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Wirtschaftsgeschichte (Subject) / 3. Weltwirtschaftskrise (Lesson)

1929 - 1933

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  • Der Gold(devisen)standard bis 1931 Zentralbank = physischer Mindestgeldbestand (3* mehr Banknoten als Gold) Goldeinhaltungsversprechen Geldmenge nur bis zu einer Deckungsgrenze erhöhen Fixer Wechselkurs Externe Stabilität = Außenwert der Währung Interne Stabilität = Innenwert der Währung + Beschäftigung Mechanismus = ↑↓ Ohne Golddevisenstandart: N↓ Z↓ I↑ N↑ Mit Golddevisenstandart : Imp > Exp => N↓ Z↓ bis zu D⇒ M↓ D↓ L↓ P↑ Exp ↑M↑ D↑ Händler sahen sich gezwungen, ihre Preise zu senken Arbeiter mussten niedrigere (Nominal-!) Löhne akzeptieren  Im Ersten Weltkrieg gingen alle kriegführenden Mächte außer den Vereinigten Staaten, die nur den Goldexport stoppten, vom Goldstandard ab, da die Finanzierung der Rüstung mittels Drucken von frischem Geld am wenigsten Friktionen  Alternative: Steueraufnahme, Kreditaufnahme bzw. Kriefsanleihen = politisch innoportun 1914 Papiermarkt statt Banknoten als fiktive Recheneinheit Staatsschuldtitel => die Goldparität niedriger ansetzen (d.h., man erhielt weniger Gold für eine Währungseinheit), so bedeu- tete dies nicht nur einen Prestigeverlust.   Wertete ein Staat seine Währung überproportional ab, so war sie unterbewertet, was sich positiv für den Export und somit auf die Handelsbilanz auswirkte   Zusammenbruch des Habsburger- und des Osmanischen Reichs, Reihe neuer Staaten, die Gold nachfragen würden. Aufnahme von Golddevisen in die Währungsgeckung (Währungen, die am Goldstandart hingen = Dollar, Pound) 1924: 40 % durch Gold und Golddevisen und zu 60 % durch gute Handelswechsel  Problem: Verringerte ein Land seine Goldparität oder ließ seine Währung gar („Floaten“), so reduzierte dies die Gelddeckung in all denjenigen Zentralbanken, die die betreffende Währung zur Deckung der Währung ihres Landes nutzten. Genau dies sollte im September 1931 passieren, als das britische Pfund den Goldstandard verließ. 
  • Wie konnte es zur Bankenkrise kommen? 1.Krisensymptome der 1920er Jahre Verfall der Agrar + Rohstoffpreise (Überkapazität) Nachfrageschwäche der agrar- und rohstoffexportierenden Länder Zunahme des Proektionismus Misstrauen in die politische Stabilität durch Wahlerfolg der NSDAP Brüning Black Thursday 2.Expansive Geschäftspolitik der Banken seit 1924 wurde angesichts bestimmter Strukturschwächen und besonderer politökonomischer Rahmenbedingungen problematisch. Fristentransformation: Kreditimporte von 21 Mrd mit 3 Monaten Laufzeit Konkurrenz + feindliche Übernahmen kleiner Banken hohen Geschäftsvolumen Niedrige Eigenkapitalquote was sehr gering (Dividende??, Deposite US-Am. Herkunft) Gefahr von Liquditätsrisiken - Kapitalbedarf der Wirtschaft durch hohe Auslandsverschuldung gedeckt - Staatsschulden- und Währungskrise 2. Konkurse ↑ zwischen 1928-1931 3. im Sommer 1931 massiver Rückzug der Einlagen  Reichsbank und Großbanken gerieten gleichzeitig unter Druck / ZIELKONFLIKT Zögerliche Krisenwahrnehmung und Versagen des Krisenmanagements. Kein Frühwarnsystem vorhanden, Informations- und Kontrolldefizite (keine zentrale Bankenaufsicht). 
