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Sozialpsychologie (Subject) / Einstellungen (Lesson)

Wie führen Einstellungen zu Verhalten

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  • Welche Probleme ergaben sich aus der Studie von LaPiere (1934)? Wieso sagt hier die Einstellung nicht das Verhalten vorher? LaPiere reiste mit einem Chinesischen Paar durch Amerika und ging in verschiedenen Restaurants mit ihnen Essen. Danach befragte er schriftlich die Besitzer der besuchten Restaurants, ob sie ein Chinesen bedienen würden. Die meisten Besitzer verneinten dies. Anscheinend gibt es keinen oder nur einen geringen Einfluss von Einstellungen auf das Verhalten. Die Allgemeine Einstellung lässt kein spezielles Verhalten vorhersagen.
  • Inwiefern führt eine Einstellung zu einem Verhalten laut der Theory of Reasoned Action? In welchem Verhältnis stehen die einzelnen Komponenten? Wie wird hier Verhalten vorhergesagt? Bildet das Modell einen Bewussten Prozess ab? Das Modell des überlegten Handelns von Fishbein und Ajzen (1974), besagt, dass das Verhalten aus der Verhaltensabsicht vorhergesagt werden kann. Die Verhaltensabsicht wird von den Einstellungen und den subjektiven Normen bestimmt. Dabei spielt der Erwartungs-mal-Wert-Ansatz eine grunglegende Rolle. Die Einstellung gegenüber einem Verhalten wird bestimmt  durch die Erwartung, dass das Verhalten zu der gewünschten Konsequenz und zu dem Wert führt, der mit dieser Konsequenz verbunden wird. Kritik: Handlungen werden davon beeinflusst, ob der Handelnde der Meinung ist, die Handlung auch auszuführen z.B. gesundes Essen - aber: Handelnder schafft es nicht, sich von ungesunden Nahrungsmitteln fernzuhalten 
  • Um welche Komponente wurde die Theorie von Ajzen (1991) erweitert? Fallen dir noch weitere fehlende Elemente ein? Theorie des geplanten Verhaltens (Theory of planned behavior): Verhaltenskontrolle - subjektive Wahrscheinlichkeit des Individuums, ob es in der Lage sein wird, das betreffende Verhalten auszuführen indirekt kausal: Vertrauen der Person in die Fähigkeit die Handlung auszuführen direkt kausal: tatsächliche Kontrolle über das Verhalten Obwohl Menschen glauben, dass sie das relevante Verhalten ausführen können, täuschen sie sich vielleicht. Emotionen,Zeit,Kapazitätsbegrenzung
  • Grenze das MODE Modell von der "Theorie des überlegten Verhaltens" und der " Theorie des geplanten Verhaltens" ab. Welche zusätzliche Bedingung stellt es auf? Fällt dir ein ähnliches Modell aus einem anderen Themenkomplex ein? Fazio(1990)- Ein Modell für die Beziehung zwischen Einstellung und Verhalten.Es nimmt an, dass Motivation und Gelegenheit erforderlich sind, um die verfügbaren Informationen durchdacht zu berücksichtigen. Allgemeines modell das die Verhaltensvariation erklären kann 2 Wege möglich: einfacher Weg bei niedriger Motivation: gelernte Einstellung verfestigt -> Verhalten kann vorhergesagt werden ; je häufiger die Einstellung aktiviert wird, desto  häufiger kann durch die Einstellung das Verhalten vorhergesagt werdenda nach einem Muster gehandelt wird 2. Möglichkeit: bei hoher Motivation kann eine Einstellungsänderung stattfinden (nach Modell von Fishbein und Ajzen) bei hoher Motivation  findet eine Wert-Erwartungskalkulation statt und führt zu einem neuen Verhalten -nach Fishbein und Ajzen Konsequenzen werden wichtig (Stereotype Fiske und Neuberg, Modell zur Eindrucksbildung 1990)
  • Was sind Einstellungen? Sind sie nur ein Gefühl? Wozu hat man eigentlich Einstellungen? Einstellung ist die Gesamtbewertung eines Gegenstandes. Ob man etwas mag oder nicht mag,einer Sache zustimmt oder nicht,gegenüber einem Gegenstand einer Person Zuneigung oder Abneigung empfindet. Wenn man eine Einstellung äußert,ist das Ausdruck eines wertenden Urteils über einem Stimulusobjekt. Einstellungen unterscheiden sich im Hinblick auf Stärke und Valenz. Und jeder Stimulus, der auf einer Positivitätsdimension bewertet werden kann, lässt sich begrifflich als Einstellungsgegenstand fassen. Inhalt von Einstellungen können nach Rosenberg und Hovland (1960) Affektive Reaktionen, wie Gefühle, Kognitive Reaktionen, wie Gedanken,Überzeugungen und Eigenschaften die wir mit bestimmten Gegenständen assoziieren oder Verhaltens Reaktionen, wie frühere Verhaltensweisen, die mit dem Einstellungsgegenstand verbunden sind sein.
