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Political and Social Studies (Subject) / Begriffliche und methodische Grundlagen (Lesson)

Grundlagen. Begriffe, Erklären, Verstehen

This lesson was created by LorenaSarter.

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  • Definition Wissenschaft nach Mols Wissenschaft nennt man die in ihren Aussagen überprüfbare und systematische Beschäftigung mit nahezu beliebigen Bereichen der Natur, des menschlichen Denkens und des menschlichen Zusammenlebens und seinen Gestaltungsformen
  • Wissenschaftliches Arbeiten beginnt mit .... Selektion: Was ist relevant? Abstraktion: Reduktion des Phänomens auf seine im Forschungszusammenhang wesentliche Bedeutung
  • Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens - Überprüfbarkeit Prinzip der Intersubjektivität
  • Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens - standardisierte Vorgehensweisen / Methoden -> Falsifizierbarkeit -> Voraussetzung  für Wissensakkumulation
  • Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens - Generalisierung Verallgemeinerung
  • Grundbegriffe: Begriff Bezeichnung für eine bestimmte Vorstellung oder einen Vorstellungsinhalt, der mit einem oder mehreren Worten zum Ausdruck kommt sind Konventionen und somit wandelbar -> müssen immer hinterfragt werden vier Funktionen: Ordnungsfunktionen, Kommunikationsfunktion, Bewertungsfunktion, Apellfunktion ähnlich Konzept, aber komplexerer und abstrakterer Bedeutungsgehalt
  • Grundbegriffe: Kriterium gr. Test, Beurteilungsgrundlage unterscheidendes Merkmal als Bedingung für einen Sachverhalt, eine Entscheidung, ein Urteil ist eine (notwendige und/oder hinreichende) Bedingung für die Zugehörigkeit einer Entität zu einer Kategorie (klasse von Entitäten)
  • Grundbegriff: Definition logischer Satz A = B eiin Gegenstand, das Definiendum (zu definierende) wird durch einen sprachlichen Ausdruck (dem Definiens) erläutert
  • Grundbegriff: Nominaldefinition bewegt sich auf der rein begrifflichen Ebene der sprachlichen Konvention Festlegung der Bedeutung eines Begriffes durch einen bereits bekannten Begriff o. mehrer bereits bekannter Begriffe -> tautologische Umformung
  • Grundbegriff Nominaldefinition - intensionale Bedeutung Menge der Merkmale die gegeben sein müssen, damit Objekte mit diesem Begriff bezeichnet werden können
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  • Grundbegriff Nominaldefionition - extensionale Bedeutung Menge aller Objekte, die die Intension des Begriffs erfüllen (Anwendungsbereich)
  • Grundbegriffe: Realdefinition beansprucht das Wesen dessen zu erfassen, das dem Begriff zugrunde liegt -> Kern des Begriffs sind problematisch, beinhalten keine Kriterien dafür, wie das Wesen der Sache zu erfassen ist
  • Pragmatische Definitionen Arbeitsdefinitionen
  • Definitionsregel nach Aristoteles Genus proximum et differentia specifica Angabe der nächsthöheren Gattung (oder Kategorie) und des spezifischen Unterschieds (Kriterium), der die fragliche Unterkategorie begründet
  • Grundbegriffe: Aussagen Aussagen entstehen durch die Verknüpfung von Begriffen empirische Aussagen: deskriptiv theoretische Aussagen: beziehen sich auf Zusammenhänge zwischen i.d.R. abstrakten Begriffen deterministische Aussagen "immer wenn A, dann B" probabilistische Aussagen " A erhöht die Wahrscheinlichkeit von B" normative Aussagen: beinhalten Werturteile (gut/Schlecht) und Handlungsanweisungen (Soll)
  • Grundbegriffe: Theorie -enger Begriff System von Aussagen, das mehrere Hypothesen oder Gesetze (Wenn-Dann.Aussagen) umfasst
  • Grundbegriff: Theorie, enger Begriff, Unterscheidung Modell: schematische Nachbildung eines begrenzten Wirkungszusammenhangs analytischer Rahmen: forschungsrelevante Theorieelemente Theorie: Großtheorie (Marxismus, Systemtheorie), Theorie mittlerer Reichweite (Theorie des demokratischen Friedens, des Systemwechsels
  • Grundbegriff Theorie, Problem enger Theoriebegriff Giddens, es gibt keine Theorie
  • Grundbegriffe: Theorie, weiter Theoriebegriff Theorie als jede Form der Generalisierung und Konzeptbildung
  • Grundbegriffe: Deduktion Ableitung von Aussagen aus anderen vorliegenden Aussagen
  • Grundbegriffe: Induktion Schließen von der (spezifischen) Beobachtung auf allgemeine Zusammenhänge
