BSA-A-Lizenz (Subject) / Cardiofitness (Lesson)

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Leistungsdiagnostik, Die Wahl der richtigen Bewegungsformen

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  • Erklären Sie mit einigen Worten die Aufgaben der Individuellen Leistungsdiagnostik für die Trainingssteuerung des Ausdauertrainings. Nur durch genaue Analyse des körperlichen Leistungsstandes und die Ermittlung individuell trainingswirksamer Belastungsbereiche ist eine gezielte Trainingssteuerung bzw. Belastungsdosierung (trainingswirksamer Reiz) für das Ausdauertraining möglich. Ausdauertest erfüllen im Wesentlichen drei Aufgaben: Referenzdatenanalyse: Bestimmung des aktuellen Leistungsstandes einer Person anhand von alters- und geschlechtsspezifischen Normwerten (interindividueller Leistungsvergleich) Trainingsplanung: Ableitung von Trainingsempfehlungen; Bestimmung der optimalen Trainingsintensität für das Ausdauertraining Evaluation: Dokumentation der Leistungsentwicklung über einen längeren Zeitraum mit Hilfe von Re-Tests (intraindividueller Leistungsvergleich)
  • Welche Anforderungen sollte ein aussagekräftiges Testverfahren zur Messung der Ausdauerleistungsfähigkeit erfüllen? Der Test muss exakt dosierbar und jederzeit reproduzierbar sein. Außerdem müssen wissenschaftlich abgesicherte Normwerttabellen als Bezugssystem zum interindividuellen Leistungsvergleich exestieren. Des weiteren sollte das Testverfahren möglichst wenig zeitaufwendig, einfach durchführbar und vor allem universell anwendbar sein
  • Beschreiben Sie das Prinzip der stufenförmigen Belastungsuntersuchung und erläutern sie dabei die wesentlichen Kenngrößen. Prinzip -->Belastungsintensität langsam und kontinuierlich steigern und beobachten wie der Organismus reagiert. Physiologische Messparameter --> Herzfrequenz, Laktatkonzentration, Sauerstoffaufnahme Dokumntiert man Herzfrequenzverhalten während der einzelenen Belastungsstufen und bestimmt später bei einer definierte Pulsobergrenze die erbrachte physikalische Leistung (z.B Watt), erhält man ein individuelles Leistungsprofil. Vergleich mit alters- und geschlechtsspezifischen Normwerten. Die Eingangsbelastung von Leistungsfähigkeit abhängig. Untrainierte zwischen 25-50 Watt, trainierte zwischen 50 und 100 Watt. Steigerung der Belastung von Leistungsfähigkeit abhängig. Belastungssteigerung zwichen 25 und 50 Watt. Die Stufendauer liegt im Regelfall zwischen 2 und 3 Minuten. Stoffwechselsituation in der Arbeitmuskulatur und somit das Herzfrequenzverhalten soll sich anpassen. Die Höhe der Trittfrequenz wird in Abhängigkeit vom Ausbelastungsgrad des Testverfahrens gewählt. Submaximal 60 und 80 U/min. Maximal 80 und 100U/min Abruchkriterium bei maximaler Ausdauerbelastung ist die vollständige körperliche Ausbelastung --> max. HF (220 - LA). Submax. 180-LA Die Gesamtdauer sollte 10 -18 Minuten betragen, entspricht ca 4-6 Stufen
  • Erklären Sie, warum das Fahrradergometer zur Testung der Ausdauerleistungsfähigkeit am besten geeignet ist. Schildern Sie dabei auch mögliche Nachteile. Vorteile: Belastung jederzeit reproduzierbar und exakt dosierbar; geringe Gefahr von orthopädischen Fehlbelastungen; geringe Koordinative Anforderungen; Für alle Personengruppen geeignet; Existenz von Normwerten zum individuellen Leistungsvergleich Nachteile: periphere muskuläre Limitierung, die dazu führt, dass nicht immer eine ausreichende cardiopulmonale Ausdauerbelastung möglich ist
  • Unter welchen Umständen sollten Sie auf keinen Fall einen Ausdauertest mit einem Kunden durchführen? akute Fieberhafte Erkrankung Infektionen Entzündungen organische Schäden (Leber, Niere) Diabetes mellitus Herzrhytmusstörungen Hypertonie Beta-Blocker unwohlsein
  • Unter welchen Umständen würden Sie einen Ausdauertest abbrechen? Überschreiten der vorher festgelegten Pulsobergrenze Subjektive Beschwerden: Engegefühl in der Brust, Atemnot, Hustenreiz, Schmerzen, Schwindel,Blässe und kalter Schweiß Blutdruckverhalten: zu starker Anstieg (>230/115 mmHg), fehlender Blutdruckanstieg, Abfall
  • Warum sollte der Trainer vor de Durchführung eine Ausdauertests mit einem Kunden eine Voreinstufung hinsichtlich seiner Belastbarkeit vornehmen? Um ein indivduell geeignetes Testprofil auswählen zu können