  • Skizzieren Sie den Verlauf der Bankenkrise um 1931 Oktober 1929: Börsencrash in den USA (erste Vorboten): Beginnender Abzug von Geldern aus deutschen Banken durch US-Investoren  September 1930: Wahlerfolge der NSDAP bei Reichstagswahlen: Verlust des Vertrauens in politische Stabilität des Reiches und Abzüge ausländischer Gelder Mai 1931: Zusammenbruch der Österreichischen Creditanstalt als größte öster. Bank): Zunehmender Vertrauensverlust der ausländischen Anleger und weiterer Abzug ausländischer Gelder + Hohe Verlustmeldungen des Warenhauskonzerns Karstadt + Hohe Verlustmeldung des Vesicherungsunternehmers Nordstern Juni 1931: Tributaufruf (Reparationsmemorandum) der deutschen Reichsregierung unter Brüning "Die Grenzen dessen, was wir unserem Volk an Entbehrungen aufzuerlegen vermögen, ist erreicht"):  Negatives Signal an die Finanzmärkte hinsichtl. der Rückzahlungsfähigkeit der Reichbank und der Währungsstabilität Juni 1931: Skandal um die „Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei“:  Größter Textilkonzern Europas hätte jahrelang Bilanzfälschung und riskante Geschäftspraktiken veranlasst und stünde kurz vor der Zahlungsunfähigkeit. - Dies hatte zwei ausschlaggebende Folgen auf das Vertrauen der ausländsichen Anleger:  Kriminelle Praktiken reduzierten das Vertrauen ausländischer Anleger in die Geschäftspraktiken deutscher Unternehmen generell.  Zahlungsschwierigkeiten bei der Hausbank des Konzerns, der Darmstädter- & Nationalbank (Danat-Bank), da Goldschmitt im Rahmen deiner riskanten Geldpolitik überdurchschnittlich hoher Anteil ihrer Kredite an Nordwolle vergeben hatte  Zunehmender Abzug von Kapital durch ausländische Investoren Rettungsversuche für die Danat-Bank durch andere Großbanken scheitern Ausnutzung der Situation zur Liquidation eines Konkurrenten (Deutsche Bank) Unterstützung hätte Risiko bedeuted, welches man auch aufgrund der Unbeliebtheit Jacob Goldschmidts nicht eingehen wollte (kein Anreiz zum Entgegenkommen= Verlass auf Reichsregierung; aber Brüning verfolgte die Priorität der Sparpolitik  Verlass auf Reichsbank als Lender of Last Resort (too big too fail); aber diese schätze die Situation falsch ein und sah primät den ⇓Zielkonflikt weil Währungskrise (durch Young-Plan vorgeschriebene 40% Deckungsgrenze) und Priorität der Währungsstabilität durch restriktive Geldpolitik 12. Juli 1931: Mitteilung der Danat-Bank an die Reichsregierung über ihre Zahlungsunfähigkeit 13. Juli 1931: Danat-Bank öffnet ihre Schalter nicht, was durch die psychologische Wirkung auch einen "Run" auf andere Banken auslöste. Die Menschen wollten so schnell wie möglich ihre Gelder von den Konten abheben. Geschätzt wurden 20% der umlaufenden GM, also 1 Mrd Rm aus dem Kreislauf gezogen. Als Folge zahlten im tagesverlauf die Berliner Banken nur noch 20% der Beträge aus und die Sparkassen nur bis 100 RM. Um die Situation zu entschärften war die Reaktion der Reichsregierung: Erklärung des 14. und 15. Julis zu Bankfeiertagen. Dadurch wollte die hauptsächlich Zeit für ein Krisenmanagement schaffen und durch Aussetzung der Börsen den Geldabfluss einschränken. 14. Juli 1931: 1. Bankfeiertag => Mitteilung der Dresdner Bank über die Zahlungsunfähigkeit 15. Juni 1931: 2. Bankfeiertag => Beschluss von Maßnahmen zur Beendigung der Bankenkrise durch die Reichsregierung: Beschränkung von Auslandsreisen 1. August 1931: Einführung der Devisenbewirtschaftung, d.h. die RM nicht mehr frei in Auslandswährung konvertibel. Weiterhin folgte die Verstaatlichung fast aller deutscher Großbanken (außer Deutsche Bank und Berliner Handelsgesellschaft) durch staatliche Mehrheitsbeteiligung und Kapitalschnitte, die Zwangsfusionierung von Danat-Bank und Dresdner Bank und weiter Unternehmensfusionen (FAVAG, Auto Union). Im August wurde folglich wieder der normale Kapitalverkehr aufgenommen. Zu der Bankenkrise folgte nun allerding eine Währungskrise. Durch die ausländischen Kapitalabzüge hatte die Reichsbank keine Währungsreservem mehr. 
