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Wirtschaftsethik (Subject) / fragenkat (Lesson)
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- 1. Benennen Sie mit eigenen Worten die wesentlichen Herausforderungen, mit denen moderne Wirtschaftsethik konfrontiert ist. Die praktische Ethik steht unter ständigem Innovationsdruck. a.) Wissensexplosion und zunehmende Technologisierung: um eine ethische Beurteilung möglich zu machen, ist ein detailliertes Wissen notwendig. In der philosophischen Ethik kommt es dadurch zu einer Verschiebung von der theoretischen zur praktischen Ausrichtung und wird dadurch zu einer problemorientierten Ethik. b.) unterschiedliche Werteüberzeugungen:eine Lebenswelt unterschiedlicher koexistierender Wertüberzeugungen, die nicht mehr auf einen Konsens zurückgeführt werden können.Hierauf reagiert die philosophische Ethik mit einer Verschiebung von einer monistischen zu einer pluralen Ausrichtung. c.) Einsicht:Einsicht, dass wissenschaftlich-technisches In-der-Welt-Sein zugleich eine Form des Wirtschaftens mit der Natur und den Menschen istDie Ethik reagiert mit einer Verschiebung von der philosophischen auf die stärker sozial und naturwissenschaftlichen Ausrichtung.
- 2. Erläutern Sie das Grundmodell ethischer Kommunikation in vier Schritten und kommentieren Sie dieses gern. a.) Bewusstsein:Unter Bewusstsein versteht man das, was in einem Menschen drinnen ist. Das Staunen und Zweifeln, die Energie. Das Wesentliche ist gestaltlos. b.) Perspektivenwechsel:Die Menschen sind unterschiedlich, jeder von ihnen ist individuell. Daher ist es wichtig auch die andere Seite zu hören, den Standpunkt des anderen zu verstehen.Inquisition = versuchen herauszufinden, was geschehen ist. Dies ist wichtig um sich ein objektives Bild machen zu können. Man höre auch die andere Seite. c.) Orientierung:„Das Handeln folgt dem Sein“, d. h. primär ist was ich denke, welche Moral, welche Ethik ich verfolge. Hier ist wichtig woher ich komme, wo ich meine Wurzeln habe.Nur wenige Menschen wollen Vorbilder sein. Lob ist sehr wichtig für die Menschen.Der Mensch ist auf das was er tut reduziert, hierzu zählt auch sein Beruf (Beruf = dazu berufen sein, Beruf ist was Spaß macht). Der Beruf sagt auch etwas über den Menschen aus. Bsp. Dombau: ich baue einen Dom -> ich behaue Steine -> ich verdiene Geld für meine Familie. d.) Kommunikation:Kommunikation ist der Austausch von Informationen. Dies bedeutet wir haben eine gemeinsame Aufgabe, wir verfolgen ein gemeinsames Ziel über welches wir Informationen austauschen können. Wir wissen was wir tun.
- 3. b.) Wie definieren Sie Ethik? Der Begriff Ethik kommt vom sittlichen Verständnis, vom Verständnis der Moral und der Theorie des richtigen Handelns. Die Fragen was ist gut, was ist richtig, was darf ich tun sind von zentraler Bedeutung.Ethik gibt eine Handlungsorientierung um in Situationen Entscheidungen treffen zu können. Wirtschaftsethik unterzieht die wirtschaftliche Realität einer normativen Prüfung.Das Zusammensein der Menschen ist Ethik. Man muss sich selbst annehmen um andere Menschen respektieren zu können. Wer sich selbst nicht lieben kann, kann auch andere nicht lieben. Zentraler Satz: Liebe Deinen Nächsten wie dich selbst.