  • Wissenschaftstheoretische Grundlagen - Gegenstand Verstehen Handlungen (Verhalten, Entscheidungen) und Verhaltensmotive (kennen lernen und sinnhaft nachvollziehen) -> Verhaltensmotive zu verstehen, bedeutet das man die Bedingungen für das Handeln einzelner Personen oder einzelner Personengruppen (kollektives Handeln) kennt Dies kann sich auf Handlungsmotive, Situations- und Handlungsbeschränkungen/-zwänge beziehen. Generell wird angestrebt die Sinnhaftigkeit des Handelns zu verstehen (bzw. nachzuvollziehen) Sinnbezüge bilden den tieferliegenden Wahrheitskern sozialer Realität
  • Zwei Ebenen des Verstehens Wesen der Dinge Grundlage des Handelns
  • Klassische Methode des Verstehens hermeneutisches o. deutendes Verfahren -> hermeneutischer Zirkel Hineinversetzen, Einfühlen, Wechselspiel aus Vorverständnis und Textverständnis
  • Einwände Verstehen: Subjektivität (Willkür der Interpretation?) Unvollständigkeitsprobleme (Fehlen von expliziten Regeln) -> explorative Verwendung
  • Wissenschaftstheoretische Annahmen: Erklären - eine Erklärung beruht auf der Annahme, dass sich auf eine Wirkung eine Ursache beziehen lässt
  • Grundstruktur einer Erklärung wenn A dann B Korrelativ: je mehr A, desto mehr B Kausal, wenn (nicht) A, dann (nicht) B
  • Erklärung Grundlage wissenschaftlichen Fortschritts Identifikation von Gesetzmäßigkeiten bildet die Grundlage des wissenschaftlichen Fortschritts im Sinne einer Wissensakkumulation
  • Erklären vs. Verstehen - Inkompatibilitätsthese Das Wesen der Dinge und die damit verbundene Sinnzuweisung lässt sich empirisch nicht überprüfen
  • Erklären vs. Verstehen - Kompatibilitätsthese Verstehen setzt Erklären voraus, Wenn ich eine Handlung erkläre, kann ich sie verstehen
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  • Qualitative vs. Quantitative Sozialforschung B ist die Folge von A vs. A verursacht B Effekte von Faktorkombinationen vs. relative Effekte einzelner Faktoren Konzept der Equinifalität Geringe theoretische Reichweite Erklärung für jeden Einzelnenfall vs. Erklärung auf Ebene der Grundgesamtheit notwendige/hinreichende Bedingungen vs. Korrelationen
  • Qualitative Sozialforschung ohne erklärenden Anspruch interpretative Analysen (cultural studies, Ethnographie) deskriptive Fallstudien
  • Qualitative Sozialforschung mit erklärenden Anspruch Kernanliegen: Erklärung komplexer Phänomene (Krieg, Krisen, Systemwechsel, Revolutionen) begrenzte Recihweite und hoher Erklärungsanspruch so konkret wie nötig, so abstrakt wie möglich
  • Gibt es wissenschaftlichen Fortschritt? Systematischer Zweifel (Rationalismus) Descarte + Systematische Beobachtung (Empirismus) Bacon -> Erkenntnis wissenschaftlichen Fortschritts
  • Was beeinflusst die wissenschaftliche Entwicklung? Die Relevanz eines Phänomens, beeinflusst durch Ideologien Moden und Karrierewege anthropologische Prämissen Paradigmen historischer Kontext Praktische Probleme
  • Grundprobleme - Probleme der Induktion allgemeine Aussagen lassen sich nicht ausbegrenzten Beobachtungen ableiten
  • Grundprobleme - Problem der Beobachtung Können wir unseren Sinnen trauen? Oder sind Beobachtungen Artefakte? Gibt es eine theoriefreie Form von Beobachtung
  • Grundprobleme - Karl Popper - induktive Theoriebildung ist nicht möglich, Mensch lernt durch Versuch und Irrtum, Theorien können nicht verifiziert sondern nur falsifiziert werden
  • Paradigmen (Kuhn) Paradigmen bestimmen die Auswahl und die Betrachtung des Untersuchungsgegenstandes
  • Paradigmen - normal science beweg sich im Rahmen des herrschenden Paradigmas
  • Paradigmatische Neuorientierung Auslöser für Paradigmenwandel: Anomalien ( Phänomene, die sich nicht erklären lassen)
  • Haupttendenzen der PoWi in D - normativ-ontologisch Freiburger Schule Sinnerschließung normative Orientierung Rekonstruktion der praktischen Philosophie historische, qualitative Methoden Hermeneutik Kritik: Rechtfertigung der bestehenden Ordnung
  • Haupttendenzen der PoWi in D - empirisch-analytisch Mannheimer Schule Verwissenschaftlichung Szientistische Orientierung Kritik: Methoden statt Relevanz
  • Haupttendenzen der PoWi in D - marxistisch/neomarxistisch Frankfurter Schule historisch-dialektische Perspektive Prämisse von der Totalität politischer Phänomene Kritik: begrenzter Erklärungswert