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Einführung in die Welternährungswirtschaft (Subject) / Vorlesung (Lesson)
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- Was ist der BMI? Besteht ein Zusammenhang zwischen den BMI und der Sterblichkeitsrate? Klausur Maß für Unter oder Überernährung, Gewicht kg/(Größe m)^2, normale Frauen 21-23, normale Männer 22-24 Sowohl Menschen mit niedrigem BMI als auch welche mit zu hohem BMI haben ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko
- Was sind Folgen von Unterernährung für das Individuum allgemein? Welche Auswirkungen stellen sich für die Allgemeinheit da? Hunger, vermindertes Wachstum, gesteigerte Anfälligkeit für Krankheiten,Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit verminderte Produktivität des Einzelnen und damit Beeinträchtigung des wirtschaftlichen Wachstums einer ganzen Nation
- Was besagt die Waaler Studie? Klausur Klarer Zusammenhang zwischen Gewicht und Größe bezogen auf das Sterberisiko
- Welchen Zusammenhang kennen Sie zwischen Körpergröße und Sterblichkeitsrate? Klausur Mit zunehmender Körpergröße sinkt das relative Sterblichkeitsrisiko (reflektiert Auswirkungen von Unterernährung in der Kindheit) Anstieg bei Körpergröße > 1,85 m erklärt sich dadurch, dass Männer mit dieser Körpergröße mit 70 Kilo aktuell zu wenig wiegen, damit sinkt Lebenserwartung
- Wieviel benötigt der heutige amerikanische Durchschnitts Erwachsene allein für die Aufrechterhaltung der Körperfunktionen? 2279 kcal
- Vergleichen Sie die durchschnittliche tägliche Nutzung von Nahrungsenergie in England und Wales in 1700 und 1800 1800: Hohe Kalorienzufuhr: 2933 p.P (tlw. Deckung durch Importe = 13% des Konsums) Gewicht: 61.5kg, Größe 168cm, BMI 21.8 Relativ produktiv: 20 Outputkalorien je Inputkalorie 44% der Kalorien werden in landwirtschaftlichen Familien konsumiert, die 36% der Bevölkerung ausmachen 1700: Geringere Kalorienversorgung: 2.724 p.P Gewicht: 57.5kg, Größe 165cm, BMI 20 Geringere Produktivität, geringere Kalorienverfügbarkeit für landwirtschaftlichen SektorGeringerer Kalorienbedarf für Aufrechterhaltung der Körperfunktionen Anpassung an geringere Kalorienverfügbarkeit
- Was ist eine Iso Mortalitätsrisikokurve? alle Kombinationen aus Größe und Gewicht, die in jeweiligem Mortalitäts Risiko resultieren
- Was geschah durch die Technpysio Evolution? Synergismus zwischen technologischen und physiologischen Entwicklungen Anstieg technologischer Errungenschaften ging einher mit einmaliger physiologischer Entwicklung des Menschen Veränderungen in der Körpergröße spiegeln Wechsel in physiologischer Kapazität, welche die Lebensqualität und Produktionskapazität beeinflussen wider Prävalenz chronischer Erkrankungen nahm zum Teil stark ab
- Was war das Minnesota Starvation Experiment? Studie über Auswirkungen von starken Hungerperioden während des WW2. Perioden:1)Standardization Period (3 Monate) 3300 kcal pro Tag2)Starvation Period (6 Monate) ungefähr 1600 -1800 kcal pro tag3)Nutritional rehabilitation period(3 Monate) - 4 verschiedene Gruppen (je unterschiedliche Energielevel) Ergebnisse: Psychologischer Auffälligkeiten: Ungeduld, Introvertiert, verwirrt, geringere Toleranz, zunehmend unsoziales Verhalten, geringere Konzentration, Essen/LM als Obsession Physiologische Auffälligkeiten:Gewichtsabnahme, Anämie, neurologische Defizite, extreme Müdigkeit, stärkeres Kälteempfinden, niedrigere Körpertemperatur, niedrigerer Ruhepuls,Haarverlust Hautveränderungen, Schwindel etc.