- 4. Erläutern Sie die Geschichte der ökonomischen Theorien in ihren ethischen Dimensionen und zeigen Sie Entwicklungslinien auf. a.) Antike TheoriebildungenIn der Antike diente der Haushalt noch als produzierende Einheit. Der Haushalt war eine Einzelherrschaft, in der die Führung einer Ehe, die Erziehung der Kinder die Herrschaft über die Sklaven herrschte. Die körperliche Arbeit war für die Sklaven, die aus Nichtgriechen bestand. Griechen waren nicht dazu bestimmt körperliche Arbeiten zu verrichten. Somit gründete die Hauswirtschaft auf die natürlichen Erwerbsformen wie Jagd, Fischerei und Bauerntum. Die Polis wurde durch das Handeln in Gegenseitigkeit zusammengehalten. Gleiches wurde mit Gleichem vergolten bei Geschenken. Die Gegengeschenke mussten immer den gleichen Wert haben wie das eigentliche Geschenk. Es herrschte ein Äquivalenttausch. Zu einer Einladung wurde immer ein Gastgeschenk mitgebracht.Bei einem möglichen Konflikt zwischen Ehrlichkeit und Nutzen musste immer der gute Ruf bedacht werden, der nicht kaputt gemacht werden durfte. Siehe die Geschichte des guten Händlers, der von Alexandria nach Rhodos Getreide bringt. b.) Mittelalterliche und frühneuzeitliche Theoriebildung:Im Mittelalter herrschte das Weltbild, dass Gott ein technisch perfekter Hersteller, ein artifex ist. Es herrschte eine diesseitig-jenseitige Wohlfahrtstheorie. Die Frage nach einem gerechten Preis heißt an Fremde sollte nicht teurer verkauft werden als die Ware auf dem Markt verkauft wird. Es sollte kein Unterschied zwischen dem gesetzmäßig bestimmten Preis und dem natürlichen Preis (wie viel die Ware wert sein könnte) gemacht werden.In dieser Zeit herrschte der Glaube die Stadtluft macht frei, die Stadt bietet Schutz. Die Kaufleute unterstützten das Papsttum gegen kaisertreue Bischöfe. Die feudalen Bindungen lockerten sich und es konnten marktliche und preisabhängige Tauschbeziehungen entstehen. Der Handel war von Habgier, Wucher und ungerechten Preisen durchzogen. Daher wurde ein Wucherverbot erhoben. Bei Leihgaben durfte kein Gewinn daraus geschlagen werden, da dies gegen das Naturrecht auf Erbarmen verstieß. Dadurch war der Kauf auf Kredit erlaubt, die Belohnung erfolgte durch ein Geschenk. Eigentum war eine Ergänzung des Naturrechts, aber die Grenze des Eigentums endete dort wo die Not des anderen beginnt.Die Frage nach dem gerechten Preis war entstanden. Der Gebrauchswert liegt in der Sache selbst. Der Käufer schätzt den Wert des erworbenen Gutes höher ein, als das dafür entrichtete Entgelt. Nur deshalb kauft er das Gut. Die Wertigkeit ist individuell.Thomas v. Aquin wendete sich gegen Kaufleute, die Waren vor der Weinlese, Ernte oder Schlachtung aufkauften, um ihr Angebot in die Hand zu bekommen und dem Markt dosiert fernhielten, damit sie Einfluss auf den Preis hatten.Im Mittelalter gab es einen ausdifferenzierten Streit über die Vereinbarung von Preisen. Preisabsprachen waren nur dann erlaubt, wenn Schaden von den Anbietern abgewendet wurde und sie sich am gerechten Preis orientierten. Die Bezugsgröße war immer das „Bonum Commune“ – das Gemeinwohl. Das Geld wurde als Tauschfunktion gewählt. c. Theoriebildungen im 17.-19. Jhdt.:Grundlage der heutigen Wirtschaftswissenschaften war die Zeit vom 17. – 19. Jhdt. Für Adam Smith ist 1776 das Referenzjahr. Schumpeter setzt das Datum schon bei Philipp II in Spanien und Ludwig XIV in Frankreich an. Die herrschende Wirtschaftsform jener Zeit ist der Merkantilismus eine Art von Planwirtschaft. Dieses Wirtschaftsmodell ist durch den staatlichen Eingriff geprägt.In dieser Zeit wurde der eigene Export gefördert und die Einfuhren gedämmt. Nahrung war der Grundwert, der alle Normen durchzog. Sie bedeutete Auskommen und Arbeit in ständischer Stufung. Es war ein wirtschaftliches Prinzip, welches sich an der Ungleichheit der Menschen nach Geburt und Stand orientierte. Zu dieser Zeit lebten 2/3 der Bevölkerung auf dem Lande und ernährten sich von der Agrarwirtschaft. Sie waren somit den Fährnissen der Natur ausgeliefert.Menschliches Handeln ist stets ein sozialer Vorgang. Der Mensch gilt als frei, wenn er die Maxime seines Handelns wählen kann.In der Neuzeit ist die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs die Expansion des Handels. Die Gewährleistung individueller Freiheiten ist das zentrale Erklärungsmuster für den wirtschaftlichen Aufstieg der europäischen Nationalstaaten.
