psychologische diagnostik (Subject) / Rechtspsychologie (Lesson)

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pdäk

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  • Günstige Formulierungen in der Befragung • „Beschreibe doch einmal, wie der Mann aussah.“ ->Aufforderung zu einem Thema offen zu erzählen• „Was hat der Mann zu dir gesagt?“ -> offene Fragen
  • „Gutachter“‐Variablen nach Wells & Olson (2003) • Charakteristiken der Augenzeugen• Charakteristiken des Ereignisses• Charakteristiken der Aussage• Charakteristiken des Gutachters (Wertung der Aussage)
  • Charakteristiken des Ereignisses nach Wells & Olson (2003) • Distinktheit und Attraktivität des Gesichts der Schuldigen• Ausmaß der Bedeckung des Gesichts – bei gleiche Bedingung äußererMerkmale in der Rekognitionsphase wird dieser Effekt gemildert• es gibt keine Studien, die das Ausmaß der notwendigen Beleuchtungquantifiziert haben• Expositionszeit – Aufmerksamkeitsspanne der Augenzeugen• Präsenz einer Waffe – kündigt Tat vorzeitig an; erwecktAufmerksamkeit (Augenbewegungsstudien von Loftus und Kollegen)• Emotionseffekte (Angst & Stress) sind zweideutig
  • Realkennzeichen allgmeine Merkmale logische Konsistenz spezielle Inhalte Widergabe von Gesprächen Schilderung von Komplikationen inhaltliche Besonderheiten Schilderung eigener psychischer Vorgänge Schilderung nebensächlicher Einzelheiten motivationsbezogene Inhalte Spontane Verbesserung eigener Aussage Eingeständnis von Erinnerungslücken deliktspezifische Inhalte deliktspezifische Aussageelemente
  • Begutachtung der Glaubhaftigkeit/‐würdigkeit Bestandteile 1. Persönlichkeitsanalyse (intellektuelle und sprachlicheKompetenzen, potenziell relevante Persönlichkeitsmerkmale)2. Analyse möglicher Motive für eine Falschaussage und anderermöglicher Fehlerquellen (z.B. Beziehung zum Beschuldigten,Konsequenzen einer Falschaussage für Zeugen, Beschuldigte,Dritte)3. Kriterienorientierte Inhaltsanalyse auf der Grundlage der„Realkennzeichen“
  • Vorteil statistische Kriminalprognose – hohe Transparenz, empirisch geprüfte Prädiktoren, Urteil istunabhängig vom Untersucher, das Risiko von Fehlurteilen istabschätzbar
  • Nachteil stat. Kriminalprognose – keine Prognose für den Einzelfall möglich, sondern Aussagen überdie Rückfallhäufigkeiten relevanter Gruppen
  • Klinische Prognose • Klinische Prognose ist eine auf den Einzelfall bezogenePrognose, bei der auf der Grundlage von erwiesenenRückfallrisiken oder Risikofaktoren für Gewaltdelinquenzeine Gewichtung im Einzelfall erfolgt• für die Begutachtung können relevante Risikofaktoren zuLeitfragen zusammengestellt werden
  • Kriminalprognosen – Bestandteile • Analyse und Erklärung der bisherigen Delinquenz/ Straffälligkeit(Ableitung einer für den Einzelfall zutreffendenHandlungstheorie des kriminellen Verhaltens und Analysespezifischer personaler Risikopotenziale)• Analyse und Erklärung des relevanten Verhaltens seit derletzten Tat (Ableitung einer „Entwicklungstheorie“, Analyse derVeränderbarkeit personaler Risikopotenziale)• Analyse der aktuellen Persönlichkeit• Analyse der Perspektiven für die künftige Lebensgestaltung
  • Metaanalyse zu vier Grundformen der Prognose (Hanson & Morton‐Bourgon, 2007) • Statistische Prognose auf der Grundlage empirisch geprüfterMerkmale (z.B. Alter bei Erstdelikt, Tatmerkmale, Ausmaß sexuellerStörung, Substanzabhängigkeit, Kriminalität, Stabilität derLebensumstände)• Statistische Prognose auf der Grundlage konzeptuell begründeterMerkmale• Strukturiertes klinisches Urteil auf der Grundlage konzeptuellbegründeter Merkmale• Unstrukturiertes klinisches Urteil
  • Statistische Prognose Vollständig regelgeleitete Beurteilung auf der Grundlagevon Merkmalen oder Kriterien, die sich in empirischenRückfalluntersuchungen als Risikofaktoren erwiesenhaben
  • Kriminalprognose Prognosen im Hinblick auf das zukünftige Verhalten einesStraftäters im Kontext der Beurteilung von– Möglichkeit einer Strafaussetzung unter Bewährung– Ausgestaltung des Vollzugs (Vollzugslockerung, Hafturlaub)– Entscheidung über zeitliche oder lebenslange Freiheitsstrafe