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Political and Social Studies (Subject) / Politikfeldforschung (Lesson)
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- Gegenstand der Politikfeldforschung -> policy /Poltikfelder: Entscheidungsinhalt von Politik Ziele, Wirkungen, Gegenstände politischer Aktivitäten Bindestrich-Politiken wie Bildungspolitik, Familienpolitik, Gesundheitspolitik etc. Resorts
- Was will Politikfeldforschung erklären? Was politische Akteure tun, warum sie es tun und was sie letztlich damit bewirken (Dye) Qualität und Reichweite der Staatstätigkeit (möglicher Indikator Staatsquote) Ausprägung einzelner Poltikfelder (Gemeinsamkeiten/Unterschiede) Entwicklung und Wandel einzelnerPolitikfelder Wirkung staatlichen Handelns Lösungwege für soziale Probleme ( Politikberatung) -> eng am politischen Alltagsgeschehen, geringer Abstraktionsgrad -> Überschneidungen mit dem Bereich Politics
- Zentrale Fragestellungen der Politikfeldforschung Welche Faktoren wirken auf die Inhalte der Politik? Wie können Politikfelder gesteuert und Politikergebnisse kontrolliert werden? Möglichkeit politischer Steuerung: Policy-Making-Modell, Policy-Zyklus-Modell, Netzwerkansatz, Governance-Konzept
- Handlungsorientierung von Akteuren Wie nehmen die Akteure eine Entscheidungssituation wahr?
- Interaktionsmodi (oder Spiel Situationen) abhängig von der Kongruenz o. Inkongruenz der Präferenzen ergeben sich folgende Interaktionsmodi: Reine Koordinationsspiele Koordinationsspiele mit Verteilungskonflikten Dilemmaspiele (social-choice-Dilemata, Kartellrecht, EU-Steuerpolitik) Reine Konfliktspiele
- Klassifizierung von Akteuren nach Fritz Scharpf - Klassifizierung nach Struktur und Organisationsgrad individuelle Akteure kollektive Akteure korporative Akteure
- Klassifizierung von Akteuren staatliche und private Akteure
- Typen von policies - Distributiv teilbare Ressourcen, teilbare Leistungen -> ein Spiel, bei dem niemand verliert (z.B. Benzinsubventionen aus Rohstoffrenten, gerechte Umverteilung)
- Typen von Policies - redistributiv konflikthafte Politik der Umverteilung mit Verlieren und Gewinnern Umverteilung von Ressourcen mit klaren Nutzen- und Kostenträger z.B. progressive Einkommenssteuer, Sozialhilfe, Subventionen
- Typen von policies - regulativ Verhaltensnormierende Politik durch Information, Vorschriften oder Überzeugung z.B. Emissionsgrenzwerte, Umweltschutz, Arbeitsschutz, Verbraucherschutz, Verkehr
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- Typen von policies - konstitutiv Eingriffe in den Staatsapparat selbst z.B. Gründung eines neuen Ministeriums
- Ziel staatlicher Steuerung Beeinflussung gesellschaftlichen Handelns
- Direkte Steuerung regulative Poltik (gesetze, Verordnungen) -> effizient -> hohe Kosten und evtl. Widerstnde -> nicht alles kann so geregelt werden
- Indirekte Steuerung Finanzierung Strukturierung, prozedurale Steuerung (Rahmenordnung, Infrastruktur) Überzeugung (Info, Werbung, Appele)
- Der Governance-Begriff Oberbegriff für sämtlich vorkommende Muster der Interdependenzbewältigung zwischen Staaten sowie staatlichen und gesellschaftlichen Aktueren Hierarchie ist im SInne von Government ein solches Muster neben anderen zu verstehen (Benz) -> Versuch, die Komplexität des Regierens abzubilden
- Governance Begriff umfasst - gesellschaftliche und staatliche Akteure - unterschiedliche Interaktionsmodi - Koordination und Entscheidungsprozesse - zielgerichtete Organisations- und Ebenenübergreifende Bezieungsgeflechte -> Multi - Level - Governance
- Analyseebenen - Makroebene Politisches Gesamtsystem Staatstätigkeit als Ganzes Wohlfahrtsstaattypen (umfasst mehrere Politikfelder) vergleichende Perspektive
- Analyseebene - Mesoebene einzelne Politkfelder
- Analyseebene - Mikroebene Personen und Interaktionen innerhalb kleiner Entscheidungseinheiten (einzelne Abteilungen)
- Barrieren der Politikgestaltung ( nach Mayntz und Scharpf) - formal - rechtliche ökonomische Beschränkungen (Verfassungsgarantien) - formal-rechtliche politische Beschränkungen (verfassungsmäßige Kompetenzen) - materiell-faktische ökonomische Beschränkungen (Sparzwang) - materiell-faktische politische Schranken (Koalitionen, Vetoakteure)
- Politische Steuerung in Netzwerken - policy-Netzwerke: zwischen Markt und Hierarchie angesiedelte Organisationsformen, bestehend aus: staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren verbunden über formale und informale Austauschkanäle Zusammenarbeit im Hinblick auf ein gemeinsam definiertes Problem jedes Mitglied bringt bestimmte Kernkompetenzen ein - Netzwerkanalyse: Analyse von Beziehungsmustern Aufdeckung latenter Strukturmuster und Einflusspotentiale
- Typen und Dimensionen der Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen Liberal - Konserativ - Sozialdemokratisch Variablen/Indikatoren: Dekommodifizierung: schwach - mittel - stark (relative Unabhängigkeit von den Zwängen und Risiken der (Arbeits)Märkte Residualismus: stark - stark - schwach (Anteil der Fürsorgeleistungen an den gesamten Sozialausgaben) Privatisierung: hoch - niedrig - niedrig Korporatismus/Etatismus: schwach - stark - schwach (Grad der Berufsgruppenspezifischen Organisation) Umverteilungskapazität: schwach - schwach - stark Vollbeschäftigungsgarantie: schwach - schwach - stark