- 6. Der ehrbare Kaufmann – wie würden Sie sein Ethos beschreiben? 1. er ist und war stets dem Gemeinwohl verpflichtet.er empfindet eine unmittelbare Verantwortung für das soziale Leben in seiner Stadt.er engagiert sich für das Gemeinwesen ohne eine besondere Anerkennung zu erwartender ehrbare Kaufmann lebt vom Vertrauen in die Anständigkeit seines Gegenübers und Geschäftspartnersdas gegebene Wort und der Handschlag gilt als Symbol der Kaufmannsehreseine Unternehmerschaft orientiert sich an Wertender Kunde steht im Mittelpunkter denkt und handelt langfristig und ist nicht an kurzfristigem Gewinn interessierter ist ein verlässlicher Geschäftspartner und ein fairer ArbeitgeberSein Unternehmen ist ihm wichtiger als die eigene PersonCorporate Government Codex (Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft) = Instrument um dem ehrbaren Kaufmann eine Plattform zu geben:a. selbstverantwortliche Organisation der Wirtschaftb. Flexibilität in der Anwendung und Weiterentwicklung des Codexc. Transparenz in der Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung
- 8. Formulieren Sie Grundgedanken zu den 7 Lastern und stellen Sie diese in Beziehung zu der Bienenfabel. a.) Hochmut (superbia):Hochmut ist eine Gemütsverfassung, die den eigenen Wert höher veranschlagt, als er wirklich ist. Er ist die Startugend der Ichgesellschaft und die Wurzel aller Sünden.Das Symbol der Selbsterhöhung ist der Turm. Er steht für das heruntersehen auf andere. Wer so turmhoch über seinen Mitmenschen steht, ist so entrückt und mit sich selbst beschäftigt, dass er nicht mehr kommunizieren und Rechenschaft ablegen kann. b.) Neid (invidia)= eine ethisch vorwerfbare, emotionale Haltung des Unbehagen über die Besserstellung anderer. Neid kann für den Beneideten gefährlich werden, da er als Triebkraft für destruktives Handeln steht wie z. B. Stalking. c.) Habgier (avaritia)= Geiz = zwanghafte oder übertriebene Sparsamkeit und Unwillen Güter zu teilen. Ich besitze, ich zeige was ich besitze, ich behalte für mich was ich besitze. Wir öffnen den Geldbeutel nur für eine Gegenleistung – dies ist der Trend.Habgier zählt zusammen mit dem Neid und dem Stolz zu den kalten Todsünden. Es geht ums Haben, die pure Lust am Anhäufen von Geld und Reichtum. Die Gier drängt den Menschen etwas besitzen zu wollen was er eigentlich nicht unbedingt benötigt. Heute ist aus diesem Laster der Konsumgesellschaft eine Tugend geworden, da man damit propagandiert, dass Geiz geil sei. Hier gilt Geiz als Staatsphilosophie.d.) Faulheit (acedia):= Trägheit des Herzens. Die Führungskräfte kennen ihre Pappenheimer. e.) Zorn (ira):= ein starkes inneres Gefühl, welches sich unterschiedlich äußert. Es kann als heftiger Ärger oder wutartiger Affekt als Jähzorn oder gar als Zornesausbruch auftreten und zu unkontrollierten Handlungen oder Worten führen.Der Zorn kann als Beherrscher des Menschen erscheinen, der seine Gefühlsregung nicht mehr kontrollieren kann. Wir sind nicht nur ein homo sapiens, sondern auch ein homo hostilis, ein allzeit kampfbereites Wesen, impulsiv, plötzlich