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Grundlagen der Waldbewirtschaftung (Subject) / Einführung (Lesson)

Historischer Abriss der Waldbewirtschaftung in Mitteleuropa

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  • Geschichte der Waldbewirtschaftung Johann Heinrich Cotta 1763-1844 die Wissenschaft und das Wisssen über die Waldbewirtschaftung entstand durch Holzmangel Anweisungen zum Waldbau (1817) Übergang von Holzzucht zu Waldbau Begründer d. nachhaltigen Forstwirtschaft Definiert den Begriff d. Forstwissenschaften
  • Holz für städtischen Siedlungsraum Rodung, Urbanmachungürsprüngliche Waldnutzung: unkontrollierte, ungeplante Einzelstammentnahme Wald als Feindbildin Stadtnähe -> Wälder übernutzt & geplündert Holzversorgung teilweise über weite Strecken -> über Inn & Donau von Gebirge Richtung Wien BSP: Wien 18 Jhdt1760: 200.000 Klaffer Brennholz1800: 500.000 Klaffer Brennholz
  • Holz für Eisenproduktion BSP:Eisenwurzen Erzberg als Zentrum -> erste schriftl. Nachweise 12. Jhdt Holz &Wasser (Blasebalge) waren Energielieferanten ab 14. Jhdt. -> Holzverknappung -> Dezentralisierung 200m Holz -> 1000 hL Holzkohle
  • Holz für Salzproduktion BSP:Hallstatt: je Sudpfanne etwa 400-470m Fichtenholz / Woche um 1700: Brennholzverbrauch in Hallstatt & Ebensee zirka 130.000 rm
  • Auswirkungen des Holzhungers ab 18 Jhdt: großflächige Entwaldung Verwüstung v. Waldflächen Holzverknappung ab 19. Jhdt Katastrophenereignisse Sorge um Nachhaltigkeit -> Beginn geregelte Waldwirtschaft
  • Was ist nachhaltige Waldwirtschaft? Nachaltiger Ertrag Nachhaltiges Einkommen Nutzung des Zuwachses Holz wächst nur auf Holz Zuwachsschätzung notwendig Waldinventuren notwendig Methoden zur Kontrolle & Schätzung richtige Implementierung & Anwendung d. Wissens vor Ord ist Aufgabe des Waldbauers
  • Was ist Nachhaltigkeit? Gleichgewicht v. ökonomischer Entwicklung & Natur Sorge um die Zerstörung unseres natürlichen Kapitals Erhaltung für zukümftige Generationen -> integrational fairness
  • Was wurde getan um den Nachhaltigkeitsgedanken zu etablieren? gesetzliche Bestimmungen fortstliche Ausbildung forstliche Forschung Waldinventuren/erfassungen Forsteinrichtung Forstschutz, Waldhygiene
  • Was sind die Ziele einer nachhaltigen Waldwirtschaft? Stärkung und Erhalt der Ressourcen für Kohlenstoffkreisläufe Gesundheit und Vitalität der Walkökosysteme produktive Funktionen Boden und Wasserhaushalt Erhalt und Verbesserung der biologischen Vielfalt Schutzunktion soziale Funktion
  • Forsteinrichtung mittel-langfristiges Instrument d Betriebsführung ugf. 10 Jahre Aufgaben: Zustandserfassung: ökolog., techn., ökonom,. soz,. Dimension Planung: Erstellen eines Zielsystems, Strategien & Umsetzungsschritte Kontrolle: Grundlage f. den nächsten Planungszyklus Taxation oder Stichprobeninventur
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  • Forstgesetz 1. Forstgesetz: 1852 heutiges Forstgesetzt: 1975 mit Novellen: Erhalten d. Waldes & d. Waldbodens Sicherstellung einer Waldbehandlung:Produktionskraft d. Boden erhalten -> Wirkungen des Bodens nachhaltig gesichtert bleiben Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung
  • Was ist Wald? mit Holzgewächsen bestockte Grundfläche > 1000 qm und ∅Breite von 10m GF, deren fortstlicher Bewuchs vorübergehend vermindert od. beseitigt ist dauern unbestockte GF, die in einem unmittelbaren räumlichen oder forstbetrieblichen Zusammenhang mit dem Wald stehen BSP: Holzlagerstätten Kapfzone = Zone zw. natürlicher Baumgrenze und der tatsächlichen Grenze des geschlossenen Baumwuchses Windschutzanlagen = Streifen v. Bäume/ Sträuchern zum Schutz von landwirtschaftl. Flächen vor Wind und Schnee
  • Neubewaldung bei Aufforstung (Saat oder Pflanzung) nach Ablauf von 10 Jahren bei Naturverjüngerung nach Erreichen einer bestimmten Überschirmung von 50% der Fläche mit einem Bewuchs von min. 3m Höhe
