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Management komplexer Systeme (Subject) / MKS (Lesson)

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  • Weighting of Probabilities (Wahrscheinlichkeitsgewichtung) - Ereignisse mit vorgegebenen Wahrscheinlichkeiten werden mit subjektiven Entschiedungsgewichten belegt Bsp: Wahrscheinlichkeit beim Lotto zu gewinnen nahezu 0, trotzdem spielen viele Menschen Lotto
  • Overconfidence (Überschätzen der eigenen Fähigkeiten) 1. schätzen uns besser ein als der Durchschnitt 2. überschätzen unser Wissen im Vergleich zum eigentlichen Können 3. überzeugt, dass unsere Aussagen und Einschätzungen richtig sind Bsp: Studie: Autofahrer sollen ihr Fahrkönnen einschätzen - 80% sehen sich unter den besten 30%
  • Regret Aversion (Abneigung gegenüber Bedauern) - Bedauern kann sowohl bei getroffenen als auch nicht getroffenen Entscheidungen eintreten - wir versuchen Entscheidungssituationen zu vermeiden, bei denen ein Bedauern auftritt Bsp: wir kaufen trotz eines guten Tipps eine Aktie nicht - diese steigt daraufhin
  • Illusion of Control (Kontrollillusion) - Illusion darüberm dass manche Faktoren kontrollierbar sind, obwohl sie es nicht sind (Beeinflussbarkeit, Vorhersagbarkeit, Kognitive Kontrolle, Retrospektive Erklärbarkeit) Bsp: Merchandising-Artikel des F1-Weltmeisters schon vor dem Endresultat zum Verkauf herausgeben
  • Home Bias (auf Heimisches setzen) - Erwerb heimischer, vertrauter Produkte Bsp: Kuchenverkäuferin erreicht Wachstumsgrenze im Inland - möchte nicht auf ausländische Märkte, da sie sich auf dem heimischen Markt wohlfühlt (-> Vergeudung von Potenzial und höheren Gewinnen)
  • Herding (Herdenverhalten) - Orientierung am Verhalten und den Erfahrungen anderer (erhoffen uns die gleichen positiven Effekte) Bsp: viele Fernbus-Unternehmen am Markt erfolgreich - Nachahmen der Idee mit der Hoffnung auf ähnlichen Erfolg - Markt konzentriert sich immer mehr und Unternehmen scheitert daraufhin
  • Trial and Error (Ausprobieren) - Ausprobieren von Lösungen nach dem Zufallsprinzip Bsp: Unternehmen probiert Innovation ohne Marktanalysen und Kundenbefragungen am Markt aus -> scheitert
  • Fading Out (Ausblenden) - Vertrauen darauf, dass die alten Strategien funktionieren (Hysterese -> Verharren in alten Mustern) Bsp: Marketing-Firma wendet altbewährte Strategie auf unterschiedliche Anfangsbedingungen an -> scheitert
  • Rational Behavior (Rationales Verhalten) - rationale Herangehensweise (logische und allgemein nachvollziehbare Lösung finden) Bsp: Produkt günstig anbieten wollen (Fokussierung auf den Preis) - Produktionsstätte Bangladesh -  Image und eigenhändige Kontrollen werden außer Acht gelasse
  • Ölflecktheorie - einfaches Problem, z.B. ein Markteingriff, zieht aufgrund rekursiver Folgewirkungen immer mehr Eingriffe nach sich, wodurch das Problem immer komplexer wird (Problem breitet sich wie ein Ölteppich aus) Bsp: Mindestpreis für Weizenprodukte - Nachfrage nach günstigem Getreide steigt (Roggen, Hafer) - es entsteht ein Überangebot auf dem Weizenmarkt, welches durch staatl. Eingriffe geregelt werden muss
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  • Fraktale (Geometrie) - Fraktale sind Muster, die sich permanent wiederholen und unvorhersagbare Variationen hervorbringen - im Phasenraum erscheinen chaotische Prozesse als fraktale geometrische Strukturen -> Fraktal ist Hinweis auf Chaos
  • (Fix-)Punktattraktor (gutartiger Attraktor) - das System wird von einem Punkt angezogen, an dem es sich einpendelt Bsp: Pendel mit Reibung
  • Phasenraum - Menge aller möglichen Zustände eines Systems (jeder Zustand Punkt im Phasenraum) - dort existieren Attraktoren
  • Grenzzykelattraktor (gutartiger Attraktor) - wiederkehrender, gleichbleibender Impuls von Außen - Trajektorie (Bahn) wird nicht zu einem bestimmten Punkt hingezogen, sondern vollzieht eine zyklische Bewegung Bsp: Pendel ohne Reibung
  • Torus-Attraktor (gutartiger Attraktor) - Zusammenführung zweier Teilsysteme mit ingesamt drei Variablen in ein Gesamtsystem - ein Punkt (des einen Teilsystems) fährt im Raum auf einer Ellipsenbahn umher und um diesen Punkt kreist zu jeder Zeit ein weiterer Punkt (des anderen Teilsystems) - durch die Kopplung wird der weitere Punkt der Punkt des Gesamt-Grenzzyklus und liegt auf einem Torus - hierbei herrscht asymptotische Vorhersagbarkeit vor, da sich das System auf der Oberfläche des Torus befindet und nicht willkürlich im Phasenraum
