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Rechungswesen (Subject) / Tei 4 - Kapitel 7 (Lesson)
(vgl. Arbeitsbuch Kap. 5.6.9 „Bilanzierung des Eigenkapitals“)
Grundlagen
2. Gezeichnetes Kapital
3. Rücklagen
4. Bilanzergebnis
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- Was war nochmal die Def. von Eigenkapital? Von den Eigentümern des Unternehmens un- befristet zur Verfügung gestelltes bzw. thesau- riertes Kapital
- Was war nochmal die def. von Fremdkapital? Dem Unternehmen von Dritten für einen befristeten Zeitraum überlassenes Kapital
- Wie werden die Bewertung des Eigenkapitals geregelt? Indirekt über die Bemessung des Vermögens und der Schulden
- Wieso wird indirekt über die Bemessung des Vermögens und der Schulden das Eigenkapital bewertet? Aufgrund seiner bilanziellen Definition als Residualgröße
- Was kommt beim Eigenkapital eine große Bedeutung zu? Eine große Bedeutung kommt jedoch der Darstellung der einzelnen Komponenten des Eigenkapitals zu (= Ausweisfragen)
- Wovon ist die Gliederung des Eigenkapital grundsätzlich abhängig? Von der Rechtsfrom
- Was wird von Einzelunternehmen und Personengesellschaften als Ausweis des Eigenkapitals gefordert? lediglich ein gesonderter Ausweis und eine hinreichende Aufgliederung des Eigenkapitals.
- Wie sieht die Darstellung des Eigenkapitals bei Kapitalgesellschaften aus? Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinnvortrag / Verlustvortrag -> Ausweis der Posten hängt von der Art der Ergebnisdarstellungs ab Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag -> Ausweis der Posten hängt von der Art der Ergebnisdarstellungs ab
- Wie wird das Nominalkapital noch genannt? Gezeichnetes Kapital.
- Aus was Besteht das Rechnerische Eigenkapital? Gezeichnetes Kapital Rücklagen Unternehmensergebnis
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- Aus was besteht das effektive Eigenkapital? Gezeichnete Kapital Rücklagen Unternehmensergebnis Stille Reserven
- Wie lautet die Legaldefinition des gezeichneten Kapital? Haftung der Gesellschafter für die Verbindlichkeiten der Kapitalgesellschaft gegenüber den Gläubigern beschränkt ist.
- Aus was besteht das gezeichnete Kapital bei einer Aktiengesellschaft? Entspricht der Summe der Nennbeträge aller ausgegebenen Aktien (§ 8 Abs. 2 AktG) (Ausnahme: Stückaktien; § 8 Abs. 3 AktG) Mindesthöhe: 50.000 € (§ 7 AktG) Eine Änderung des Grundkapitals bedarf einer 3⁄4-Mehrheit der in der Hauptversammlung anwesenden Stimmen
- Aus was besteht das gezeichnete Kapital einer GmbH? Mindesthöhe von 25.000€ Das Stammkapital wird in Geschäftsanteile zerlegt, die auf volle Euro lauten müssen Eine Änderung des Stammkapitals bedarf einer 3⁄4-Mehrheit der in der Gesellschafterver- sammlung anwesenden Gesellschafter
- Was gilt bei dem gezeichneten Kapital unabhängig der Rechtsform? Die Höhe des gezeichneten Kapitals ergibt sich aus dem Nennbetrag der Aktien bzw. der Stammeinlagen ohne dass eine selbständige Bewertung vorgenommen werden muss Das gezeichnete Kapital unterliegt einer AusschüttungssperreVerluste mindern nicht auto- matisch den Nennbetrag des gezeichneten Kapitals, sondern sind auf nachfolgende Geschäftsjahre vorzulagern und durch Gewinne auszugleichen, ehe eine Gewinnausschüttung an die Gesellschafter vorgenommen werden darf Bilanzierung zum Nennbetrag (§ 272 Abs. 1 Satz HGB) Wurde das gezeichnete Kapital noch nicht voll eingezahlt, sind die ausstehenden Teile des Eigenkapitals gesondert in der Bilanz anzuzeigen
- Wie lassen sich Rücklagen systematisieren? Offene Rücklagen Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen -> Gesetzliche Rücklage Gewinnrücklagen -> Rücklage für Anteile an herrschenden oder mehreitlich beteiligten Unternehmen Gewinnrücklagen -> Satzungsmäßige Rücklage Gewinnrücklagen -> Andere Gewinnrücklage Stille Rücklagen Unterbewertung von Aktiva Überbewertung von Passiva
- Was werden in die Kapitalrücklage eingestellt? Beträge, die bei einer Zuführung von Eigenkapital den Nennwert übersteigen Verkaufserlöse aus der Begebung von Options- und Wandelanleihen Die Auflösung ist nur unter restriktiven Voraussetzungen möglich
- Im Rahmen von WAS werden Gewinnrücklagen aus den Gewinnen der Kapitalgesellschaft gebildet? Ergebnisverwendung
- Was ist zu den gesetzlichen Rücklagen zu sagen? Teil der Gewinnrücklagen, der aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu bilden ist Rechtsformspezifische Regelung für AG und KGaA: Gemäß § 150 Abs. 2 AktG sind so lange 5% des Jahresüberschusses (ggf. gemindert um einen Verlustvortrag) in die gesetzliche Rücklage einzustellen, bis die gesetzliche Rücklage zusammen mit den Beträgen, die nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB in die Kapitalrücklage eingestellt wurden, 10% des Grundkapitals oder einen von der Satzung bestimmten höheren Prozentsatz erreicht hat. Dient dem Verlustausgleich und darf nur unter strengen Bedingung aufgelöst werden (§ 150 Abs. 3 und 4 AktG)
