbarkeitQualität der benötigten InformationenArt des Erlebens und Verhaltens, welches von Interesse ist (bspw. Selbst- oder Fremdeinschätzung) Beispiel: Patient in ambulanter PT1. Was will ich wissen?2. Wie ist der Patient?3. Wie viele Tests kann ich durchführen?4+5. Welche Daten brauche ich in welcher Qualität?
- Welches der folgenden Kriterien wird bei der Wahl der Erhebungsmethode NICHT berücksichtigt? 1. Fragestellung 2. Analysemethode 3. Diagnostisches Objekt 4. Verfahrensaufwand 5. Forschungshypothesen 6. Qualität der benötigten Information 7. Art des Erlebens und Verhaltens, welches von Interesse ist 2. und 5.
- Nach welchen Kriterien wird die Teilnahme des Diagnostikers beschrieben? Anwesenheit und Grad der Teilnahme
- Nach welchen Kriterien kann die Verhaltensbeobachtung unterschieden werden? systematisch vs.unsystematisch Ort: natürliche Bedingungen vs. Laborbedingungen Beteiligungsgrad des Beobachtersaktiv = Beobachter bekommt Zugang zu ansonsten geschlossener Gruppe; Beobachtung ist für Pbd. normal zB Schule Art der Protokollierung- isomorphe Deskription: vollständige Erfassung bspw. Video- reduktive Deskription: Zeichensystem (bestimmter Teil wird erfasst), Kategoriensystem (Zuordnung zu Oberbegriffen), Ratingverfahren (bspw. Auftretenshäufigkeit durch Beobachter eingeschätzt)
- Nach welchen Ordnungsmöglichkeiten können Gesprächsmethoden gegliedert werden? Strukturierungs- und Standardisierungsgrad Aktivitätsgrad des Fragenden Anzahl Fragender und Befragter Art der Auswertung: qualitativ oder quantitativ
- Welches ist die am häufigsten in der Psychologie eingesetzte Erhebungsmethode? Fragebogen
- Nenne je 2 Vorteile und Nachteile von Fragebögen. Vorteile:- in Gruppe durchführbar- geringer Materialaufwand- hohe Durchführungs- und Auswertungssicherheit Nachteile:- mangelnde Flexibilität- Vorgabe fester Antwortkategorien
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- Beschreiben Sie die Erhebungsmethode Textanalyse! Analyse unstrukturiert/unstandardisiert gewonnener schriftlicher/mündlicher Daten bzw. Analyse nicht-reaktiv gewonnener Daten (zB Tagebuch) auch projektive Verfahren qualitative und (häufig ergänzende) quantitative Inhaltsanalyse> Qualitativ = Identifikation wesentlicher Themen - Zuordnung von Aussagen zur Kategorien> Quantitativ = möglichst objektive Beschreibung eines Textes anhand festgelegter Merkmale
- Definieren Sie Test und sein Anliegen. wissenschaftliches Routineverfahren mit dem Ziel der Erfassung von empirisch abgrenzbaren Persönlichkeitsmerkmalen mit Ziel möglichst quantitative Aussagen über den relativen Grad der individuellen Merkmalsausprägung Anliegen- messgenaue, objektive Testung von Maximalleistung in verschiedenen Bereichen
- Nennen Sie Vorteile computerbasierter Verfahren und ein Beispiel. hohe Durchführungs- und Auswertungsgüte Einsatz verschiedener Aufgabentypen zusätzliche Maße erfassbar (zB Reaktionszeit) adaptives Testen möglich Beispiel: Wiener Testsystem
- Nennen sie 2 Beispiele für reaktionszeitgestützte Verfahren. Stroop-Test IAT
- Welche Kriterien verschiedener Erhebungsmethoden sind besonders zu beachten? reaktive vs. nicht-reaktive Erhebung objektive vs. subjektive Erhebung