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Rechungswesen (Subject) / Kapitel 6 - Bewertungsvorschriften (Lesson)
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- Welche Werte finden in der Buchhaltung zum Zeitpunkt der Ersterfassung eines Sachverhaltes Anwendung? Die Ausgangswerte
- Welche Ausgangswerte kommen für die Wertmaßstäbe in Frage und was zeichnet diese Wertmaßstäbe aus? Anschaffungskosten: Originärer Wertmaßstab für alle vom Unternehmen fremdbezogenen Vermögensgegenstände. Herstellungskosten: Ausgangswert für alle vom Unternehmen hergestellten, am Bilanzstichtag noch nicht verkauften Gegenstände des Anlage- und Umlaufvermögens
- Wie lautet die Definition der Anschaffungskosten? Anschaffungskosten sind die Aufwendungen die geileistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebereiten Zustand zu versetzen, soweit sie dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können.
- Wie hoch ist der Anschaffungspreis anzusetzen? Der entpricht grunsätzlich dem im Kaufvertrag vereinbarten Kaufpreis (In der Regel exklusive der zu entrichtenden Umsatzsteuer)
- Woraus setzen sich die Anschaffungskosten auseinander? + Anschaffungspreis - Anschaffungspreisminderungen + zurechenbare Anschaffungsnebenkosten + nachträgliche Anschaffungskosten
- Wie lautet die Legaldefinition der Herstellungskosten? Herstellungskosten sind die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstands, seine Erweiterung oder für eine über seinen ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung entstehen.
- Welche Pflichtbestandteile von Herstellungskosten bilden die Wertuntergrenze? Einkelkosten Meterialeinzelkosten Fertigungseinzelkosten Sondereinzelkosten der Fertigung Gemeinkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Sondereinzelkosten der Fertigung
- Was bildet die Wertobergrenze und sind somit Wahlbestandteile? Sonstige Kosten Kosten der allgemeinen Verwaltung Soziale Auwendungen und Alterversorgung Fremdkapitalzinsen
- Wie lautet die Definition für Einzelkosten? Aufwendungen, die unmittelbar im Rahmen der Herstellung anfallen und daher dem produzierten Vermögensgegenstand direkt zurechenbar sind.
- Def. Gemeinskosten Aufwendungen, die nur indirekt im Rahmen der Herstellung anfallen und deshalb dem Vermögensgegenstand nicht einzeln zurechenbar sind.
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- Welche Einzelkosten Unterteilung gibt es und nenne Beispiele? Materialeinzelkosten: Rohstoffe oder Halbfertigerzeugnisse Fertigungseinzelkosten: Fertigungslöhne und Lohnnebenkosten Sondereinzelkosten der Fertigung: Sonderbetriebsmittel, wie z. B. Spezialwerkzeuge oder Lizenzgebühren
- Welche Gemeinkosten Einordnungen existieren? Nenne Beispiele Materialgemeinkosten: Aufwendungen im Rahmen der Lagerung und Wartung des Fertigungsmaterials Fertigungsgemeinkosten: Aufwendungen, die im Rahmen der Fertigung auftreten und nicht unter Verwaltungs- und Vertriebkosten fallen. Wie beispielsweise Hilfsstoffe, Energiekosten)
- Wozu führt die Bewertung von selbst hergestellten Vermögensgegenständen zu Herstellungskosten? Der Herstellungsprozess wird grundsätzlich erfolgsneutral im jahresabschluss abgebildet.
- Was zählt als Erhaltungsaufwand? Aufwendungen tragen leidiglich zu Bewahrung des ursprünglichen Zustaundes des Vermögensgegenstandes beitragen. Keine Aktivierung, sondern erfolgswirksame Erfassung als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechung
- Was sind nachträgliche Herstellungskosten? Führen zu einer wesentlichen Erweiterung oder Verbessung des Vermögensgegenstandes.
- Was ist eine Wesentliche Erweiterung? Mehrung der Substanz des Vermögengegenstandes bzw. eine Erweierung der Nutzungsmöglichkeit.
