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Grundlagen der Medienpsychologie (Subject) / 19.11. (Lesson)
19.11.
This lesson was created by Laura_Henc.
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- Was ist das englische Wort für Nutzungsgratifikationen und was bedeutet es? - Uses-and-Gratifications-Approach - Warum nutzen wir Medien?
- Wie oft nutzt man Medien? Welche am häufigsten welche am seltensten? Zähle sie von häufig zu selten hin auf. - mind. 4 mal die Woche - Fernsehen, Internet, Radio, Zeitungen, Zeitschriften
- Welche Gratifikationsprofile gibt es und was zählt dazu? - soziales: Kontakt mit anderen Menschen, nicht alleine sein, teilhaben am Leben anderer - Information/Funktionales: hilfreich für Alltag, man bekommt Informationen und kann mitreden - emotionales: berührt und unterhält einen, bereichert das Leben
- Wo liegt Fernsehen auf dem 1. Platz und welche Hauptaufgabenbereiche der verschiedenen Medien gibt es? - meistgenutzt & vielseitig sowie in der vergleichenden Gesamtbetrachtung der Medien - Fernsehen: große Emotionen - Radio: unterhaltender Tagesbegleiter, der einem das Gefühl gibt nicht alleine zu sein - Internet: Kommunikation & Nutzwert - Zeitung: wichtige Informations- und Strukturierungsfunktionen
- Was passiert bei den Rezeptionsprozessen und -strukturen im Kopf? - Informationsaufnahme & -verarbeitung führt zu Medienrezeption - Kognitionspsychologische Grundlagen führt zu Medienaneignung - Medienrezeption & Medienaneignung führt zu Differnzierungen & Erlebnisdimensionen/Konzepte & Theorien
- Was bedeutet der Begriff "Medienrezeption"? - unterschiedliche Verwendung des Begriffs, z.B Lesen eines Buches, Radiohören -> Zurückgreifen auf die Indikatoren der Mediennutzung (Einschaltquoten, Leser pro Exemplar) - "Rezeption" im klassischen Sinne: beschreibt Qualität der Mediennutzung & konkrete Rezeptionsprozesse -> Was passiert beim Kontakt mit einem Medium? Welche Gedanken und Gefühle werden ausgelöst? In welcher Umgebung und in welcher Stimmung wird wahrgenommen?
- Wann sind die Rezeptionsmodalitäten wichtig und was sind sie? - bei individuellen Rezeptionsstrategien der Rezipienten - lassen sich in verschiedene Dimensionen unterteilen
- In welche Dimensionen lassen sich die Rezeptionsmodalitäten unterteilen? - aufmerksame/unaufmerksame Rezeption: ziehen andere Erlensformen & Wirkungen nach sich - aktive/passive Rezeption: verschiedene Medien verlangen den Rezipienten unterschiedlich viel Aktivität ab - allein/in der Gruppe: die Ausgestaltung der Rezeptionssituation - etwa die Sozialkonstellation - ist wichtig für den Rezeptionsprozess und die Bedeutung - einmalige/wiederholte Rezeption: Auswirkungen auf zahlreiche Erlebnisphänomene wie Spannung, Erinnerung - kognitive, affektive, physiologische Rezeption: kopflastig, gefühlszentriert, physiologisch
- Worum geht es beim Grundmodell des kognitiven Systems? - wir können nicht alle Infos aufnehmen, denen wir ausgesetzt sind, es werden nur wenige Infos wirklich verarbeitet - Reize werden durch eine Vielzahl mentaler Verarbeitungsschritte & kognitiver Prozesse in eine Nachricht umgewandelt - Umgebungsinformationen & interne mentale Repräsentation bilden kein simples Abbildungsverhältnis - was beachtet wird & wie es interpretiert wird, hängt von aktuellem Zustand, Vorwissen & Erwartungen ab - Ziel: Chancen & Ressourcen identifizieren & nutzen & Gefahren vermeiden -> erfolgreiche Interaktion mit der Umwelt
- Beschreibe das Schaubild des Grundmodell des kognitiven Systems. - Input aus der Umgebung -> sensorische Register/Sinnesorgane: - visuell - auditiv -> kognitivem System -> Output: Verhalten - kognitives System besteht aus Kurzzeitgedächtnis & Temporäres Arbeitsgedächtnis, dass eine Wechselwirkung hat mit Langzeitgedächtnis & permanenter Gedächtnisspeicher
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- Was sind Kennzeichen von Massenmedien und wie wird das ganze begründet? - Massenmedien haben hohe Informationsdichte & häufig unterschiedliche mediale Formen (Text & Fotos, Sprache & bewegte Bilder) -> stärkere Beanspruchung des Arbeitsgedächtnisses - Theorie der kognitiven Belastung: Medieninhalt wird nur dann verstanden, wenn Kapazitätsgrenzen des Arbeitsgedächtnisses nicht überschritten werden, bei Überlastung keine oder fehlerhafte Verarbeitung - Theorie des multimedialen Lernens: ebenfalls Kapazitätsbeschränkung des Arbeitsgedächtnisses (AG), sprachliche und bildliche Infos durchlaufen unterschiedliche Prozesse im AG - multimediale Repräsentation führt zu besserer Behaltensleistung
