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Testtheorie (Subject) / Testplanung (Lesson)

28.04. Gehört zu: Planung und Entwicklung von Tests und Fragebögen

This lesson was created by Amalaswinthaa.

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  • Testplanung ·      Psychometrische Tests beziehen ihre Legitimation aus der Annahme, dass das Verhalten von Personen mit Hilfe von individuellen Merkmalen (Konstrukten) erklärt werden kann ·      Merkmale sollen mit Hilfe eines Tests erfasst werden ·      Am Beginn der Entstehung eines Tests = Wahl des zu messenden Persönlichkeitsmerkmals (Im Falle einer Testbatterie des zu messenden Merkmalsspektrums)
  • Merkmalsarten qualitatives Merkmal = wenn sich Personen bezüglich ihrer Ausprägungen in unterschiedliche Kategorien einteilen lassen -> Messungen auf dem Nominalskalenniveau quantitatives Merkmal = graduell abgestufte Merkmalskategorien à Messungen auf Ordinal-, Intervall oder Verhältnisskalenniveau Unidimensional = Merkmal repräsentiert ein Konstrukt Multidimensional = Merkmal repräsentiert mindestens 2 Konstrukte  - Einfachste Methode zur Erfassung --> für jede Dimension einen separaten Subtest entwerfen Zeitlich stabile Merkmale = Traits Zeitlich veränderbare = States
  • Testarten Leistungstests Persönlichkeitstests Objektive Persönlichkeitstests Projektive Verfahren Apparative Tests
  • Leistungstests Maximales Leistungsverhalten gefordert Nur eine Dissimulation (Verfälschung nach unten, faking bad) möglich Speed bzw. Geschwindigkeitstests  - Einfache Aufgaben, die meist von allen Probanden gelöst werden können  - Differenzierung durch Bearbeitungszeit  - Wird erfasst, wie viele Aufgaben ein Proband in der begrenzten Bearbeitungszeit richtig bearbeiten kann  - D2 Aufmerksamkeitsbelastungstest - 14 Zeilen zu 47 Zeichen  - Bearbeitungszeit 4:40 - Menge der bearbeiteten Zeichen  - Qualität der Bearbeitung (Auslassungsfehler, Verwechslungsgefahr) Power bzw. Niveau-Tests Schwierige Aufgaben Können auch bei unbegrenzter Zeitvorgabe theoretisch nicht von allen Teilnehmern gelöst werden können Differenzierung über Schwierigkeitsniveau der Aufgaben  
  • Persönlichkeitstests Für die Person typisches Verhalten in Abhängigkeit der Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale (Verhaltensdispositionen) Keine „optimale“ Ausprägung des P-Merkmals Kein richtig oder falsch, sondern Bewertung nach Vorhandensein einer hohen oder niedrigen Ausprägung des Merkmals Instruktion = Items spontan und wahrheitsgetreu bearbeiten Verfälschung im Sinne einer gezielten Beeinflussung in beide Richtungen (faking good/bad) Verschiedene Erhebungsverfahren werden subsummiert, es existieren zahlreiche Verfahren zur Messung von Motivation, Interessen, Meinungen und Einstellungen
  • Objektive Persönlichkeitstests ·      = eins der Gütekriterien ·      = subjektive Verfälschung der gegebenen Antworten z.B. durch soziale Erwünschtheit ausgeschlossen/ reduziert ·      nicht durch subjektive Urteile über die eigene Person, sondern über das Verhalten in einer standardisierten Testsituation erschlossen
  • Projektive Verfahren Persönlichkeits-Entfaltungsverfahren Qualitative Erfassung der Gesamtpersönlichkeit unter Berücksichtigung der Einmaligkeit von Erlebnis- und Bedürfnisstrukturen ausgerichtet sind Z.B. Rorschach Test Erfüllung der Gütekriterien in der Regel unzureichend, genügen nicht den erforderlichen Qualitätsansprüchen Können als Explorationshilfen dienen
  • Apparative Tests Zur Erhebung sensorischer und motorischer Merkmale geeignet Kognitive Fähigkeiten werden erfasst Typische Vertreter = sensumotorische Koordinationstests je enger der Geltungsbereich, desto homogener, d.h. inhaltlich einheitlicher, können die Aufgaben gewählt werden breiter Geltungsbereich= höhere Heterogenität der Aufgaben je breiter die Zielgruppe, desto breiter müssen die Aufgaben über einen breiteren Schwierigkeitsbereich streuen/inhaltlich breiter gefächert sein um möglichst viele Merkmalsausprägungen abdecken zu können Zusammensetzung der Analysestichprobe für die Erprobung des Tests (Itemanalyse) sollte im Planungsstadium bedacht werden
  • Struktureller Testaufbau ·      Komplexe Struktur, weil eine einzelne Testaufgabe/Item nicht ausreichend ist zur messgenauen zuverlässigen Erfassung eines Konstrukts ·      Mehrere Items erlauben die Abschätzung der Reliabilität ·      Mehrere Facetten eines Merkmals sollten untersuch werden ·      Instrumentarien zur Erfassung mehrerer Merkmalsdimensionen werden häufig auch als Testbatterien bezeichnet
  • Testlänge und Testzeit Itemzahl = Testlänge Testdauer = Testzeit Mit zunehmender Anzahl von Items die Erfassung des Testergebnisses präziser Messfehler geht bei unendlich vielen Items gegen 0, Mittelwert der Messungen entspricht dem wahren Wert der Merkmalsausprägung Praktikabilität des Tests und Motivationslage der Probanden muss bei der Festlegung der Testlänge beachtet werden Bearbeitung von Aufgaben muss überlegt werden Testart, Zielgruppe und intendierter Geltungsbereich berücksichtigenZeitbegrenzung in einem Niveautest dient dazu, unangemessen lange Bearbeitungsdauer zu unterbinden Screeningverfahren (Instrument für viele Personen, grobe Klassifikation bezüglich Vorhandensein oder nicht vorhanden sein) à Kürzere Testzeit reicht aus, weil es nicht so viele Testaufgaben braucht, wie wenn man eine differenzierte Individualdiagnose konzipieren will
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  • Testadministration Einzeltestung/Gruppentestung möglich Einzel  - Ermöglichen eine über den eigentlichen Test hinausgehende Erfassung weiterer Verhaltensdaten  - Sehr aufwändig, da für jede Testung ein VL zur Verfügung stehen muss Gruppen  - Ökonomischer, weil mehrere Vpn gleichzeitig getestet werden können  - Anfälliger für Fehler, die dadurch entstehen, dass die Probanden keiner direkten Beobachtung ausgesetzt sind
  • Format der Testung ·      Papier vs. Computer ·      Computer ökonomischer, da die Übertragung der Ergebnisse zur Auswertung wesentlich vereinfacht sind ·      Eröffnen neue Möglichkeiten der Itemgenerierung z.B. durch eingespielte Audio- oder Videodateien und Itemauswahl z.B. Adaptives Testen