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Sozialpsychologie (Subject) / 2. Methoden (Lesson)
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- Drei Ebenen wissenschaftlicher Fragestellung 1. deskriptiv (beschreibend)2. korrelativ (wie hängt was zusammen?)3. experimentell (Ursache - Wirkung Zusammenhang)
- Theorie System aus Konstrukten, deren Definitionen und Aussagen darüber, wie diese miteinander zusammenhängen. beschreibt kausale Zusammenhänge ist allgemein (Geltungsbereich!)
- empirische Theorie enthält Aussagen, die sich auf beobachtbare Sachverhalte beziehen
- Konstrukt Arbeitshypothese oder gedankliche Hilfskonstruktion für die Beschreibung erschlossener Phänomene
- Hypothese Aussage über einen Zusammenhang zwischen Konstrukten. Kann aus einer Theorie abgeleitet sein. Muss empirisch falsifizierbar sein.
- Stanley Schachters Affiliationstheorie Eine Furcht auslösende Situation erzeugt den Wunsch, die Gesellschaft anderer aufzusuchen, die sich in derselben Situation befinden.
- UV Unabhängige Variable Variable, die variiert wird und Einfluss auf die AV haben soll
- AV Abhängige Variable Variable, die gemessen wird und die sich aufgrund der Änderungen der UV verändert
- Zufallszuweisung (Randomisierung) Kontrolltechnik --> dient dem Ausschluss von Alternativerklärungen Allein Zufallszuweisung ermöglicht die Kontrolle bisher unbekannter Störvariablen
- Störvariable Variablen die sonst noch (d.h. außer der planmäßig variierten unabhängigen Variablen) einen Einfluss auf die abhängige Variable haben
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- Kovariation das gemeinsame Variieren zweier oder mehrerer Merkmale; Voraussetzung für die Feststellung statistischer Abhängigkeiten oder Zusammenhänge (Statistik). --> Zusammenhang zwischen 2 Variablen
- 3 Bedingungen Kausalität 1. AV kovariiert mit UV.2. UV geht der AV zeitlich voraus.3. Verursachung der AV durch alternative Mechanismen kann ausgeschlossen werden.
- Konfundierung confundere = Verwechseln, verwirren Es liegt eine Konfundierung vor, wenn eine Drittvariable (konfundierte Variable [engl. confounder], z.B. Geschlecht) existiert, die sowohl mit der unabhängigen als auch der abhängigen Variable in Zusammenhang steht (Störvariablen). Eine K. führt i.d.R. zur verzerrten Schätzung (Unter- oder Überschätzung) eines direkten Zusammenhangs (Korrelation, Validität, interne). Sind bspw. Jungen –unabhängig vom Fernsehkonsum – aggressiver als Mädchen und ist der Fernsehkonsum bei Jungen ebenfalls höher ausgeprägt, so würde die Konfundierung mit der Variable Geschlecht zu einer fehlerhaften Schätzung des direkten Zusammenhangs führen.
- Coverstory eine falsche, aber plausible Erklärung für den Sinn und Zweck einer Untersuchung oder eines Experiments gegenüber den Vpn. Dahinter verbirgt sich die Absicht, den Einfluss von Hinweisen aus der exp. Situation zu kaschieren oder zumindest einzuschränken.
- Kontrollbedingung = Kontrollgruppe
- Faktorielle Versuchspläne In einem faktoriellen Versuchsplan werden mehrere UVn miteinander gekreuzt (UV = "Faktor").− Vorteil: Ermöglicht die Überprüfung komplexer Interaktionshypothesen− Beispiel:UV1: Qualität der Argumente einer Botschaft (gut, schlecht)UV2: Grad der Ablenkung (gering, stark)AV: Einstellung zur Position der BotschaftHypothese: Ablenkung reduziert die Überzeugungskraft guter Argumente und erhöht dieÜberzeugungskraft schlechter Argumente.
- Interaktionseffekt Noch nicht klar
- Konstruktvalidität: Die Konstruktvalidierung verfolgt das Ziel, einen Test psychologisch zu analysieren und steht damit im Gegensatz zur kriterienbezogenen Validität. Der Schwerpunkt der Konstruktvalidität liegt in der theoretischen Klärung, was ein Test misst. Beispielsweise erfasst ein Intelligenztest oder ein Fähigkeitstest angenommene Eigenschaften bzw. Konstrukte.
- Interne Validität: Wie sicher ist die Schlussfolgerung, dass Variationen in der AV durch Variationen in der UV (und nicht durch Störvariablen) verursacht werden? Gefährdungen: andere Faktoren als die gemessenen sind für den Effekt verantwortlich, die man oft nicht komplett eliminieren kann, besonders bei nicht-experimentellen Designs Gegenmaßnahmen: Randomisierung
- Externe Validität Grad der Generalisierbarkeit von Forschungsergebnissen auf andere als dieuntersuchten Personen, Zeitpunkte und Umstände.− Gefährdungen: die Versuchsteilnehmer sind nicht repräsentativ− Gegenmaßnahmen: Wenn das Ziel ist, etwas über eine bestimmte Gruppe herauszufinden, müssen die Versuchsteilnehmer repräsentativ für diese Gruppe sein, wenn das Ziel ist, etwas generell Gültiges herauszufinden müssen die Versuchsteilnehmer möglichst breit gefächert sein
- Studie von Rosenthal & Fode (1963) Bedrohung der Konstruktvalidität durch Aufforderungscharakteristika (hier Versuchsleitereffekte) • Experimente zur "Personenwahrnehmung"• Vpn beurteilen, wie "erfolgreich" Personen auf Fotos sind(Skala von -10 bis +10).• UV: Erwartung des Versuchsleiters (VL). 5 VL glauben, dass aufgrund von Vorstudien ein Ergebnis von –5 herauskommen sollte; 5 andere VL glauben, dass ein Ergebnis von +5 herauskommen sollte.• Standardisierte Instruktionen – VL darf diese vorlesen und die Antworten der Vp notieren, sonst aber nichts sagen.• Exp. 1: VL erhält doppelte Bezahlung, wenn er/sie "denJob gut macht".– Bei allen 5 VL mit der Erwartung "–5" liegen die Ratings der Vpnniedriger als bei jedem der 5 VL mit der Erwartung "+5"– Mittelwertvergleich: –0.95 / +4.05 Differenz ist signifikant. • Exp. 2: Woran liegt's–visuelle oder auditive Hinweisreize?4 Bedingungen:– Gruppe 1: Erwartung "–5", VL sichtbar, liest Instruktionen vor– Gruppe 2: Erwartung "+5", VL sichtbar, liest Instruktionen vor– Gruppe 3: Erwartung "+5", VL unsichtbar, liest Instruktionen vor– Gruppe 4: Erwartung "+5", VL sichtbar, sagt aber nichts(d.h. Gruppen 1 und 2 wie im vorigen Experiment; 3 und 4 neu)– Mittelwerte: Gruppe1 Gruppe2 Gruppe3 Gruppe4 +0.48 +2.27 +1.32 +0.41 • Fazit zu Rosenthal & Fode:– Versuchsleitererwartungen können Ergebnisse verzerren.– Visuelle, nonverbale Hinweise, aber vor allem die Verbalisierungder Instruktionen vermitteln diesen Effekt.
- Erhebungsverfahren der Datenerhebung – Beobachtung– Selbstbeurteilungsmaße ("self-report measures")– nonreaktive / implizite Maße (oft "performance measures")