  • Wie lässt sich die außenwirtschaftliche Position des Reichs in den späten 1920er Jahren kennzeichnen? Das Reich befand sich in einer fragilen außenwirtschaftlichen Position Deutschland wies in der Regel eine passive Handelsbilanz auf (Ausnahme: 1926) dazu trug unter anderem die protektionistische Außenhandelspolitik der USA bei insgesamt ungünstiges weltwirtschaftliches Umfeld => deutsche Außenzölle 1925 sehr hoch angesetzt Wenig gegenseitiges Vertrauen der Staaten Negative Handelsbilanz wurde durch Kapitalimporte ausgeglichen hohe Auslandsschulden 
  • Skizzieren Sie die Wirtschaftspolitik Brünings! Brüning bediente sich einer prozyklischen Politik. Es war sein Ziel zu beweisem, dass trotz immensen Sparens und ausgeglichenem Haushalt kein Geld für Reparationen vorhanden war. -> Seine Regierung basierte aufNotverordnung nach Art. 48, d.h. legitimierte Politik nicht mehr durch Mehrheit, sondern durch autoritäre MAcht des Reichspräsidenten Zusammenfassung der Notverordnungen: 07/1930: Steuerzuschlag für Besch. d. öffentl. Dienst, Ledigensteuer, Bürgersteuer, Biersteuer12/1930: Beamtengehälter, Wohnunsbau, Tabaksteuer06/1931: Gehälter des offentl. Dienst, AL-Hilfe, Verbrauchssteuern, Krisensteuer 12/1931: Preissenkungen, Tariflöhne 10-15% Ziele: 1. Vergrößerung der staatlichen Einnahmen : Erhöhung von Steuern und sowie Einführung neuer Steuern : Lohnsteuer, Notopfer, Bürgersteuer, AL.Versich.-Beiträge, Verbrauchersteuern auf Tabak, Bier, Zucker; Zölle; USt 2. Reduzierung der öffentlichen Ausgaben : Kürzung von Löhnen und Gehältern öffentlicher Bediensteter, der Sozialleistungen (Renten, AL-Gelder, Kriegsopfer) und des öffentlichen Wohnungsbaus, schlanker Staat, Hoffnung 3. und 4.: Erhöhung der unternehmerischen Investitionstätigkeit 3. Entlastung der Kostenstruktur der nachgelagerten Industrien und dadurch Erhöhung der Attraktivität deutscher Waren auf Auslandsmärkten : Senkung industrieller Preise  4. Entlastung der Kostenstruktur der Unternehmen : Senkungen von Tariflöhnen (nachdem Preissenkungen allein keine sichtbaren Erfolge zeigten) Folgen: 1. Senkung der Gehälter und Sozialleistungen sowie Erhöhung von Steuern  Reduzierung der Kaufkraft der privaten Haushalte  Einschränkung des Konsums  Reduzierung der Produktion in Konsumgüterindustrie  Aufschub von Investition in Konsumgüterindustrie Verringerung der Nachfrage nach Investitionsgütern Verringerung der Produktion und Investitionstätigkeit in Investitionsgüterindustrie  2. Preissenkungen  Erwartung weiterer Preissenkungen bei privaten Haushalte  Zurückstellung von Anschaffungen  Einschränkung des Konsums   Erwartung weiterer Preissenkungen bei Unternehmen  Zurückstellung von Anschaffungen d.h. Einschränkung der Investitionen   niedrige industrielle Tätigkeit => Erhöhung der Arbeitslosigkeit  Zusammenfassen kann man sagen, dass Brünings Maßnahmen keinen Erfolg bei der Lösung der Krise hatten. Die Prozyklische Wirtschaftspolitik Brünings verstärke die deflationären Tendenzen in der Weltwirtschaftskrise. 