aufflammend.Der Zorn ist unsere erste Leidenschaft, schon unser erster Schrei bei Geburt ist ein Zornesschrei. Wenn der Zorn nichts ausrichtet, dann sprechen wir vom Rumpelstilzchenphänomen. Wut über die Machtlosigkeit, die Grenzen und Schwächen. f.) Wollust (luxuria):= das mit Wollen betriebene Handeln zur sexuellen Steigerung der Lust. Die Wollust befriedigt das Ego. Geilheit als Lustritual. One night stand als gesellschaftliches Problem. g.) Völlerei (gula):= Maßlosigkeit, Fresssucht, Gefräßigkeit, Unmäßigkeit. Sie ist eine Charaktereigenschaft, das Laster eines Menschen, die ihn zu einem maßlosem Leben führt und ihn undankbar werden lässt. Sie zählt zu den fleischigen Sünden. Die verzehrten Mengen und das unkontrollierte Schlemmen sind oft Ursachen verschiedener Krankheiten. Heute ist es so, dass die Reichen schlank und die Armen dick sind. Schlankheit und Fitness sind die neuen Götter. Bei Tugenden und Laster macht die Dosis das Gift. Bezug zur BIENENFABEL:Private Laster = öffentliche Vorteile
- 9. Skizzieren Sie kurz den Unterschied zwischen Bedarf und Bedürfnis 1. Bedürfnis = jegliche Erfahrung von Mangel. Das Bedürfnis kann sich auf elementare Lebens- und Überlebenserfordernisse beziehen, aber auch soziokulturell bedingt sein.Elementare Bedürfnisse wie Schlaf, Hunger, Durst, Sexualität. Zu den Bedürfnissen zählen auch höhere Bedürfnisse wie das Streben nach einem Rahmen der Orientierung, sozialer Anerkennung, Geborgenheit, Freiheit und Sinnerfüllung.Bedürfnis korrespondiert mit Bedarfsdecken. Bedürfnissteuerung = Management der Nachfrage Bedarf korrespondiert mit Bedarfswecken.Bedarf ist ein mit Kaufkraft ausgestattetes Bedürfnis. Der Bedarf setzt voraus, dass jemand die Kaufkraft zur Bedürfnisbefriedigung einsetzen will und kann. Der Bedarf tritt auf dem Markt als Nachfrage nach einem Wirtschaftsgut auf.
- z 10. Ordnen Sie den wirtschaftsethischen Begriff des Eigentums ideengeschichtlich ein Der christlichen Überlieferung entsprechend haben die Güter im Naturgesetz des paradiesischen Urzustandes allen Menschen gemeinsam gehört. Mit dem Sündenfall aber werden private Eigentumsrechte notwendig, um in der gefallenen Welt Nachlässigkeit, Betrug oder Zwietracht einzudämmen. Das Eigentum ist die vernunftgemäße Ergänzung des Naturrechts, aber die „private“ Grenze des Eigentums endet dort, wo die Not des anderen beginnt. Der Mensch dürfe sich das nehmen, was er „benötige“ um zu überleben, wenn es ihm nicht gegeben werde. Thomas von Aquin (1226-1274) stützt sich auf Aristoteles, wenn er festhält, dass die Arbeitsteilung für den Menschen unausweichlich ist, weil er von Natur aus ein animal sociale ist und deshalb für seinen Lebensunterhalt auf die Unterstützung anderer angewiesen ist. Ohne private Eigentumsteilung gibt es keine Arbeitsteilung. Für Thomas von Aquin ist etwas gut, wie es sich durch die persönliche Einstellung als gut darstellt. In der stärker voluntaristisch geprägten Weltanschauung der Franziskaner ist der Grund dafür zu sehen, dass sie in wirtschaftlichen Dingen eine subjektive Wertlehre entwickelten.
