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Literaturtheorie (Subject) / Begriffe (Lesson)

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  • arbiträr / motiviert strukturalistische Unterscheidung für zufällige Relation von Signifikant + Signifikat motiviert: begründete Relation
  • Immunisierung Begirff für Theorien + Methoden, die sich gegenüber einer Überprüfung abschotten
  • Kanon 1. Korpus von Werken, die in einer bestimmten gesell. Gruppe für eine bestimmte Zeit als allgemeingültig gelten (materialer Kanon) 2. Korpus von Interpretationen, in dem festgelegt wird, welche Bedeutung mit den konan. Texten verbunden werden (Deutungskanon)
  • langue / parole Saussure: Begriffspaar für die fundamentalte Differenz von  Sprache als abstraktes Zeichensystem (langue) und Sprache als konkreter Sprachrealisierung (parole)
  • Literaturtheorie Thematisierung von Grundlagenproblemen der LW + Entwicklung begrifflicher und methodischer Verfahren zu ihrer Lösung
  • Literaturwissenschaft Geamtheit der philologischen, methodischen + literaturtheoretischen Institutionen
  • Methode Auf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren zur Erlangung wiss. Ergebnisse
  • Phonetik Teilgebiet der Linguistik untersucht die konkreten, artikulatorischen, akustischen+sensorischen Eigenschaften der Phoneme (kleineste lautliche Einheit)
  • Phonologie Teilgebiet der Linguistik untersucht die Systeme von Phonemen
  • Plagiat Abschreiben eines Textes durch einen anderen, ohne die verwendete Vorlage kenntlich zu machen. (jurist: Verletzung des Urheberrechts)
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  • Referenz Bezeichnung für die Beziehung zwischen Signifikant + Signifikat
  • Semantik Erforschung der Bedeutung sprachlicher Zeichen + Zeichenfolgen innerhalb eines Sprachsystems
  • Semiotik (Semiologie) Bezeichnung für die allgemeiner Theorie von Zeichen. Sie umfasst Semantik (untersucht Bedeutung von Zeichen) Pragmatik (Gebrauch von Zeichen) Syntax (Verknüpfung von Zeichen) Sigmatik (Verhältnis von Zeichen und Referent)
  • septem artes liberales 7 freie Künste, unterteilt in Trivium (Grammatik, Rhetorik, Dialektik) und Quadrium (Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie)
  • Signifikant / Signifikat Bezeichnendes vs Bezeichnetes Lautbild vs. begriffl. Konzept Form vs. Inhalt
  • linguistic turn sprachanalytische Wende zu Beginn des 20. Jh die Forschung untersuchte Texte nicht mehr nur nach fachlichen Inhalten sondern: Die Formen der sprachlichen Vermittlung wurden untersucht!
  • Allusion + Bsp = Anspielung Allgemein für einen indirekten, angedeuteten Hinweis auf Formulierungen/Situationen. HInweis ist aus einem als bekannt vorausgesetzten Text. Bsp: "Grammatik ist seine Achillesferse"
  • Argumentation wissenschaftl. Thesen werden zur Begründung + Plausibilisierung in Sprache gefasst
  • Autor empirisch-historische Person des Textproduzenten (Urheber eines Textes) Autor wird als intentionales Subjekt verstanden, das einen bestimmten Sinn in seinen Text legt.
  • Bedeutung Wenn während des Lesens + Schreibens eine Aufladung von Zeichen+Zeichenverknüfungen mit Sinnzuschreibungen vollzogen wird. Dies ist nur anhand angeborener+kulturell erlernte kognitive Prozesse möglich.
  • Begriff Wort oder Wendung, die in einem historisch abgegrenten Sinn gebraucht werden + daher meist eine Begriffsgeschichte haben.
  • Darstellung / Appell / Ausdruck Begriffstrias aus Karl Bühlers Buch "Sprachtheorie" (1934). Bezeichnet die 3 Grundfunktionen eines Zeichens: Darstellung von Gegenständen+Sachverhalten Appell an Empfänger Ausdruck vonseiten des Senders
  • Denotat / Konotat Denotat: wörtliche Bedeutung eines Zeichens Konotat: übertragene Bedeutung eines Zeichens (Ironie)
  • Diskurs bezeichnet die historische Gesamtheit effektiv geschehener Aussagen innerhalb eines historisch umgrenzten Rahmens. Diesen Aussagen ist eine Regelhaftigkeit immanent.
  • Distribution Textvertrieb durch Verlag, Buchhandel, Werbung etc
  • Epoche Seit 18. Jh Terminus zur histor. Klassifikation literarischer Texte nach voneinander abgrenzbaren Zeiträumen
  • Falsifikation Widerlegung einer wiss. Aussage oder Theorie durch ein Gegenbeispiel.
