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Sozialpsychologie (Subject) / Soziale Kognitionen (Lesson)

Soziale Kognitionen

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  • Definition soziale Kognition Als soziale Kognition bezeichnet man die Art und Weise, in welcher der Mensch über sich selbst und seine soziale Welt nachdenkt; genauer gesagt die Art und Weise,in der er soziale Informationen (1) auswählt, (2) interpretiert, (3) abspeichert und (4) abruft, → um Urteile zu fällen und Entscheidungen zu treffen.
  • zwei Formen sozialer Kognition 1. schnell und automatisch, "ohne nachzudenken"2. kontrolliertes Denken: mehr Aufwand und Abwägen
  • Definiton Schemata Schemata sind mentale Strukturen, mit denen der Mensch sein Wissen über die soziale Welt in Themenbereiche und Kategorien einordnet. Sie beeinflussen die Informationen, die er wahrnimmt, über die er nachdenkt und die er abspeichert. → Anwendung von Schemata vor allem zur Reduktion von Mehrdeutigkeiten
  • Zugänglichkeit Zugänglichkeit ist das Ausmaß, in dem Schemata und Konzepte gedanklich im Vordergrund stehen und daher aller Wahrscheinlichkeit nach bei der Beurteilung der sozialen Welt Verwendung finden.
  • Wie kommt es zur Zugänglichkeit von Schemata? 1. Schemata sind wegen vorausgegangener Erfahrungen chronisch zugänglich (Bsp.: Alkoholiker in Familie). 2. Schemata können zugänglich werden, weil sie in Bezug zu einem aktuellen Ziel stehen (Bsp.: Lernen für baldige Prüfung in Psychopathologie). 3. Schemata können aufgrund des gerade Erlebten zeitweilig zugänglich werden (Bsp.: gerade Roman über Psychiatrie-Patienten/innen).
  • Priming Priming ist der Prozess, bei dem vorhergehende Erfahrungen die Zugänglichkeit eines Schemas, einer Persönlichkeitseigenschaft oder eines Konzepts erhöhen. Bsp.: Geschichte über Donald bewerten
  • Perseveranzeffekt Perseveranzeffekt ist der Umstand, dass Überzeugungen über sich selbst und über die soziale Welt fortbestehen, selbst wenn die Grundlagen für diese Annahmen widerlegt worden sind. Bsp. Eigene Leistung einschätzen Das Perseveranz-Paradigma ist ein auf dem Perseveranzeffekt beruhendes Forschungsdesign, bei dem Probanden sich eine Meinung zu einer gewissen Situation bilden sollen und kurz vor Ende der Testzeit über die Nichtigkeit einiger der gegebenen Informationen informiert werden. Der Test zeigt, dass die Testpersonen erhebliche Schwierigkeiten haben, sich von der einmal getroffenen Meinung wieder zu lösen.
  • selbsterfüllende Prophezeiung Die selbsterfüllende Prophezeiung meint den Vorgang, bei dem die Erwartungen, die eine Person über eine andere hat, ihr Verhalten der anderen Person gegenüber beeinflusst, woraufhin die andere Person sich konform zu den ursprünglichen Erwartungen verhält und damit die Erwartungen erfüllt. Bsp. „Aufblüher“ im Schulunterricht
  • Zusammenfassung von Schemata: Der Mensch nutzt Schemata, d.h. mentale Strukturen, die das Wissen über die soziale Welt ordnen. Schemata können sehr nützlich sein, aber auch negative Folgen haben (Bsp. Hautfarbe und Waffen). Schemata dienen als Gedächtnisstütze (Untersuchung zum "Erinnern" schemakongruenter Informationen). Welche Schemata zur Anwendung kommen, wird durch Zugänglichkeit und Priming beeinflusst. Schemata können selbst nach ihrer Widerlegung fortbestehen (Perseveranzeffekt). Schemata können "wahr werden" (selbsterfüllende Prophezeiung).
  • Urteilsheuristiken Urteilsheuristiken sind mentale Abkürzungen (Faustregeln), mit denen Urteile schnell und effizient gebildet werden können.
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  • Verfügbarkeitsheuristik Als Verfügbarkeitsheuristik bezeichnet man eine mentale Faustregel, mit deren Hilfe Menschen aufgrund dessen, wie leicht sie etwas aus dem Gedächtnis abrufen können, ein Urteil fällen.
  • Racial profiling Racial profiling liegt vor, wenn Menschen durch Behörden aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihres Herkunftslandes beurteilt werden und nicht aufgrund ihres Verhaltens.
  • Kontrolliertes Denken Kontrolliertes Denken ist ein bewusstes, zielgerichtetes, willentliches und aufwendiges Denken.
  • Kontrafaktisches Denken Kontrafaktisches Denken meint, dass gewisse Aspekte der Vergangenheit mental verändert werden, mit dem Ziel, dass man sich ausmalen kann, was hätte sein können.
  • subjektive Sicherheit (overconfidence) Als subjektive Sicherheit (overconfidence) bezeichnet man den Umstand, dass die meisten Menschen sich zu sehr auf die Richtigkeit ihrer eigenen Urteile verlassen.