- Was wurde auch nach Monate nach dem Minnesota Starvation Experiment bei den Patienten beobachtet? Essen wird weiterhin als Obsession beschriebenDas konstante Gefühl des Hungers verschwindet erst nach MonatenEinige Probanden nehmen auch noch Monate nach Ende des Experiments deutlich mehr Kalorien zu sich als notwendig
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- Nennen Sie Auswirkungen von Hunger auf die spätere Gesundheit und Neugeborene! Klausur Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft unterernährt waren, hatten später ein höheres Säuglingssterblichkeitsrisiko, höhere Raten von kardiovaskulären Krankheiten sowie Diabetes im Erwachsenenalter Unter -oder mangelernährte Schwangere gebären mit hoher Wahrscheinlichkeit Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht mit einer erheblich erhöhten Sterblichkeitsrate (40x) Niedriges Geburtsgewicht deutet entweder auf Unterernährung im Mutterleib hin oer dass die Mutter in ihrer Vergangenheit unterernährt war Höchstes Mortalitätsrisiko für untergewichtige Neugeborene
- Nennen Sie Risiken, welche bei Unterernährung bei der Schwangerschaft und Stillzeit auftreten! Klausur Muttermilch liefert alle wichtigen Nährtstoffe für Baby und schätzt vor Krankheiten ohne Konkurrenz zu anderen Familienmitgliedern Bei schwerer Unternährung ist diese der Muttermilchproduktion beeinträchtigt und somit wird das Kind nicht ausreichend ernährt Hinzukommt: AIDS kann durchs Stillen von der Mutter auf das Kind übertragen werden, Vitamin A Mangel der Mutter verstärkt diesen Effekt
- Welche Entwicklung gab es in Hinsicht auf die Kindersterblichkeit? 29% der jährlich 47 Mio. Verstorbenen zwischen 1980 und 1985 waren Kinder unter fünf JahrenIm Zeitraum 2010 -2015 beträgt dieser Anteil noch rund 13%
- Infant Mortality/ Kindersterblichkeit 2002 starben weltweit 7,2 Mio. Kinder innerhalb des ersten Lebensjahres (5,4%; davon allein 2,3% in der ersten Woche) Sierra Leone ist trauriger Spitzenreiter: hier starben 2002 16,5 von 100 lebend geborenen Kindern vor ihrem ersten Geburtstag
- Mortality under 5 years old Klausur 2015 starben 5,9 Mio Kinder im Alter von 0-5 Jahren; 44,9 % in SSA und 31,8% in Südasien Relativ: die weltweite Sterberate liegt bei 43 Toten pro 1000 Lebendgeburten, höchste in Somalia, geringste in Liechtenstein
- Nennen Sie Ursachen von Kindersterblichkeit Klausur 1. Krankheiten infolge von reduziertem Immunschutz bei Kindern sind Haupttodesursache 2. Vor allem Krankheiten, die Durchfall verursachen, aber auch Grippe,Lungenentzündung, Bronchitis, Masern sind verantwortlich 3. WHO und andere Studien zeigen: mehr als 50% der Tode von Kindern in Entwicklungsländern sind auf die Effekte von Unterernährung (bzw. dadurch geschwächtes Immunsystem) zurückzuführen
- Was beschreibt die Disability-adjusted life years (DALY)? Misst, wie viel Lebenszeit insgesamt durch Krankheiten/Behinderungen oder einen zu frühen Tod „verloren“ sind
- Welche Auswirkungen hat Unterernährung auf die Fertilität? Unterernährte Frauen sind weniger fruchtbar, erste Menstruation setzt später ein (Unterernährte Mädchen produzieren weniger Östrogen) nach einer Geburt verzögert sich die Wiederaufnahme eines geregelten Ovulationszyklus (wird durchs Stillen verstärkt)
- Nennen Sie direkte und indirekte Folgen von Unterernährung für das Gehirn. 1. Direkt: Entwicklung des Gehirns in dieser Zeit wird beeinträchtigt 2. Indirekt: hungernde Kinder sind weniger aktiv, das Gehirn wird weniger stimuliert Jodmangel ist die häufigste zu vermeidende Ursache für geistige Zurückgebliebenheit (13,5 Punkte reduzierten IQ) Viel wichtiger als verminderter IQ: viel häufigeres Auftreten von ADS
- Schildern Sie Auswirkungen von Unterernährung auf Arbeitsproduktivität! Kleine Erwachsene (stunting) in vielen Jobs weniger produktiv als große Erwachsene Zusätzlich sind unterernährte Menschen häufiger arbeitslos (ähnlich BMI)
- Gibt es eine ernährungsbedingte Armutsfalle? Arme können sich nicht ausreichend Nahrung leisten, sind daher weniger produktiv und verharren folglich in Armut
