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Allgemeine Ethologie (Subject) / Verhaltensphysiologie 2 (Lesson)
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- Worin liegen die Vorteile angeborenen Verhaltens? (1) a) Tiere können schneller auf Veränderungen in der Umwelt reagieren. b) Die Tiere zeigen eine rasche evolutive Anpassung. c) Das Verhalten steht unmittelbar mit der Reifung der entsprechenden Strukturen zur Verfügung. d) Es können neue ökologische Nischen einfacher erschlossen werden. c
- Was ist ein Reifungsvorgang? (1) a) Die Vervollkommnung einer Verhaltensweise durch Übung. b) Verhaltensweisen, die sich langsam in der Interaktion mit der Umwelt herausbilden. c) Durch Erfahrung verändertes Verhalten. d) Die von Lernen unabhängige Entwicklung von Verhaltensweisen. d
- Welchen evolutiven Vorteil hat Lernen durch Nachahmung? (3) a) Es kann Erfahrung von anderen Tieren übernommen werden. b) Das Erlernte wird besser behalten. c) Es können Informationen übernommen werden, die nicht selbst erworben wurden. d) Es können Informationen übernommen werden, die nicht stammesgeschichtlich erworben wurden. a + c + d
- Für welche Art von Fragestellungen werden "Kaspar-Hauser-Experimente" eingesetzt? (1) a) Zur Überprüfung der Gedächtnisleistung von Tieren. b) Um den Einfluss von Hormonen auf die Ontogenese zu überprüfen. c) Um den Einfluss sozialer Erfahrung auf das Verhalten von Tieren zu überprüfen. d) Um Reifungsprozesse zu überprüfen. c
- Sind Deprivationsschäden bei Rhesusaffen reversibel? (1) a) Deprivationsschäden sind generell therapiefähig. b) Nein. c) Ja, wenn spätestens nach 12 Monaten eine Therapie einsetzt. d) Ja, allerdings nur bis zu einem Alter von 4 Monaten. c
- Welche neuronalen Strukturen müssen bei einem Tier vorhanden sein, damit es auf einen spezifischen Reiz reagieren kann? (3) a) Eine funktionsfähige Motorik. b) Eine funktionsfähige Sensorik. c) Ein Interneuron als Verschaltungsglied zwischen Sensorik und Motorik. d) Es reicht aus, wenn Motorik und Sensorik voll funktionsfähig sind. a + b + c
- Warum kann es sinnvoll sein, einen Teil der sensorischen Reifung in die Nachgeburtsphase zu verlegen? (2) a) Es ist dann eine komplexere Reizumgebung vorhanden. b) Die Reizverarbeitung kann durch die Umweltreize modifiziert werden. c) Verkürzung der Tragzeit. d) Es kann somit eine verbesserte Mutter-Kind-Bindung entstehen. a + b
- Warum sind Kainogenesen bei bestimmten Tierarten so ausgeprägt? (1) a) Weil sich Jungtiere an bestimmte Gefahrensituationen anpassen müssen. b) Weil der nachgeburtliche Reifungsprozess so lange dauert. c) Wegen der Anpassung an die Räuberische Lebensweise der adulten Tiere. d) Weil die Jungtiere und Erwachsene in völlig unterschiedlichen Lebensräumen leben. d
- Was ist ein ontogenetischer Funktionswechsel? (1) a) Die Reifung einer Verhaltensweise. b) Die Vervollkommnung bestimmter Verhaltensweisen auf Grund von Übung. c) Das Wiederauftreten infantiler Verhaltensweisen im Alter. d) Der Bedeutungswechsel juveniler Verhaltensweisen bei Erwachsenen. d
- Welche biologische Funktion erfüllen Hormone? (3) a) Sie steuern saisonale Anpassungen, wie z.B. den Gesang von Vögeln. b) sie steuern die Ausdifferenzierung primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale. c) Sie steuern die Auslösung kurzfristiger Verhaltensänderungen, wie z.B. Stress. d) Sie dienen der Reizweiterleitung. a + b + c
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- Welche biologische Funktion hat Neugierverhalten? (3) a) Die Tiere setzen sich vermehrt mit ihrer Umwelt auseinander. b) Sie gewinnen Erfahrung im Umgang mit Objekten und Situationen. c) Neugierverhalten ist notwendig für den Ablauf von Reifungsprozessen. d) Die Tiere gewinnen damit einen Erfahrungsvorsprung für später auftretende gefährliche Situationen. a + b + d
