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Literaturtheorie (Subject) / Theorie (Lesson)

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  • Was ist das Ziel der Literaturtheorie? Was setzt sich sich wechselseitig voraus? Eine allgemeine Bestimmung darüber zu machen, was als Lietratur bezeichnet werden kann. Theorie + Praxis setzen sich gegenseitig voraus: 1. Theorie: z.B. ist Epochenbegriff bereits gegeben -> danach erfolgt Praxis, Forschung, Untersuchungsmethoden 2. Praxis (lit.wiss. Tätigkeiten) -> danach Theorie, um z.B. Epochenbegriff zu bestimmen
  • Ziel der modernen Literaturtheorie Beobachtungsperpektiven bieten lit. Kommunikationsformen haben sich geändert: diese werden beschrieben und anhand von Begriffen versucht zu dokumentieren
  • Hauptgeschäft der Literaturtheorie Was ist Literatur (gewesen)? Bestimmung dadurch, indem historische Bestimmungsversuche widerlegt werden Differenzierung des alltäglichen Sprachgebrauchs (d.h. Summe alle lyrischen, dramatischen und erzählenden Fiktionen) Nur möglich mit Argumenten/Beispielen, wieso dieser alltägliche Literaturbegriff zu kurz greift (Bsp Antike: Literatur nur dann, wenn bestimmte Regeln eingehalten wurden. Alles andere zählte nicht dazu -> änderte sich!)
  • Welche Bestimmungsversuche bzgl der Literatur gibt es? Bestimmungsversuch über Rhetorik Ästhetik Form
  • Rhetorik als Bestimmungsversuch der Literatur: Wann erfolgte dies? Was waren die Merkmale? Allgemeine Bezeichnung hierfür? Wann änderte sich dies? Warum? In der Antike, Merkmale: Metrik, Sprachbilder, Aufbau der Rede Im Barock, Merkmale: rhetorische + metrische Vorgaben als Leitfaden -> normative Poetik Änderung: im 18. Jahrhundert Grund: normative Poetik zu beschränkt (in Prosa gefassten Texte zählten nicht zur Literatur!), Roman wurde zur Leitgattung -> deskriptive Poetik
  • Ästhetik als Bestimmungsversuch Wann? Gründe? Was bedeutete "Ästhetik"? Was war wichtigstes Bestimmungskriterium? Gründe für das Scheitern? Im 18. Jahrhundert Gründe: Lösung von den rhetorischen Vorgaben Ästhetik: Hauptthema war subjetives Ausdrucksvermögen des Autors                        Autonomie (keine Regelgebundenheit mehr) -> GENIEGenie-Ästhetik, d.h. Autor betreibt eigene Formbildung Bestimmungskriterium: "das Schöne"  Scheitern: Ausschließlichkeitsanspruch nicht haltbar. Nur Orientierung an Genieästhetik würde z.B. Triviallit. ausschließen. Diese ist aber wichtig für wiss. Arbeiten.
  • Bestimmungsversuch Literatur über "Form" Wann? Was ist mit Form gemeint? Begründer? "Verfremdung"? Was bedeutet "Literarizität"? Grenzen? Nachteil dieses Verfahrens? ab Beginn des 20. Jahrhunderts Untersucht wurde die Struktur der lit. Texte "Was macht die Eigenheit des lit. Sprachgebrauchs aus?" Begründer: russischer Formalismus. Verfemdung  alltäglicher Begriffe. Dadurch soll ein längerer Wahrnehmungsprozess entstehen. "Kunst ist Denken in Bildern" /Metaphern. Literarizität: bezeichnet den Grad eines Werkes, literarisch zu sein. Nachteil: -lit Texte, die bewusst auf Verfremdung verzichten, wandelnde Gesellschaftsstrukturen haben zur Folge, dass lit. Texte anders entstehen -> NIchtbeachtung durch Formalismus
  • Bestimmung durch Rhetorik, Ästhetik + Form scheiterten. Was wäre aber die Folge gewesen, wenn hiernach bestimmt worden wäre? Individualität eines Textes wäre nicht berücksichtigt worden -> aber genau dies ist der eigentliche Sinn der Literaturtheorie "Was ist Literatur?" diese Frage wäre hierdurch nicht beantwortet worden!
  • Nachdem alle bisherigen Bestimmungsversuche (Ästhetik, Rhetorik, Formalismus) scheiterten, was ist nun neu? Was versteht man unter "Pragmatik"? +Gegenteil Neu: nicht mehr selbst bestimmen, was LIteratur ist. Sondern: Welche Texte können als Literatur beahndelt + verstanden werden? Was wird als Literatur gelesen? -> Pragmatik (d.h. sachbezogener Umgang mit Texten) Gegenteil: ontologisch, d.h. elementare Eigenheiten eines Textes
  • Was ist mit Institution gemeint? Wo zieht man bei Texten die Grenzen? Was bedeutet Leseerwartung? Festsetzung des Literaturbegriffs: Was wird als Literatur gelesen? Grenze: am wichtigsten ist Wiedererkennbarkeit von Werken (z.B. Roman: auch wenn es nicht explizit ausgewiesen ist, wissen wir nach dem Lesen, dass es Roman war) Leseerwartung: beim Lesen bestimmter Texte erwarten wir bestimmte Struktureigenheiten
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  • Strukturalismus: auf was beruht lt Saussure sprachliche Bedeutung? (hinsichtlich der Phonema) Phoneme sind kleinsten, bedeutungsunterscheidenden Elemente.  D.h. sprachliche Bedeutung beruht auf dem Unterschied zwischen ihnen (und nicht auf der Substanz des einzelnen Phonems!) D.h. Bedeutung eines sprachl. Elements kann nur in Relation zu allen anderen sprachl. Elementen erklärt werden ( nie aus sich selbst heraus!) Bedeutung entsteht nicht aus positiver Bestimmung sprachl. Elemente, sondern aus der Negation derjenigen Bestimmungen, die ihnen nicht zukommen.
  • synchron / diachron synchron: Sprachanalyse der Struktur zu einem bestimmten Zeitpunkt diachron: Sprachanalyse in ihrer historischen Entwicklung in der Zeit
  • Warum nennt man Saussures Modell eine strukturale Linguistik? Sprache ist ein System von Relationen jeder Satz(jedes Wort ist nur verständlich, weil man deutlich angeben kann, welche anderen mögl Laute nicht artikuliert werden! Jeder Text ist die Struktur dieser Bezüge des Artikulierten auf das Nichtartikulierte, über das es verständlich wird!