12
Diff (Subject) / Paradigmen I (Lesson)
Advertisement
- Eigenschaftsparadigma Erschließen von stabilen Merkmalen aus Verhaltensregelmäßigkeiten Untersuchungsgegenstand: Differenzen von Personen Individualität wird nur im Vergleich deutlich Vergleich hinsichtlich verschiedener Aspekte einer Eigenschaft --> Profile, z.B. Intelligenzprofile Vergleich hinsichtlich verschiedener Eigenschaften --> Persönlichkeitsprofile
- Eigenschaftsparadigma - 4 Disziplinen der differentiellen Psychologie William Stern Variablenorientierte Sichtweise --> Variation eines Merkmals innerhalb einer Bezugsgruppe Korrelationsforschung --> interindividuelle Variation zweier Merkmale - Zusammenhänge zwischen Rangreihen Personenorientierte Sichtweise --> Variation vieler Merkmale innerhalb einer Person Komparationsforschung --> Intraindividuelle Variation
- Eigenschaftsparadima - Kovariationswürfel Catell Erweiterung des Sternschen Schemas um die Dimension der zeitlichen Stabilität Persönlichkeit Operationalisiert als Persönlichkeitsprofil mit verschiedenen MErkmalen Zeitlich stabil bei zweimaliger Messung Persönlichkeitseigenschaft Merkmal mit unterschiedlichen Ausprägungen bei Personen einer Referenzpopulation Merkmalsunterschiede bei zweimaliger Messung relativ stabil Auch dann der Fall, wenn alle Personen sich proportional bzgl des Merkmals ändern
- Eigenschaftsparadigma - Reaktionskohärenz Messgelegenheiten als Messwiederholung in Bezug auf unterschiedliche Verhalentsindikatoren derselben Eigenschaft z.B. Physiologische Stressreaktionen --> eine Person mehr Blutdruck, die andere höhere Herzrate Erklärungsversuch: individuelle Reaktionshierarchie - zeitlich (situativ) stabile Reaktionsprofile --> zwar unterschiedliche Reaktionsprofile aber eine Person bleibt immer beim selben Profil
- DIP - Lerntheorien - Grundannahme Persönlichkeitsunterschiede sind auf unterschiedliche Lernerfahrungen zurück zu führen (Pavlov, Skinner, Bandura) Lerneffekte müssen stabil sein um als Persönlichkeitsänderungen interpretiert werden zu können
- DIP - Lerntheorien - Methodische Probleme Nachweis, dass sich mittelfristig stabile P-Unterschiede erzeugen lassen, belegt nicht, dass vorhandene P-Unterschiede nach behavioristischen Lernprinzipien entstanden sein müssen Lerngeschichte kann nur retrospektiv erfasst werden = mögliche Verzerrungen Asymmetrische Interpretation von Lerneffekten - VL kontrolliert die Lernbedingungen --> im echten Leben unrealistisch
- DIP- Lerntheorien - Beispiel Aggressivität Behavioristischer Ansatz: Erklärung kindlicher Aggressivität anhand des Erziehungsverhaltens der Mutter Beobachtung: Zusammenhang zwischen kindlicher Aggressivität und rigide-einschränkendem Erziehungsstil INterpretation: Rigide-einschränkendes Verhalten verstärkt das aggressive Verhalten ABER ebenso plausibel --> die kurzfristige Eindämmung aggressiven Verhalents verstärkt das rigide-einschränkende Verhalten der Mutter
- DIP - Genetischer Determinismus genetisch angeborenes Programm dem wir folgen Modell der Entfaltung: - Genom besitzt eine Art "Entwicklungsprogramm" welches die individuelle Entwicklung steuert - Umwelt hat aber zeitlich begrenzte Wirkung - Beispiel: Körperwachstum
- DIP - Modell der Kodetermination Umwelteinflüsse können genetisch gesteuerte Reifungsprozesse verändern P-Entwicklung abhängig von Reifung und Umwelteinflüssen Dynamische Interaktion --> unterscheidet sich von diesem Modell nur dadurch, dass Wirkungen von der Person auf die Umwelt zugelassen werden
- Nach dem Modell der dynamischen Interaktion beeinflussen Personen ihre Umwelt durch... Auswahl: sie können Umwelten auswählen, in dem sie regelmäßig bestimmte Situationen aufsuchen z.B. Partys Herstellung: Sie können Umwelten herstellen indem sie bestimmte Situationen dauerhaft schaffen z.B. in eine WG ziehen Veränderung: sie können Umwelten verändern, indem sie langfristig Situationen ändern z.B. Freundschaft beenden
- Advertisement
- Eigenschaftsparadigma - Langfristige Stabilität Stabilität von Eigenschaften = Stabilität von Rangfolgen einer Kohorte bzgl. einer Eigenschaft wenn alle 10 Punkte besser im IQ werden, dann gibt es nach dieser Definition keine Veränderung, da sich die Rangfolge nicht ändert
- Eigenschaftsparadigma - Transsituative Konsistenz Messgelegenheiten als Messwiederholung in unterschiedlichen Situationen z.B. dass ich in einer Situation mehr lüge als in der anderen, aber ich in allen Situationen weniger Lüge als du Stabilität der Rangfolge bzgl einer Eigenschaft