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Wirtschaft- und Sozialgeschichte (Subject) / Spätmittelalter "Stadt" (Lesson)
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- Spätmittelalterliche Agrarkrise - 1350- 1470 - 1309: Europa versinkt in Wasser und Schlamm, keine anthropogenen Auslöser -> Missernte, Hungersnöte -> Lebensmittel aus Asien importiert -> Bakterium/ Ratten eingeschleust -> Pest -> Silvatische Krankheit (aus dem Wald kommend) -> unzivilisiert, schwarzer Tod -> Bevölkerungsrückgang -> 30% Bevölkerungsverlust (9-10 Millionen) -> An Allerheiligen wird an Tote gedacht
- Bevölkerungsrückgang: Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft - Wüstungen (im Wald); Stinzenpflanzen -> Zeigerarten, verwilderte Zirpflanzen - Umstrukturierungen von Wirtschaftszweigen 1. Viehzucht: -> zu wenig Menschen für Landwirtschaft -> Blüte der Viehzucht -> Effektivere Voraratshaltung mit Grünfutter -> Schwaighöfe (bis 2000 m ü. NN) -> Schafe sehr wichtig, Haupttier (Käse, Wolle...) -> von Landwirtschaftlichen Flächen zu Viehzuchtflächen -> Tranhumanz (Wanderschäferei) -> im Sommer auf den Höhen & in den Tiefen im Winter -> auch über Grenzen nach Spanien & Italien -> einschleppen von Malaria (Rheinbegradigung zum Sümpfe trockenlegen) 2. Sonderkulturen: - crash crops-> Sonderkulturen die Geld einbringen - dirty dogs -> Sonderkulturen die kein Geld einbringen - Flachs -> Leinen, Leinöl - Gerste, Hopfen -> dünnes Bier zum trinken morgens -> Erhebung von "ungelter" -> Luxussteuer -> erste Lebensmittelgesetzte -> Bier war schwarzes Bilsenkraut hinzugefügt, welches berauschende Wirkung hatte -> 1363 in München verboten - Wein (aus Römerzeit) auch Esskastanien -> Klimaverbesserung -> Ausbreitung des Weinbaus -> Wald wurde gerodet für Pfähle und Fässer-> 1,3 l pro Kopf pro Tag -> Angst Wasser zu trinken - Färberplanzen -> z.B. Indigo -> Thüringen (Erfurt kann sich Uni leisten) , Krappwurzel-> Anlage Sonderkulturen vor allem in Nähe größerer Städte 3. Arbeitskräftemengel -> Goldenes Zeitalter der Lohnarbeit und Landflucht - Absinken der Agrarpreise führt zu wirtschaftlichen Blüte der Städte- Arbeitskräftemangel bewirkt Anstieg der Löhne
- Bevölkerungsrückgang: Auswirkung auf die Städte - Landflucht -> Zuzug in die Stadt -> Hoffnung auf Sicherheit, Aufstiegschancen - geringe Lebenserhaltungskosten -> Blüte der städtischen Wirtschaft- Arbeitskräftemangel -> Goldenes Zeitalter der Lohnarbeit
- Stadtentwicklung 1) Stadt mit antikem (römischen) Stadtkern -> z.B. Köln - in Mitte 2 Hauptachsen- geschützt durch Grafen - 1450 - 1500 Köln größte Stadt mit 35000 Menschen, Lübeck 2 größte mit 29000 Menschen - Stadtmauer, z.B. mit Särgen als Fundament (Trier) 2) Städte mit mittelalterlichem Stadtkern - Bischofstadt Münster, Stadtrecht seit 1170- Burgstadt Waldeck, Stadtrecht seit etwa 1300- Ostdeutsche Koloniestadt Neubrandenburg, begründet von den askanischen Markgrafen als Stadt 1248 3) Aus Haufendorf gewachsene Stadt - Soest, 1120 Soester Schrae -> führendes Stadtrecht - Um 1400 ca 12% der Bevölkerung in Städten
- Stadtrechte - Marktrecht -> Vermarktung - Stapelrecht -> wenn Händler durch Stadt fährt muss er seine Waren präsentieren - Münzrecht -> "Freiburger Rappen" - "Stadtluft macht frei" -> Bürger durften z.B. Heiraten wenn sie wollten - Rathaus -> Festlegung der Freiheit, Wirtschaftsmacht - Vorräte: Korn-, Salz-, Hafenspeicher
- Hygiene - Trinkwasser und Brauchwasser -> meist 2 verschiedene Netze -> Brunnensystem -> über Holzleitungen in Stadt-> öffentl. Brunnen, keine Privaten - Abfallsystem -> Freiburg -> Bächle - Hospital -> an Bächle oder Flüsse gebunden - Kodenhaus (Leprosen-, Siechhäuser) -> z.B für Lebrakranken
- Hausformen - Gesellschaftschichten - Kaufleute/ Adel -> große, verzierte Häuser - Gerberhäuser (Handwerk mit Holz) -> Fachwerk, gestuftes Dach -> Betrieb und Wohnen unter einen Dach -> Handwerkerstädte im Osten angebracht, damit Wind nicht Oberstadt weht