- Ist Unterernährung Saisonsabhängig? Ja! Die Jahreszeiten (in den Tropen Regen- und Trockenzeit) bestimmen in den meisten Entwicklungsländern Preiszyklen und damit auch die Zahl der Hungernden
- Welche Länder sind am stärksten von Unterernährung betroffen? Eritrea, Congo, Burundi
- Welche Länder sind am stärksten von "Stunted" betroffen? Yemen, Burundi, Niger
- Welche Länder sind am stärksten von Untergewicht betroffen? Bangladesh, Timor Leste und Jemen
- Welche Länder sind am stärksten von "wasted" betroffen? Burkina Faso, Djibouti und Indien
- Wieviele Menschen starben 2012 auf Grund von Hunger? 559.000 (1.532 pro Tag), macht 1% an allen Todesfällen 2012 aus
- Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders von Unterernährung gefährdet? Kinder (besonders während Abstillen, da hoher Kalorien und Proteinbedarf) Schwangere und stillende Frauen, gefolgt von alten Frauen
- Wie sehen die Trends bezüglich Unterernährung auf den Kontineten aus? Klausur Afrika von 26% in 1990 auf 20% in 2014 Latein Amerika und Karibik von 12 % auf 5.5 % Asien von 20% auf 12.1 % Ozeanien 12% auf 14.2%
- Was ist ein Cutoff Point? Klausur = Wenn das Gewicht oder die Größe einer Person unter einem bestimmten Wert liegt (Vermutung:Ernährungsproblem) Z-Score ist eine Möglichkeit für einen Cutoff Point: Misst die Abweichung vom Mittel Z= (Beobachtungswert- Median der Referenzpopulation)/ Standardabw. der Referenzpopulation Wenn Z = -2 dann moderat unterernährt, Z=-3 dann schwer unterernährt
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- Was ist BMR? Klausur Menge an Kalorien, die fürs Überleben nötig ist, wenn der Körper im Ruhezustand ist
- Was war Malthus Theorie und wieso traf seine Vorhersage nicht ein? Klausur Theorie: Die Menscheit wachse schneller (exponentiell) als ihre Lebensgrundlagen (linear), somit gerate die Lebensmittelversorgung zunehmend unter Druck; führt es darauf zurück, dass der Mensch unfähig sei die eigene Fortpflanzung zu steuern Jedoch hat sich Nahrungsversorgung stark verbessert, Lebenserwartung und Einkommen gestiegen, Fertilität jedoch nicht! Ursachen: Trend von Groß zur Kleinfamilie, Erfindungen einfacher und sehr effektiver Verhütungsmittel, Enormer Fortschritt im Agrarsektor, Einzug der Wissenschaft in die LMproduktion + Demographischer Übergang
- Nennen Sie die Phasen des Demographischen Übergangs und Ursachen! Klausur Modell beschreibt die schrittweise Entwicklung der geburts und Sterberaten von der vorindustriellen Zeit bis in die Moderne 1. Phase: High birth and death rates, vorindustriell, hohe Geburtsraten und unkontrollierte Fortpflanzung, Todesraten 25-45 auf 1000, Bevölkerungswachstumsraten null und konstant, Katastrophen lassen Bevölkerung kurzzeitig schrumpfen 2. Phase: Birthrate high, declining mortality, Geburstraten konstant, Verbessertes Gesundheitswesen und Versorgung mit LM sprich Lebenserwartung nimmt zu, Bevölkerung wächst schneller und schneller 3. Phase: Declining Birthrate: Fortpflanzung verlangsamt sich Geburtenratennehmen ab (Familienplanung), Industrialisierung und Urbanisierung, kurzfristig noch hoches Bevölkerungswachstum, mit Zeit auf null 4- Phase: Low birth and death rates; niedrige geburten und Sterberaten, Bevölkerung stabilisiert sich, Lebenserwartungen und Bevölkerung stabil 5. Bevölkerungen schrumpfen (Europa beobachtet)
- Nennen Sie Ursachen für den demographischen Übergang! Klausur Stark verbessertes NahrungsangebotInfrastruktur verbessert Hygiene (z.B. Wasser, Kanalisation)Allgemeiner Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung und BildungAufbau von SozialversicherungssystemenBeschleunigter Gesellschaftlicher Wandel durch DemokratisierungEntwicklungsländer können viele dieser Innovationen aus Industrieländern ‚importieren‘, statt sie erst selbst entwickeln zu müssen
- Demographic Momentum Klausur The tendency for growing population to continue growing after a fertility decline because once this happens a country moves to a different stage in the demographic transition model.