  • Warum war die Wirtschaftspolitik Brüning umstritten? Die konservative und prozyklische Fiskal- und Wirtschaftpolitik Brünings war schon damals unpopulär, weil sie den privaten Haushalte erhebliche Opfer abverlangte. Vor dem Hintergrund, dass die Krise und der Untergang der Republik in einem engen Zusammenhang gesehen werden, entfaltete sich an diesem Punkt eine massive Kritik an der Brühning'schen Politik.  Brünings Politik umfasste staatlich verordnete Lohn- und Preissenkungen, Senkungen der Sozialleistungen und eine Erhhung der Steuern (Gesundschrumpfen). Dies hatte fatale Folgen für die Verschärfung der Deflation: Durch die Erwartungen weiterer Preissenkungen stellen i) private HH ihre privaten Anschaffungen zurück ( Einschränkungen Konsum) und ii) Unternehmen schoben Investitionen auf.  Durch die Reduktion des Konsums folgte eine Reduktion der Produktion in der Konsumgüterindustrie, sowie ein Aufschub von Investitionen in der Konsumgüterindustrie.  Infolgedessen wurden Investitionsgüter weniger nachgefragt, was zu einer Verringerung der Produktion der Investitionstätigkeit in der Investitionsgüterindustrie führte. Die Senkung der Preise industrieller Güter blieb dabei wirkungslos angesichts fallender Preise auf dem Weltmarkt, weswegen die Industrie weitere Reduzierungen der Tariflöhne forderte.  Die insgesamt niedrige industrielle Inverstitionstätigkeit führte zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit. Retrospektive: es wird deutlich, dass es mit diesem Ansatz nicht gelang, die wirtschaftlichen Probleme in Deutschland zu lösen und dass die Maßnahmen deflationsverschärfend wirkten
  • Erläutern Sie Krisenfolgen am Beispiel der Arbeitsmarktentwicklung -Die Folgen der WWK zeigten sich auf dem arbeitsmarkt in eindrücklicher weise: die arbeitslosigkeit stieg rapide an und erreichte auf dem höhepunkt der krise ein bis dahin nicht gekanntes ausmaß konjunkturkrise 1925: 2.3 mio 01/1927: 1 mio  01/1929: 3 mio -> deutlich höher als in konjunkturkrise 07/1930: 3 mio 07/1931: 4 mio (nur geringe sommerlich-jahreszeitliche entspannung des AM, geringer rückganz 1931) 01/1932: 6 mio + 2 mio unsichtbar arbeitslos (30%) 01/1933: 6 mio dann: nationalsoz. antikrisenpolitik - produktionsrückgang u.a. durch rückgang der exporte, machen sich auf dem AM bemerkbar 1. Einkommen stiegen bis 1930 an 1928 war endlich wieder höher als vor kriegsbeginn, aber beschäftigungsmöglichkeiten sanken 2. ab 1931:  Rückgang des reallohns bei sinkenden beschäftigungsmöglichkeiten (Durschnittseinkommen sank um 30%) -> soziale Not. - einige industriestädte un kommunen waren besonders stark betroffen (gemeinde deesbach 80% arbeitslosigkeit, duisburg, mönchengladbach industrie, ABER verwaltung weniger deesbach: angst um überleben des wintern, derartige verschuldung der gemeinde, dass steuer auf trinkwasser, hunger und krankkeit, amtliche bettelbescheinigungen ausstellen - es war zunächst kein unterschied zu den kirsen von 1919 und 1923 zu erkennen, man wartete auf eine selbstheilung der wirtschaft. konjunkturkrise erfordert keine außergewöhnlichem maßnahmen, schlecht geführte UN verschwinden, gute UN werden gestärkt und automatische anpassung der arbeitslosigkeit. - hinweise 1931, dass Talsohle durchschritten sein könnte, aber dann Zahlungsunfähigkeit der Creditanstalt ; als sich der geringe Rückgang Mitte 1931 nicht fortsetzte, wurde man sich der extremen Entwicklung der Krise vollends bewusst Sozialpolitische Flankierung der Krise: AL_Versicherung seit 1927 (Stempelgeld) -> durch kurze geschichte befanden sich aber noch nicht genügend mittel in der kasse, um vielen AL gerecht zu werden (nur auf 0.8 mio ausgerichtet)