  • Wiederbewaldung Kahlflächen und Räumden (Überschirmung < 30%) mit standorttauglichem Vermehrungsgut -> Maßnahmen innerhalb von 5 Jahren WIederbewaldung mit Naturverjüngerung ->innerhalb von 10 Jahren durch Samen-, Stock-/oder Wurzelschlag volle Bestockung der Fläche Verjüngerung solange nachzubessern bis sie gesichert ist bei großflächiger Schadenssituation beginnt Wiederbewaldungsfrist mit Beendigung der Schadholzaufarbeitung -> Verlängerung um maximal 5 Jahre
  • Was ist nicht Wald? nicht forstlich genutzte GF, deren Bewuchs mit einem Alter von minimum 60 Jahren eine Überschirmung von 3/10 nicht erreicht hat bestockte Flächen mit anderen Zwecken als WBW Baumreihen bestockte Flächen, die dem Betrieb einer Eisenbahn dienen Flächen im Kurzumbetrieb, Umtriebszeit bis zu 30 Jahre Forstgärten, Forstsamenplantage, Christbaumkulturen, Plantagem von Holzgewächsen zur Gewinnung von Walnuss und Kastanie
  • Waldsituation in Österreich: Waldinventur, Walderfassung: Infos über Ressource die bewirtschaftet wird okulare Schätzungen sind zu ungenau für nachhaltige Bewirtschaftung Holz nach seinem Kubikinhalte zu messen Verwendung statistischer / biometrischer Methoden
  • Waldinventur in Österreich 4km Raster 11.000 Probeflächen 80.000 Bäume 130 Parameter seit 1981 permanenten Inventur zuletzt 2000/2002 Bewaldungsprozent 2000: 47,2%
  • Zuwachs im österreichischen Wald nur 2/3 genutzt -> Holzvorrat nimmt zu, vorallem im Kleinwald Kombination aus Zunahme der Waldfläche und geringeren EInschlags derzeit: 1,095 Milliarden fm
  • Bedeutung des Waldes als Kohlenstoffsenke Kohlenstoffvorrat von 783 (+-170) Mio. t320t Waldbiomasse 363 Waldboden Waldboden ist zu etwa 10% eine Senke Zunahme des C-Vorrats im österreichischen Wald=> 15% der Treibhausgasemmissionen
  • Waldfunktionen /wirkungen Nutzwirkunk, Rohstofffunktion: wirtschaflticher Faktor Schutzwirkung: Schutz vor Elementargefahren & schädigenden Umwelteinflüssen, Erhaltung der Bodenkraft ggn. Bodenabschwemmung, Geröll, Hangrutschung Wohlfahrtsfunktion: Einfluss auf die Umwelt, Ausgleich des Klimas und des Wasserhaushaltes, Reinigung und Erneuerung von Luft und Wasser Erholungsfunktion: als Erholungsraum für Waldbesucher
  • Was sind Standortschutzwälder? Standortschutzwälder sind Wälder... auf Flugsand/ Flugerdböden auf zur Verkastungn neigenden/ erosionsgefärdeten Flächen in felsigen, seichtgründigen oder schroffen Lagen, wenn ihre Wiederbewaldung nur unter schwierigen Bedingungen möglich ist auf Hängen, wo gefährliche Abrutschungen zu befürchten sind der Bewuchs in der Kampzone des Waldes der an die Kampfzone unmittelbar angrenzende Waldgürtel
  • Was sind Objektschutzwälder? Objektschutzwälder sind Wälder,... die Menchen, menschl. Siedlungen/Anlagen oder kultivierten Boden vor Elementargefahren, schädlichen Umwelteinflüssen schützen die eine besondere Behandlung zur Erreichung und Sicherung ihrer Schutzwirkung erfordern Bannwälder, die laut Gesetz unter Bann gestellt sind und deren Wohlfahrstwirkung gegenüber der Nutzung ein Vorrang zukommt
  • Hemerobie unserer Wälder: Hemerobie= Grad der menschlichen Beeinflussung von Lebensgemeinschaften                     wichtiger Anhaltspunkt zur Einschätzung von Biodiversität für österreichischen Wald: 7% künstlich 27% stark verändert 41% mäßig veränder 22% naturnah 3% natürlich
  • Baumartenverteilung in Österreich nach Vorkommen gereiht Fichte Weißkiefer Lärche Tanne Schwarzkiefer Zirbe sonstige Rotbuche sonstiges Hartlaub Weichlaub Eiche Lücken Sträucher im Bestand Blößen Strauchflächen
  • Sekundäre Nadelwälder 80% Fichtenanteil außerhalb des natürlichen VerbreitungsgebietsFläche von 350.000 ha oder 1% der Waldfläche Wald in Europa wurde großflächig von Menschen verändert rasch wachsende Baumarten wurden außerhalb ihres Verbreitungsgebiets angebaut -> Holzproduktion gesteigert -> Wälder wurden empfindlicher auf Stressfaktoren Was tun? Umwandlung: Wechsel in der Baumart &/ Bestandsstruktur Transformation: schrittweiser Wechsel in Artenzusammensetzung &/ Bestandsstruktur