- Nennen Sie Charakteristika armer Haushalte! Klausur In Slums oder auf Land verteilt, (beinahe) landlos Ungebildet, oft Analphabeten Verschuldet Ein oder mehrere Familienmitglieder fernab von Zuhause auf Arbeitssuche Junges Familienoberhaupt ohne Arbeit Groß und jung, 7-8 Familienmitglieder, auf jeden Erwachsenen über 51 kommen 6 Kinder unter 18 56-78 % des Einkommens für LMausgaben, 2/3 einer Einkommenssteigerung wird in LM umgesetzt Wichtig: Mehr günstige Kalorien und Abwechslung/Schmackhaftigkeit Ausgaben für Alkohol, Tabak und Feiern Indien 99% besitzen Land, sonst eher landlos Es muss gelegentlich an Mahlzeiten gespart werden
- Was ist das Konzept der Kaufkraftparität? Klausur Alternatives Konzept zum Einkommensvergleich anhand von Wechselkursen; BIPs lokaler Währung werden auf US Dollar übertragen Misst Kauftkraft der Währung und vergleicht diese mit dem US Dollar um Lebensstandard zu vergleichen Berücksichtig hohe (niedrige) Lebenshaltungskosten in reichen (armen) Ländern
- Was sagt der HDI aus? Klausur 1. Lebenserwartung bei Geburt (Gesundheit) 2. Durchschnittliche Schulbesuchsdauer (DSD) und voraussichtliche Schulbesuchsdauer (VSD) in Jahren (Bildung) 3. Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf (KKP US Dollar) (Wirtschaftskraft/Einkommen)
- Lorenzkurve! Klausur Horizontale Achse stellt den prozentualen Anteil der Individuen oder Familien in einer gruppe dar Vertikale Achse stellt den prozentualen Anteil der jeweiligen Gruppe am Gesamteinkommen dar Konzentriet sich das gesamte Einkommen (Vermögen) auf ein Individuum dann ist es maximal konzentriert
- Was ist der Gini Koeffizient? Klausur Weiteres Maß für Verteilung von Einkommen basierend auf Lorenzkuve Definiert als A/(A+B) und liegt im Wertebereich 0 bis 1 0 ist absolute Gleichverteilung und 1 absolute Ungleichverteilung
- Kuznets Kurve Klausur Theorie: In frühen Phasen der Entwicklung steigt in Entwicklungsländern zunächst die Einkommensungleichverteilung an bis es sich anschließend stabilisiert und dann zurück geht, U Kurve D.h: Arme profitieren zuerst weniger von Entwicklung als Reiche, da neue Produktionstechniken Wissen, Fähigkeiten und große Mengen an Kapital benötigen Zur Folge werden Arme relativ gesehen ärmer, absolut nicht unbedingt, sie holen später durch Gewerkschaften, progressive Steuern und soziale Sicherungen auf
- Zusammenhang zwischen Einkommensverteilung, Armutsbekämpfung und Unterernährung Klausur Gleichmäßige Einkommensverteilung fördert nach Studie nicht das Wachstum, jedoch für Wachstum und Vermögen starker Zusammenhang
- Was fand in der agrarischen Revolution statt? Klausur Manipulation biologischer Prozesse (Tiere,Boden, Pflanzen, Schadorganismen, Bewässerung) Weniger Ressourcenbedrf Produktion von Überschüssen und Spezialisierung Dadurch erste städtische Siedlungen möglich
- Wie unterscheiden sich die Produktionsbedingen in unterschiedlichen globalen Klimazonen? Klausur Gemäßigte Zone (Europa, Nordamerika, Russland): Gute Böden, zum Teil kalte Winter und viel Licht Feuchte Tropen (unter Äquator): Genug Wasser, problematische Böden, Druck durch Schadorganismen Subtropen (Nordafrika, Arabien, Australien): Häufig Arid und oft zwischen Tropen und gemäßigter Zone
- Wie sind die Nahrungsproduktionstrends nach Kontinenten? Klausur Getreide: Am meisten in Nord Amerika, Sub Sahara am wenigsten Protein Rohstoffe: Am meisten Ozeanien Nahrungsbruttowertproduktion: Anführer Asien, überall angestiegen