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Einführung in die Kommunikationswissenschaften (Subject) / 10 Mediennutzungs- & Publikumsforschung (Lesson)
- Mediennutzungs- und Publikumsforschung interessant für ...• Medienanbieter (Zusammensetzung, Größe, Wünsche Publikum)• Werbekunden (Wo muss geworben werden, wie häufig)• Medienaufsicht- & regulierung (Höhe Rundfunkbeitrag gerechtfertigt, gibt es Monopole, Förderungen/Begünstigungen sinnvoll?, Trends der Mediennutzung?)• Rezipienten & Bürger (Kenntnis wichtiger Medien als Medienkompetenz)
- Warum nutzen Menschen Medien? - Uses(Nutzen) and Gratifications(Belohnung) Approach Bedürfniss==>Informationsverarbeitung==>MediennutzungBedürfnisse: Gründe für die Mediennutzung/Nutzungsmotive=> Uses and Gratifications• kognitive Bedürfnisse: Suche nach Informationen/Wissen, Orientierung, Umweltbeobachtung• affektive Bedürfnisse: Entspannung, Erholung, Ablenkung, Bekämpfung von Langeweile• soziale Bedürfnisse: parasoziale Beziehungen, Anschlusskommunikation• Identitätsbedürfnisse: Selbstfindung, Suche nach Rollenvorbildern, IdentifikationInformationsverarbeitung:•Motive•Bekanntheit Medienangebote•Bekanntheit der Gratifikationsleistungen der MedienMediennutzung:Nutzung von•Mediengattungen•Medienangeboten•Mediengenres•Medieninhalten
- Warum nutzen Menschen Medien? - Mood-Management-Theorie • Stimmungen als zweidimensionales Konstrukt • Erregung: hoch vs. niedrig, Bewertung: angenehm vs. unangenehm• Menschen streben angenehme Stimmungen an • angenehme Stimmung = mittleres Erregungsniveau = emotionales Gleichgewicht• Menschen arrangieren unbewusst interne und externe Reize • je weniger man sich durch interne Reize in bessere Stimmung versetzen kann, desto wichtiger sind externe Reize (viele jedoch unzugänglich, zu teuer, zu gefährlich)• --> Mediendarstellung als idealer & steuerbarer Ersatz
- Wie gehen Menschen mit Medien um? -prozessuale Ansätze • Selektion: bewusstes oder unbewusstes Auswählen oder Vermeiden von in Umwelt zurVerfügung stehenden Signalen mit Bedeutungsgehalt aufgrund derer physischer oder inhaltlicher Merkmale• bewusst: willkürliche Aufmerksamkeit --> kognitiv gesteuert (Uses and Gratifications)• unbewusst: unwillkürliche Aufmerksamkeit --> reizgesteuert (Mood Management)• Mediennutzung = Selektion & Rezeption
- Wie gehen Menschen mit Medien um? - Theorie der kognitiven Dissonanz (Festinger) • Ausgangspunkt: dauerhaftes & konsistentes Überzeugungssystem • Individuen haben langfristiges Überzeugungssystem: Wissen&Einstellung = Kognition • je konsistenter (stimmiger) Überzeugungssystem, desto stabiler ist es • Streben nach konsistenten Kognitionen• Medien & Mediennutzung • Medieninhalte sind konsonant oder dissonant mit Rezipienten-Einstellungen • Rezipienten wählen bewusst aus, was sie rezipieren (Selective Exposure)• Effekte • Rezipienten meiden dissonante Medieninhalte (kognitive Dissonanz) • bevorzugen bzw. suchen konsonante Medieninhalte
- Wer nutzt Medien und unter welchen Bedingungen? - strukturelle Ansätze • Ansätze der Publikumsforschung/Mediaforschung/Werbevermarktung • soziodemografische Variablen (Alter, Geschlecht, Bildung, Einkommen) • Konsumverhalten (Interesse an Produktkategorien, Markenbekanntheit)• Was unterscheidet Publika? • gesellschaftliche Bedingungen, soziales Umfeld, individuelle Rezipienteneigenschaften, Medienbewertung & -kompetenz, Mediennutzungsmuster
- Trends der Mediennutzung: • Mediennutzung steigt an (besonders Internetnutzung)• Zeitungsnutzung bei jüngeren besonders abfallend• Parallele TV- und Internetnutzung steigt an• Nachrichten werden mehr punktuell gesucht und viele Nutzer gelangen direkt von Google zu Nachrichtenseiten (Focus, Zeit, Welt)• Tipps von Freunden, Gleichgesinnten & Experten ersetzen die Auswahl durch Medienprofis (Facebook, Twitter, LastFM
- Methoden der Publikumsforschung: Printmedien:•IVW-kontrollierte Auflagezahlen:Informationsgemeinschaft zur Festlegung der Verbreitung von Werbeträgern•Befragung: Media-Analyse (Pressemedien)•Reader-Scan: Panelteilnehmer markieren gesehene EinträgeRadio:•Befragung: Media-Analyse•"Radio Watch"TV:•telemetrische Messung: Sendungsreichweite und Marktanteile•Befragung: Sendungsnutzung und WerbevermeidungWeb:•Logfile-Analyse: Visits, Pageimpressions•OnSite-Befragung: Besucherbefragung•CATI-Befragungen (ComputerAssistedTelephoneInterview)
- Methoden der Publikumsforschung: Printmedien:•IVW-kontrollierte Auflagezahlen:Informationsgemeinschaft zur Festlegung der Verbreitung von Werbeträgern•Befragung: Media-Analyse (Pressemedien)•Reader-Scan: Panelteilnehmer markieren gesehene EinträgeRadio:•Befragung: Media-Analyse•"Radio Watch"TV:•telemetrische Messung: Sendungsreichweite und Marktanteile•Befragung: Sendungsnutzung und WerbevermeidungWeb:•Logfile-Analyse: Visits, Pageimpressions•OnSite-Befragung: Besucherbefragung•CATI-Befragungen (ComputerAssistedTelephoneInterview)
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