  • Seltsamer Attraktor - weist sensitive Abhängigkeit von den Anfangsbedingungen auf - Attraktor splittert sich auf den Phasenraum auf (Turbulenz) Bsp: Lorenz-Attraktor, Verhulst-Attraktor (umkehrte Parabel)
  • Form der Kurve auf dem Torus -> abhängig von den Frequenzen der Teilsysteme - rationales Verhältnis: Trajektorie geht nach endlich vielen Umrundungen stets wieder in sich über - irrationales Verhältnis: Trajektorie wandert ewig auf dem Torus und geht niemals wieder in sich über
  • Stabilität eines Torus-Attraktors rationale Schwingungen (der Teilsysteme): Störung des Systems führt dazu, dass sich der Torus aufbläht und schlussendlich platzt irrationale Schwingungen (der Teilsysteme): Trajektorien verlaufen auch bei Störungen auf dem Attraktor (stabil)
  • Eigenschaften von Fraktalen Länge: Koch Kurve - Strecke der Länge L wird gedrittelt und das mittlere Stück durch ein gleichseitiges Dreieck ersetzt, bei dem die Grundseite entfernt wurde - Wiederholung des Prozesses an allen Teilstrecken - führt dazu, dass wir eine endliche Fläche mit unendlicher Fläche des Randes erhalten Dimension: Fraktale weisen gebrochene Dimension auf.
  • Boxdimension (Fraktale Dimension) - Maß, um den Grad an Komplexität anzugeben - je komplexer eine Figur, desto höher wird der Detailgrad bei der nächsthöheren Auflösungsstufe und desto höher ist die (fraktale=gebrochene) Dimension - Komplexität ist hier die Geschwindigkeit, mit der die Anzahl der Linien von Stufe  zu Stufe wächst
  • Korrelationsdimension (D2/PD2) - Messung der fraktalen Dimension im Beobachtungszeitraum - Interpretation: hohe Werte bedeuten Komplexität (z.B. Messung der Herzfrequenz)
  • Phasensprung - bei minimalen Änderungen der Anfangsbedingungen können Instabilitäten auftreten, wodurch der Attraktor seine Gestalt ändert (z.B. vom Punkt- zum Grenzzykelattraktor)
  • Lypunov-Exponent - misst das Ausmaß des Schmetterlingseffektes anhand exponentieller Divergenz - dient zu Identifikation einer chaotischen Dynamik - in chaotischen Systemen führen mikroskopische Unterschiede in den Startwerten zu exponentiell divergierenden Werten bzw. Trajektorien Lyapunov-Exponent > 0: - System verhält sich chaotisch                                         - Trajektorien divergieren exponentiell                                          -> chaotische Selbstorganisation Lyapunov-Exponent < 0: - System verhält sich regulär                                         - Trajektorien bewegen sich immer wieder auf einen Fixpunkt zu                                          -> triviale Selbstorganisation
  • Permutationsentropie Maß für die Unordnung eines Systems - je geringer die Permutationsentropie, desto höher die Ordnung (Selbstorganisation) und desto höher die Veränderungsfähigkeit eines Systems - je höher die Permutationsentropie, desto geringer die Ordnung (Komplexitätszuwachs bis hin zu deterministischem Chaos), desto geringer die Veränderungsfähigkeit eines Systems
  • Was ist ein komplexes System? - kann komplexe Systemdynamik aufweisen - Dynamik komplex, wenn sie deterministisch-chaotisch ist - deterministisch: Verhalten des Systems geht aus seinen Eigenschaften hervor - chaotisch: imitiert den Zufall durch seine Sensitivität; nur kurzfr. vorhersagbar - Sensitivität: starke Abhängigkeit gegenüber kleinsten Veränderungen in den Anfangsbedingungen (Schmetterlingseffekt)
  • Was macht ein System komplex? (Voraussetzungen) - komplexe Systeme voraussetzungsarm - notwendige aber nicht hinreichende Voraussetzungen zur Entstehung einer chaotischen Dynamik: Dissipation (muss mit Energie versorgt werden; Energie ist der Kontrollparameter) Nichtlinealität (gemischtes Feedback) Nichtlinearität (mind. eine Beziehung muss nichtlinear sein (z.B. quadr. Funtktion, Logarithmus) -> kleine Ursachen, haben große Wirkungen;  Nichtadditivität: das Ganze ist nicht die Summe seiner Teilsysteme, ist also nicht dekomponierbar) mind. 3 Systemvariablen