- 3 a. Definieren Sie die Wirtschaft Nach Aristoteles ist der Mensch ein potentielles, ein bedürftiges Wesen. Der Mensch benötigt zur menschlichen Entfaltung materielle Güter, die seiner kulturellen Entwicklung dienen.Wirtschaft ist die Gesamtheit der Handlungen, durch die der Mensch materielle Güter erlangt, um seinen Lebensbedarf und seinen Kulturbedarf zu decken. Wirtschaftliches Handeln ist aber nur dann rational, wenn es im Sinne der Wesensanlagen der Menschen geschieht.Der Mensch ist ein soziales Wesen, der auf Kooperation angelegt ist.
- 5. Legen Sie kurz die ethischen Grundgedanken von Keynes Eucken und Haydek dar a.) Keynes: Keynes betonte in seinen Werken die Kompatibilität von ökonomischer Effizienz und sozialer Gerechtigkeit. Er plädierte für eine ethische Grundorientierung der Wirtschaftswissenschaft.Fehler der Wirtschaftsgesellschaft:- keine Sicherstellung von Vollbeschäftigung- willkürliche und ungerechte Vermögens- und Einkommensverteilung=> Nach Keynes Auffassung muss das ökonomisch Richtige und das sittlich Gebotene sich sinnvoll ergänzen. Wirtschaftliche Freiheit ist wichtig. b.) Eucken: Idee der Subsidiarität = Hilfe zur Selbsthilfe Ein Denken in Ordnungen: Ordo als Basis eines ordnungstheoretischen Ansatzes. Die Wirtschaftsordnung läuft als Gesamtheit der realisierten Formen ... - Idee der Subsidiarität = Hilfe zur Selbsthilfe; Modell der Freiburger Schule.Ein Denken in Ordnungen: Ordo als Basis eines ordnungstheoretischen Ansatzes. Die Wirtschaftsordnung ... ... Basis eines ordnungstheoretischen Ansatzes. Die Wirtschaftsordnung läuft als Gesamtheit der realisierten Formen ab. Idee der Subsidiarität = Hilfe zur Selbsthilfe Ein Denken in Ordnungen: Ordo als Basis eines ordnungstheoretischen Ansatzes. Die Wirtschaftsordnung läuft als Gesamtheit der realisierten Formen ab. Ordnung ist bei Eucken eine regulative Idee, die dem Wesen des Menschen und der Sache entspricht. Die ständige Suche ... Der ordnungsethische Entwurf bei Walter Eucken Die Grundlagen der traditionellen Ordnungstheorie wurden im Wesentlichen zwischen 1930 und 1960 von Walter Eucken (1891-1950) Alfred Müller-Armack (1901-1978) und Alexander Rüstow (1885-1963) gelegt. Als Begründer der Freiburger Schule der Wirtschaftswissenschaft prägt Eucken den Begriff „Ordo“ als Basis eines ordnungstheorethischen Ansatzes bezogen auf die Grundlagen der Nationalökonomie. Euckens Ordnungskonzeption beruht auf der Idee, dass die Wirtschaftsordnung als Gesamtheit der realisierten Formen, in denen in concreto jeweils der alltägliche Wirtschaftsprozeß abläuft. Ordnung ist bei Eucken eine regulative Idee, die dem Wesen des Menschen und der Sache entspricht. Die ständige Suche des Menschen nach einer besseren sittlichen Ordnung ist ethisch geboten, denn man muss sich der Frage stellen: Wie kann der modernen industrialisierten Wirtschaft eine funktionsfähige und menschenwürdige Ordnung gegeben werden? c.) Hayek: Seine zentrale Botschaft ist die Auffassung, dass wirtschaftliche Ordnung und soziale Ordnungen die Ergebnisse menschlichen Handelns, aber nicht menschlichen Entwurfs sind. Er ist der Auffassung ... In der Antike war der Begriff menschlicher Arbeit bezogen auf Sklaven und Knechte. ... Die Wirtschaftsordnung läuft als Gesamtheit der ... c. ... Friedrich