- Welches sind Kriterien für Spielverhalten? (2) A) Das Verhalten strebt einer Endhandlung entgegen. b) Es fehlt ein spezifischer Ernstbezug. c) Die Verhaltensmuster sind in ihrer Reihenfolge festgelegt. d) Handlungsbereitschaften, wie "Flucht" oder "Nahrungsaufnahme" hemmen spielerische Verhaltensweisen. b + d
- Welches sind die kennzeichnenden Merkmale von Prägungslernen? (2) a) Es gibt eine sensible Phase. b) Die aufgenommene Information kann leicht durch die Aufnahme weiterer Information verändert werden. c) Die Lernfähigkeit bleibt bis ins hohe Alter bestehen. d) Die aufgenommene Information ist meist nahezu irreversibel. e) Prägungslernen kommt nur bei nestflüchtenden Vogelarten vor. a + d
- Worin liegen die Vorteile des Prägungslernens? (2) a) Es fällt leichter, auf Änderungen in der Umwelt zu reagieren. b) Im Schutz der aufgenommenen Information gegenüber neuen Erfahrungen. c) Neue Informationen können leichter aufgenommen werden. d) Erfahrung sammeln, wenn die Gelegenheit am günstigsten ist. b + d
- Welche Verhaltensveränderungen lassen sich auf Lernen zurückführen? (3) a) Die ontogenetische Reifung. b) Die sensorische Adaption. c) Die Habituation. d) Die Prägung. e) Die Nachahmung. c + d + e
- Ein Zebrafinkenmännchen kann sexuell falsch geprägt werden und sich trotzdem anschließend erfolgreich mit einem Weibchen der eigenen Art paaren. Wird dadurch die falsche Prägung aufgehoben? (2) a) Nein. b) Ja, die falsche Prägung geht durch die erfolgreiche Paarung verloren. c) Die falsche sexuelle Prägung bleibt nur so lange bestehen, wie die Tiere keinen Sexualpartner der eigenen Art kennenlernen. d) Die erfolgreiche Paarung hat keinen Einfluss auf die Bevorzugung des ursprünglich geprägten Sexualpartners. a + d
- Welche Rolle erfüllt ein Zeitgeber? (2)!!! a) Zeitgeber werden nur von nachtaktiven Tieren benötigt. b) Zeitgeber sind meist genetisch fixiert und geben die Phasenlänge des Zyklus vor. c) Den endogenen Rhythmus mit dem biologischen Zyklus zu synchronisieren. d) Das Auseinanderlaufen von endogenem Rhythmus und Umweltzyklus zu verhindern. c + d
- Auf welche Veränderung können sich Tiere leichter einstellen, auf eine Phasenverschiebung oder auf eine Veränderung der Phasenlänge? (1) a) Beides fällt gleich schwer. b) Eine Veränderung der Phasenlänge. c) Eine Phasenverschiebung. d) Nachtaktive Tiere können sich leichter auf eine Veränderung der Phasenverlängerung einstellen. e) Tagaktive Tiere verkraften leichter eine Veränderung der Phasenlänge. c
- Welche Veränderung nutzen Zugvögel als Zeitgeber für ihre Jahresperiodik? (1) a) Den Temperaturwechsel im Laufe eines Jahres. b) Den Stand der Sonne. c) Die Länge der Photoperiode. d) Den Zeitpunkt des Hell-Dunkel Wechsels. e) Die Veränderung der Mondphasen. c
- Warum gibt es keine großen Winterschläfer? (2) a) Sie kühlen zu schnell aus. b) Weil sie nicht genügend Reserven für die Dauer eines Winterschlafes sammeln können . c) Da der normale Grundumsatz des Stoffwechsels bezogen auf ihre Energiereserven gering ist, können sie kaum Energie sparen. d) Es würde zu viel Energie kosten, die Körpertemperatur von einem niedrigen Wert auf Normaltemperatur zu bringen. c + d
- Welche wichtige Rolle hat das Reafferenzprinzip für das Bewegungssehen? (2) a) Es ermöglicht die Unterscheidung zwischen reafferenter und exafferenter Stimulation. b) Das Reafferenzprinzip erlaubt es Eigenbewegungen von der sich bewegenden Umwelt zu unterscheiden. c) Es erlaubt auf Grund der Phasenunterschiede eine räumliche Orientierung. d) Das Reafferenzprinzip führt zu einer Kontrastverschärfung. a + b
- Was versteht man unter Taxien? (1) a) Orientierungsbewegungen, die sich auf bestimmte Reize hin ausrichten. b) Eine aus mehreren Reflexen aufgebaute Erbkoordination. c) Eine genetisch fixierte Instinkthandlung. d) Das Appetenzverhalten von Tieren. a
