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Neuropsychologie (Subject) / V9 Aufmerksamkeit und Neglect (Lesson)

SS2016

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  • Wozu ist Aufmerksamkeit wichtig? Info aus der Umwelt übersteigt die Verarbeitungskapazität unserer sensorischen Systeme und unsere Möglichkeiten, mit zielgerichteten Handlungen darauf zu reagieren  Selektive Aufmerksamkeit: Auswahl "relevanter" Information aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Reize
  • Aufmerksamkeitsexperimente Helmholtz (1894): - sehr kurze Darbietung einer Anordnung von Buchstaben mithilfe eines Lichtblitzes,  - Verschiebung der Aufmerksamkeit unabhängig von Augenbewegungen möglich
  • Im Zuge der Experimente zur Selektiven auditorischen Aufmerksamkeit der Cocktailparty-Effekt herausgefunden: sel. auditor. Aufmerksamkeit zb. auf Cocktail-Party: "Dichotic listening Task" zur Untersuchung- verschiedene Infos auf beien Ohren, ein Ohr soll beachtet werden==> physikalische Eigenschaften des nicht beachteten Ohrs wird widergegeben, jedoch nicht Inhalt dessen
  • Formen der Aufmerksamkeit: Endogen vs. exogen endogene Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit zielgerichtet auf etwas gelenkt    --> Top-Down gesteuert exogene Aufmerksamkeit: Aufmerksamkeit kann durch saliente Reize "gefangen" werden    --> Bottom-Up gesteuert
  • Formen der Aufmerksamkeit: offene vs. verdeckte Aufmerksamkeit Offene Aufmekrsamkeit (overt): Zuwendung zum Reiz, zb. Augen auf den Reiz richtenVerdeckte Aufmerksamkeit (covert): Dissoziation zwischen beobachtbarem Verhalten und Aufmerksamkeitsfokus 
  • Aufmerksamkeitsfilter: 3 verschiedene Theorien bzgl. früher und später Verarbeitung frühe Selektion: Broadbent späte Selektion: TreismanDeutsch und Deutsch
  • Broadbents Filtertheorie Aufmerksamkeit wie ein Flaschenhals = Selektion von Info erfolgt früh  mehrere Infos in einen sensorischen Speicher, aufgrund physikalischer Eigenschaften zur Weiterverarbeitung ausgewählt (Selektives Filter) ==> Alles oder nichts-Prinzip ==> Schutz vor Überlastung 1 Zentraler, kapazitätslimitierter, serieller Prozessor 
  • Kritik an frühe Selektionstheorie (Broadbent): Befunde gegen Broadbents Theorie = Cocktailparty effect /dichotic listening task ==> Auch Infos aus dem nicht beachteten Kanal können verarbeitet werden
  • Attenuationstheorie von Treisman (1960): Verarbeitung der nicht-beachteten Information wird nur abgeschwächt, selektion wird trotzdem relativ früh in der Verarbeitung angenommen 
  • Deutsch und Deutsch - späte Selektion -> Wann genau? Zeitliche Nähe zur Reaktion, spät während der Verarbeitung- alle Reize zunächst parallel semantisch verarbeitet, bevor Selektion- neuere Ansätze: Zeitpunkt der Selektion flexibel/ abhängig von Aufgabenanforderungen 
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  • Das Spatial Cueing Paradigm: im Bereich der visuellen Aufmerksamkeit wird unterschieden zwischen objektbezogener und räumlicher (ortsbasierter) Aufmerksamkeit:  -> räumliche Aufmerksamkeit oft als "Scheinwerfer" dargestellt --> M. Posner untersucht diese mit dem Spatial cueing paradigm
  • Die meisten kognitions- und neurowissenschaftlichen Befunde zur Aufmerksamkeit gibt es im Bereich der ... Aufmerksamkeit visuellen Aufmerksamkeit
  • Neuronale Korrelate visueller, ortsbasierter Aufmerksamkeit: EKPs beim Menschen anhand des Spatial cueing Paradigma gemessen Durchführung + Ergebnisse Durchführung: Präsentation visueller Reize links oder rechts vom Fixationskreuz-> Ausrichtung verdeckter Aufmerksamkeit auf das linke oder rechte visuelle Halbfeld (rechts okzipitale Elektrode -> Stimulation Links)  Ergebnisse: Effekte in P1 ca. 70 ms nach Stimulusstart > frühe Informationsselektion durch Aufmerksamkeit ==> Evidenz für BroadbentAufmerksamkeit links immer stärker als rechts!
  • Aufmerksamkeitseffekte auf die Aktivität einzelner "Simple Cells" in V1 -> McAdams et al. (2005): Affentraining Durchführung Affen trainiert, einen Punkt zu fixieren und Aufmerksamkeit verdeckt auf eine laterale Bildschirmposition zu verschieben - währenddessen von einem V1-Neuron abgeleitet, dessen rezeptives Feld die Bildschirmposition abdeckte  - an dieser und an gegenüberliegender Position wurde ein Schachbrettmuster präsentiert, in dem ein Farbpunkt entdeckt werden sollte --> nachfolgende Sakkade zu einem Farbreiz  Reaktion des Neurons auf das Schachbrettmuster wurden Erfasst 
  • Aufmerksamkeitseffekte auf die Aktivität einzelner "Simple Cells" in V1 -> McAdams et al. (2005): Affentraining Ergebnisse Auf Subfields des rezeptiven Feldes wurden stärkere exzitatorische und inhibitorische Reaktionen gezeigt, wenn Aufmerksamkeit auf dem rezeptiven Feld lag -> Aufmerksamkeit moduliert die Aktivität von V1 Neuronen
  • Aufmerksamkeitseffekte im striären und extrastriären Cortex Abwechselnd Aufmerksamkeit auf einen der vier Quadranten des visuellen Feldes richten: Wann dreht der Stimulus sich von einer vertikalen Position zur horizontalen?  fMRT mit hochauflösender Differenzierung zwischen einzelnen visuellen Cortexarealen         --> Auf welche Stimulation reagieren die einzelnen Areale?  Aufmerksamkeitseffekte in höheren visuellen Arealen sehr stark, in V1 verlgeichsweise klein, 
  • wieso sind Aufmerksamkeitseffekte in höheren visuellen Arealen sehr stark, in V1 verlgeichsweise Klei? Biased Competition Model of Spatial Attention: Mehrere Stimuli in einem rezeptiven Feld = Konkurrenz um Neuron zu aktivieren=> Aufmerksamkeit nötig, um Konkurrenz zu entscheidenje weiter in der visuellen Verarbeitung (je höher das Areal), desto größer sind die rezeptiven Felder -> desto wahrscheinlicher 2 Stimuli in einem Feld