August von Hayek: Seine zentrale Botschaft ist die Auffassung, dass wirtschaftliche Ordnung und soziale Ordnungen die Ergebnisse menschlichen Handelns, aber nicht ... Friedrich August von Hayek (1899 – 1992), der erste deutschsprachige Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaft (1974), nimmt zwischen dem klassischen Liberalismus von Adam Smith und der Schule der schottischen Moralphilosophie, eine bedeutende Zwischenstellung ein. Hayeks zentrale Botschaft, mit der er sich auch vom Ordo-Liberalismus der Freiburger Schule absetzt, ist seine Auffassung, dass wirtschaftliche und soziale Ordnungen Ergebnisse menschlichen Handelns, aber nicht menschlichen Entwurfs sind. Er ist der Auffassung, dass das Problem des Ursprungs oder der Bildung und das der Funktionsweise sozialer Institutionen im wesentlichen ein und dasselbe ist: Institutionen entwickeln sich in einer bestimmten Weise, weil die Koordination der Handlungen in den von ihnen gesicherten Bereichen sich als wirksamer erwies, als die durch andere Institutionen, mit denen sie konkurrierten. Das paradigmatische Beispiel spontaner sozialer Ordnung ist für Hayek die marktliche Wettbewerbsordnung.
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- 7. Stellen Sie die 4 Kardinaltugenden in ihren ethischen Dimensionen dar. 1. a.) Klugheit (prudentia):Thomas v. Aquin bezeichnet sie als:- Hüterin- Herrscherin- Ursachealler moralischer Verhaltensweisen. Sie ist Richtmaß, Vorbild und Form.Wer erfolgreich führen will, sollte die Menschen mögen. Motivierte und begeisterte MA werden wesentlich mehr leisten. Klugheit ist der Schlüssel zum Gelingen. Der Kluge kann sich und seine Leistungen richtig einschätzen. Klugheit bedeutet Fähigkeit zu angemessenem Handeln und Berücksichtigung aller relevanter Faktoren. Sie ist die Fertigkeit in konkreten Situationen das Richtige zu tun.Klugheit ist der Ursprung aller übrigen Kardinaltugenden. Nur wer klug ist, kann auch gerecht, tapfer und maßvoll sein.Das Gute ist das Kluge. Die Klugheit ist die Tugend der richtigen und angemessenen Entscheidung. Klugheit bedeutet Belehrbarkeit, d. h. sich etwas sagen lassen können.Ziel der Klugheit ist das gelingende Leben, das glückliche Leben. Das letzte Ziel unseres Daseins ist die Glückseligkeit (eudaimonia)Klugheit = sittliche Einsicht, Fähigkeit der zur Erkenntnis der eigenen Handlungsziele acht integrale Elemente, die zur Klugheit gehören:1. Memoria = treues Gedächtnis=> bedeutet das wirklichkeitsgetreue Gedächtnis, welches vergangene Tatsachen und Sachverhalte festhält. Memoria kann auch als Erfahrung bezeichnet werden. Die Erinnerung ist notwendig um hinsichtlich des Zukünftigen gut zu überlegen. 2. Intellectus = klarer Einblick:notwendig ist Sachverstand. Die Konzentration auf die Sache hilft neue originelle Lösungen zu finden. Sachliche Orientierung ist der Schlüssel zur Kreativität, Phantasie und Initiative. Der Sachverstand muss den Willen und das Gemüt beeinflussen. 3. docilitas = Belehrbarkeit= die Bereitschaft sich beraten zu lassen. Keiner ist Spezialist für alles und jedes. Führungskräfte in der Wirtschaft müssen sich beraten lassen. Man darf nicht beratungsresistent sein. 4. sollertia = Scharfsinn:Unternehmer müssen stets überlegen wie verschiedene alternative Ziele mit vertretbaren Kosten erreicht werden können. Globalisierter Wettbewerb fordert globale Ausrichtung der Entwicklungsstrategien. Wer nicht bereit ist sich zu verändern, der wird von der Konkurrenz überholt. Seine Sache auf zwei Arten machen können, immer eine Alternative haben. 