- Warum ziehen viele Vogelarten von ihren Winterquartieren in den Norden? (2) a) Weil im Winterquartier der Feinddruck zu groß wird. b) Weil ihnen dieses Verhalten angeboren ist. c) Weil sie in den Sommergebieten die Nahrungsressourcen für die Aufzucht ihrer Nachkommen finden. d) Um der innerartlichen Konkurrenz zu entgehen. b + c
- Welche Möglichkeit haben Zugvögel sich zu orientieren? (4) a) Landmarken. b) Sonnenkompass. c) Magnetkompass. d) Sternenkompass. e) Mond. f) Temperatur. a + b + c + d
- Worin besteht der Unterschied in der Orientierung von erfahrenen und unerfahrenen Bienen? (2) a) Erfahrene Bienen orientieren sich zusätzlich an Landmarken. b) Erfahrene Bienen orientieren sich nach ihrem Sonnenkompass. c) Unerfahrene Bienen können Entfernungen noch schlecht abschätzen. d) Unerfahrene Bienen können sich nicht nach dem Sonnenkompass orientieren. b + d
- Was versteht man unter Kommunikation? (1) a) Die gewollte Übertragung von Signalen von einem Sender zu einem Empfänger. b) Jegliche Art von Signalen, die zu einem Empfänger gelangen. c) Das Dekodieren von Signalen. d) Das Aussenden von Signalen. a
- Worin liegen die Vorteile des visuellen Kommunikationskanals? (2) a) Er hat eine große Reichweite im Wasser. b) Er kann eine sehr hohe Signalvielfalt erreichen. c) Der Sender ist schlecht ortbar. d) Es besteht eine geringe Abhängigkeit von der Tageszeit. e) Er hat in übersichtlichen Biotopen eine große Reichweite. b + e
- Was versteht man unter einem "Kode"? (1) a) Alle Signale und Signalabstufungen, die einen Bedeutungsunterschied aufweisen. b) Alle möglichen Signale und Signalabstufungen. c) Die gleichzeitige Benutzung verschiedener Kommunikationskanäle. d) Die Verbindung von visuellen und akustischen Signalen bei Säugern. a
- Bei der Evolution von Sender-Empfänger Systemen zur Fortpflanzung müssen beide einen aufeinander abgestimmten Kode entwickeln. Welche der beiden, Sender oder Empfänger, kann sich dabei eine Abweichung erlauben? (1) a) Sender. b) Empfänger. c) Keiner von beiden. d) Beide können sich ähnlich große Abweichungen erlauben. b
- Was versteht man unter einer Ritualisierung? (2) a) Ritualisierungen sind Neukonstruktionen von Verhaltensmustern auf Basis physiologischer Effekte. b) Wenn Gebrauchsmuster als Übersprunghandlungen auftreten. c) Wenn Gebrauchsmuster in Signalmuster umgewandelt werden. d) Den phylogenetischen Prozess, der ein ursprünglich "neutrales" Muster an eine neue Signalfunktion anpasst. c + d
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- Welche Veränderung erfährt häufig eine Signalhandlung durch den Ritualisierungsprozess? (3) a) Die Signalhandlungen werden nicht deutlich dargestellt. b) Die Signalhandlungen werden oft rhythmisch wiederholt. c) Die Signalhandlungen werden oft übertrieben dargestellt. d) Die Signalhandlungen werden oft eindeutiger, unverwechselbarer. b + c + d
- Was spricht für die Hypothese, dass die Signale des Senders etwas "kosten" müssen? (2) a) Nichts. b) Mit Signalen, die den Sender nichts kosten, könnte er den Empfänger zu leicht manipulieren. c) Signale, die den Sender etwas "kosten", können als "ehrlicher" angesehen werden als Signale, die keinen Aufwand benötigen. d) Da die Signale durch einen längeren phylogenetischen Prozess entstanden sind, kann man davon ausgehen, dass sie grundsätzlich "ehrlich" sind. e) Signale sollten in allen Fällen wenig Aufwand kosten, da so die Kommunikation optimiert wird. b + c
- Was ist nötig für eine Kommunikation unter Tieren? (2) a) Ein geeigneter Übertragungskanal. b) Die Redundanz von Signalen. c) Ein gemeinsamer Kode. d) Ein gemeinsamer Genpool. d) Ein geschlossenes Räuber-Beutesystem. a + c
- Worin liegt der Vorteil des akustischen Kanals? (2) a) Er ist gut ortbar. b) Die hohe potentielle Signalvielfalt. c) Die Signale bleiben lang erhalten. d) Er hat eine große Reichweite in unübersichtlichen Habitaten. e) Geringer Energieaufwand. b + d