  • Beschreibe Brünings Notverordnungen und Sparpolitik anhand der keynesianischen Verwendungsgleichung! keynesianische Verwendungsgleichung Y = C + I + G + (X – M) =>Bruttoinlandsprodukt Y =  privaten Konsum (C), Investitionen (I) und staatlichen Ausgaben (G) zusammensetzt und (X – M) Handelsbilanzüberschuss Schrumpfen der Wirtschaft in 1930: Arbeitslosigkeit verringerte die Einkommen und damit den Konsum (C) schlechte Nachfrage im In- und Ausland verringerte den Anreiz zu investieren (I) Staat sparte (G), vor allem unter Brüning insbesondere der starke Einbruch der Investitionen hauptverantwortlich für Dauer und Schärfe der Krise Zielsetzung Brünungs: - Vor zahlungsunfähigkeit stehendes Reich 1929 sollte ausgeglirchenen Haushalt erreichten+ (G) senkte also die Staatsausgaben, v.a. bei der Beamtenbesoldung, im öffentlichen Wohnungsbau und bei den Sozialleistungen (C) erhöhte die Steuern => Verringerung der verfügbaren Einkommen negativ auf den Konsum auswirkte -> Krisenverschärfend, Forderungen: Brüning sollte durch Erhöhung der Staatsausgaben (G) und unter INkaufnahme von Schulden das Wachstum ankurbeln. (X) Brüning wollte Steigerund der Auslandsnachfrage nach Export, daher: Senkung von Löhnen und Preisen von industriell. Produkten, die von Kartellen bestimmt waren (durch Notverordnung) Dies sollte über Export die Konjunktur wiederbeleben -> (I) Aber; Inländische Investitionsnachfrage verringert
  • Beschreiben sie agrarpolitische Maßnahmen der Regierung Brüning! Landwirtschaft bleib von Sparpolitik Brünings weitgehend verschont, seine Agrarpolitik war protektionistisch und widersprüchlich (alte Eliten wie Hindenburg wirkten ein) Zollschutz für Landwirtschaft, vor allem Roggenbau Subventionen (Osthilfe) Unterstützung ostelbischer Landwirte durch Gewährung von Darlehen und Umschuldungsmaßnahmen Maßnahmen zur agrarregulierung (schutzzölle, einfuhrbeschränkungen, sondervergünstigungen) standen der deflationistischen preissenkungspolitik entgegen
  • Inwiefern mag die WKK einen Wendepunkt der zeitgenössischen Wirtschaftswissenschaften dargestellt haben? Zahlungsunfähigkeit vieler Unternehmen Bankenkrise Rückgang der Industrieproduktion Rückgang des Welthandels Rückgang der internationalen Finanzströme Deflationsspirale Schuldendeflation Massenarbeitslosigkeit Nationalökonomie hatten lange fokus auf langfristige erklärungen für wirtschaftsentwicklungen gelegt (lange frist) -> annahme: stabilität des wirtschaftssystems, reinigungsfunktion von krisen, selbstheilungskräfte des marktes Wagemann: neue ideen in den 1920 jahren, empirische konjunkturforschugn entwickelte sich weiter. aber in weiten kreisen wurde staatlichen intervention sehr kritisch gesehen.forschung hatte sich nicht mit lang anhaltenden krisenzuständen auseinandergesetzt, Keynes: im zuge der krise erfolgt ein umdenken : umbruch im wirtschaftstheoretischen Denknen, neue vorstellungensetzten sich durch: es kann ein wirtschaftl. ungleichgewicht mit langer hoher AL geben, den die Volkswirtschaft alleine nicht überwinden kann Staat soll mit konjunkturpolitischen Maßnahme ngegensteuern (deficit spending, ggf. inlfationäre erwartungen werden in Kauf genommen) um nachfrage zu stützen und invest.schwäche zu überwinden
