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Sozialpsychologie (Subject) / Soziale Wahrnehmung (Lesson)

Soziale Wahrnehmung

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  • Soziale Wahrnehmung Soziale Wahrnehmung meint die Prozesse, mit denen man a) Eindrücke von Menschen gewinnt und -> daraus Schlüsse zieht.
  • Nonverbale Kommunikation Nonverbale Kommunikation ist die Art, wie Menschen (1)absichtlich oder (2)unabsichtlich ohne Worte miteinander kommunizieren aufgrund von Signalen wie a)Gesichtsausdruck, b)Tonfall, c)Gesten, d)Körperhaltung , e)Körperbewegung sowie durch Einsatz von f)Berührungen und g)Blicken.
  • These Darwin Darwin stellt die These auf, dass die vom Gesicht ausgedrückten Emotionen universell seien, somit unabhängig von Kulturen. Diese können somit von allen Menschen dekodiert werden.
  • Enkodieren nonverbales Verhalten zeigen oder aussenden, etwa Lächeln oder Klopfen auf den Rücken.
  • Dekodieren nichtverbales Verhalten anderer Menschen interpretieren, etwa die Entscheidung, dass ein Rückenklopfen Herablassung und nicht Freundlichkeit war.
  • 6 Hauptformen des emotionalen Ausdrucks Wut Trauer Freude Überraschung Abscheu Furcht
  • Embleme Embleme sind nichtverbale Gesten, die innerhalb einer gegebenen Kultur eine wohlverstandene Bedeutung tragen; sie können gewöhnlich direkt in gesprochene Sprache übersetzt werden, wie etwa das „OK“-Zeichen.
  • Darstellungsregeln (display rules) Jede Kultur hat ihre spezifischen Darstellungsregeln (display rules), die jeweils vorschreiben, welche Arten emotionalen Ausdrucks man zeigen soll.
  • Unterschied zwischen Geschlechtern bei Nonverbaler Kommunikation Frauen besser beim enkodieren und dekodieren nur bei der Wahrheit, Männer erkennen besser Lügen → Begründung der Höflichkeit (Frauen müssen weniger Macht und Einfluss höflicher sein) → Tatsächlicher Zusammenhang zwischen Höflichkeit (unterdrückte Emotionen werden ignoriert) und Unterdrückung (Hall, 1979)
  • implizite Persönlichkeitstheorie Die implizite Persönlichkeitstheorie ist eine Art von Schema, nach dem verschiedene Charakterzüge zusammengefasst werden; so glauben zum Beispiel viele Menschen, dass jemand, der freundlich ist, auch großzügig sei oder dass jemand, der geizig ist, auch leicht reizbar sei.
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  • Attributionstheorie Die Attributionstheorie befasst sich mit der Art und Weise, wie man sein eigenes Verhalten und das anderer Menschen erklärt (d.h. die Ursachen des Verhaltens).
  • internaler Attribution Unter internaler Attribution versteht man die Annahme, dass ein Mensch sich aufgrund seiner Einstellungen, seines Charakters oder seiner Persönlichkeit auf eine bestimmte Weise verhält.
  • externaler Attribution Unter externaler Attribution versteht man die Annahme, dass ein Mensch sich aufgrund der Situation, in der er sich befindet, auf eine bestimmte Weise verhält; dabei wird vermutet, dass die meisten Menschen sich in der gleichen Situation auf dieselbe Weise verhalten.
  • Kovariationsmodell Eine Theorie, die besagt, dass wir für eine Attribution über das Verhalten eines Menschen systematisch das Muster der Präsenz oder Abwesenheit möglicher kausaler Faktoren und des Auftretens oder Fehlens der fraglichen Verhaltensweisen analysieren.
  • Drei Schlüsseltypen von Informationen zur Kovariation: 1. Konsensinformation meint die Information über das Ausmaß, in dem sich andere Leute gegenüber demselben Stimulus genauso wie der Handelnde verhalten. 2. Distinktheitsinformation meint die Information über das Ausmaß, in dem ein bestimmter Handelnder sich auf dieselbe Weise gegenüber verschiedenen Stimuli verhält. 3. Konsistenzinformation meint die Information über das Ausmaß, in dem das Verhalten eines Handelnden gegenüber einem Stimulus zeitlich und umstandsbedingt konsistent bleibt.
  • Korrespondenzverzerrung (correspondence bias) Die Korrespondenzverzerrung (correspondence bias) meint die Tendenz anzunehmen, dass das Verhalten eines Menschen mit seiner Persönlichkeit korrespondiert (das heißt zu ihr passt).
  • Zwei-Schritte-Attributionsprozess (z.B. Gilbert & Osborne, 1989) 1. zunächst automatische internale Attribution 2. Anpassung in Richtung der situationsbezogenen Begründung (externale Attribution "auf den zweiten Blick"); bei Ablenkung, geringer Motivation etc. Überspringen dieses zweiten Schritts (d.h. Extrem internale Attribution)
  • Akteur-Beobachter-Divergenz (actor-observer bias) Die Akteur-Beobachter-Divergenz (actor-observer bias) ist die Tendenz, das Verhalten anderer Leute als intern verursacht zu sehen, sich aber mehr auf externale Faktoren zu konzentrieren, wenn man das eigene Verhalten erklärt.
  • Die Rolle der perzeptuellen Salienz bei der Akteur-Beobachter-Divergenz Blick nach Außen: weniger Aufmerksamkeit auf sich selbst als auf andere Menschen, Gegenstände, Ereignisse etc. (d.h. Situation) auffälligste Information: Situation für Akteur, Akteur für Beobachter
  • Die Rolle der Zugänglichkeit von Informationen bei der Akteur-Beobachter-Divergenz Akteure wissen, wie sie sich gewöhnlich verhalten Akteure sind sich sehr viel stärker als der Beobachter der Ähnlichkeiten und Unterschiede in ihrem Verhalten im Laufe der Zeit und in verschiedenen Situationen bewusst Akteur hat mehr Konsistenz- und Distinktheitsinformation über sich zur Verfügung als Beobachter
  • Selbstwertdienliche Attributionen (self-serving bias) 1. Erklärungen für eigene Erfolge internale, persönlichkeitsbezogene Gründe 2. Erklärungen für eigene Misserfolge externale, situationsbezogene Faktoren als Gründe
  • Weshalb kommt es zu selbstwertdienlichen Attributionen 1. Aufrechterhaltung des Selbstwertgefühls (selbst wenn das bedeutet, dass die Realität verfälscht wird) 2. Darstellung vor anderen Menschen (positives Bild vermitteln, Misserfolg vor anderen kaschieren) 3. Verfügbarkeit von Informationen (z.B. Noten anderer Klausurteilnehmer/innen, eigene Noten in anderen Klausuren)
  • Defensivattributionen Defensivattributionen sind Erklärungen für Verhaltensweisen, die das Gefühl von Verwundbarkeit und Sterblichkeit vermeiden. → Glaube an eine gerechte Welt ist eine Form der Defensivattribution, die in der Annahme besteht, dass schlechte Dinge nur schlechten Menschen und gute Dinge nur guten Menschen passieren (z.B. "blaming the victim").