- Sozioökonomische oder strukturalistische Ansätze (Makroebene) - Akteure: untergeordnete Rolle - Staatstätigkeit: sozio-ökonomisch determiniert (ausschlaggebend: Ausmaß und Niveau der Industriealisierung) - Varianten: Marxismus, Wagners Gesetze der steigenden Staatsausgaben Kritik: Unterschiede zwischen Ländergruppen mit ähnlichen Entwicklungen, Standard nicht erklärbar
- Makroakteurstheoretische Ansätze - Machtressourcentheorie - Parteiendifferenzlehre
- Machtressourcentheorie (makro-akteurstheoretischer Ansatz) -> Walter Korpi: Stärke der Gewerkschaften beeinflusst den Ausbau des Wohlfahrtsstaats (abh. von Größe des Sektors) - Zusammenhang zwischen Staatstyp und Gewerkschaftsstärke Staatshandeln ist von der Konstellation der gesellschaftlichen Kräfteverhältnise abhängig Nachteil: kein Wissen über Genauigkeit der Mechanismen Kraftverhältnisse der gesellschaftlichen Ressourcen sind entscheidend
- Parteiendifferenzlehre (makro-akteurstheoretischer Ansatz) - entscheidend ist, wleche Parteien an der Regierung sind (programmatisch-ideologische Lage der Partei legt Staatshandeln fest) - Bsp. Hibbs (1977): Erklärung von Arbeitslosigkeit und Inflation Kritik: - Gestaltungsmöglichkeiten der Politik werden überschätzt - Programmatik der Parteien nähern sich an - Unterscheidung zwischen rechts und links, aber nicht zwischen materialistischen und postmaterialistischen Orientierungen (ethnische cleavages) - am überzeugensten, wenn Parteien lange im Amt einer Mehrheitsdemokratie agieren, Betrachtung des innenleben des poltischen Systems
- Politisch-Institutionalistische Theorien - G.Tsebelis: Zahl der Veto-Spieler beeinflusst den Politikwandel - A. Lijphart: Konsensdemokratie führt zu besseren Politikergebnissen versucht Blindstellen der anderen Ansätze zu decken Staatstätigkeit v.a. beeinflusst durch institutionelle Rahmenbedingungen (ermöglichen und ebschränken Verhalten politischer Akteure) Kritik: unzureichende Beachtung sozio-ökoomischer Entwicklungen, Parteien, organisierter Interessen und gesellschaftlicher Machtverteilung
- die internationale Hypothese / Theorie der Internationalisierung (politisch-institutionalistische Theorie) -> internationale Verflechtung reduziert nationale Handlungsspielräume Varianten: - Konvergenzthese: internationaler Standartwettbewerb zwingt zum Abbau von Sozial und Produktionsstandards - Europäisieurngshypothese: europäisch Integration begrenzt die Spielräume der mitgliedsstaatlichen Sozialpolitik
- Pfadabhängigkeit und Lehre vom Politikerbe (politisch-institutionalistische Theorie) - Weichenstellungen in der Vergangenheit beeinflussen bzw. beschränken die Handlungsspielräume in der Gegenwart - eignet sich auch sehr gut für Untersuchungen auf der Mesoebene
- Determinanten der Entwicklung des Wohlfahrtsstaats Höhe der Sozialausgaben (Kombination verschiedener Ansätze) beeinflusst durch: Demografische Struktur Stärke der Linksparteien Industrialisierungsgrad und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Stärke des Neokorporatismus (Verbändeeinbindung)
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- Theorien und Ansätze auf der Mesoebene Rent Seeking Akteurszentrierter Institutionalismus Das Advovavy Coalition Framework Der Policy Cycle
- Rent-Seeking - Bemühungen von Individuen, sich im politischen Prozess staatlich garantierte bzw. abgesicherte Einkommenszahlungen anzueignen - Bemühungen um partikulare Vorteile und bevorzugte Behandlung durch öffentliche Entscheidungsträger mittels Lobbying o. Korruption
- Akteurszentrierte Institutionalismus (Mayntz, Scharpf) Institutioneller Kontext -> Akteure in Konstellationen in Situationen -> Art der Interaktion -> Ergebnis/Wirkung -> Institutioneller Kontext.... .> kein Erklärungsansatz sondern Heuristik
- Das Advocacy-Coalition-Framework (ACF) (Sabatier, Smith) Bündnis verschiedener politischer Akteure innerhalb eines policy-Netzwerkes (Parteien, Interessengruppen) mit gemeinsamen Ziel Elemente: relatively stable parameters, constrains and ressources of subsystem actors, poicy subsystem, external events
- Der Policy- Cycle Problem - Definition -> Agenda-Setting -> Politikformulierung -> Implementierung -> Politik-Evaluierung -> Politik-Terminierung oder Redefinition (Jann, Wegrich) Problemwahrnehmung -> Problemdefinition -> Lösungsalternativen -> Politikformulierung -> Implementierung -> Outcome/Impact -> Evaluierung/Kontrolle -> politisches Lernen -> Problemwahrnehmung...
- Ansätze auf der Mikroebene Mikro-Policy-Analyse - kein eigenständiger Ansatz; Bezeichnung für eine Forschungsperspektive in der internationalen, vergleichenden policy-Forschung wenig beachtet (fehlender comparative merit) - interpretative Ansätze Methoden: Fallstudien, teilnehmende Beobachtung, verwendung interpretativer und soziologischer Ansätze -> Was Individuen tun, hängt von ihrer Wahrnehmung ab