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Sozialpsychologie (Subject) / Personenwahrnehmung (Lesson)

Prozess

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  • Beeinflusst Vorwissen stets die Eindrucksbildung? Erläutere anhand des Experiments von Higgins et al.(1988) inwiefern der Eindruck von Vorwissen beeinflusst werden kann ( was bedeutet Valenztransfer und welcher Effekt zeigte sich ?). Hypothese : Die Bewertung von Donald sollte davon abhängen, welche Konzepte (Kategorien,Schemata - Vorwissen) zum Zeitpunkt der Enkodierung gerade aktiviert sind. Bei verfügbaren positiven Konzepten sollte man Donald mögen, bei verfügbaren negativen Konzepten sollte man Donald eher ablehnen.( Valenz) Dies sollte aber nur dann der Fall sein, wenn die aktivierten Konzepte auf Donald anwendbar (applikabel) sind. Design 2 (Valenz) x 2 ( Applikabilität) x Gruppe 1 :positive Konzepte/ applikabel  Gruppe 2 : positive Konzepte/ nicht applikabel  Gruppe 3 : negative Konzepte/applikabel Gruppe 4 : negative Konzepte/ nicht applikabel Prozedur : Priming durch applikable oder nicht applikable Merkmale in einer "Wahrnehmungsaufgabe" Im Anschluss eine Textverständnisaufgabe: Beschreibung von "Donald" Fragen zum Text beantworten AV 1: Welche Eigenschaften hat Donald ; AV 2 :Wie finden Sie Donalds Verhalten ? - Ratingskala- Ergebniss: Bed. 1 : positive Konzepte/applikabel - Vp finden Donald gut. ;  Bed. 2: positive Konzepte/ nicht applikabel - Vp finden D. schlecht ; Bed. 3 und 4 positiv bzw negative Konzepte / nicht applikabel  - Vp. sind indifferent. Valenztransfer ist die Übertragung von positiven oder negativen Konzepten auf einen Beobachtungsgegenstand. Effekt der Zugänglichkeit zu Kategorien
  • Inwiefern steht der fundamentale Attributionsfehler ( Unter welchem Namen kennst du diesen bereits ?) mit der Eindrucksbildung im Zusammenhang ? Beziehe hierbei das Experiment von Jones & Harris ( 1967) mit ein : Welche Informationen wurden von den Probanden für ihre Eindrucksbildung im Experiment offensichtlich genutzt ? Fundamentale Attributionsfehler - Korrespondenz-Bias besagt, daß der Beobachter unter bestimmten Umständen aus einem beobachteten absichtlichen Verhalten auf entsprechende (korrespondierende) Absichten und Dispositionen von Personen schließt. ( sich einen Eindruck von einer Person macht ) Exp. Jones & Harris : 2x2 Design: Probanden erhalten ein Essay zu lesen , dessen Inhalt pro und contra Fidel Castro ist ( UV 1 ) Vp erhalten die Information, das der Verfasser des Essays entweder freie Wahl bezüglich des Inhalts hatte oder dazu aufgefordert wurde, eine pro oder contra Position zu beziehen ( UV 2). AV : gemessen wurde die Einstellung, die die Vp dem Verfasser unterrstellten Ergebniss: Vp schätzten den Verfasser des Essays ,der keine Wahlfreiheit hatte trotzdem so ein, das er eine positive Einstellung zu Fidel Castro hatte Menschen neigen dazu,persönliche ursachen des Verhaltens zu überschätzen, situative Ursachen jedoch zu unterschätzen . Es kommt zur Korrespondenzverzerrung.
  • Warum kann man bei der Eindrucksbildung auch von einem konstruktiven Prozess sprechen ? Was haben Reihenfolgeeffekte für einen Einfluss und was haben sie mit der Konstruktion zu tun ? Grundlage für die Eindrucksbildung ist die Informationsverarbeitung, welche auf kognitiven Prozessen beruht. Dabei werden eingehende Informationen immer wieder neu interpretiert und ergänzt.Das gilt auch für unser soziales Wissen. Reihenfolgeeffekte sind der Primacy und der Recency Effekt. PE - der erste Eindruck formt die Interpretation nachfolgender Informationen z.B. Paul ist warmherzig,intelligent,faul,langweilig RE - der letzte Eindruck formt die Interpretation vorangegangener Information z.B. Hugo ist langweilig,faul,intelligent, warmherzig
  • In welcher Form kann Wissen organisiert sein ? Welche Rolle spielt Wissen bei den kognitiven Stufen der Informationsverarbeitung ? Unser Wissen kann in Assoziativen Netzwerken gespeichert sein. Wird eine Komponente aktiviert, aktiviert sie die passenden Komponenten auf Ebene 1 : allgemeine Ebene der Gesamtbewertung wie Name und Kategorie( Alter,Geschlecht ) -> Ebene 2 : Dispositionen wie Einstellungen, Fähigkeiten,Persönlichkeitsmerkmale -> Ebene 3 : "Rohdaten" wie Verhaltensweisen aus denen die Disposition geschlossen wurde Kategorie -> Prototyp -> typ. Vertreter Merkmale : Begrenzte Verarbeitungskapazität - Bildung von Kategorien,Schemata                     Selektivität  - nicht alle Informationen werden zur meinungsbildung und Bewertung genutzt         Wissensbasiertheit,Kontextabhängigkeit - soziale Informationsverarbeitung als Interaktion von top-down und bottom-up Prozessen        Konstruktivität
  • Welche Prinzipien spielen bei der sozialen Wahrnehmung eine Rolle ? Selektivität Gerichtetheit - Aufmerksamkeit wechselt in Abhängigkeit von Personenmerkmalen und Kontext Merkmale der Person - aktivieren von Wissen, Zielen, Motiven Merkmale der Situation z.B. Salienz - Stimuluseigenschaft. Die Unterschiedlichkeit eines Stimulus in Relation zum Kontext.
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