  • Kann eine Person nur eine Einstellung zu einem Objekt haben oder auch zwei verschiedene? Inwiefern ist dies möglich und welche Einstellung wird dann zuerst aktiviert? Welches Modell macht hier Aussagen? Man unterscheidet, nach Greenwld und Banaji (1995), implizite von exliziten Einstellungen. Implizite Einstellungen sind für die Person selbst oft nicht zuganglich und daher unbewusst. Sie werden, laut Definition, automatisch aktiviert und sind von der Person weder zu beeinflussen noch zu kontrollieren.Gemessen können sie werden durch den IAT.Dabei werden die Einstellungen der Personen erfasst, ohne das diese direkt gebeten werden, verbal ihre Einstellung anzugeben. Es wird die Reaktionszeit gemessen. Wilson, Lindsey und Schooler formulierten 2000 das Model Of Dual Attitudes. Einstellungsinhalt, EInstellungsstruktur und Einstellungsfunktion sind eng miteinande verbunden. Sie lassen sich mit drei Hexen vergleichen, die einen Zaubertrank gemeinsam besser brauen, als eine Alleine. Zentrale Relevanz hat dei Einstellungsstärke. Starke Einstellungen beeinflussen eher dei Informationsverarbeitung und wirken sich steuernd auf das Verhalten aus.
  • Welche Beziehung zwischen Einstellungen gibt es? Wieso bereitet es mir Unbehagen, wenn meine beste Freundin keine Katzen mag, ich aber schon? Darüber machen Konsistenzmodelle eine Aussage. Die Balance- Theorie von Haider,1946 und die Dissonanz-Theorie von Festinger,1957. Balance - Theorie: menschen streben nach kognitiver Konsistenz. Balancierte relationen zwischen eigenen Einstellungen und Einstellungen andere werden als angenehmer erlebt und eher aufrecht erhalten als unbalancierte.Positiv ist eine Einstellung wenn sie Ähnlichkeit, Nähe, Kausalität,Besitz ausdrückt oder durch Adjektive wie lieben, schätzen, bewundern oder mögen definiert wird. negativ wird eine einstellung empfunden wenn sie Verschiedenheit oder Entfernung ausdrückt. Adjektive wie ablehnen, hassen oder fürchten werden hier verwendet. Eine Einstellung ist balanciert wenn alle in ihr vorhandenen Beziehungen die gleichen Vorzeichen, negativ oder positiv, oder zwei Dimensionen negative Vorzeichen besitzen. Person zu Anderem positiv; Person zu Objekt negativ; Anderer zu Objekt negativ. Gibt es drei negative oder nur eine negative Beziehung zwischen den Dimensionen Person, Anderer , Objekt- ist die Einstellung unbalanciert. Person zu Anderem positiv; Anderer zu Objekt negativ; Person zu Objekt positiv.
  • Was ist eine kognitive Dissonanz? Warum lese ich als "Frisch gebackener" Veganer immer bloß die positiven Bericht über den veganen Lebensstil durch? Grundlage dafür ist die Dissonanz -Theorie von Festinger, 1957. Sie besagt, dass Kognitionen in relevanter  oder irrelevanter Beziehung stehen. Bei relevanter Beziehung entstehen konsistente oder  inkonsistente Beziehungen.Die Inkonsistenz (Dissonanz)von Kognitionen verursacht einen motivationalen Spannungszustand. Die Theorie sagt aus, das Personen bestrebt sind, diesen Zustand zu vermeiden oder zu reduzieren. Möglichkeiten zur Vermeidung oder Reduzierung von Dissonanz sind a) Änderung der kognitiven Elemente, so dass konsonante Relationen entstehen oder b) die Neuaufnahme kognitiver Elemente, so dass zwischen den bereits bestehenden und den neuen Elementen neue kosonante Relationen gebildet werden können. Einstellungen sind Änderungsresistent je mehr konsonante Relationen von einem kognitiven Element ausgehen. Die Änderung eines solchen Elements, würde mit einer Änderung aller von ihr ausgehenden konsonanten Relationen in inkonsistente Relationen einhergehen. Aus diesem Grund, gibt es auch die erhöhte Bereitschaft, Informationen zu suchen, die die eigene Einstellung unterstützen. Informationen, die der eigenen Meinung zuwiederlaufen werden sogar aktiv vermieden.
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