- Was ist über Rücklagen für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen Eine entsprechende Rücklage ist zu bilden, wenn die Gesellschaft Anteile des herrschen- den oder beteiligten Unternehmens kauft oder unentgeltlich erwirbt Die Rücklage kann nur unter restriktiven Bedingungen aufgelöst werden (§ 272 Abs. 4 HGB)
- Wann sind Satzungsmäßige Rücklagen zu bilden? Satzungsmäßige Rücklagen sind zu bilden, wenn sich die Kapitalgesellschaft in ihrer Satzung (§ 158 Abs. 4 AktG) oder ihrem Gesellschaftsvertrag (§ 29 Abs. 1 GmbHG) dazu selbst verpflichtet
- Wann sind Satzungsmäßige Rücklagen zu bilden? Satzungsmäßige Rücklagen sind zu bilden, wenn sich die Kapitalgesellschaft in ihrer Satzung (§ 158 Abs. 4 AktG) oder ihrem Gesellschaftsvertrag (§ 29 Abs. 1 GmbHG) dazu selbst verpflichtet
- Was sind "andere Rücklagen"? Freiwillige Rücklagen, die nicht unter eine der vorstehenden Rücklagen fallen
- Wie gliedert sich das Eigenkapital genau vor der Ergebnisverwendung? Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Gewinn-/Verlustvortrag Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
- Was ist der Jahresüberschuss-/fehlbetrag und zur was steht er zu Verfügung? entspricht dem Ergebnis der GuV steht zur Einstellung in die Rücklagen und Ausschüttung zur Verfügung
- Was ist Gewinn-/Verlustvortrag? Gewinnvortrag: Teil des Jahresergebnisses, der in den Vorperioden weder zur Ausschüttung noch zur Rücklagenzuführung verwendet wurde Verlustvortrag: Verrechnung mit Jahresüberschuss, anderen Gewinnrücklagen oder Vortrag ins nächste Jahr
- Wie gliedert sich das Eigenkapital nach teilweiser Ergebnisverwendung? Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Bilanzgewinn/-verlust
- Was tritt nach teilweiser Ergebnisverwendung an die Posten „Gewinn- bzw. Verlustvortrag“ und „Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag“? Bilantgewinn bzw. -Verlust
- Was entspricht dem Bilanzgewinn? Der Bilanzgewinn entspricht dem Teil des Jahresüber- schusses der Periode oder früherer Perioden, der zur Ausschüttung vorgeschlagen wird
- Was ist mit "Ergebnisausweis nach teilweiser Ergebnisverwendung" gemeint? Ausweis des Ergebnisses nach Einstellung in die Rücklagen und Verrechnung mit dem Vorjahresergebnis.
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- Welchen Posten werden Beträge, die den Rücklagen zugeführt wurden ausgewiesen? Die Beträge, die den Rücklagen zugeführt wurden, werden unter den jeweiligen Posten ausgewiesen
- Wie gliedert sich das Eigenkapital nach dem Ergebnisausweis nach vollständiger Ergebnisverwendung? Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
- Was erfolgt nach dem Ausweis des Ergebnisses nach vollständiger Ergebnisverwendung d.h. vor bzw. bei Bilanzerstellung? Erfolgt die Einstellung eines Teils des Jahresüberschusses in die Rücklagen. ist ein Beschluss über die die Ausschüttung des restlichen Jahresüberschusses gefasst worden
- Zu welchem Posten werden die zur Ausschüttung bestimmten Beträge verbucht? Sonstige Verbindlichkeiten
- Was ist die Bilanzsumme? Summe der Vermögensgegenstände auf der Aktivseite bzw. die Summe des Gesamtkapitals auf der Passivseite einer Bilanz zum Bilanzstichtag.
- Welche Mittel umfasst das Eigenkapital? Das Eigenkapital umfasst Mittel, welche dem Unternehmen von seinen Eigen- tümern unbefristet zur Verfügung gestellt werden, auf anderem Wege von außen zugeführt werden oder durch Einbehaltung von Gewinnen entstehen.
- Als Differenz von WAS stellt das Eigenkapital eine Residualgröße dar? Als differenz von Vermögen und Fremdkapital.
- Aus welchen beiden Teilen setzt sich das Eigenkapital aus? Durch was lässt sich der eine Teile erhöhen oder absetzen und aus welchen beiden Bestandteilen besteht der andere Teil? Das Eigenkapital setzt sich aus einem konstanten und einem variablen Teil zu- sammen. Ersterer umfasst das gezeichnete Kapital, welches sich nur durch Be- schlüsse der Haupt- bzw. Gesellschafterversammlung erhöhen oder herabsetzen lässt. Der variable Teil des Eigenkapitals umfasst die Rücklagen und das Bilanz- ergebnis.
- Wie lassen sich die Rücklagen differenzieren? In Kapital und Gewinnrücklagen
- Wodurch entstehen Gewinnrücklagen und zu was führen diese? Ge- winnrücklagen entstehen durch das Zurückhalten von Gewinnen, welche dazu beitragen, entstehende Verluste auszugleichen, durch Stärkung der Eigenkapital- basis die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens und die Haftungsbasis gegen- über Dritten zu erhöhen.
- Wovon hängt der Ausweis des Periodenergebnisses ind er Bilanz ab? Der Ausweis des Periodenergebnisses in der Bilanz hängt davon ab, ob dieses vor, nach teilweiser oder vollständiger Verwendung des Ergebnisses ausgewie- sen wird.