- Was sind die Gestaltungsprinzipien? - Multimedia-Prinzip: Verwendung mehrerer Zeichenarten parallel (Text und Bild) - Prinzip der räumlichen Nähe: zusammengehörige Wort- und Bildelemente räumlich nah - Prinzip der zeitlichen Nähe - Kohärenz-Prinzip: unnötige Details weglassen - Modalitätsprinzip: unterschiedliche Sinnesorgane gleichzeitig ansprechen - Segmentierungsprinzip: Steuerung der Abfolge & Dauer der einzelnen Abschnitte durch den Rezipienten - Prinzip der persönlichen Ansprache: besseres Behalten, wenn Inhalte personalisiert sind
- Was hat Sprache für eine Besonderheit bei der Rezeption? - durch Sprache Beschreibung von nicht beobachtbaren, vergangenen oder noch nicht eingetretenen Dingen -> Erfahrungen können weitergegeben werden & Abstimmungen zwischen Personen sind möglich (z.B Arbeitsteilung) -> Leistungsfähigkeit erhöht sich - Medien: Fixieren & Dokumentieren von Infos & Sprache
- Was ist ein positiver Effekt von Medien? zeichnerische Skizzen, Mitschriften verbessern Verarbeitung von Infos & begünstigen erneuten Abruf -> Medien unterstützen Behaltensleistung
- Was ist der "Common Ground"? - Wissen, dass 2 oder mehr Interaktionspartner gemeinsam haben -> die Partner haben Annahmen, was beide wissen und was nicht - Heuristik der physikalischen Kopräsenz: alle Dinge, die uns durch Wahrnehmung zugänglich sind, sind Teil des Common Ground - Heuristik der linguistischen Kopräsenz: alles, was vorher schon mit dem Gegenüber besprochen wurde, ist Teil des Common Ground - Community Membership: es wird bestimmtes Wissen über Gruppen vorausgesetzt (ein Student weiß, was eine Mensa ist)
- Gebe ein Beispiel für "Common Ground" und erkläre es. - Kannst du mir die Lösung für die Aufgabe geben? Ja, du kannst sie dir von mir kopieren. - B weiß, von welcher Aufgabe A spricht - B kennt Lösung für Aufgabe - B ist bereit, Lösung weiterzugeben - B bestätigt, dass er die Frage formal als Frage verstanden hat - B bestätigt die Annahme dass er die Lösung kennt -> alle Annahmen, die in dieser Situation bestätigt wurden, werden zum Common Ground von A und B hinzugefügt
- Wie muss der Common Ground notfalls verändert werden, damit er funktioniert? - Verständlichkeit für unterschiedliche Rezipienten - keine Möglichkeit für Rückfragen, deshalb im Vorfeld Vermeidung von Missverständnissen - kongitive Vorraussetzungen des Rezipienten müssen berücksichtigt werden: räumliche Arrangements & geeignete Kameraperspektiven, Akzentuierung von Medieninhalten durch Selektion, Kontrastierung & Vereinfachung, Erhöhung der Erinnerbarkeit von Infos durch wiederholte Darbietung in unterschiedlichen Präsentationsformen
- Was sind Kodierschemata bei den Medien? Wie und wodurch werden sie berücksichtigt? - Repräsentation von bisherigen Erfahrungen mit verschiedenen Medien: wichtige Bestandteile von Erzählungen, regelhafte Abfolge, Eigenschaften unterschiedlicher Genres, Kenntnisse über formale Darstellungskonventionen (z.B Parallelmontagen im Film für parallel laufende Handlungsstränge) - Nutzen: Einzelinfos werden sinnvoll in Gesamtzusammenhang gesetzt, Bildung von Hypothesen & Erwartungen über den weiteren Fortgang, Differenzierung von Relevantem & Unerwartetem - Mediengestaltung berücksichtigt diese Schemata, Bsp: im Krimi wird der Zuschauer auf eine falsche Fährte geschickt
- Welche Probleme gibt es bei der aktuellen Form der Quotenmessung? - nur knapp 6000 Haushalte - Reaktivität -> disziplinierte Programmauswahl - Bedienung der Geräte umständlich - Bestechung der Teilnehmer möglich - Messung nicht 100%ig genau
- Welche Ideen gibt es, das System der Quotenmessung in Zukunft fit zu machen? - verstärktes Audio-Marketing - Auslesen aller Settop-Boxen - per Webcam Personenzahl erfassen - Fernsehen via Internet tracken - TV-geräte Erfassen Nutzung - bei Netflix Userdaten eingeben