- Soziale Schichtung - endogamer Heiratskreis -> Unter sich - Oberschicht: Patrizier (10%) - Mittelschicht: Handwerkermeister, wenigevermögende Kaufleute/ Beamte (40%) - Unterschicht: Kleinhändler, Mägde, Knechte...-> Unehelichen -> nicht zukunfstfähig, generell nicht verheiratsfähig -> bei Oberschicht: "Kind & Kegel" -> uneheliche gleichberechtigt -> Unehelichen hatten Jobs mit Tod -> z.B. Henker -> konnte sich beim Kaiser ehrlich machen lassen, so wurden Henker oft Chirurgen -> wurden gemieden, Scharfrichtstuhl in der Kirche - Randgruppe: Zigeuner, Bettler, Dirnen .... - Frauen -> gehören zu der Schicht des Vater oder des Mannes -> beginnen zu arbeiten
- Stadtverfassung - Rat der Stadt - Politische Führung - Zentrale Finanzverwaltung - Verfügungsgewalt über Ressourcen - Executive Gewalt - Ämtervergaben an "Gelehrte" (Universitätsstudium) -> (Stadtrichter)- adlige Bürger, Groß- und Fernkaufleute, angesehenes Handwerk -> (Stadtrat) - Bürgeranlobung (Besitz, eheliche Geburt) -> (Bürger) - Bruderschaften: -> Gilden -> Zusammenschlüsse von Großkaufleute -> Zünfte -> Zusammenschluss von z.B Bäckern -> Ressourcenaufteilung - Ressourcenverwaltung -> Bücher angelegt - Verlagswesen -> Verlagerung von Produktion von der Stadt aufs Land-> vor allem Weber (z.B Fugger) -> Barchtenweberei (Leinen und Baumwolle)
- Vom Lokal- zum Fernhandel - Wochenmärkte und Messen -> "kirchliche Feiertage orientiert"- Organisationsformen und Kaufleute (Stalhof, Karawanen-> Kaufmannszug mit selben Ziel) -> Wegelagerer überfallen Kaufmannszüge -> Ewiger Landfrieden (1495), Reichkammergericht (1495)- Zyklen, wo Kaufleute das Jahr über gereist sind -> 12 Jhd "Kölner Englandfahrer"- Die Hansen - Blütezeit -> Trägerstoff: Holzschiffe (ca. 2500 Eichen/Schiffe) ->Neugründung von Städten-> Ausbau kommunaler Autonomie -> Bildung von Städtebünden -> Sicherung: Verbindung Nord- und Ostsee-> Handelsraum Ostsee -> Russland Novgorod (Pelze), Schweden: Eisen, Heringe, Lüneburg: Salz, England/Holland: Textilien - Die Hanse - Niedergang -> Neue Produktionszentren von Tuch (nicht Hanse Organisiert) -> Handelstätigkeit nicht- hanseatischer Kaufleute -> Konkurrenzprodukte (Wolle anstatt Leinen, andere Fischarten) -> Städtegruppen bildeten unterschiedliche Spezialisierungen aus -> Starker Zugriff der Territorialstaaten (z.B Zölle, Steuern...)
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- Verbindung von Handel und Finanzgeschäften => Bank- und Versicherungswesen: - Ökonomischer Rationalismus -> Wirtschaftlichkeitsprinzipien -> Minimumprinzip (ein zu erreichener Nutzen mit minimalem Aufwand) , Maximumprinzip (Mit gegebenen Mitteln den maximalen Gewinn erreichen) - Rechenhaftigkeit -> Doppelte Buchführung - Schriftlichkeit -> mind. Altgriech., Latein, Hebräisch, meist auch Italienisch und spanisch - Zeitbewusstsein -> Tages- und Jahreszeit, auch in anderen Ländern -> Uhrtürme -> Protestanten hatten andere Zeit als Katholiken -> Papst 1582 auf den 4.10 folgte der 15.10 um Zeitverschiebung in Griff zu bekommen
- "kommerzielle Revolution" (Bankwesen) - Oberitalien - Wechsel -> A (Käufer/ Debitor/ Schuldner) bekommt 90 Gulden B (Verkäufer/Gläubiger/ Creditor) -> A gibt B nach 90 Tagen 100 Gulden -> B bekommt von C (Bank) 90 und gibt 10 zurück -> 100 Diskont - Giro -> bargeldlos -> A -> B -> C -> A
- Die spätmittelalterliche Agrarkrise (1350-1470) • Die Bevölkerungszahl verminderte sich in Mitteleuropa in folge der Pest um einDrittel.• Wüstungsprozess : Verluste von ca. 40-80% aller Orte (50.000 Siedlungen) • Umstrukturierungen zugunsten von weniger arbeitsintensiven Wirtschafszweigen.• geringeres landwirtschaftliches Einkommen (= Agrarkrise).• Niedrigere Preise für landwirtschaftliche Produkte führten zu einem höherenLebensstandard in den Städten. Die gewerbliche Produktion konnte erhöht werden.• Aufbau des ländlichen Verlagswesens
- Aufbau Städte - Stadtmauer; Bürger- und Handwerkerhäuser; Rathaus war das Zentrum der weltlichenOrganisation einer Stadt- Rat setzte sich aus den städtischen Führungsgruppen zusammen- Korn- und Salzspeicher häufig im multifunktionell genutzten Rathaus untergebracht- öffentliche Brunnen war Mittelpunkt des alltäglichen Geschehens- Soziale Einrichtungen in denen Alte, Kranke und Lepröse gepflegt wurden