- Was ist eine wesentliche Vermessung eines vorhandenen Vermögensgegenstandes? Vermögensgegenstandes wird so verändert, dass eine anderer Gebrauchs- oder Verwendungsmöglichkeit vorliegt oder der Vermögensgegenstand derart verbessert wird, dass praktisch ein neuer Gegenstand entsteht.
- Wann folgt eine Folgebewertung nach einmaliger Zugangsbewertung? Was wird überhaupt neue Bewertet? Zu jedem Bilanzstichtag. Vermögensgegenstände und Schulden
- Welche Möglichkeiten gibt es bei der Folgebewertung von Vermögensgegenständen und Schulden? Beibehaltung des Wertes der Vorperiode Abschreibungen Planmäßige Abschreibung Außerplanmäßige Abschreibung
- Welche Wege können Vermögenswerte gehen bei der Folgebewertung? Abnutzbar (Ausgangswerte) - > Planmäßige Abschreibung (Fortgeführte Ausgangswerte)-> Außerplanmäßige Abschreibung -> Zuschreibung Nicht abnuztbar (Ausgangswerte) -> außerplanmäßige Abschreibung (Korrekturwerte) -> Zuschreibung (Korrekturwerte)
- Welchen Abschreibung kann a) nicht abnutzbares AV b) abnutzbares AV c) Umlaufvermögen unterliegen? a) Kann nur außerplanmäßigen Abschreibungen unterliegen b) wird planmäßig abgeschrieben und kann zusätzlich außerplanmäßigen Abschreibungen unterliegen c) kann nur außerplanmäßigen Abschreibungen unterliegen
- Wann sind bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens Planmäßige Abschreibungen durchzuführen? Wenn deren Nutzungsdauer zeitliche begrenzt ist, z.B. aurgrund technischer Entwertung (Verschleiß) wirtschaftlicher Entwertung (technischer Fortschritt, Marktveränderungen) rechtlicher (zeitlicher) Begrenzung (zeitlicher Ablauf von Schutzrechten und Verträgen wie Patente, Lizenzen, Konzessionen, Miet- oder Leasingverträgen)
- Wann beginnt die planmäßige Abschreibung und wann endet sie? Zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. Herstellung (Übetragungszeitpunkt des wirtschaftlichen Eigentums) Das Ende der planmäßigen Abschreibung ist i.d.R. mit dem Ablauf der letzten Periode der voraussichtlichen Nutzungsdauer erreicht
- Was bedingt die das Aufstellen eines Abschreibungsplans? Die „planmäßige“ Abschreibung
- Durch was wird die Höhe der planmäßigen Abschreibung wird durch folgende Einflussfaktoren determiniert? Abschreibungssumme Nutzungsdauer Abschreibungsverfahren
- Def. Abschreibungssumme Als Abschreibungssumme gelten die Anschaffungs- oder Her- stellungskosten vermindert um ggf. vorhandene Restwerte am Ende der Nutzungsdauer.
- Def. Nutzungsdauer Als Nutzungsdauer anzusetzen ist der Zeitraum, in dem der Vermögensgegenstand voraussichtlich genutzt werden soll (§ 243 Abs. 2 Satz 2 HGB)
- Def. Abschreibungsverfahren Mit der Wahl des Abschreibungsverfahrens wird festgelegt, wie die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (= Abschreibungs- summe) auf die Jahre der Nutzungsdauer verteilt werden.
- Welche Verfahren gibt es zur Berechnung der planmäßigen Abschreibung und was zeichnet diese aus? Eine ist besonders und hat mehrere "Varianten". Zähle diese auf und beschreibe diese. Zeitabschreibungen: Den einzelnen Geschäftsjahren werden Abschreibungsbeträge zugeord Lineare Abschreibung: Gleichbleibende Abschreibungsbeträge Degressive Abschreibung: Sinkende Abschreibungsbeträge a) Arithmetisch degressive Abschreibung b) Geometrisch degressive Abschreibung Progressive Abschreibung: Steigende Abschreibungsbeträge Leistungsabschreibungen: Jährliche Abschreibungsbeträge bemessen sich auf der Basis der Inanspruchnahme des VG im Zeitablauf
- Was sind die Charakteristika der linearen Abschreibung? Und wie lautet die Formel? Gleichmäßige Verteilung der Abschreibungssumme auf die Jahre der Nutzung Verfahren ist handelsrechtlich auf alle abnutzbaren Vermögengegenstände des Anlagevermögens anwendbar Jährliche Abschreibung = Abschreibungssumme / Nutzungsdauer
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- Was sind die Charakteristika der degressiven Abschreibung? Die Abschreibungssumme wird mittels im Zeitablauf sinkenden Abschreibungsbeträgen auf die Nutzungsdauer verteilt. In den ersten Nutzungsjahren sinkt der Buchwert dementsprechend stärker als gegen Ende der Nutzungsdauer.
