Fitnesstrainer B-Lizenz (Subject) / Modul V (Lesson)
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Der passive Bewegungsapparat
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- Was zeichnet das passive Bewegungssystem aus? Skelettsystem mit seinen Knochen des Schädels, des Schultergürtels, der Wirbelsäule, des Beckens und der oberen und unteren Extremitäten Schutz-, Stütz- und Bewegungsfunktion (erst mit Muskulatur möglich) besteht aus Knochen (Schutz, Stützen und Bewegung), Gelenkknorpeln (Pufferfunktion) und Bändern (Stabilität)
- Das menschliche Skelett besteht aus 1. ______ Knochen und macht nur etwa 2. ______ des gesamten Körpergewichts aus. Knochen sind lebendige Substanz: Zellgewebe. In diesem Bindegewebe ist 3. ______ eingelagert, das den Knochen eine hohe Festigkeit verleiht. Was sind die Funktionen des Knochens? 208-214 12% Kalzium Stabilität, Statik Schutz der inneren Organe Mineralspeicher Produktion der meisten Blutzellen Ansatzstelle für Muskeln (Bewegung)
- Was sind die Bestandteile des Knochens? Knochenhaut (enthält Osteoblasten) → Knochenrinde → kompakte Knochenmasse (dicke, äußere Knochenschicht) → innerer Kern aus Knochenbälkchen (bilden schwammartiges Füllmaterial) = Spongiosa → Knochenmark befindet sich in den Hohlräumen der großen Knochen (Herstellung von Blutzellen (bis zu 5 Milliarden/Tag)) Wachstumsbereiche: Epiphysen (Enden der langen Röhrenknochen) und Diaphysen (Knochenschaft)
- Wie sieht der Lebenszyklus von Knochen aus? Ossifikation (Knochenbildung) beginnt bei embryonalem Bindegewebe und Knorpeln bis Pubertät Verknöcherung des knorpeligen Skeletts → benötigt stets Vitamin D und Kalzium zw. 30.-40. LJ. beginnt Knochenatrophie
- In der Osteologie (Knochenlehre) werden verschiedene Knochenarten unterschieden. Wie lauten diese? Röhrenknochen (lange Knochen, ossa longa) → bestehen aus zwei Epiphysen und einem Knochenschaft=Diaphyse; z.B. Femur Platte Knochen (ossa plana) → z.B. Schädel oder Becken Kurze Knochen (ossa brevia) → ungeformte Knochen; z.B. Handwurzelknochen Sesambeine (ossa sesamoidea) → kleine, rundliche Knochen, die variabel auftreten können; z.B. Patella Luftgefüllte Knochen (ossa pneumatica) → entalten mit Schleimhaut gefüllte Hohlräume; z.B. Stirnbein Unregelmäßige Knochen (ossa irregularia) → sind nicht zuzuordnen; z.B. Wirbel oder Unterkieferknochen
- Was zeichnet Knorpelgewebe aus? festes, druck- und biegungselastisches, gefäßarmes Stützgewebe besteht aus Zellen und Interzellulärsubstanz (enthält bis zu 70% Wasser, hat kaum Gefäße und Nerven) Abbau durch Chondroklasten hyaliner Knorpel elastischer Knorpel Faserknorpel
- Was zeichnet den hyalinen Knorpel aus? milchig bläuliche Farbe befindet sich immer zwischen echten Gelenken (Gelenke bei denen es erst einen Kopf und dann eine Pfanne gibt) kommen als Gelenksknorpel, Rippenknorpel, Knorpelgewebe des Atemtrakts, der Nase, etc. vor lassen sich frühzeitig Kalkeinlagerungen finden Gefäßarmut und Belastung begünstigen degenerative Prozesse (Verschleiß)
- Was zeichnet den elastischen Knorpel aus? gelblich in der Zwischenzellsubstanz liegen reichlich elastische Fasernetze (Fibrillin) verkalkt nicht z.B. in Ohrmuschel, Ohrläppchen, Kehldeckel, etc
- Was zeichnet den Faserknorpel aus? Bindegewebsknorpel z.B. in Zwischenwirbelscheibe (Bandscheibe), Schambeinfuge, im Knorpe zwischen Gelenken, etc.