5. ratio = SchlussfähigkeitDie Vernunft lässt sich nur von der Sache selbst leiten. Sie vermeidet Emotionen. Der Wert neuer Technologien muss frühzeitig erkannt werden. Der technische Fortschritt ist die wichtigste Grundlage des materiellen Wohlstandes. 6. providentia = Voraussicht= das richtige Abschätzen aller Mittel und Wege zum Ziel. Unternehmer müssen versuchen zukünftige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und sich darauf einzustellen. Sie müssen unangenehme und unbequeme Veränderungen vorausdenken und sich entsprechend verhalten. 7. Diligentia = Umsichtberücksichtigt auch die Nebenumstände. Sie ergänzt die Voraussicht und soll das Richtige versuchen zu bestimmen. 8. Cautio = Vorsichtsie bewahrt vor möglichen Täuschungen und Fehlern. Sie erkennt Gefahren und Hindernisse, die ein moralisch einwandfreies Verhalten verhindern oder erschweren.„Nicht selten umgibt sich das Schlechte mit dem trügerischen Schein des Guten, nicht selten trägt das Schädliche die Maske des Nützlichen“ b.) GerechtigkeitGleich sind Menschen in ihrer Würde, in ihren Grundrechten, jedoch nicht in ihrer Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft. Gleiches gleich und Ungleiches ungleich behandeln um gerecht zu sein, das muss eine Führungskraft in Erwägung ziehen.Gerechtigkeit besteht im miteinander leben. Es ist etwas Geschuldetes zu leisten. Der gerecht handelnde Mensch zieht stets in Erwägung, dass gerechtes Handeln dem Anderen zugeordnet ist. „Die Vielgestaltigkeit der Ungerechtigkeit mach die Vielgestalt der Gerechtigkeit deutlich (Platon). Das Seine aber nicht das Gleiche.Das Seine aber nicht das Gleiche. c.) Tapferkeit (fortitudo)= ZivilcourageTapferkeit ist die Festigkeit und die Entschlossenheit des Geistes, ein als richtig erkanntes Vorhaben stringent durchzusetzen. Der Tapfere lässt sich nicht durch auftretende Schwierigkeiten von seinem Weg abbringen. Auf diesem Weg zum Erfolg können jedoch Verwundungen auftreten. Tapferkeit heiß eine Verwundung hinnehmen zu können. Der tapfere ist in letzter Konsequenz bereit für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen. Ohne Klugheit und Gerechtigkeit gibt es keine Tapferkeit. So bedingen die Tugenden einander. Die Tapferkeit darf sich selbst nicht trauen. Es gibt keine Tapferkeit um der Tapferkeit willen.Der maßvolle Mensch ist auch humorvoll.d.) Maß (temperantia)= die rechte MitteMaß = in sich selber Ordnung verwirklichen, dies geht nur in einer selbstlosen Manier, selbstlosen Selbstbewahrung. Die Heiterkeit des Geistes oder des Herzens ist das Siegel der Selbstlosigkeit. Ein maßvoller Mensch sollte über sich lachen können. Demut ist die Tugend des Maßes. Demut = eine Beziehungshaltung im Miteinander von Mensch zu Mensch.Mut haben bedeutet zu dienen. Mut sich vor anderen klein zu machen um eines höheren Zieles willen. Maß ist die von der Klugheit geforderte Mitte zwischen dem Zuviel und dem Zuwenig.
- z 11. Ordnen Sie den Begriff der Arbeit ideengeschichtlich ein. muss noch