  • Beschreiben Sie das genaue Ablaufschema des IPN-Tests. Voreinstufung: Alter, Geschlecht, Trainingszustand, Ruhepuls Testdurchführung: Zielherzfrequenz, WHO oder Hollmann/Venrath Testauswertung: Watt/Kg, Vergleich mit Normwerttabelle, Bewertung, Belastungsfaktor Trainingsempfehlung: Berechnung der Trainingsherzfrequenz mit Hilfe der IPN-Formel
  • Beschreiben Sie das Belastungsschema nach WHO und nach HOLLMANN/VENRATH. Worin liegt der Unterschied? WHO: Wurde zur Beurteilung der HK- Leistungsfähigkeit von sehr leistungsschwachen Personen entwickelt. Submaximale Belastungsstufe; Eingangsbelastung 25 Watt; Steigerung 25 Watt; Trittfrequenz ca 60-80 U/min,Stufndauer 2 min HOLLMANN/VENRATH: Durchschnittlich bis gut trainierte Personen, mind. 150 Watt; Eingangsbelastung 30 Watt; Steigerung 40 Watt; Stufendauer 3 Minuten; Trittfrquenz 60-80 U/min Unterschied: Belastungssteigerung, Stufendauer
  • Diskutieren Sie das Pro und Kontra hinsichtlich der Durchführung eines maximalen Fahrradergometertests im Fitness und Gesundheitssport. Vorteil: maximal erreichbare HF kann ermittelt werden; Festlegung der späteren Trainingsbereiche kann exakter erfolgen Nachtteil: Belastungsbedingte HK-Störungen können nicht ausgeschlossen werden; Motivation;Gesundheit sollte von einem Arzt bescheinigt werden
  • Worin sehen Sie die Vorteile von einem Laufband- gegenüber einem Fahrradergometertests? Eine differenzierte Testung auf verscheidenen Ergometern kann durchaus sinnvoll sein, da eine individeulle Belatungsdosierung mit Hilfe von Pulsvorgaben immer von der Belastungsart (Bewegungstechnik, eingesetzte Muskulatur) abhängig ist. Die Vorteile der Laufbandergometrie liegen in der maximal möglichen Ausbelastung auf Grund der höheren Muskelmassebeteiligung bei gleichzeitig geringerer lokaler Muskelermüdung. Ein weiterer Vorteil ist der natürliche Bewegungsablauf.
  • Mit welchen Personengruppen würden Sie einen Walking- oder einen COOPER- Test durchführen? Begründen Sie ihre Meinung. Walking-Test: Leistungsschwächere, übergewichtige und ältere Menschen, geringes Überforderungsrisiko, einfache Bewegungstechnik, BMI und Alter wird im Ergebniss berücksichtigt COOPER-Test: mäßig bis gut trainierte Ausdauersportler mit Laufbanderfahrung, überwiegend aerober Stoffwechsel, aerobe Ausdauerkapazität wird besser berurteilt
  • Beschreiben Sie das Belastungsprofil eines Laufbandstufentests. Belastungsart: Maximale Belastung, Stufentest Belastungsprotokoll: Eingangsbelastung: 2,5-3,5 m/s; Belastungssteigerung: 0,5 m/s; Stufendauer: 3 min; Stufenpause: 30 s-1 min zur Laktatabnahme, Neigungswinkel: + 1-1,5 %; Herzfrequenzregistrierung: letzten 15 s jeder Stufe; Ausbelastung: mind. 220-LA; Laktat >8-10 mmol/l
  • Erklären Sie die trainingsphysiologischen Grundlagen zur Laktat-Leistungsdiagnostik. Gehen Sie dabei auf die einzelnen Schwellenbereiche ein. Über die Messung von Laktat wird die energetische Komponente der Trainingsbelastung erfasst. Laktakt ist das Endprodukt der aneroben Glykolyse. Es entsteht immer dann wenn der Energiebedarf pro Zeit in den arbeitenden Muskelzellen größer wird als die Energiebereitstellungskapazität pro Zeit in den Mitochondrien. Laktatausgangswerte 0,5 - 1,0 mmol/l Die Laktatkonzentration im Blut charakterisiert die muskuläre Stoffwechselsituation bei gegebener Belastung und lässt Rückschlüsse auf die Ausprägung der aeroben metabolischen Kapazität der Skelettmuskulatur zu. Die Zunahme der Laktatkonzentration ünter körperlicher Belastung bedeutet das Überschreiten der aeroben Leistungsfähigkeit und die Kompensation durch den anaeroben Energietoffwechsel. Aerobe Schwelle: ca. 2mmol/l; Energie nahzu 100% Fette un KH; untrainierte Personen 40-50 % der VO2max; trainierte 60-65% Aerob-Anerober Übergangsbereich: 2-4 mmol/l; KH nimmt zu, jedoch steht Laktatbildung und Laktatabbau immernoch im Gleichgewicht Anaerobe Schwelle: KH dominiert, Übersäuerung; Nettokriterium der Ausdauerleistungsfähigkeit