- Was zeichnet Bänder aus? Sicherung der Gelenke gegen Verrutschen nur minimal dehnfähig (5%) Bänder und Knorpel besitzen langsamsten Stoffwechsel des ganzen passiven Bewegungsapparats Bänder, die Gelenke umschließen (z.B. Handgelenk) Bänder, die zwei knöcherne Strukturen miteinander verbinden (z.B. Kniegelenk)
- Körperbewegungen werden erst durch bewegliche Verbindungen zweier Knochen – den Gelenken – ermöglicht. Der Zusammenhalt eines Gelenkes wird durch die Körperschwerkraft, die Muskelspannung, die Bänderkraft und die von außen wirkenden Lasten gewährleistet. Anhand ihrer sehr differenzierten anatomischen Struktur und ihrer knöchernen Verbindungen lassen sie sich in zwei Formen des Zusammenhalts einteilen: der kraftschlüssige Zusammenhalt (durch Muskelkräfte zusammengehalten; z.B. Schultergelenk) den paarschlüssigen Zusammenhalt (durch knöcherne Gelenksstruktur zusammengehalten; z.B. Hüftgelenk)
- Das Bewegungsausmaß eines Gelenks bestimmen drei Faktoren. Wie lauten diese? Form des Gelenkes bzw. Knochenführung Muskelführung (die Länge und Dehnfähigkeit der umgebenden Muskeln) Weite der Gelenkskapsel und Anordnung der Bänderführung → funktionelle Hemmimpulse über Rezeptoren
- Es gibt echte und unechte Gelenke. Bei unechten Gelenken sind zwei Knochen über ein Füllmaterial verbunden. Sie heißen auch 1. _______ und ermöglichen nur eine geringe Bewegung. Was sind die drei Arten der unechten Gelenke? Synarthrosen Syndesmosen (Verbindungsstellen zwischen zwei Knochen, die über Bindegewebe miteinander verbunden sind; z.B. Zahnwurzel, Kieferknochen) Synchondrosen (Knorpelhaften, haben als verbindendes Gewebe einen Knorpel; z.B. Bandscheiben als Verbindung der Wirbelkörper) Synostosen (Verbindung einzelner Knochen, die als Knochengewebe aneinander haften = Verschmelzung; z.B. Kreuzbein)
- Bei den echten Gelenken, auch als 1. _______ bezeichnet, sind die Knochen durch einen Gelenkspalt voneinander getrennt. Zwar sind nicht alle Gelenke gleichartig aufgebaut, doch gibt es gemeinsame Charakteristika. Dazu gehören? Diarthrosen Gelenkkopf und -pfanne passen aufeinander Gelenkflächen sind mit Knorpel überzogen Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umgeben einige Gelenke enthalten Gelenkbänder (an besonders beanspruchten Stellen zur Gelenkführung) innere Schicht an der Kapsel ist mit der membrana synovialis ausgekleidet, diese "Haut" sondern Synovialisflüssigkeit ab, die den Gelenkspalt ausfüllt und als Gleitmittel dient
- Es können noch verschiedene zusätzliche Einrichtungen bei einzelnen Gelenken vorkommen. Dazu gehören? Diskus = Knorpelscheibe/Gelenkzwischenscheibe (z.B. Kiefergelenk) Meniskus = halbmondförmige Scheibe aus Faserknorpel im Kniegelenk Schleimbeutel = Polsterung an Stellen, an denen Sehnen und Muskeln über Knochenvorsprünge hinweggleiten Gelenklippen = bindegewebige Vergrößerungen der Gelenkpfanne
- Die einzelnen Gelenke unterscheiden sich aufgrund ihrer anatomischen und funktionellen Grundform. Sie erlauben verschiedene Bewegungen bzw. Freiheitsgrade um eine oder mehrere Hauptachsen. Es gibt einachsige, zweiachsige, drei- oder mehrachsige Gelenke. Wie lauten alle verschiedenen Arten der Gelenke? Kugelgelenk (z.B. Schultergelenk/Hüftgelenk) Eigelenk (z.B. zwischen Speiche und Handwurzel Sattelgelenk (z.B. Wurzelgelenk des Daumens) Schaniergelenk (z.B. Finger und Zehen) Zapfelgelenk (z.B. Ellbogen)
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