- Wie werden die Abschreibungsbeträge bei Geometrisch-degressiven Abschreibung berechnet? Bei der geometrisch-degressiven Abschreibung werden die Abschreibungsbeträge mittels eines konstanten Abschreibungsprozentsatzes vom Buchwert am Periodenanfang ermittelt: Abschreibungbetrag = Abschreibungsprozentsatz * (Buchwert am Periodenanfang)
- Was ist die steuerrechtliche Höchstgrenze bei Abschreibungen? maximal das Zweieinhalbfache des linearen Abschreibungsatzes und höchstens 25% bei der geometrisch-degressiven Abschreibung
- Was sind die Charakteristika der progressiven Abschreibung und wann kommen diese zum Ansatz? Die Abschreibungsbeträge steigen jährlich geometrisch oder arithmetisch an. Die anfänglich niedrigen Abschreibungen führen bei den meisten Vermögensgegenständen zu einem zu hohen Bewertungsansatz, der dem Vorsichtsprinzip widerspricht. Anwendung auf wenige Sonderfälle begrenzt, bei denen mit einer langen Anlaufphase und starken Wertminderungen erst am Nutzungsende zu rechnen ist. Beispiele: Großkraftwerke, Verkehrsunternehmen, Erdgasleitungen
- Wie wird die Leistungsabschreibung noch bezeichnet? Abschreibung nach Maßgabe der Inanspruchnahme
- Was zeichnet die Leistungsabschreibung aus, was ist die Voraussetzung und wie geht man vor? Jährliche Abschreibungsbeträge entsprechend der Inanspruchnahme (Leistung) des Vermö- gensgegenstandes des Anlagevermögens Voraussetzung: Das gesamte Leistungspotenzial des Vermögensgegenstandes lässt sich anhand objektiver Kriterien (z.B. Stückzahl, Fahrtstrecke, Maschinenstunden, etc.) bestimmen Vorgehen Durch Division der Anschaffungskosten durch die geschätzte Gesamtzahl der abzugeben den Leistungseinheiten lassen sich die Kosten pro Leistungseinheit ermitteln. Die jährlichen Abschreibungsbeträge ergeben sich aus der Multiplikation der Kosten der Leistungseinheit mit der im Geschäftsjahr abgegebenen Leistung
- Wann sind außerplanmäßige Abschreibungen notwendig? Wenn ein unvorhersehbarer Werteverzehr eintritt.
- Wann sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen? Wert des VG zum Abschlussstichtag < Betrag der (fortgeführten) Anschaffungs- oder Herstellungskosten
- Aus welchem beiden Prinzipien resultieren außerplanmäßige Abschreibungen? Aus dem Imparitätsprinzip und aus dem sogenannten Niederstwertprinzip.
- Wie unterscheiden sich außerplanmäßige Abschreibungen zwischen Anlage und Umlaufvermögen? Im Umlaufvermögen -> Strenges Niederstwertprinzip -> Abschreibungspflicht auf niedrigeren Korrekturwert, auch wenn die Wertminderung voraussichtlich nicth dauerhaft ist. Anlagavermögen Wertminderung vorausslichtlich dauerhaft: Abschreibungspflicht auf niedrigeren Korrekturwert Wertminderung voraussichtlich nicht dauerhaft: Abschreibungsverbot (Abschreibungswahlrecht im Finanzanlagevermögen)