  • Welche Entscheidungskriterien sollten bei der Auswahl eines Ausdauergerätes berücksichtigt werden und warum? Trainingszielsetzung: Allgeimeine Gesundheitsstabilisierung nahzu alle Ausdauergeräte/Sportarten; Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Herz-Kreislauf-Systems oder Körperfettreduktion sollte bei der Geräteauswahl der Anteil der eingesetzte Muskelmasse berücksichtigt werden; Sportartspezifität Individuelle Leistungsvorraussetzung: untrainierte eher nicht Laufband, da hohe Belastung für Bewegungsapparat und HKS; Alltagsbelastung berücksichtigen Gesundheitszustand bzw. Risikofaktor: Orthopädische und internistische Beschwerden berücksichtigen Individuelle Vorlieben: Spaßfaktor ist mitentscheidend für den Erfolg
  • Von welchen Faktoren hängt der cardiopulmonale Trainingseffekt beim Training auf einem Ausdauerergometer ab? Die Belastungsreaktion des Herzkreislaufssystems hängt im Wesentlichen von dem Anteil der eingesetzen Muskulmasse sowie von der Arbeitsweise der Muskulatur ab. Während dynamische Belastungen mit geringem muskulären Krafteinsatz, wie z.b dem Laufen, eher zu Gunsten der Herzvolumenarbeit gehen, tendieren statische Belastungen zu einer vermehrten Herzdruckarbeit. Je nachdem, wieviel Muskeln dynamische oder statisch arbeiten, verschieben sich auch Akzente hinsichtlich Volumen- oder Druckarbeit für das Herz-Kreislauf-Systems. Für die Trainingspraxis bedeutet dieser dargestellte Sachverhalt, dass je größer dier eingesetzte Anteil der Muskulatur bei dynamischer Bewegung ist, umso größer ist die vom Herzen zu verrichtende Volumenarbeit und damit der cardiopulmonare Effekt. Das Herz muss bei dieser Belastung einen sehr großen Anteil der Gesamtmuskelmasse mit ausreichend Sauerstoff versorgen. Herzminutenvolumen muss steigen.
  • Erklären Sie einer fiktiven Kundin, warum die Kalorienangaben an den einzelnen Ausdauergeräten nicht aussagekräftig sein können. Geben sie Ihrer Kundin trotzdem eine grobe Orientierungshilfe für ihr Training. Gemessen wird eigentlich garnichts. Es liegen bis dato nur sehr wenige präzise Vergleichsdaten zu allen gängigen Ausdauergerätetypen vor. Grundsatz: Die Höhe der eingesetzten Muskelmasse bestimmt der Kalorienverbrauch
  • Nennen Sie die Mindestanforderungen, die ein Ausdauergerät erfüllen sollte, um darauf eine individuelle Belastungsdosierung für eine Person für das Ausdauertraining vornehmen könnte. Koordinative Anforderung Belastung des Bewegungsapparates Cardiopulmonaler Effekt Belastungsdosierung Testmöglichkeiten
  • Versuchen Sie, eine Argumentationskette für das Rudern aufzubauen, um den Kunden für ein Training auf diesem Ergometer zu motivieren. Vorteile: Beteiligung zahlreicher Muskelgruppen Ganzkörpertraining Hoher cardiopulmonaler Effekt Hoher Kalorienverbrauch Individuelle Belastungsdosierung Nachteile: Schwieriger technischer Bewegungsablauf, hohe Koordinative Anforderung durch zu hohe Scherkräfte Beschwerden im LWS Gefahr der Überforderung
  • Für welche Zielgruppen ist der Crosstrainer geeignet und warum? Zielgruppen: EInsteiger, Büroarbeiter, Übergewichtige, Senioren, Gesundheitssportler Einfacher und oft angenhem empfundener Bewegungsablauf Geringe Belastung des Bewegungsapparates GK Variable cardiopulmonale Belastung durch den unterschiedlichen starken Amreinsatz individuelle Belastungsdosierung (Schrittfrequenz, Schwierigkeitstufe, Armeinsatz, Steigung)
  • Nennen Sie die häufigsten Fehlerbilder, die bei einem Training auf dem Stepper vorkommen. Wie würden Sie diese Fehler korrigieren? Häufig abgefälschte Bewegungstechnik bei abgestützten Armen und nach vorne geneigtem Oberkörper. Folge: Hohe Belastung der WS und des Schultergürtels Anatomie Erklären: Kompression der WS und druck von unten auf den Schultergürtel beim abstützen
  • Welche Vorteile bietet das Walking gegenüber dem Jogging? Gerade für Untrainierte, Ältere, Übergewichtige und für Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen stellt das Walking eine optimale Bewegungsalternative dar. Ein Fuß hat immer Bodenkontakt, dadurch weniger Gelenkbelastung
  • Erläutern Sie die Eignung des Nordic-Walkings für das Ausdauertraining im Gesundheitssport. Beteiligung zhalreicher Muskelgruppen Alltagsnah Gute Aktivierung der Tiefenmuskulatur und ideale Mobilisation der BWS durch Intensive Armarbeit Geringe Gelenkbelastung aufgrund fehlenden Flugphasen Gute individuelle Belastungsdosierung Geringe Blutdruckbelastung