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  • Was waren Keynes konkrete Handlungsempfehlungen im Zuge der WKK? 1923: Tract on Monetary ReformSchwankungen der Geldmenge können Verteilungseffekte haben können, da einige Preise wie Löhne und Mieten „klebriger" als andere es kann kurzfristig zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage kommen, was sich negativ auf das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung WWK: Löhne sanken weniger stark als die Preise. => ABER: lohnsenkung ist riskant, da investitionsanreiz fehlt und UN geld liquide halten würden, d.h. nur (C) senken Zur Wiederherstellung des Equilibriums zwischen Angebot und Nachfrage empfahl er stattdessen eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge 1936: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes Länge und Schwere der Depression ist darudrch bedingt, dass Investitionsentscheidungen nicht nur von den Kosten der Finanzierung (Zinssatz), sondern auch von positiven Geschäftserwartungen abhängig Investitionsfalle kann eintreten, Situation, in der die Unternehmer so pessimistisch sind, dass sie auch bei extrem niedrigen Zinsen nicht investieren Unternehmen beschäftigen nur so viele Mitarbeiter, wie zur Produktion der absetzbaren Gütermenge benötigt werden Marktgleichgewicht somit auch unterhalb des Vollbeschäftigungsniveaus einpendeln (Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung) Erklärung for Rezession und anhaltende Arbeitslosigkeit Deflation ist laut Keynes deshalb schädlich, weil Konsumenten und Unternehmen aufgrund der Beobachtung sinkender Löhne und Preise davon ausgingen, dass die Löhne und Preise noch weiter sinken würden. => Dies führte dazu, dass Konsum und Investitionen zurückgestellt würden => bei extrem pessimistischen Geschäftserwartungen könne Geldpolitik allein die Wirtschaft nicht wieder beleben; ein kreditfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm (Deficit spending) ist erforderlich, um Nachfrage und Investitionen zu stimulieren. => "Hätte verhindert werden können (Keynes)" Hatte WWK vorhergesehen 1928 erklärte er, dass es zwar Spekulationsblasen an der Börse gebe, der entscheidende Indikator für Inflation sei aber der Rohstoffindex und der habe keine Inflation angezeigt. In Anbetracht mehrerer Erhöhungen des Diskontsatzes durch die US-Notenbank warnte Keynes im Oktober 1928, dass das Risiko einer Deflation größer sei als das einer Inflation.  eine  längere Hochzinsphase zu einer Depression führen könne. Spekulationsblasen an der Wall Street würden nur eine generelle Tendenz zur Unterinvestition der Unternehmen verdecken längere Hochzinsphase führte nach Keynes Analyse dazu, dass mehr Geld gespart bzw. in rein spekulative Anlagen investiert wurde weniger Geld in betriebliche Investitionen floss, denn einige Preise wie Löhne, Pachten und Mieten seien nach unten wenig flexibel, hohe Zinsen nur die betrieblichen Gewinne reduzieren Als Antwort auf die wenig später tatsächlich einsetzende Deflation befürwortete Keynes die Abkehr vom Goldstandard, um eine expansive Geldpolitik zu ermöglichen Die geldpolitische Analyse von Keynes setzte sich nach und nach durch, seine fiskalpolitische Analyse hingegen blieb in der Weltwirtschaftskrise ungenutzt Nach 1945 bestimmte lange Zeit Keynes Erklärung die Interpretation der Weltwirtschaftskrise. In den 1970er Jahren wurde der Monetarismus zum vorherrschenden Erklärungsmuster Anders als Keynesianer halten sie Geldpolitik daher für ausreichend und lehnen ein deficit spending ab.