  • Form / Inhalt Dichotomie Form + Inhalt sind zu trennen. Damit bei einem Formwechsel (Übersetzung) der INhalt als invariante Bedeutung erhalten bleibt.
  • Form / Inhalt Dichotomie Form + Inhalt sind zu trennen. Damit bei einem Formwechsel (Übersetzung) der INhalt als invariante Bedeutung erhalten bleibt.
  • Gattung Bezeichnung zur Klassifikation von Textgruppen (v.a. Epik, Lyrik, Dramatik) heutige Bezeichnung: Textsorte
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  • Gebrauchsliteratur - Bsp Literatur, die für einen genau umrissenen Situationskontext geschrieben wurde. Bsp: Flugblätter
  • Genre "Untergattung", z.B. Novelle o Roman als Untergattung der Epik. Auch für narrative Schemata, die mit bestimmten Stoffbereichen verknüpft sind (Western, Thriller)
  • Hypothesenbildung Aufstellung von plausiblen Vermutungen, die im weiteren Verlauf begründbar sind.
  • Institution regelhafte Verfestigung menschlichen Handelns. Institutionen sind mit konkreten Handlungsnormen + Rollenerwartungen verknüpft. Diese müssen von all denjenigen erfüllt werden, die an den jeweiligen Formen der Interaktion/Kommunikation teilnehmen möchten.
  • Kommunikation Zwischenmenschliche Informationsvermittlung mithilfen von sprachlicher o außersprachlich kodierter Botschaften.
  • Kulturelles Wissen Das historisch variable + kulturabhängige Wissen. Dieses geht in jedem Sinnbildungsprozess (Interpretation) mit ein und macht diesen Prozess erst möglich.
  • Kulturelles Wissen Das historisch variable + kulturabhängige Wissen. Dieses geht in jedem Sinnbildungsprozess (Interpretation) mit ein und macht diesen Prozess erst möglich.
  • Kohärenz / Kohäsion Kohärenz: bezieht sich auf die inhaltliche Ebene des Textes + seinen textinternen thematischen Zusammenhang Kohäsion: bezieht sich auf die äußere Gestalt des Textes (sprachliche MIttel + und ihren textinternen Zusammenhang) 
  • Lesen /Textverstehen emotiv-kognitiver Prozess bei der Textrezeption
  • Leser textrezipierende, empirisch-historisch beobachtbare Person- Der implizite Leser ist der von einem Autor vorgesehene Leser seines Textes. Der ideale Leser ist derjenige, der alle Bedeutungsangebote in einem Text realisiert.
  • Literarisches Leben Gesamtheit aller Handlungen + Äußerungen der Lit.produktion,-distribution u -rezeption
  • Literaturgeschichte Die im 19. Jh enststandene Form der Anordnung von Autoren+ihren Texten nach historiographischen Mustern. (Nationalgeschichte, Sozialgeschichte, Ideengeschichte)
  • Literaturkritik Meist wertende Beurteilung der Gegenwartsliteratur in Zeitungen u.ä. Dient de Vermittlung zwischen Autor + Publikum
  • Literaturmarkt Seit dem 18. Jh: Form der Distribution von Literatur. (Früher: Tauschhandel + Mäzenatentum)
  • Medien Sammelbezeichnung für die Aufzeichnungs-, Übertragungs- u Verarbeitungsformen von Literatur (vom Buch bis zu modernen digitalen Formaten) innerhalb eines Kommunikationsprozesses. Medien (Plural): Kolportageroman (literarisch wertloser Roman), Filmen, Schallplatten etc
  • Mediengeschichte Untersucht den Wandel der Medien und deren Einsatz
  • Morphologie Erforscht die kleinsten bedeutungstragenden Elemente einer Sprache, der Morpheme
  • Motiv Ist ein inhaltlich-thematisches Element von Texten, das einem tradierten (überlieferten) Schema zugeordnet werden kann
  • Mündlichkeit (Synonym?) Kennzeichen? Synnonym: Oralität Die Weitergabe immaterieller Wissensbestände erfolgt hauptsächlich mündlich. Hauptsächlich bei nicht schritflich verfassten Kulturen. Kennzeichen: Formelhaftigkeit, Redundanzausgeprägte Gedächtniskultur
  • Nationalliteratur / Weltliteratur Nationallit: Lit, die sich innerhalb der Grenzen einer Sprache o Kultur entwickelt Weltlit: Lit., deren Genese + Rezeption sich im Dialog verschiedensprachiger Lit. + im Transfer verschiedener Kulturen ereignen.