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Diagnostische Grundlagen (Subject) / Gesundheit und Krankheit (Lesson)

Begriffe und Modelle

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  • Devianz abweichendes Verhalten
  • PATEF Patiententheoriefragebogen Erfassung von subjektiven Krankheitstheorien
  • Aggravation übertriebene Darstellung des Schweregrades von tatsächlich vorhandenen Krankheitssymptomen
  • Dissimulation trotz Vorliegen von Krankheit als gesund befunden werden wollen durch Herunterspielen von Symptomen
  • Transaktionales Stressmodell nach Lazarus Stress Wechselwirkung zwischen Anforderungen von Situation und Charakteristika der Person Clou: Stressredaktion primär in subjektiver Verarbeitung durch Person begründet Stressor → subjek. Bewertungskomponente → Stressreaktion  Bewertungskomponente drei Stufen: Primary Appraisal - Einschätzung nach Bedrohlichkeitsausmaß Secondary Appraisal - Einschätzung der BewältigbarkeitCoping:problemorientiertes Copingemotionsorientiertes Copingbewertungsorientiertes Coping Reappraisal - Bewertung des Erfolges, Neubewertung
  • drei Sozialisationsphasen primäre Phase - Spracherwerb, grundlegende soziale Umgangsformen, Primärfamilie sekundäre Sozialisationsphase - prof. staatl. verant. Erziehung, steig. Einfluss d. erweiterten soz. Umfeldes tertiäre Sozialisationsphase - Erwachsenenalter, berufl. Umfeld, Lebenspartner
  • fünf Krankheitsphasen Prodromalphase Erkrankungsphase Remission - vorübergehendes Nachlassen ohne vollkommende Genesung Rezidiv - Rückfall Chronifizierung
  • "holy seven" der klassischen Psychosomatosen - RAUCHEN Rheumatoide Arthritis Asthma bronchiale Ulcus pepticum ventriculi et duodeni Colitis ulcerosa Hyperthyreose Essentielle Hypertonie Neurodermitis RAUCHEN
  • Life-Event-Modell Zusammenhang zwischen kritischen Ereignissen und Ausbruch von Erkrankungen
  • Diathese-Stress-Modell Diathese - Neigung des Körpers zu best. Krankheit  Vulnerabilitäts-Stress-Modell Zusammenwirken biologischer und lebensgeschichtlichen Dispositionen und umweltbedingter Stressoren wenn Schwellenwert überschritten wird, entstehen Symptome
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  • Giving-up-given-up-Modell nach Engel und Schmale körp. Erkrankungen entstehen infolge von fantasierten oder realen Verlusterlebnissen und daraus resultierender Hoffnungslosigkeit Phase des Aufgebens (giving-up)- Versagen von Coping-, Abwehr-, Befriedigungsmechanismen Phase des Aufgegebenseins und -habens (given-up)- Einsicht in Unwiderruflichkeit des Befriedigungsverlustes für längere Zeitspanne
  • Social-Drift-Modell sozialer Abstieg wegen Erkrankung
  • soziogenes Modell soziale Schicht mitverantwortlich für Entstehung psych. Erkrankungen
  • Salutogenese nach Antonovsky Erhaltung von Gesundheit "sense of coherence" Kohärenzgefühl, -sinn: Verstehbarkeit (sense of comprehensibility) - Stimuli aus Um- und Innenwelt erklärbar Handhabbarkeit (sense of manageability) - Ressourcen zur Verfügung Bedeutsamkeit/Sinnhaftigkeit (sense of meaningfulness) - Herausforderungen lohnen Anstrengung 
  • funktionale Diagnostik Hintergründe und Kontexte sympt. Erlebens und Verhalten zB SORKC
  • ätiologische Diagnostik Einbezug lebensgeschichtlicher Entstehungsbedingungen psychodynamisches Modell
  • deskriptive Diagnostik nur beobachtbare Symptome
  • klassifikatorische Diagnostik vom Symptom zum Syndrom zur Diagnose
  • kategoriale Diagnostik Schubladenbildung Einordnung in Klassen von Diagnosesystem
  • dimensionale Diagnostik mehr-oder-weniger-krank-Modell Einordnung entlang zweier Pole  Gegenteil zur kategorialen Diagnostik
  • AWMF Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften Leitlinien wissenschaftlich fundierte, störungsspezifische Empfehlungen
  • Apparative Verfahren objektive Erhebung diagnostischer Maße zB psychophysiologische Daten wie EMG
  • Objektivität, 3 Formen Grad der Unabhängigkeit Durchführungs-, Auswertungs-, Interpretationsobjektivität
  • Validität, drei Formen Grad der Gültigkeit Inhaltsvalidität - bestmögliche Operationalisierung des zu messenden Merkmals Konstruktvalidität:- konvergente Validität: Messdaten die dasselbe Konstrukt (zB Depressivität) messen müssen hoch miteinander korrelieren  - diskriminante Validität: Messdaten verschiedener Konstrukte (Depressivität und Intelligenz) sollen niedrig korrelieren Kriteriumsvalidität - Grad Übereinstimmung von Messergebnissen mit empirisch fundiertem Außenkriterium- konkurrente Validität: zeitgleiche Erhebung- prognostische Validität: in Zukunft
  • Reliabilität, inkl. 4 Formen Genauigkeit und Zuverlässigkeit Stabilität, Konsistenz, Äquivalenz Retest-Reliabilität - wiederholt zu gleichen Ergebnissen Interrater Reliabilität - versch. Beurteiler zum selben Ergebnis Split-Half Reliabilität - Teilung in zwei Hälften (nach Odd-Even-Methode) Interne Konsistenz - Maß wie Items einer Skala zusammenhängen Paralleltest-Reliabilität - denselben Personen stark ähnelnde Tests Erhöhung durch Minimierung von Messfehlern
  • Halo-Effekt Ausstrahlen best. Merkmale auf andere, die eigentlich nichts mit denjenigen zu tun haben zB Kliniker schließt bei Selbstverletzung auf Borderline, Proband durch schwierige Frage so unter Stress, dass darauffolgende auch falsch
  • Primacy-Effekt ersten aufg. Infos stärkere Gewichtung als folgende dominieren Gesamteindruck
  • Recency-Effekt Gegenteil zu Primacy letzten Infos stärkere Gewichtung dominieren Gesamteindruck
  • Akquieszenz inhaltsunabhängige Zustimmungstendenz
  • Recall-Effekt Erinnerung positiver als real war
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  • Rosenthal-/Versuchsleiter-Effekt Versuchsleiter hat Erwartungen wirken sich als sichselbsterfüllende Prophezeihung auf Untersuchungsergebnisse aus
  • Ähnlichkeitsfehler eigene Eigenschaften werden anderen zugeschrieben
  • Inhaltsvalidität bestmögliche Operationalisierung des zu messenden Merkmals
  • zwei Formen der Konstruktvalidität - konvergente Validität: Messdaten die dasselbe Konstrukt (zB Depressivität) messen müssen hoch miteinander korrelieren - diskriminante Validität: Messdaten verschiedener Konstrukte (Depressivität und Intelligenz) sollen niedrig korrelieren
  • Kriteriumsvalidität - Grad Übereinstimmung von Messergebnissen mit empirisch fundiertem Außenkriterium- konkurrente Validität: zeitgleiche Erhebung- prognostische Validität: in Zukunft
  • differenzielle Indikation Zuordnung vor Therapiebeginn
  • adaptive Indikation Anpassung an Veränderungen während Therapieprozess